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Cover THE BOYS OF SUMMER

THE BOYS OF SUMMER

Roman

von Richard Cox; Übersetzt von: Klaus-Peter Kubiak

Erschienen 2019 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
504 Seiten
ISBN 978-3-95835-449-4

Kurztext / Annotation

'Umwerfend ... fängt die gleiche traurige Nostalgie ein, die Stranger Things zu einem Netflix-Hit machte. Stellen Sie sich THE BOYS OF SUMMER als den besten Stephen-King-Roman vor, den Stephen King nie geschrieben hat (was als echtes Kompliment zu verstehen ist).' -Barnes & Noble Sci-Fi Blog Als 1979 ein Tornado über Texas hinwegfegt, fällt der Teenager Todd Willis in ein Wachkoma.Vier Jahre später wacht er aus diesem wieder auf, mitten in der bunten, abenteuerlichen Welt der Achtzigerjahre, und scheint übersinnliche Fähigkeiten entwickelt zu haben ... Todd erwacht in einer Welt, die ihm gleichzeitig bekannt, aber auch unendlich fremd erscheint. Es fällt ihm schwer, Echos und Halluzinationen aus seinem langen Schlaf von der Realität zu unterscheiden. Und er entwickelt seltsame Fähigkeiten. Er kennt Lieder, die erst noch komponiert werden müssen, und er liest die Gedanken und Gefühle anderer Menschen, als lägen sie wie ein offenes Buch vor ihm. Schnell findet er neue Freunde, den Club der BOYS OF SUMMER, die von Todds seltsamer Beziehung zu der Welt um sie herum fasziniert sind. Zusammen erleben die fünf Jungen einen Sommer des Erwachsenwerdens, der ersten Liebe, des Verrats und eines Geheimnisses, das so schrecklich ist, dass sie einen Schwur leisten, nie wieder darüber zu sprechen. Fünfundzwanzig Jahre später aber kehrt das Dunkel in den Ort Wichita Falls zurück und die fünf mittlerweile erwachsenen Männer sehen sich gezwungen, sich noch einmal den Wunden ihrer Vergangenheit und sogar der Realität selbst zu stellen ... 'Dieser wundervoll geschriebene übernatürliche Thriller wird den einen oder anderen Leser unweigerlich an Stephen Kings 'ES' oder vielleicht sogar an Dennis Lehanes 'Mystic River' erinnern. Lassen Sie sich davon aber nicht täuschen - er ist keine billige Kopie. Cox' Geschichte ist auf kraftvolle Weise originell und seine Charakterzeichnung ungeheuer dicht und detailliert.' - Booklist

Richard Cox geht davon aus, in Texas geboren zu sein, und jetzt in Tulsa, Oklahoma zu leben. Unterschiedliche Internet-Quellen wissen einhellig darüber zu berichten, dass er bislang vier Romane veröffentlichte - The Boys of Summer, Thomas World, The God Particle und Rift. Darüber hinaus hat Richard wohl für die This Land Press, das Oklahoma Magazine und die Website TheNervousBreakdown.com geschrieben.

Aber man sollte nicht alles glauben, was man so liest. Oder sieht. Wer kann schon sagen, ob Sie gerade wirklich diese Zeilen hier lesen ...

Textauszug

Kapitel 1

Der Tag war irgendwie elektrisch geladen und voller Möglichkeiten. Bobby Steele konnte es in der feuchten Luft und im auffrischenden Wind fühlen. Über ihm wurde der Himmel immer dunkler. Er war zehn Jahre alt und hatte das seltsame Gefühl, dass etwas Wichtiges unmittelbar bevorstand; etwas, das sein Leben für immer verändern würde. Bobby fuhr gerade in Richtung Süden, wo Jonathan Crane wohnte, und als er den Midwestern Parkway überquerte, war es gerade mal fünf Uhr.

Sein Haar wurde gegen seinen Kopf geweht, es war blond und dick. Sein Lächeln war anziehend.

Es war der zweite Tag der Frühlingsferien und seine Mutter erwartete ihn nicht vor Anbruch der Dunkelheit zurück. Sie hätte ihn sogar noch länger draußen bleiben lassen, wenn nicht sein Vater Kenny wäre, der ziemlich irrational reagierte, wenn Bobby Zeit mit Jonathan verbrachte. Doch sein Vater arbeitete als Bauarbeiter, und abends spielte er Karten. Vor acht Uhr kam er niemals heim, und bis dahin waren es noch drei Stunden. Drei Stunden waren eine halbe Ewigkeit.

Die Straße war in diesem Teil der Stadt breiter als die in seiner eigenen Nachbarschaft, und die Häuser waren größer und aus Ziegeln gebaut. Jeder konnte Bobbys leicht verbeultes Fahrrad sehen, das sie gebraucht gekauft hatten, und gleich erkennen, dass er nicht in dieser Gegend wohnte. Jeder konnte sehen, dass er gerade weit von seinem Haus entfernt war. Aber er fuhr ganz entspannt dorthin, wo es ihm gefiel ... manchmal auch freihändig. Denn selbst als Kind wusste er schon, dass man an jedem Ort am besten fuhr, wenn man so tat, als ob man dort hingehörte.

Es war eine lange Fahrt, und inzwischen war er ein wenig außer Atem. Doch wenn es ein Rennen gewesen wäre, dann hätte er noch sehr lange durchhalten können. Er war ein ziemlich kräftiger Junge, einer, der keiner Kraftprobe aus dem Weg ging. Er war ein Gewinner, und das musste er auch sein, denn sein Vater wurde niemals müde, überall zu erzählen, dass er keinen Verlierer großgezogen hatte.

So war das Leben von Jungen, die als Söhne legendärer Football-Stars aufwuchsen, eben. 1966 hatte Kenny als Quarterback die Onley Cubs in die 1A Texas State Football-Meisterschaft gebracht, indem er fünf Touchdowns schaffte und damit für seine Mannschaft den Sieg über eine, wie er sie nannte, Mannschaft voller Mexikaner errang. Im letzten Viertel des Spiels, als sie den Sieg schon fast in der Tasche gehabt hatten, entschied sich sein Vater, nicht in der Endzone des Gegners zu knien, um das Spiel abzubrechen, sondern stattdessen ohne einen Blocker weiter zu rennen. So wie sein Vater die Geschichte erzählte, war Kenny Steele ein armer Junge aus einer Kleinstadt gewesen, der versucht hatte, die Trainer von einigen Colleges zu beeindrucken, und das alles war ihm von irgendeinem zweitrangigen mexikanischen Spieler versaut worden. Doch in Wirklichkeit hatte der alte Mann nur ein wenig angeben wollen, und Bobby nahm an, dass der wütende Linebacker, der den sechsten Touchdown nicht anerkennen wollte, ihm einfach ein wenig Karma hatte zurückgeben wollen. Der Zusammenprall zerschmetterte die Kniescheibe seines Vaters, als ob sie aus Glas gewesen wäre, und das war das letzte Mal, dass er die Gelegenheit hatte, auf dem Spielfeld anzugeben.

Bobby liebte Football ebenfalls, und er wusste, dass er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten würde, aber er hatte das Gefühl, dass es im Leben noch mehr gab als nur Football. In letzter Zeit hatte er immer öfter in Jonathans Haus gespielt, weil er dort Dinge tun konnte, die er in seinem eigenen Haus einfach nicht durfte. Zum Beispiel Schach spielen. Während sein eigener Vater Brettspiele für ziemlich sinnlos hielt, sah Jonathans Vater gern dabei zu, wie die beiden Jungs Schach spielten. Manchmal brachte er ihnen auch strategische Züge bei. Strategie war ein Begriff, der Bobby vollkommen fremd gewesen war, bis er mit dem Sch

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