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Cover HOUSE OF RAIN

HOUSE OF RAIN

Thriller, Mystery

von Greg F. Gifune; Übersetzt von: Nicole Lischewski

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
120 Seiten
ISBN 978-3-95835-081-6

Kurztext / Annotation

Gordon Cole ist ein müder, einsamer alter Mann. Der von seinen Vietnamerinnerungen verfolgte Kriegsveteran ist seit kurzem Witwer und schlägt sich in einer Nachbarschaft durch, in der das Leben immer gefährlicher wird. Während er den Tod seiner geliebten Frau Katy betrauert, droht er im Albtraum seiner schrecklichen Vergangenheit zu ertrinken. Und dann fängt das Flüstern in der Dunkelheit an. Gnadenlos jagen ihn erschütternde Visionen, der Klang von engelshaftem Singen hängt über jeder wachen Stunde, und alle Menschen seines Umfelds scheinen sich aus Gründen gegen ihn verschworen zu haben, die er noch nicht verstehen kann.
Als der Regen beginnt und die Stadt durchtränkt, begreift Gordon, dass er sich seiner Vergangenheit stellen und das dunkle Geheimnis lösen muss, das ihn seit fast fünfzig Jahren verfolgt.
Wer war die mysteriöse Frau, die er damals in einer Bar kennengelernt hat? Was ist in dem heruntergekommenen Motel passiert, in das sie gingen? War tatsächlich überhaupt etwas geschehen?
Während Gordon nach Antworten sucht, beobachtet ihn etwas aus dem immer stärker fallenden Regen und wartet, bietet ihm an, ihn von seinen Albträumen zu befreien. Aber die Schlüssel zu Himmel und Hölle kosten einen furchtbaren Preis.
Willkommen daheim, Gordon.
Willkommen im Haus des Regens.

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'Absolut lesenswert und definitiv nicht mein letzter Gifune.' [Lesermeinung]

'Wie bitte?! Sie haben noch keinen Gifune gelesen? Dann haben Sie was verpasst! Absolute Leseempfehlung! LESEN SIE GIFUNE! Für Fans der anspruchsvollen und atmosphärischen Horrorlektüre ein absolutes MUSS!' [Lesermeinung]

'Gifune ... hat mit wenigen Seiten etwas geschafft, was anderen auf 800 nicht gelingt - eine Geschichte, die im Kopf bleibt, eine Geschichte, über die man nachdenken muss, eine Geschichte, die sich zu lesen lohnt.' [Lesermeinung]

Greg F. Gifune ist ein internationaler Bestsellerautor.

'Der beste Autor für Horror und übernatürliche Thriller der heutigen Zeit.' - New York Times Bestseller-Autor Christopher Rice

Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erhielten bereits Aufmerksamkeit in Hollywood.
Sein Roman THE BLEEDING SEASON, ursprünglich im Jahr 2003 veröffentlicht, wird als Klassiker des Genres gefeiert und gilt als einer der besten Horror-Romane des Jahrzehnts. Im Jahr 2015 wird seine Kurzgeschichte HOAX mit Rodney Eastman Stern (Nightmare on Elm Street-Reihe, I Spit on Your Grave Remake) und Tiffany Shepis (The Violent Kind) und Eric Shapiro (The Rule of Three) verfilmt. Greg arbeitet als Senior Editor bei Darkfuse. Er wohnt in Massachusetts mit seiner Frau Carol, einer Schar Katzen und zwei Hunden, Dozer und Bella.

Textauszug

EINS

Die Nacht, in der sie ihn wegen Katy anriefen, regnete es. Ein heftiger, urzeitlich anmutender Regen, der auf alles in seiner Bahn eintrommelte und letztendlich mehrere Tage andauerte. Gordon hatte die Wettervorhersage nicht gesehen, deshalb überraschte ihn der Regen. Aber den Anruf hatte er erwartet, und zwar schon seit einiger Zeit. Natürlich wusste er nicht genau, wann er kommen würde, aber er war darauf vorbereitet. Die Ärzte hatten ihm gesagt, es sei nur eine Frage der Zeit. Aber war das nicht mit allem so?

Er hatte immer angenommen, dass der Anruf spät in der Nacht kommen würde, wie bei dieser Art von Telefonaten üblich, und dass er ihn aus einem tiefen Schlaf reißen und ihn voller Angst wach werden lassen würde. Er hatte sich vorgestellt, wie er die Nachttischlampe anknipsen und einen Moment lang im Bett liegen und das Telefon anstarren würde, bis er endlich den Mut fand, abzunehmen. Aber so geschah es gar nicht. Der Anruf kam stattdessen kurz nachdem er mit dem Dinner fertig war. Draußen war es dunkel, aber er war hellwach und lümmelte sich mit der Fernbedienung im Sessel. Ein alter Film flackerte über die Mattscheibe; die einzige Lichtquelle in seiner kleinen Wohnung. The Women , erinnerte er sich, das Original mit der großartigen Besetzung klassischer Filmstars. Es war einer von Katys Lieblingsfilmen. Die Vorliebe für alte Movies hatten sie beide, insofern war es vielleicht passend (wenn auch etwas unheimlich), dass der Anruf kam, während er sich diesen Film anschaute.

Noch bevor er an das schnurlose Telefon ging, das auf dem Beistelltisch lag, wusste er, was auf ihn zukam. Und irgendwo tief in sich fand er die Stärke, sich dem Anruf zu stellen. Vielleicht war er einfach erschöpft und konnte es nicht mehr ertragen; wer wusste das schon so genau?

"Mr. Cole, hier ist Dr. Lynch. Es tut mir sehr leid, Ihnen sagen zu müssen, dass Ihre Frau Katharina vor ein paar Minuten gestorben ist. Mein herzlichstes Beileid, Sir."

Manchmal ist der Tod dem Warten auf sein baldiges Eintreten vorzuziehen.

Und manchmal nicht.

Die Erinnerungen verblassen. Es ist fast vorbei. Die Nacht war wie immer angebrochen, langsam und sinnlich und gefährlich, während die dunklen Träume innen an seinem Schädel kratzten. Aber jetzt geht die Sonne auf, durchbrennt die Dunkelheit, beleuchtet die Stadt, tötet die Nacht und nimmt der Angst ihr Gewicht, beschwichtigt das Flüstern von Dämonen und lässt seine schrecklichen Erinnerungen zu Schwärze gerinnen. In manchen Nächten schläft er, allerdings nur selten gut. Die meisten verbringt er damit, sich durch lange dunkle und erschreckende Stunden voller trügerischer Stille zu kämpfen, in denen die Vergangenheit noch lebt und tückisch und ihr tödlicher Griff so stark wie immer ist.

Manchmal hilft Alkohol. Drogen dagegen immer.

Gordon stopft seine kleine Glaspfeife mit Hasch, zündet sie mit einem Feuerzeug an und saugt den Rauch tief in seine Lungen. Beim Ausatmen beobachtet er, wie die Stadt hinter seinem Wohnungsfenster für einen Moment in Nebel aus gekifftem Rauch verschwindet. Als so etwas wie Entspannung einsetzt, breitet sich ein warmes prickelndes Gefühl in seinem Körper aus. Die alten Dämonen verblassen und kräuseln sich wie der Rauch ins Unsichtbare davon, und doch bleibt etwas von beidem zurück, hängt in der Luft und ist in ihm gefangen.

Wie eine Krankheit, denkt er.

Und genau das ist die Vergangenheit für Gordon Cole.

Von Stille umgeben sitzt er im gleichen Sessel und raucht drei Pfeifen hintereinander, so dass sich das Zimmer mit einer stechenden Wolke von Marihuana füllt. Er fragt sich, wie viele Stunden er wohl schon in diesem abstoßenden Möbelstück aus dem Second-Hand-Laden verbracht hat. Egal, wie groß die

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Nicole Lischewski ist 1994 von Deutschland nach Kanada ausgewandert, wo sie unter anderem für die Taku River Tlingit First Nation, im Umweltschutz und an der Restaurierung von Gebäuden aus der Goldrauschzeit gearbeitet hat. 2005 sind sie und ihr Partner Chris dem Ruf der Wildnis in die Wälder nahe der alaskanischen Grenze gefolgt. Dort ist sie seitdem als freie Schriftstellerin und Übersetzerin tätig. Zweimal im Jahr verlässt sie die Einsamkeit und paddelt über die Gletscherseen ins nächste Dorf.

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