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Cover Dankbarkeiten

Dankbarkeiten

Roman

von Delphine de Vigan; Übersetzt von: Doris Heinemann

Erschienen 2020 bei DuMont Buchverlag
Sprache: Deutsch
176 Seiten; 214 mm x 142 mm
ISBN 978-3-8321-8112-3

Besprechung

"Traurig und zauberhaft zugleich"
Silke Müller, STERN

"Ein ganz zärtliches Buch über eine starke und unabhängige Frau"
Dorothea Westphal, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

"Ein Roman getragen von Empathie und dem Bewusstsein, dass es letztlich für nichts zu spät ist, schon gar nicht für die Hoffnung."
Gallus Frei-Tomic, LITERATURBLATT.CH

"Eine Geschichte vom Altwerden, die mich sehr berührt hat"
Buchhändler Hauke Hader, KIELER NACHRICHTEN

"Die Autorin zeigt, was uns am Ende wirklich bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit."
Christina Scherer, NEUE APOTHEKEN ILLUSTRIERTE

"Wer sensible Bücher voll menschlicher Zwischentöne mag, wird bei Delphine de Vigan gut aufgehoben sein."
Stefan Lüddemann, NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG

"Ein poetischer und sanfter Text, den man viele, sehr viele Leser wünscht"
Gustav Förster, DELMENHORSTER KREISBLATT

"Kann es schöne Bücher über den Tod, über das Sterben und den Abschied eines Menschen aus dem Leben geben? Dankbarkeiten ist bestimmt eines dieser Bücher."
Matthias Keuthen, INFO ALTER

Kurztext / Annotation

Ein zärtliches Buch über Menschlichkeit

Langtext

Michka, die stets ein unabhängiges Leben geführt hat, muss feststellen, dass sie nicht mehr allein leben kann. Geplagt von Albträumen glaubt sie ständig, wichtige Dinge zu verlieren. Tatsächlich verliert sie nach und nach Wörter, findet die richtigen nicht mehr und ersetzt sie durch ähnlich klingende. Die junge Marie, um die Michka sich oft gekümmert hat, bringt sie in einem Seniorenheim unter. Der alten Frau fällt es schwer, sich in der neuen Ordnung einzufinden. In hellen Momenten leidet sie unter dem Verlust ihrer Selbstständigkeit. Doch was Michka am meisten beschäftigt, ist die bisher vergebliche Suche nach einem Ehepaar, dem sie ihr Leben zu verdanken hat. Daher gibt Marie erneut eine Suchanzeige auf, und Michka hofft, ihre tiefe Dankbarkeit endlich übermitteln zu können.

Klarsichtig und scharfsinnig zeigt Delphine de Vigan, was uns am Ende bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit. Und zugleich würdigt sie in 'Dankbarkeiten' all diejenigen, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

de Vigan, Delphine
Delphine de Vigan, geboren 1966, erreichte ihren endgültigen Durchbruch als Schriftstellerin mit dem Roman 'No & ich' (2007), für den sie mit dem Prix des Libraires und dem Prix Rotary International 2008 ausgezeichnet wurde. Ihr Roman 'Nach einer wahren Geschichte' (DuMont 2016) stand wochenlang auf der Bestsellerliste in Frankreich und erhielt 2015 den Prix Renaudot. Bei DuMont erschien außerdem 2017 ihr Debütroman 'Tage ohne Hunger' und 2018 der Roman 'Loyalitäten'. Die Autorin lebt mit ihren

Heinemann, Doris
Doris Heinemann, geboren 1957, studierte Romanistik und Germanistik in Köln und Montpellier, arbeitete als Sprachlehrerin, als Übersetzerin im Generalsekretariat des EG-Ministerrats und übersetzt seit 1997 Literatur, u. a. von Christian Gailly, Gabriel Chevallier, Theresa Révay, Yann Queffélec, Jean-Claude Derey und Olivier Rolin.

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Kundenbewertungen

Berührend 20. März 2020
"Alt werden heißt verlieren lernen. (...) Das verlieren, was einem geschenkt wurde, was man gewonnen, was man verdient, wofür man gekämpft und wovon man geglaubt hat, man würde es für immer behalten." Michka ist alt geworden. Sie traut sich nicht mehr, allein zu bleiben. Obwohl Marie regelmäßig vorbei kommt und nach ihr sieht, obwohl ihre alte Freundin täglich anruft. Zunehmend kann sie die Wörter nicht mehr finden, die sie sagen möchte. Aphasie, nennen es die Ärzte. Und so gibt sie ihre Wohnung auf, zieht in ein Altersheim. Sie wird regelmäßig besucht, von Marie und auch von Jerome, einem Logopäden, der mit ihr Übungen macht. Und so kommt es, dass Jerome Michka das geben kann, was sie brauchte, um loszulassen... Delphine De Vigan ist mit diesem Buch wieder eine ganz besondere Erzählung gelungen. In kurzen Sätzen und einem schmalen Büchlein bleibt nichts ungesagt. Sie schafft es, die Aphasie realistisch darzustellen. Sie schafft es auch, den Leser mit dieser Geschichte völlig zu überraschen. Eine wirklich berührende Erzählung, keine einfache Kost, und dennoch mit stillem Humor. Sehr empfehlenswert!
Was im Leben zählt 19. März 2020
Inhalt: Mischka, eine 85 jährige betagte und alleinstehende Dame muss ins Altersheim übersiedeln nachdem sie zu Hause immer wieder stürzt und ihr bestimmte Wörter auch nicht mehr einfallen. Marie, ihre junge Nachbarin ist eine der wichtigsten Bezugspersonen für Mischka. In der Kindheit ist Marie oft zu Mischka geflüchtet, nachdem es ihrer Mutter nicht möglich war sich ausreichend um Marie zu kümmern, nun hat sich der Spieß umgedreht und Marie kümmert sich liebevoll um Mischka. Jerome, ein junger Logopäde versucht Mischkas verbliebene Wörter zu festigen und mit ihr an ihrem Wortschatz zu üben. Hat selbst ein Problem mit seinem Vater und hat Mischka ins Herz geschlossen. Den zwei jungen Menschen gelingt es, Mischka einen Herzenswunsch zu erfüllen, indem sie ihre Dankesworte überbringen. Fazit: Dankbarkeiten hat berührt und wachgerüttelt, wie wichtig ist es doch seinen ehrlichen Dank auszusprechen und zu schätzen was die Mitmenschen für jeden einzelnen tun. Nebenbei beschreibt es noch eindrucksvoll die letzten Jahre/Monate eines Menschen, der bis zum Schluss um Eigenständigkeit bemüht ist. Ein tolles Buch das ich gerne weiterempfehle!
Buchschatz 19. März 2020
von RE
Delphine de Vigan ist es mal wieder gelungen, mein Leben zu überdenken. Auch ihr neuestes Buch hat mich tief berührt, trotz der wenigen Seiten ist es ein wahrer Schatz. Michka leidet an zunehmender Aphasie und kommt nicht mehr alleine zurecht. Somit siedelt sie um in eine Altenheim. Doch da merkt sie, dass ihr ihr Leben immer mehr entgleitet. Erzählt wird das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von Marie, die Michka viel zu verdanken hat und zwar nicht ihre leibliche Tochter ist, aber dem sehr nahe kommt. Und dann aus der Perspektive des Logopäden Jérôme. Michka hat früher als Korrektorin gearbeitet, sie war eine wahre Sprachkünstlerin und nun sucht sie verzweifelt nach Worten. Hut ab auch für die Übersetzung dieses Buches, denn es war sicherlich nicht immer einfach, gelungene deutsche Äquivalente zu finden. Ein Buch, das mich dazu gebracht hat, mich in Zukunft häufiger zu bedanken - bevor es zu spät ist.

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