Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover Dankbarkeiten

Dankbarkeiten

Roman

von Delphine de Vigan; Übersetzt von: Doris Heinemann

Erschienen 2020 bei DuMont Buchverlag
Sprache: Deutsch
176 Seiten; 214 mm x 142 mm
ISBN 978-3-8321-8112-3

Besprechung

[Eine] dichte Geschichte, die lange nachklingt."
Birgit Koß, DEUTSCHLANDFUNK LESART

"Ein großartiges Buch."
Petra Hartlieb, ORF TV

"Traurig und zauberhaft zugleich"
Silke Müller, STERN

"Ein Buch der Stunde [...] Ein Buch wie ein fester Händedruck zwischen Alt und Jung"
Peter Helling, NDR KULTUR

"Eine gefühlvolle, aufrichtige Geschichte, die mit wenigen Worten auskommt. Traurig, aber voller Hoffnung. Das Buch hat mich von der ersten bis zu letzten Seite berührt. Es kommt so leicht daher, aber trifft einen mit voller Wucht."
Ariane Wick, HR 2 KULTUR

"Als wär s das Buch zur Gegenwart"
Niklas Bender, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Ein ganz zärtliches Buch über eine starke und unabhängige Frau"
Dorothea Westphal, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

"['Dankbarkeiten'] erinnert daran, wie sich Ursprung und Ende zueinander verhalten - und dass die Dankbarkeit für die Lebensleistungen alter Menschen, der Respekt ihnen gegenüber, gar nicht groß genug sein kann. Und dass beides ganz nahe dran ist an der Solidarität, die in diesen Tagen all unser Tun bestimmen sollte."
Gerrit Bartels, TAGESSPIEGEL

"Trotz der Unvermeidbarkeit des Todes und der Pein der Sprachlosigkeit ist Dankbarkeiten kein trostloses Buch. Die Reise in die Finsternis führt durch sprachliche Gefilde, die einem nicht selten ein Lächeln entlocken."
Ute Cohen, Der FREITAG

"Wie ein wohlschmeckender und heilender Saft gegen alles Dunkle in der Welt"
Bettina Baltschev, DEUTSCHLANDFUNK

"'Dankbarkeiten' ist ein einfühlsames Buch das mehrere Facetten eines bedeutenden gesellschaftlichen Phänomens beleuchtet und dabei wichtige Fragen aufwirft."
Katharina Hirschmann, DIE PRESSE

"Eine beeindruckend feinfühlige und kreative Übersetzung, in der genau wie im Original jedes Wort durchdacht ist."
Katja Petrovic, SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK

"'Dankbarkeiten' ist ein hinreißend schönes Lob der Achtsamkeit."
Jens Meifert, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

"Die französische Autorin Delphine de Vigan hat mit 'Dankbarkeiten' einen einfühlsamen Roman geschrieben [...] Ein Buch über gelebte Menschlichkeit."
Britta Helmbold, RUHR NACHRICHTEN

"Ein Buch, das ans Herz geht"
Karin Schliermann, DIE RHEINPFLAZ

"Delphine de Vigan geht feinfühlig, fast zärtlich mit ihrer Geschichte und den Figuren um."
Hauke Harder, BÜCHER MAGAZIN

"Delphine de Vigan zeigt, was uns am Ende bleibt: Zuneigung und Mitgefühl."
ZEIT FÜR MICH

"Ein Buch, das Schweres thematisiert und doch strahlt. Wunderschön, leide, unaufgeregt und trotz seiner Kürze tiefgehend."
Ulrike Plapp-Schirmer, HEILBRONNER STIMME

"De Vigan ist überzeugt, dass Literatur hilft, den Alltag zu meistern - ganz ohne erbaulichen Touch. Es reichen, wie sie in 'Dankbarkeiten' zeigt: ein Gespür für die kleinen (oft unterschätzten, auch skurrilen) Dinge des Lebens und eine einfache, klare Sprache dafür."
Peter Borri, BASELER ZEITUNG

"Das Wesentliche bedarf weniger Worte. Wenn es von Herzen kommt, manchmal sogar nur einem."
Leoni Hof, BOLERO MAGAZIN

"Ein Roman getragen von Empathie und dem Bewusstsein, dass es letztlich für nichts zu spät ist, schon gar nicht für die Hoffnung."
Gallus Frei-Tomic, LITERATURBLATT.CH

"Mal wieder stellt Delphine de Vigan ihr unermessliches Schreibtalent unter Beweis! In 'Dankbarkeiten' schreibt sie dieses Mal zärtlich und berührend über das Altern und hat uns damit mitten ins Herz getroffen und (!) zu Tränen gerührt."
Buchhandlung Passepartout, HEILBRONNER STIMME

"Vigan schreibt feinfühlig über die wirklich wichtigen Dinge im Leben."
Sohra Nadjibi, FRIZZ

"Eine Geschichte vom Altwerden, die mich sehr berührt hat"
Buchhändler Hauke Hader, KIELER NACHRICHTEN

"Eine feinfühlige Geschichte über das Alter."
Buchhandlung 'Das Buch', VORARLBERGER NACHRICHTEN

In der Neuen Apotheken Illustrierten wird "Dankbarkeiten" verlost:
"Die Autorin zeigt, was uns am Ende wirklich bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit."
Christina Sc

Kurztext / Annotation

Ein zärtliches Buch über Menschlichkeit

Langtext

Michka, die stets ein unabhängiges Leben geführt hat, muss feststellen, dass sie nicht mehr allein leben kann. Geplagt von Albträumen glaubt sie ständig, wichtige Dinge zu verlieren. Tatsächlich verliert sie nach und nach Wörter, findet die richtigen nicht mehr und ersetzt sie durch ähnlich klingende. Die junge Marie, um die Michka sich oft gekümmert hat, bringt sie in einem Seniorenheim unter. Der alten Frau fällt es schwer, sich in der neuen Ordnung einzufinden. In hellen Momenten leidet sie unter dem Verlust ihrer Selbstständigkeit. Doch was Michka am meisten beschäftigt, ist die bisher vergebliche Suche nach einem Ehepaar, dem sie ihr Leben zu verdanken hat. Daher gibt Marie erneut eine Suchanzeige auf, und Michka hofft, ihre tiefe Dankbarkeit endlich übermitteln zu können.

Klarsichtig und scharfsinnig zeigt Delphine de Vigan, was uns am Ende bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit. Und zugleich würdigt sie in 'Dankbarkeiten' all diejenigen, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

de Vigan, Delphine
Delphine de Vigan, geboren 1966, erreichte ihren endgültigen Durchbruch als Schriftstellerin mit dem Roman 'No & ich' (2007), für den sie mit dem Prix des Libraires und dem Prix Rotary International 2008 ausgezeichnet wurde. Ihr Roman 'Nach einer wahren Geschichte' (DuMont 2016) stand wochenlang auf der Bestsellerliste in Frankreich und erhielt 2015 den Prix Renaudot. Bei DuMont erschien außerdem 2017 ihr Debütroman 'Tage ohne Hunger' und 2018 der Roman 'Loyalitäten'. Die Autorin lebt mit ihren

Heinemann, Doris
Doris Heinemann, geboren 1957, studierte Romanistik und Germanistik in Köln und Montpellier, arbeitete als Sprachlehrerin, als Übersetzerin im Generalsekretariat des EG-Ministerrats und übersetzt seit 1997 Literatur, u. a. von Christian Gailly, Gabriel Chevallier, Theresa Révay, Yann Queffélec, Jean-Claude Derey und Olivier Rolin.

Drucken

Kundenbewertungen

Was bliebt, wenn man die Worte verliert? 20. April 2020
von Miro76
Michka leidet an Aphasie. Nach und nach verliert sie die Worte und ihre Bedeutungen. Dabei war Sprache immer sehr wichtig für sie. Sie war Korrektorin bei einem großen Magazin und ihr entging nichts. Sie hat keine Familie, aber Marie, um die sie sich schon in deren Kindheit gekümmert hat, begleitet sie auf ihren letzten Wegen. Da sie nicht mehr alleine wohnen kann, bezieht sie ein Altersheim, wo man sie sehr um sie bemüht. Ein Logopäde versucht mit ihr gemeinsam gegen den Sprachverlust zu kämpfen. Denn Michka hätte noch was zu erledigen. Sie möchte unbedingt den Menschen, die sie während des Krieges versteckt hatten, danken. Sie kennt nur das Dorf und ihre Vornamen. Zwischen Michka und dem Logopäden entwickelt sich eine Freundschaft und Michka vermittelt dem jungen Mann, wie wichtig es ist, mit Dingen abzuschließen. Es belastet immer, wenn etwas offen bleibt. Abwechselnd erzählen Marie und Jerome von ihren Gesprächen und Erlebnissen mit Michka. Es sind Begegnungen, die befruchten. Michka ist eine beeindruckende Frau mit einem klaren Blick auf das Leben, auch wenn sie nicht mehr alles so ausdrücken kann, wie sie es gerne möchte. Sie möchte sich einen letzten Rest Selbstbestimmtheit behalten und schafft das auch. Die Begegnungen mit Michka sind unglaublich liebevoll. Ich bin froh, dass ich diese literarische Figur kennenlernen durfte, denn ihre Sicht auf das Leben und auf das Ende sind auch für mich irgendwie tröstlich. Stilistisch ist das Buch toll zu lesen. Die zwei Erzählperspektiven lockern auf und die Gespräche mit Michka sind teilweise sehr humorvoll. Ihre Wortverwechslungen und -verdrehungen sind manchmal sehr amüsant. Dieses Buch war bestimmt eine Herausforderung für Übersetzerin, denn das Spiel mit der Sprache lässt sich bestimmt nicht eins zu eins übersetzen. Mich konnte Dankbarkeit wirklich begeistern und da es mein erstes Buch der Autorin ist, gibt es ja einiges aufzuholen. Ich freu mich drauf!
Berührend 20. März 2020
"Alt werden heißt verlieren lernen. (...) Das verlieren, was einem geschenkt wurde, was man gewonnen, was man verdient, wofür man gekämpft und wovon man geglaubt hat, man würde es für immer behalten." Michka ist alt geworden. Sie traut sich nicht mehr, allein zu bleiben. Obwohl Marie regelmäßig vorbei kommt und nach ihr sieht, obwohl ihre alte Freundin täglich anruft. Zunehmend kann sie die Wörter nicht mehr finden, die sie sagen möchte. Aphasie, nennen es die Ärzte. Und so gibt sie ihre Wohnung auf, zieht in ein Altersheim. Sie wird regelmäßig besucht, von Marie und auch von Jerome, einem Logopäden, der mit ihr Übungen macht. Und so kommt es, dass Jerome Michka das geben kann, was sie brauchte, um loszulassen... Delphine De Vigan ist mit diesem Buch wieder eine ganz besondere Erzählung gelungen. In kurzen Sätzen und einem schmalen Büchlein bleibt nichts ungesagt. Sie schafft es, die Aphasie realistisch darzustellen. Sie schafft es auch, den Leser mit dieser Geschichte völlig zu überraschen. Eine wirklich berührende Erzählung, keine einfache Kost, und dennoch mit stillem Humor. Sehr empfehlenswert!
Was im Leben zählt 19. März 2020
Inhalt: Mischka, eine 85 jährige betagte und alleinstehende Dame muss ins Altersheim übersiedeln nachdem sie zu Hause immer wieder stürzt und ihr bestimmte Wörter auch nicht mehr einfallen. Marie, ihre junge Nachbarin ist eine der wichtigsten Bezugspersonen für Mischka. In der Kindheit ist Marie oft zu Mischka geflüchtet, nachdem es ihrer Mutter nicht möglich war sich ausreichend um Marie zu kümmern, nun hat sich der Spieß umgedreht und Marie kümmert sich liebevoll um Mischka. Jerome, ein junger Logopäde versucht Mischkas verbliebene Wörter zu festigen und mit ihr an ihrem Wortschatz zu üben. Hat selbst ein Problem mit seinem Vater und hat Mischka ins Herz geschlossen. Den zwei jungen Menschen gelingt es, Mischka einen Herzenswunsch zu erfüllen, indem sie ihre Dankesworte überbringen. Fazit: Dankbarkeiten hat berührt und wachgerüttelt, wie wichtig ist es doch seinen ehrlichen Dank auszusprechen und zu schätzen was die Mitmenschen für jeden einzelnen tun. Nebenbei beschreibt es noch eindrucksvoll die letzten Jahre/Monate eines Menschen, der bis zum Schluss um Eigenständigkeit bemüht ist. Ein tolles Buch das ich gerne weiterempfehle!

21,60 €
(inkl. MwSt.)
Versandfertig in 1-2 Werktagen