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Cover TO DIE FOR - Gnadenlose Jagd

TO DIE FOR - Gnadenlose Jagd

Thriller

von Phillip Hunter; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
392 Seiten
ISBN 978-3-95835-245-2

Kurztext / Annotation

'Für mich die Krimi-Entdeckung des Jahres und ein echter Geheimtipp. Volle Punktzahl!' [Lesermeinung]

Ein gebrochener Mann, eine Hetzjagd auf Leben und Tod ...

'Diese ganze Wut in dir', hatte sie gesagt. 'Dieser ganze Hass.'
Diese ganze Wut in mir. Ja, die Wut. Das war alles, was ich hatte.

Früher war Joe Soldat. Doch das ist lange her. Seitdem lässt er sich im Ring zusammenschlagen und arbeitet für die Londoner Unterwelt. Keine großen Sachen. Ein wenig Schutzgeld hier, ein kleiner Raub da. Joe ist vorsichtig und nicht dumm, auch wenn das alle glauben.
Sein letzter Job scheint einfach zu sein, aber genau das ist das Problem: Er ist zu einfach. Nun wird er gejagt - von seinen eigenen Leuten. Warum, weiß er nicht. Doch ihm bleibt nicht viel Zeit, denn plötzlich sind sie nicht nur hinter ihm her, sondern auch hinter einem kleinen Mädchen.
Das Mädchen erinnert ihn an jemand anderen. An etwas aus seiner Vergangenheit, das er am liebsten verdrängt hätte. Dort, wo alle Fäden zusammenzulaufen scheinen ...

Phillip Hunter wurde 1970 im englischen Essex geboren. Neben vielen Reisen und unterschiedlichen Berufen - so war Hunter unter anderem im Bankwesen tätig, arbeitete in Fabriken und im Einzelhandel - studierte er Englische Literatur an der Middlesex University und erwarb einen Magister für Drehbuchgestaltung am London Institute. Er lebt noch immer in Essex und arbeitet derzeit in einem weltbekannten Institut für Genforschung.
Zusammen mit einem Team von Forschern war er maßgeblich an der Entschlüsselung des Humangenoms beteiligt. Neben seiner THE KILLING MACHINE-Trilogie schreibt Hunter außerdem an einer eher heiteren Mystery-Romanreihe, die im London der Dreißiger- und Vierzigerjahre angesiedelt ist und an die 'Der dünne Mann' - Kriminalromane von Dashiell Hammett erinnert.

Textauszug

Kapitel 1

Ich packte ihn und warf ihn gegen die Wand. Er krachte auf den Boden, versuchte sich aufzurappeln, versuchte zu sprechen. Sein Gesicht war bleich, seine Augen weit aufgerissen und feucht. Ich hob ihn wieder auf die Beine und verpasste ihm ein paar Schläge. Er sah mich an, sein Kopf zuckte erschrocken zurück. Er versuchte sich loszureißen; versuchte dummerweise, meine Arme wegzuschlagen. Er atmete keuchend, darunter schwang ein piepsiges Wimmern mit. Er traf mich ein paar Mal am Kopf, aber die Schläge prallten ab, und ich musste ihm noch mal eine verpassen, dieses Mal härter, damit er die Klappe hielt. Von dem Schlag flog sein Kopf zur Seite.

Beckett trat einen Schritt aus dem dunklen Teil des Wohnzimmers hervor. "Das reicht."

Ich ließ den Mann los. Da fiel mir sein Name wieder ein. Er hieß Paul Warren. Dreiunddreißig Jahre, sah aber älter aus. Klein, blasses Gesicht, Sommersprossen auf der Nase und aufgedunsene Hände. Schlitterte langsam in sein mittleres Alter rein. Er hustete eine Weile, japste nach Luft und schlotterte vor Angst. Dann tat er das einzig Kluge und sackte nach hinten zusammen, gegen die Wand, an der er stand - versuchte herauszufinden, was hier gerade passierte. Das graue Jackett seines Anzugs hing völlig verdreht an ihm, sein Hemd war an der Vorderseite zerrissen. Die Angst war verflogen und hatte ihn willenlos zurückgelassen. Das war gut.

"Komm runter", sagte Becket zu ihm. "Du kommst schon wieder in Ordnung."

Beckett wirkte cool, aber ich sah den Schweiß in seinem Genick und hörte die Anspannung in seiner Stimme. Er nickte mir zu und ich trat beiseite. Warren sah zu uns auf. Wir trugen schwarze Anzüge, weiße Hemden, dünne Lederhandschuhe. Hatten uns Netzstrümpfe über die Köpfe gezogen. Das war Absicht. Wir hätten auch Sturmmützen nehmen können. Warren beugte sich vornüber und würgte. Außer Speichel kam nichts nach oben. Er würgte noch einmal. Danach atmete er tiefer.

"Meine Frau", sagte er.

Beckett drehte sich um und nickte in die Dunkelheit hinter ihm. Ein Schatten bewegte sich, eine Tischlampe flackerte auf.

Sie war jünger als ihr Ehemann, und schwanger. Wir hatten sie mit Tape an einen hölzernen Küchenstuhl gefesselt. Eine ganze Stunde lang hatte sie versucht, gegen das Klebeband anzukämpfen. Jetzt waren ihre Augen rot und geschwollen vom Heulen, ihr dunkelblondes Haar klebte an ihrer verschwitzten Stirn. Über ihrem Mund klebte noch mehr Tape und hielt den Stoffknebel an Ort und Stelle. Speichel rann aus ihrem Mundwinkel.

Der Kerl, das neben ihr stand, hieß Simpson. Er war untersetzt, mit kleinen Augen und wie Beckett und ich gekleidet. Er griff der Frau ans Kinn, dann glitt seine Hand zum Ausschnitt ihres Pullovers hinunter. Er zog den Stoff zurück. Sie versuchte, von ihm wegzukommen, aber das Klebeband gab kein Stück nach. Unter seine Strumpfmaske bekam Simpson einen lüsternen Blick. Er sah aus wie ein Gargoyle. Aber so sah er auch ohne Maske aus. Wahrscheinlich war ich noch hässlicher. Er schob seine Hand unter ihren Pulli und grapschte herum.

Warren sprang auf die Füße. Sein fettes, rot angelaufenes Gesicht verriet pure Angst.

"Verdammt noch mal", murmelte Beckett.

Ich hob einen Arm, hielt Warren zurück und stieß ihn zu Boden. Beckett warf Simpson einen Blick zu. Simpsons schmieriges Grinsen verflog. Er nahm die Hände von der Frau.

Ich hatte Beckett und seine Leute vor diesem Job noch nie getroffen. Aber natürlich hatte ich von ihnen gehört. Soweit ich das sagen konnte, waren sie in Ordnung. Walsh, Jenson und Beckett waren schon 'ne Weile dabei, aber Simpson war neu im Geschäft. Mir kam es so vor, als wollte er mir etwas beweisen. Was für ein harter Kerl er war. Zumindest benahm er sich so, als wollte er einem was beweisen. Die Sache mit Warrens Frau war nur Show.

Ich hatte keine Ahnung, wieso ich hier war. Simpson war ein Idiot, aber als Schläger zu gebrauchen, und

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