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Cover IRONCUTTER - Die Geheimnisse der Toten

IRONCUTTER - Die Geheimnisse der Toten

Kriminalroman

von David Achord; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
448 Seiten
ISBN 978-3-95835-363-3

Kurztext / Annotation

David Achords Ironcutter ist Detektivroman, Cop-Thriller und Gerichtsdrama gleichermaßen, mit einem sympathisch unkorrekten Protagonisten, der streckenweise an alte TV-Serien-Ikonen wie Magnum oder Stingray erinnert.

'Wer Krimis mag, wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.' [amazon.com]

Inhalt:

Thomas Ironcutter liebt alte Autos, Zigarren und seinen Flachmann mit Scotch. Früher war er einer der besten Mordkommissare Nashvilles gewesen, doch nach dem tragischen Tod seiner Frau gilt er als Mordverdächtiger und sein eigenes Revier beginnt Ermittlungen gegen ihn anzustellen. Daraufhin hängt er seinen Job an den Nagel, verdient sich seine Brötchen als Privatermittler und wartet nur darauf, dass eines Tages ein ehemaliger Kollege an seine Tür klopfen wird, um ihn festzunehmen.

Chronisch knapp bei Kasse kommt der Auftrag eines alten Freundes wie gerufen. Ironcutter soll in einem Konkursfall ermitteln. Eigentlich ein simpler Fall, aber es dauert nicht lange, bis er über Tote, seltsame Geschäftspraktiken und das FBI stolpert - und irgendwie scheinen alle Spuren zurück zu dem Tod seiner eigenen Frau zu führen ...

David Achord lebt seit seiner Geburt im amerikanischen Binnenstaat Tennessee, welcher besonders für seine Country-Hauptstadt Nashville bekannt ist. Neben seiner literarischen Arbeit fand der Autor seine Berufung im Polizeidienst und arbeitete während seiner fünfundzwanzigjährigen Karriere unter anderem im Sheriff's Departement von Rutherford Country und dem Metropolitan Nashville Police Departement. Neben seiner apokalyptischen Erfolgsserie 'Zombie Rules' flossen seine Erlebnisse im Polizeidienst auch in seine (ebenfalls im Luzifer-Verlag erschienene) Krimireihe um den Privatermittler Ironcutter ein.

Textauszug

Kapitel 1

Ich hatte mir das ganz genau überlegt. Wirklich, kein Witz. Der Plan war brillant. Ich holte den Klappstuhl aus meinem Kofferraum, lief über den Parkplatz und pflanzte meinen Hintern auf ein Stück Parkplatz, auf dem mit roter Farbe sorgfältig "Reserviert" auf dem Asphalt stand.

Dann machte ich es mir gemütlich, was bedeutete, dass ich einen Schluck aus meinem Flachmann nahm, mir eine Zigarre anzündete, und mich in Ruhe umsah. Schließlich blieb mein Blick an dem Neonschild über dem Eingang hängen. Das Einzige, was mir dazu einfiel, war: Gentlemans Club , dass ich nicht lache. Das war ein Tittenlokal ... einer dieser Orte, wo Männer ihre Kohle aus dem Fenster warfen und dabei zusahen, wie nackte Mädchen aufreizend für sie tanzten. Nicht, dass ich jemals darauf hereingefallen wäre. Das glauben Sie mir doch, oder?

Der Laden hatte in den letzten Jahren ein paar Mal seinen Namen geändert. Derzeit nannte er sich das Red Lynx . Damals, als ich meinen allerersten Mordfall untersucht hatte, hieß er noch das Cutie Cats . Um genau zu sein, hatte sich dieser Mord genau hier auf diesem Parkplatz, nur unweit von dem Platz, an dem ich nun saß, ereignet. Die Erinnerung ließ mich kurz in mich hineinlachen und mit halbem Auge bemerkte ich, dass meine Zigarre mittlerweile fast heruntergebrannt war.

Ich sah auf die Uhr und dann wieder zu der Leuchtreklame zurück. Laut der Anzeige würde der Klub um sechzehn Uhr öffnen, also in fünfzehn Minuten. Eigentlich sollte man annehmen, dass mittlerweile zumindest schon ein paar der Angestellten hier aufgekreuzt wären. Sie wissen schon, um das Licht anzumachen und so etwas, aber offensichtlich galten für dieses Lokal derlei ausgefeilte Geschäftspraktiken nicht. Ich zwang mich, geduldig zu sein. Schließlich ist Geduld nicht die schlechteste Eigenschaft für einen Privatschnüffler.

Ich blickte noch einmal auf die Uhr.

Während ich mich umsah, fiel mir plötzlich auf, wie sauber der Parkplatz war. Nicht eine einzige Zigarettenkippe war zu sehen. Die Geschäftsleitung musste dafür wohl eines von diesen enervierend lauten Saugfahrzeugen eingesetzt haben, die einen um vier Uhr in der Früh aufweckten. Ich schnippte meinen Zigarrenstummel im hohen Bogen davon und sah zu, wie er direkt in der Mitte dieses tadellos sauberen Parkplatzes landete. Na bitte, so sah das schon viel besser aus.

Schließlich bog ein würfelförmiger blauer Kleinwagen auf den Parkplatz ein und hielt drei Plätze neben mir. Die dünne Aluminiumverkleidung des Wagens erzitterte förmlich unter den Bässen der vollkommen überdimensionierten Stereoanlage, was mich wieder daran erinnerte, wie sehr ich doch die Optik der meisten neumodischen Wagen hasste.

Neugierig beobachtete ich die Fahrerin. Sie blieb noch ein paar Minuten mit geschlossenen Augen in ihrem Wagen sitzen und wiegte sich zum Takt irgendeines geistlosen Rap-Songs hin und her, bevor sie ausstieg. Sie war Anfang zwanzig, etwas größer als der Durchschnitt, hatte hellbraune Haare, die nicht ganz auf ihre Schultern herab reichten und zwei schlanke Beine, die aus einem Paar abgewetzter Shorts herausragten. Ein pinkfarbenes knappes Shirt gab den Blick auf ihren flachen, trainierten Bauch frei. Kein BH. Sehr süß und sehr jung.

Zuerst tat sie so, als wäre ich unsichtbar, als sie mit ihrer riesigen Umhängetasche an mir vorbeilief, doch dann hörte ich, wie sie anhielt. Ich drehte den Kopf zu ihr um und sah, dass sie mich fragend anstarrte. Vielleicht, weil ich hier auf einem Klappstuhl mitten auf dem Parkplatz saß, oder weil ich an einem so heißen Nachmittag im Juni ein Sakko trug, oder, noch besser, sie starrte mich einfach nur deshalb an, weil ich so verdammt gut aussah.

"Guten Tag", begrüßte ich sie höflich.

"Hey, Sportsfreund, ich habe keine Ahnung, was Sie da treiben, aber Sie sitzen auf Bulls Parkplatz."

"Bull?", fragte ich unschuldig.

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