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Rezensionen

Edward Brooke-Hitching
1 Rezension


Ein wahrer Augenschmaus 08. März 2020
Mit seinem zweiten Buch, dem "Goldenen Atlas" begibt sich der britische Dokumentarfilmer und Autor Edward Brooke-Hitching gemeinsam mit seinen Lesern auf eine gefahrvolle Reise. Wir reisen auf den Spuren der großen Seefahrer und Entdecker.

An Hand von 39 Entdeckungsreisen beschreibt der Autor, den man wohl als Kartenfreak bezeichnen muss, wie sich das Wissen um die Erdgestalt im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Das Buch umfasst eine Zeitspanne knapp 4.000 Jahren, beginnend ca. um 2.250 v. Chr. bis zum Jahre 1917.

Neben Abbildungen von traumhaften Karten und dem notwendigem Instrumentarium für die Reisen, erfreut uns der Autor auch mit der Schilderung von Anekdoten, die u.a. auch von Messfehlern berichten. Nicht alle Entdecker haben so ausführliche Reiseberichte wie Alexander von Humboldt hinterlassen, die selbständig gelesen werden können.

Wir lesen von Triumph und Tragödien, von verschollenen Expeditionen und erfolgreichen Rückkehrern.

Im Zeitalter von Satellitengeodäsie und Google ist es kaum vorstellbar, mit welchem Aufwand und Einsatz früher Kartographie betrieben wurde.

Keine Epoche komm zu kurz, auch wenn über die antiken Entdecker wenig bekannt ist. Der Autor gibt Antwort auf drängende Fragen, wie doch die fremden Welten entdeckt worden sind.

Wer das erste Buch („Atlas der erfundenen Orte“) des Autors kennt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es ist ein eindrucksvolles Werk über die Geschichte der Entdecker und der Kartographen.

Die Aufmachung, gebunden und mit einem wunderschönen Schutzumschlag versehen, kann sich sehen lassen. Das Buch lässt das Herz historisch Interessierter höher schlagen. Es besticht nicht nur durch die Haptik sondern auch durch die detailreiche Fülle an Information. Trotzdem ist es auch für den interessierten Laien gut lesbar. Dieses Schmuckstück hat sich einen besonderen Platz in den Bibliotheken der Leser verdient.

Fazit:

Dieser Atlas bringt seinen Lesern nicht nur wunderschöne Landkarten nahe, sondern ist eine Hommage an die vielen Seefahrer und Entdecker, die oftmals ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Gerne gebe ich sowohl 5 Sterne als auch eine unbedingte Leseempfehlung.