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Rezensionen




Ingo, 13 Jahre aus Hall, 15. Mai 2019
Emilio wohnt auf Cainstorm Island, eine Gegend voller Slums und Gewalt. Da seiner Familie das Geld fehlt, lässt er sich einen Chip in seinen Sehnerv inplantieren, so wird eine halbe Stunde am Tag alles, was er sieht, direkt auf seinen Videokanal gesendet. Die Firma Eyevison, die das alles leitet, verspricht Emilio leichtes Geld. Emilio macht in seinen Videos riskante Stunts, er springt von Haus zu Haus und andere änliche Sachen. Seine Zuschauerzahlen wachsen schnell. Doch eines Tages tötet er den Anführer einer Gang in Notwehr in seiner Sendezeit und nun wird er gejagt. Als Emilio sich den Chip herrausoperieren lassen will, weigert sich der Arzt. Denn dem Artz wurde befohlen, dass er Emilio auf keinen Fall operieren dürfte. Wie wird diese Geschichte nur ausgehen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend war. Außerdem ist es mal etwas anderes als die üblichen Bücher. Es ist sehr actionvoll und zieht einen in seinen Bann.

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Matteo, 13 Jahre aus Salzburg:

Marie Goliens "Cainstorm Island" erzählt die Geschichte von Emilio, einem Teenager, der in einem der vielen Slums auf Cainstorm Island lebt. Eine halbe Stunde am Tag wird alles, was er sieht und hört, live an seine Zuhörerschaft übertragen. Eines Tages tötet er auf Sendung aus Notwehr den Anführer einer Gang, die daraufhin beginnt, auf ihn Jagd zu machen.
Alles in allem gefiel mir das Buch sehr gut; das Konzept ist kreativ und einzigartig ausgeführt, die Handlung spannend, die Charaktere lebendig, allerdings ist es, wie fast alle „dystopischen“ Romane, oft relativ deprimierend.

Alles in allem fällt es mir leicht, dieses Buch zu empfehlen, sei es wegen des kreativen Konzepts oder der mitreißenden Handlung.

Finsteres Szenario 10. März 2019

Dieses Buch lässt mich unschlüssig zurück. Gekonnt geschrieben, das ja. Aber will ich wirklich mit diesen Kopfbildern einer entsetzlichen Welt, grausam, gnadenlos, chancenlos, gefährlich meine raren Lesestunden verbringen?
Die Handlung wird vom Verlag sehr umfassend dargestellt: Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
Dramatisch ist das Buch und atemlos-spannend ist sein Beginn. Aber je weiter das Geschehen fortschreitet, umso mehr flacht es meinem Gefühl nach ab. Denn die Autorin packt zuviel auf einmal in das Buch und lässt den Leser letztlich doch mit dem offenen Ende im Leeren stehen. Die deutliche Absicht, Serien-Junkies auf diese Weise anzufixen, ist offenkundig und somit ärgerlich. Die Handlung lässt nichts aus, was man sich an finstersten Szenarien mit bitterer Armut, Dreck und Gestank, an temporeichen Verfolgungsjagden, an Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten, an Katastrophen, an unvorhersehbaren Wendungen denken kann. Soziale Konflikte müssen genauso herhalten wie beängstigende Zukunftstechnologien. Ein argloser Protagonist ist all dieser Dramatik naiv ausgeliefert. Und dazu wird noch eine Schippe Freundschaft und Liebe darübergestreut. Zuviel, zuviel, zuviel von allem!
Beginn einer Reihe? 12. Februar 2019
Die Kluft zwischen Asaria und Cainstorm ist unendlich groß. Auf der einen Seite riesiger Reichtum, auf der anderen Seite tiefste Armut. Emilio lebt auf Cainstorm und hat sich einen Chip einpflanzen lassen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Doch als er einen mächtigen Clanboss tötet, ist auf einmal die halbe Welt hinter ihm her.
Unterstützung findet er bei Lyssa und ihrer Gang.
Ein sehr rasanter dystopischer Roman, der sich schnell liest. Die Charaktere sind sympathisch gezeichnet und können überzeugen. Durch die etwas ungleiche Jagd wird die Spannung sehr hoch gehalten.
Den Schreibstil von Golien fand ich stellenweise allerdings etwas anstrengend und ich musste mich erst einlesen. Doch für ein Erstlingswerk ist das Buch dennoch sehr gelungen und auch ich als Erwachsene konnte mich gut in der Handlung wieder finden, die teilweise sehr erschreckende Parallelen zur Realität aufwies.
Besonders zu erwähnen ist die freundschaftliche Komponente zwischen Emilio und Jago. Emilio hat sich in der Hierarchie ein wenig nach oben gearbeitet und schaut dennoch nicht auf Jago herab. Die Freundschaft der beiden scheint unverbrüchlich und beide sind immer füreinander da.
Sehr gut gefielen mir die Situationen, die so unlösbar aussahen und aus denen Emilio dann durch Schläue oder Mut doch wieder entkommen konnte.
Leider ist das Ende etwas offen, lässt aber Raum für eine Fortsetzung, die ich auch gern wieder lesen würde.