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Rezensionen

Andreas Gruber
3 Rezensionen



Die Uhr tickt: 7 Morde in 7 Tagen 10. Oktober 2019
BKA-Profiler Maarten S. Sneijder hat die Nase gestrichen voll davon, dass der vorgeschriebene Behördenweg ihn bei seinen Ermittlungen ausbremst, während die Täter darauf verständlicherweise keine Rücksicht nehmen. Kurz darauf betritt eine Nonne das BKA-Gebäude in Wiesbaden und behauptet, in den kommenden sieben Tagen täglich eine Person umzubringen. Über Namen und Motive schweigt sie sich beharrlich aus, verlangt nach Maarten S. Sneijder. Doch der weigert sich zu ermitteln, solange er den behördlichen Weg nicht umgehen darf. Da geschieht der erste Mordversuch…
Todesmal ist der fünfte Band der erfolgreichen Reihe um den niederländische BKA-Profiler Maarten S. Sneijder und Ermittlerin Sabine Nemez. Auch diesmal lebt der unterhaltsam geschriebene Roman unter anderem von Sneijders ausgefallener und provokanter Art. Der Marihuana rauchende und Smalltalk verabscheuende Misanthrop verlangt gern, dass Aussagen auf drei Punkte reduziert werden, daher bezeichne ich ihn mal als 1. unfreundlich, 2. unkonventionell, 3. unglaublich erfolgreich. Auch wenn diesmal die Täter schnell klar sind – immerhin kündigt die Nonne die Morde bereits im Vorfeld an und Hinweise zu Helfern werden früh gestreut – besteht die Spannung diesmal darin, die Opfer ausfindig zu machen sowie deren Tod rechtzeitig zu verhindern. Wobei einige Mordmethoden recht ausgefallen sind. Interessant ist zudem das Motiv, welches das Team um Maarten S. Sneijder herausfinden muss und dessen Wurzeln Jahrzehnte zurück liegen.
Ein spannender Roman, man hört die Uhr während der Ermittlungen regelrecht ticken. Rückblicke in die Vergangenheit vervollkommnen nach und nach das Bild, welches während der Ermittlungen rund um die Nonnen und ihre Opfer entsteht. Mir haben sowohl das Team, welches Sneijder zusammenstellt, als auch der Fall selbst sehr gefallen. Es wurde nie langweilig, ich konnte miträtseln und der ein oder andere Spruch von Nemez oder Sneijder brachte mich zwischendurch zum Schmunzeln.
Ein brisantes Thema spannend aufgearbeitet 05. Oktober 2019
Nach einer heftigen Diskussion mit seinem Chef Dirk van Nistelrooy hat Kriminalhauptkommissar Maarten S. Sneijder seinen Job an den Nagel gehängt. Das BKA will seine exaltierten Forderungen nicht erfüllen.
Seine bisherige Kollegin Sabine Nemez hat gerade eine Nonne im Empfang genommen, die ihr Anliegen nur mit Sneijder besprechen will. Im Verhörraum spricht sie von 7 Morden, die in den nächsten 7 Tagen geschehen werden. Und obwohl Sabine eine der besten Profilerinnen beim LKA ist, kann sie den Tod des ersten Opfers nicht verhindern. Dieser Fall scheint so interessant, dass Sneijder sich doch wieder einschaltet. Außerdem will die Nonne nur mit ihm sprechen. Warum? Zusammen mit Sabine Nemez und Tina Martinelli bildet er ein Team. Der Pole Krzysztof und IT-Spezialist Marc Krüger komplettieren die Crew, die nun versucht 6 Menschenleben zu retten.


Maarten Somerset Sneijder, polizeilicher Fallanalytiker, Entführungsspezialist und forensischer Kripopsychologe beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden, raucht Marihuana, trinkt Vanilletee und hat überall sein Akupunkturset dabei. Dieser Mann ist mir ab der ersten Seite mit seinen menschenverachtenden Sprüchen und Kommentaren dermaßen unsympathisch. Ein solcher Kotzbrocken, der aber bei seiner Arbeit einfach genial ist. Wofür ich ihn absolut bewundere.
In menschlicher Hinsicht ganz der Gegenpol dazu die beiden Frauen im Team, Sabine Nemez und Tina Martinelli. Auch der Pole Krzysztof, den Sneijder aus dem Knast geholt hat, IT-Spezialist Marc Krüger und Horowitz, der im Rollstuhl sitzende das Team komplettiert, passen perfekt zusammen. Jeder hat seine speziellen Aufgaben und Fähigkeiten, die Sneijder mit seinem goldenes Händchen gekonnt einsetzt. Sie arbeiten toll zusammen und unterstützen sich gegenseitig, wo es nur geht.

Sehr gut gefallen hat mir hier, dass ich zwar recht bald wusste, wer der oder die Täter sind, aber immer bangen musste, ob Sneijder´s Team das nächste fällige Menschenleben retten kann. Wie frustrierend muss es sein, immer nur ein paar Minuten zu spät zu kommen.
Mit manchen Opfern habe ich schon sehr mit gelitten. Obwohl sie auch in meinen Augen eine Bestrafung verdient hatten. Was aber hier die Komplizen der Nonne mit den Opfern anstellen war schon heftig. Mein Kopfkino habe ich an ein paar Stellen ausschalten müssen.

Aber warum müssen all die so unterschiedlichen Menschen hier sterben? Das ergeben nach und nach die Ermittlungen von Sneijder und seinem Team. Haarsträubend und erschreckend, wenn ich bedenke, dass es sich so auch im wahren Leben abgespielt haben könnte.

Eingeschoben werden ein paar Mal kurze Kapitel über eine Gebirgsjägerin beim österreichischen Bundesheer und einen Soldaten der deutschen Bundeswehr, der z.B. in Afghanistan gedient hat. Was die Beiden hier zu tun haben, klärt sich im Laufe der Geschichte.

Andreas Gruber hetzt mich zusammen mit seinen Akteuren von einem Tatort zum nächsten, schafft es zwischendurch immer wieder etwas Ruhe in die Geschichte zu bringen um die Landschaft oder die Umgebung auf mich wirken zu lassen und kreiert dabei eine Spannung, die ab der ersten Seite ein sehr hohes Level erreicht. Und dies auch hält, bis sich zum Ende hin alles schlüssig auflöst. Alle meine Fragen, die sich im Laufe der Geschichte angesammelt haben, und davon gab es Viele, lösen sich auf und ich bin erschüttert von dem, was die Ermittler hier alles zutage fördern.

Dies war mein erster Thriller, den ich von Andreas Gruber gelesen habe. Ich habe Blut geleckt und werde mir auch die Vorgängerbände zulegen.

Beste Unterhaltung, Nervenkitzel, Spannung, einem Fall, der mir an die Nieren gegangen ist und einem ganz besonderen Team, das ich ins Herz geschlossen habe. Meine Leseempfehlung hat sich der Thriller verdient!
Mörderischer Rachefeldzug 19. September 2019
Bereits die halbe Seite 2 des Einführungstextes lässt dem Leser das Blut in den Adern gefrieren und alle feinen Härchen am Körper stellen sich auf (Gänsehaut genannt). Andreas Gruber stimmt den Leser ein auf den nächsten Superthriller der Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder Reihe, Nummer 5. Maarten S. Sneijder, Profilier mit unerreichter Aufklärungsquote. Wie eh und je: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“, „wer meine Arbeitsweise nicht schätzt, behindert mich.“ Sein Problem ist, dass er sich oft selbst im Weg steht und sich selbst behindert.
Der Plot beginnt mörderisch. Eine Frau in Nonnentracht „verkündet“ im BKA Wiesbaden, dass „an jedem einzelnen der nächsten sieben Tage ein Verbrechen geschehen werde! Es würden sieben Menschen sterben.“
Maarten S. Sneijders erstes Verhör/Gespräch/Gebet mit der „Nonne“ bietet Gänsehaut pur. Mörderjagd ist seine oberste Prämisse, seine Passion. Mit Schneider und Nemez wird ein Team mit Sondervollmachten zusammengestellt, ganz nach dem Muster von „Mission: Impossible.“ In den folgenden Tagen führen die Ermittlungen das Team von Deutschland nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande. Die „Nonne“ hat sich mit ihren Komplizen einem Rachefeldzug verschrieben. Sie möchte die Verantwortlichen für die Verbrechen, die in dem, ihrem Kloster angeschlossenen Internat vor 37 Jahren geschehen sind, zur Rechenschaft ziehen, besser der gerechten Strafe zuführen, das heißt mit einer perfiden Methode zu Tode bringen. Tipp, keine Bambussprossen unter Ihrem Bett züchten, könnte tödlich enden. Die für den massenhaften Kleinkindmord verantwortlichen, in Röntgenmedizin und Pharmaindustrie sollen der Öffentlichkeit bekannt und der Prozess gemacht werden. Langsam wechselt die Sympathie vom arroganten Kotzbrocken Sneijder zu den Rächern und es tut gut, wenn er bei seinen „Freunden“ in NL mit am Rücken gefesselten Handschellen im Verhörraum sitzt.
Für den Leser stellt sich die zentrale Frage, ob es gerechtfertigt sei, ein Verbrechen durch einen Mord zu sühnen.
Dieser Thriller TODESMAL, Teil 5 der Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder Reihe ist ein absoluter Pageturner, professionell verfasst von Andreas Gruber. Wir hoffen, die Anspielung am Ende weist auf den sechsten Teil der Reihe hin.