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Rezensionen




keine Revolution, aber gut für´s Strandbad 30. Juni 2017
Erwachsen werden ist gar nicht so einfach, aber wer es geschafft hat, blickt mit einer Mischung aus vorwiegend positiven Gefühlen zurück: Belustigung über vergangene Moden, Rührung ob der - oft vermeintlichen - Probleme der Pubertät, Sehnsucht nach der überschaubaren Welt der Jugend, Lust und Leid erster sexueller Erfahrungen ... von all dem erzählt der Roman in angenehm flotter Sprache. Die durchgängige Perspektive eines Ich-Erzählers bringt zwar eigene Schwäche(n) durchaus zum Ausdruck, verhindert aber nostalgische Rührseligkeit und verleiht dem Erzählen Authentizität. Eine erfreuliche Lektüre, die keine "Revolution" bei der Leserin auslöst, aber fürs "Strandbad" bestens geeignet ist.
Unterhaltsame Reise in die Jugend 30. Juni 2017
Kurt Palm versteht es, blendend und unterhaltsam ein ländliches Jugendportrait aus den frühen 1970ger Jahren zu schreiben. Vom ersten Sex bis zu jugendlich naive politische Revolutionsgedanken und jeder Menge Musik spannt sich der Handlungsbogen rund um die 17 Jahre alten Hauptprotagonisten. Die Schilderung einer legendären Staufahrt gen Jugoslawien, um am ersehnten Meer Urlaub zu machen, sind für jeden, der einmal in den 1970ger oder 1980ger Jahren diese Reise absolviert hat, ein besonderes Lesevergnügen.
witzige - gar nicht harmlose Reflexion einer Pubertät 24. März 2017
Kurt Palm schildert in witziger Weise pubertäre Erlebnisse seiner Generation - mitunter amüsant - stellenweise schonungslos - und letztendlich gar nicht mehr witzig - eine Bewegung zwischen provinzieller Kleinheit und revolutionären Rohrkrepierern. Dieses Buch zu lesen unterhält vielleicht und tut nicht weh; ausser ganz zum Schluß - weiter bringt einen das Buch aber auch nicht
Pubertät - mehr Information als man haben will 24. März 2017
Die in sehr einfachen Sätzen geschilderten offensichtlich nicht verarbeiteten pubertären Ergüsse eines Erwachsenen.
entbehrlich
So lala 24. März 2017
Das Erwachsenwerden von Jungs in den 70er Jahren weckt Erinnerungen an die eigene Jugend. Eine Erzählung mit unterschiedlichen Ebenen, die mich wenig zu fesseln vermochte.
Das Glück ist launisch wie ein Kind? 19. März 2017
Sommer 1972, kleine Ortschaft in Österreich. Der 16 jährige Ich -Erzähler ist der Ernsti. Die Eltern von ihm, die Kriegskinder, leben noch in ihren Zwängen und Ängsten. Die Songtexte vom Mick Jagger sind seine Lebenshilfe. Nach dem Motto: nur die toten Fische schwimmen mit dem Strom, möchten er und seine Mitschüler etwas bewirken. Sie beginnen zu revolutionieren, gegen den Krieg in Vietnam, gegen Fernsehen als neue Religion, Desexualisierung der Sexualität?...Palm zeigt in den dazwischen eingeführten Passagen aus der Zukunft: wie das Glück launisch ist wie ein Kind.
Das Buch ist genial, emotional, schräg, empfehlenswert.
Nett 17. März 2017
Nettes Wecken von Erinnerungen an die eigene Jugend in banaler Alltagssprache ohne Hoehepunkte, ohne Begeisterung zu erzeugen, weder fuer die etwas zu kuenstlich wirkende konstruierte Geschichte oder den etwas zu gewollten Humor noch fuer die handelnden Personen, die oberflaechlich beilaeufig bleiben. Das einzig Echte und Beruerende sind fuer mich die Zitate aus dem Tagebuch des jungen Heranwachsenden. Ich bin kein Fan von fersehseriensartigen Leseerlebnissen....
Amüsant! 15. März 2017
Kurt Palm erzählt amüsant über Leben und Lieben von fünf Jugendlichen auf dem Land. Mick der Erzähler, der eigentlich Ernst heisst, Mü statt Müller, Candy, Taylor und Hendrix. Ihr Interesse gilt fast ausschliesslich Mick Jagger, Deep Purple, Jon Lord und Ritchie Blackmore. Die Ferien sind leicht fad und obwohl eine Nachprüfung ansteht wird kaum ein Gedanke daran verschwendet. Man liest die Volksstimme, protextiert untereinander gegen Gott und die Welt, verteilt Flugzettel und ist erstaunt über die Konsequenzen, die eine eingeschlagene Auslagenscheibe nach sich zieht. Urlaubsziel der Familie ist ein Strand in Jugoslawien, wo Micks heimliche Wünsche von einer jungen Holländerin erfüllt werden. Zumindest für einen Tag.
Doch der Sommer endet verhängnisvoll. Mick fällt bei der Nachprüfung durch und Candy, der jüngste seiner Clique hat sich das Leben genommen.
Da es sich um die wilden Siebziger handelt, die Palm so gekonnt erzählt, ist man versucht zu glauben, dass er einiges davon selbst erlebt hat.
Bluna, Fredi-Keks und Autostopp 14. März 2017
An Bluna, Fredi-Keks, Autostopp und einander Nachrichten auf der Rückseite alter Rechnungen schreiben erinnert spürt man förmlich die 70er wieder, was mir beim Lesen Spaß gemacht hat. Palm skizziert in seinem Buch eine Gruppe Jugendlicher, pubertierend und aufmüpfig, die per Sprayen und Flugblätter verteilen gegen die spießige Gesellschaft protestiert, anders und besser als diese sein will. Eine kurzweilige und oftmals witzige Geschichte, die am Ende gar nicht mehr witzig ist.
Jugenderinnerungen eines 60-jährigen 14. März 2017
Die Handlung spielt im Jahre 1972. Der Autor schwelgt anscheinend in Erinnerungen an seine eigene Jugend.
Wahrscheinlich für Musikfreaks spannend, für mich aber etwas ermüdend war das ständige Zitieren von Songtexten. Der Autor beschreibt den Sommer von 5 Jugendlichen in der österreichischen Provinz. Vietnamkrieg, erste Liebe, erwachende Sexualität, kleine Konflikte in der Familie, ein bißchen Rebellion der Protagonisten. Ein Sommer in dem die handelnden Personen noch nicht wissen, was das Leben und Schicksal noch für sie bereithält. Der Autor springt mit der Geschichte immer wieder ein paar Jahre voraus. Dann erfährt man, dass die "Problemchen" dieses Sommer sehr klein sind obwohl sie den Burschen doch so wichtig vorkommen. Ein Mix der ganz passabel zu einem Roman zusammengefügt wurde, allerdings hatte ich die ganze Zeit das Gefühl die Geschichte schon gelesen zu haben.