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Rezensionen




keine Revolution, aber gut für´s Strandbad 30. Juni 2017
Erwachsen werden ist gar nicht so einfach, aber wer es geschafft hat, blickt mit einer Mischung aus vorwiegend positiven Gefühlen zurück: Belustigung über vergangene Moden, Rührung ob der - oft vermeintlichen - Probleme der Pubertät, Sehnsucht nach der überschaubaren Welt der Jugend, Lust und Leid erster sexueller Erfahrungen ... von all dem erzählt der Roman in angenehm flotter Sprache. Die durchgängige Perspektive eines Ich-Erzählers bringt zwar eigene Schwäche(n) durchaus zum Ausdruck, verhindert aber nostalgische Rührseligkeit und verleiht dem Erzählen Authentizität. Eine erfreuliche Lektüre, die keine "Revolution" bei der Leserin auslöst, aber fürs "Strandbad" bestens geeignet ist.
Amüsant! 15. März 2017
Kurt Palm erzählt amüsant über Leben und Lieben von fünf Jugendlichen auf dem Land. Mick der Erzähler, der eigentlich Ernst heisst, Mü statt Müller, Candy, Taylor und Hendrix. Ihr Interesse gilt fast ausschliesslich Mick Jagger, Deep Purple, Jon Lord und Ritchie Blackmore. Die Ferien sind leicht fad und obwohl eine Nachprüfung ansteht wird kaum ein Gedanke daran verschwendet. Man liest die Volksstimme, protextiert untereinander gegen Gott und die Welt, verteilt Flugzettel und ist erstaunt über die Konsequenzen, die eine eingeschlagene Auslagenscheibe nach sich zieht. Urlaubsziel der Familie ist ein Strand in Jugoslawien, wo Micks heimliche Wünsche von einer jungen Holländerin erfüllt werden. Zumindest für einen Tag.
Doch der Sommer endet verhängnisvoll. Mick fällt bei der Nachprüfung durch und Candy, der jüngste seiner Clique hat sich das Leben genommen.
Da es sich um die wilden Siebziger handelt, die Palm so gekonnt erzählt, ist man versucht zu glauben, dass er einiges davon selbst erlebt hat.
Als wir jung waren 14. März 2017
Ja, ja, so in etwa war es, als wir jung waren und einige geglaubt haben, die Welt verändern zu müssen, woran sie wegen dem Unverständnis der Älteren gescheitert sind. Damals war Kroatien noch Jugoslawien, der Wurzenpass noch eine große Herausforderung für Kupplung und Bremsen überladener Autos und viele junge Burschen hatten ihre Mühe ihre hormonellen Bedürfnisse so auszuleben, wie es ihren Phantasien entspricht.
Also: ein durchaus gelungener Rückblick in die scheinbar "schöne alte Jugendzeit" der heute so um die 60-jährigen, nett erzählt, aber ohne große Überraschungen oder sprachlichen Besonderheiten. Empfehlenswert für alle, die in die eigene Jugend ein bisschen eintauchen wollen und vielleicht bei der einen oder anderen Sequenz sich an das selbst Erlebte wieder zu erinnern, ohne Verklärung des Blickes in die Vergangenheit.
Heute denken die Protagonisten wohl über ihre Pension nach.... 13. März 2017
Wohl jeder und jede zwischen 50 und 70 im heutigen Österreich findet sich mehr oder weniger wieder. Die Träume, die Möglichkeiten, alles anders und natürlich besser zu machen, der Wunsch nach kleinen Revolutionen, die Angst vor Revolution und deren Folgen, die Unsicherheiten in den Beziehungen zur Jugendgruppe und zum anderen Geschlecht. Mit viel durchaus liebevoller Ironie und Witz wird die Entwicklung beschrieben und erlangt fast unbemerkt Tiefe. Ein fast harmloses Lesevergnügen, bei dem sich viel Ernstes zwischen den Zeilen einschleicht.
Tragikomödie der 70er 13. März 2017
Die alten Themen Liebe und Tod werden sehr humorvoll und tragisch in der Sommerwelt eines 17jährigen der 70er- Jahre verarbeitet. Kurt Palm erzählt unterhaltsam eine Geschichte, bei der die Revolution nicht stattfindet.
Der Stoff, aus dem die Jugend war 13. März 2017
Kurt Palm läßt sie wieder auferstehen ? die Erinnerung an die eigene Jugendzeit am Wörthersee, an erste Liebe und Rock-Konzerte, an (oft mißglückte) Annäherungs- und Schreibversuche, an pubertären Widerstand gegen Eltern, Gott und den Rest der bösen Welt. Palms ?Strandbadrevolution? in der Provinz kommt zuerst als leichtgewichtiges Sommerbuch daher, gewinnt aber rasch an Tiefe. Die Geschichten des Ich-Erzählers und seiner Gang bieten genug Stoff zum Weinen und zum Lachen. Unvergesslich: Die Schilderung der Jugoslawien-Reise im Uralt-Opel über den Wurzelpass! Für mich waren allerdings die in anderen Zeitebenen eingeschobenen familiären Tragödien etwas zuviel des Guten - außer der Autor hat bereits eine Fortsetzung im Kopf.
Die kleinen Revolutionen 13. März 2017
Das Erwachsenwerden in den 70ern mit Allem was dazu gehört! Politische Revolution im Kopf, Aufstand gegen das Establishment, Kleinaktionismus im Ort, Konzerte und Musik und das Promenieren im Strandbad, wer ist der coolste? So cool unsere Protagonisten auch sind, es plagen sie dieselben Sorgen, die Jugendliche in dieser Phase des Lebens haben. Wer bin ich, was macht mich aus, wie begegnet man dem weiblichen Geschlecht, Liebeskummer und die wie schafft man die bevorstehende Nachprüfung. Eigentlich ist der spießige Strandurlaub mit den Eltern dann auch nicht so schlecht. Vieles kommt wieder in Erinnerung, sehr witzig zu lesen.
Strandbadgeflüster 12. März 2017
Sonne, Bikini und 5-UhrTee. Kurt Palm versetzt den Leser in die 70er Jahre zurück. Jedem, der die Zeit selbst erlebt hat, drückt das Buch ein Schmunzeln ins Gesicht. Punktlandung. Sehr schräg und witzig.
Eine Zeitreise 09. März 2017
Irgendwie hat man das Gefühl, Kurt Palm beschreibt sich selbst in einer Zeit, die ich persönlich sehr gut nachempfinden kann. Ein unterhaltsames Buch - vor allem für Leser im Alter von Kurt Palm und Musik-Junkies.