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Rezensionen

Tatjana Kruse
3 Rezensionen



Stick oder stirb! 07. November 2018
von dorli
Schwäbisch-Hall. Siegfried Seifferheld, ü-sechzigjähriger Ex-Kommissar und leidenschaftlicher Sticker, gibt seit kurzen einen Stickkurs in der JVA. Zu den Teilnehmern gehört auch Pjotr Jagelovsk, ein greiser Russenmafioso. Der schwerkranke Pjotr hat beschlossen, seine letzten Tage nicht hinter schwedischen Gardinen zu verbringen und einen spektakulären Fluchtplan ausgeklügelt. Die Flucht gelingt - dummerweise stecken Siggi und sein Hund Onis plötzlich ungewollt mittendrin in der Befreiungsaktion und werden kurzerhand als Geiseln mitgenommen. Klar, dass Familie und Freunde nicht lange zögern, sondern alle Hebel in Bewegung setzen, um Siggi und Onis aus den Fängen des Bösen zu befreien. Nicht ruhig und mit Bedacht, sondern eher explosiv-ungestüm gehen sie dabei zu Werke – die Seifferhelds sind eben nicht zu bremsen, wenn einer der ihren in Gefahr ist….

…und damit nimmt ein großartiges Spektakel seinen Lauf – auf den Leser wartet ein herrlich turbulentes Abenteuer mit viel Wortwitz, bissigen Dialogen und reichlich Situationskomik.

„Stick oder stirb!“ war mein erster Ausflug in das Seifferheld-Universum und ich bin rundum begeistert von Siggi und seinem Anhang. Auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände war ich schnell mit den Akteuren vertraut – das skurrile Personal, das Tatjana Kruse hier ins Rennen schickt, muss man einfach mögen. Jeder Einzelne bringt mit seinen Eigenarten, Besonderheiten und Macken eine Menge Schwung in die Handlung und trägt damit kräftig zur Unterhaltung bei.

Wortwitzig, pointenstark, situationskomisch, spannend – Tatjana Kruse sorgt mit ihrem siebenten Seifferheld-Krimi für pures Lesevergnügen.
Krimödie in Vollendung 01. November 2018

Vorweg: Langsam gehen mir die Worte aus. Denn ich habe schon alles Lob über die bisher von mir gelesenen Bücher meiner Lieblingsautorin ausgeschüttet, dessen ich fähig bin. Eigentlich brauche ich nur noch von mir selber abzuschreiben, denn auch dieses Buch hat mich wiederum voll und ganz begeistert. Ich kenne keinen Autor, der Krimödien in dieser Vollendung schreiben kann.
Der im Ruhestand befindliche Ex-Kommissar Siegfried Seifferheld tut Gutes. Er bringt einem erlesenen Grüppchen an Insassen der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall das Sticken bei. Welch eine begeisternde Auswahl an Stickmotiven hier ihrer Fertigstellung harrt, lässt tief in die Seelen der Knastbrüder blicken. Doch in die heile Welt des Stickkränzchens dringt das eigentlich gar nicht so Böse in Person eines russischen Mafiabosses, der für eine spektakuläre Flucht Seifferheld als Geisel mitgehen lässt. Und der ist und bleibt verschwunden samt seinem Schnüffler-Kompagnon, dem Hovawart Onis.
Die Handlung in all ihren herrlichen Details, urkomischen Windungen und Verwicklungen nüchtern zu erzählen, macht in meinen Augen wenig Sinn. Denn egal wie viele Turbulenzen uns handlungstechnisch aufgetischt werden – was auch dieses Buch wiederum auszeichnet, ist sein grandioser Ideenreichtum, das Jonglieren mit schrägen Wortschöpfungen und Gags. Dass Seifferheld in jungen Jahren das Küssen an harten Eiern geübt hatte, ist noch eine der harmloseren Pointen. Was ich an der Autorin ganz besonders liebe und schätze, ist der hinter all den vordergründig slapstickartigen Schilderungen liegender intelligenter Humor, der aus Wissen und scharfer Beobachtungsgabe resultiert und mit gekonnter Feder daraus Krimödien in Vollendung schafft.
Siggi stickt im Knast 17. Oktober 2018
Siggi stickt im Knast

Siggi Seifferheld, der stickende Ex-Kommissar aus Schwäbisch Hall, hat einen Platz im Knast ergattert. Nein, er sitzt nicht ein, er bringt einer Handvoll Knastbrüder, die in den anderen Volkshochschulkursen keinen Platz mehr bekommen haben, das Sticken bei. Bichogge, Knudel, Chips, Pickel und Pjotr stellen sich nicht mal so ungeschickt an. Dann gelingt Pjotr die Flucht und Siggi, zur falschen Zeit am falschen Ort, geht zusammen mit seinem Hund Onis als Geisel mit. Und nun? Das verrate ich nicht...

Endlich ist er wieder da, mein Lesefreund Siegfried „Siggi“ Seifferheld mit seiner Familie und seinen Freunden vom Kochclub aus Schwäbisch Hall im Hohenloher Land, den ich seit seinem ersten Fall begleite.
Ich liebe diese Protagonisten, bei denen man z.B. bei einem Pubs weiß, um wen es sich handelt. Alle haben ihre Eigenheiten, ihre Stärken und Schwächen, ihre Ecken und Kanten. Ich habe sie einfach in mein Herz geschlossen.

Tatjana Kruse stickt in die Geschichte so viele witzige Formulierungen oder kleine Begebenheiten ein, dass ich Mühe hatte, meine Mundwinkel, die permanent nach oben gezogen waren, wieder zu entspannen. Neben dem Humor kommt aber die Spannung auf keinen Fall zu kurz. Gerade in diesem Entführungsfall geht es recht spannungsgeladen zu. Vor allem das Ende und die Auflösung haben mich hier etwas unerwartet und nicht vorhersehbar getroffen.

Da ich Schwäbisch Hall von verschiedenen Besuchen einigermaßen kenne, springt mein Kopfkino bei den Beschreibungen der Stadt und der Umgebung gleich an.

Meine Leseempfehlung geht an alle, die ohne viel Blutvergießen auskommen und die Regionalität einer Geschichte lieben. Die sich eher von einem humorvollen, aber trotzdem spannenden und interessanten Fall unterhalten lassen wollen.
Ich hatte wieder ein paar sehr schöne unterhaltsame Lesestunden und freue mich schon auf mein nächstes Abenteuer mit Siggi Seifferheld.