Abwechslungsreiche, spannende Entwicklungsgeschichte
von info@brauchler.de, 29. Mai 2013
In dieser spannenden, abwechslungsreich dargestellten Entwicklungsgeschichte des Produktivitäts-managements wird die sozialpolitisch kontrovers geführte Diskussion über die Ziele und das Bemühen des Arbeits- und Zeitstudiums erläutert. Dabei wird der bedeutende Beitrag der MTM- Zeitwirtschaft zur Produktivitäts¬steigerung und damit zum betriebswirtschaftlichen Unternehmens¬erfolg immer wieder mit humanitären Aspekten und sozialer Kritik wie beispielsweise dem eventuell ungerechtfertigten Slogan ?MTM=Mach Tausend Mehr? konfrontiert. Mit diesem reflektierenden Wechselspiel aus Befürwortung und Ablehnung des Arbeits- und Zeitstudiums werden im Verlauf der Entwicklungs¬geschichte die Grenzen des Produktivitätsverständnisses deutlich aufgezeigt, die trotz sozialpolitischer Rückschläge aber immer wieder zur Weiterentwicklung und zur arbeitswissen¬schaftlich zielführenden Anpassung der Methoden und Instrumente der Zeitwirtschaft führten. Im Fokus stehen dabei neben US- und deutschen auch japanische und weitere europäische Entwicklungsschritte.
Das Fundament des Werkes bilden die jeweiligen Entwicklungsstufen der MTM-Instrumente, die anschaulich anhand von Tabellen, Befragungsformularen und Checklisten dargestellt werden. Wobei anhand von historischen und sozialpolitischen Hintergründen neutral aufgezeigt wird, wie und vor allem warum das Arbeits- und Zeitstudium über das MTM-Bausteinsystem Schritt für Schritt zu dem aktuellen, umfangreichen Produktivitätsmanagementsystem geworden ist.
Ausbilder von Fachkräften der Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung greifen zur Recherche nach Best Practice Beispielen des Arbeitsstudiums und Hintergründen auf dieses Werk zurück. Hochschuldozenten setzen es als anschauliches Lehrbuch für ingenieurwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Studierende ein. Praktiker und MTM-Anwender werden Methoden und Definitionen anhand des Sachregisters schnell auffinden. Der Autor unterstützt Wissenschaftler insbesondere mit einem umfassenden Literaturverzeichnis über 100 Jahre Produktivitäts-management und stellt namhafte Entwicklungspersönlichkeiten direkt mit Fotos und Portraits in seinem Werk vor.
Diese sozialpolitisch tiefgründige aber gleichzeitig neutrale Darstellung der Entwicklungsgeschichte des heutigen Produktivitätsverständnisses aus arbeitswissenschaftlicher Sicht empfehle ich jedem, der sich im weitesten Sinne mit dem zukünftigen Funktionieren unserer Arbeitswelt beschäftigt!
Das Buch ist ebenso empfehlenswert wie seine hervorragend ausführliche Buchvorstellung als Video unter dem Link :
http://www.youtube.com/watch?v=IeclbY8aWGc&feature=youtu.be
Viele Inhalte werden im Detail in diesem Video vorgestellt und mit Bildmaterial aus dem Buch verdeutlicht. Damit wird die spannende Entwicklungsgeschichte des Produktivitätsmanagement lebendig.
Dr. oec. Regina Brauchler
Hochschule für Technik und Umwelt Nürtingen/Geislingen (Steige)
Dozent in BWL und Produktion