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Cover Aminadab

Aminadab

von Maurice Blanchot; Übersetzt von: Marco Gutjahr

Erschienen 2019 bei diaphanes
Sprache: Deutsch
288 Seiten; 187 mm x 123 mm
ISBN 978-3-03734-655-6

Besprechung

"Um an die Dichtung von so komplexen Werken wie Aminadab zu rühren, wären beträchtliche, vielleicht übermäßige intellektuelle Mittel notwendig." Emmanuel Levinas

Langtext

Ein kleines Zeichen nur, ein Wink eines jungen Mädchens, und Thomas betritt auf der anderen Straßenseite ein Haus. Aber war es wirklich ein Zeichen? Und was ist das für ein Haus, in dem Thomas sich zunehmend verirrt? Ein Haus mit Krankenhauszimmern, Verhörräumen und Büros einer verschwommen bleibenden Justiz, deren Repräsentanten, Wächter und Beamte, mehr verbergen als sie zu erkennen geben. Thomas wird immer tiefer in eine bedrückende Welt hineingezogen, die den Einzelnen nur in seinen unbestimmten Verdopplungen, seinen Entfremdungen und Auflösungen hervorbringt und die eine labyrinthische Ortlosigkeit ohne Außerhalb bildet. Mehr als ein bloßer "Anblick der Bürokratie" (Sartre) scheint es um das "Zeichen eines Desaster" zu gehen, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts kennzeichnet.

Aminadab, 1942 erstmals veröffentlicht, ist der zweite von drei Romanen Maurice Blanchots, der, mehr als 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, erstmals in deutscher Sprache erscheint.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Blanchot, Maurice
Maurice Blanchot war Journalist, Literaturtheoretiker und Schriftsteller. Als Sohn einer wohlhabenden katholischen Familie wuchs er in gesicherten Verhältnissen auf. 1925 ging er nach Straßburg, wo er Philosophie und Deutsch studierte und Emmanuel Levinas kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Später ließ er sich in Paris nieder, wo er am Krankenhaus Sainte-Anne ein Studium der Medizin aufnahm. Während des zweiten Weltkriegs war Blanchot Mitglied der Résistance, später unterschrieb er das Manifest der 121, das sich gegen den Algerienkrieg aussprach. Seit 1953 schrieb Blanchot regelmäßig Beiträge für die Nouvelle Revue Française, die gemeinsam mit seinen Erzählungen und Romanen Generationen von Künstlern, Schriftstellern und Theoretikern nachhaltig geprägt haben. Sein literarisches Schaffen kreist um die prekäre Geste des Schreibens, die Erfahrung des Lesens und den intimen Zusammenhang von Literatur und Tod, dem Blanchot in aporetischen Wendungen und paradoxalen Konstruktionen sprachlichen Ausdruck zu verleihen suchte. Hierzulande hat die Rezeption seines Werks gerade erst begonnen.

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