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Cover Delikatessen

Delikatessen

Der vierte Fall für Bruno, Chef de police

von Martin Walker; Übersetzt von: Michael Windgassen

Erschienen 2012 bei Diogenes
Sprache: Deutsch
416 Seiten
ISBN 978-3-257-60165-7

Kurztext / Annotation

Savoir vivre The Guardian Bruno

Textauszug

[22] 2

Als Horst ihn über das Ausgrabungsfeld führte, über das ein Raster aus weißen Schnüren gespannt war, staunte Bruno wieder einmal über die Sorgfalt und Mühe, die das Team an den Tag legte. Jede Handvoll ausgegrabener Erde wurde gesiebt, jedes mögliche Fundstück mit feinen Pinseln abgestaubt, und alle waren so konzentriert bei der Arbeit, dass kaum jemand auf ihn achtete, als er vorbeiging. Manche standen in den parallel verlaufenden Gräben, die so tief waren, dass sie darin verschwanden, und auch sie blickten nur auf, wenn er sich über den Rand beugte und ihnen das wenige Sonnenlicht nahm, das sie hatten.

Er hörte jemanden "Bruno" rufen, drehte sich um und sah ein hübsches schlankes Mädchen mit hellen Haaren herbeilaufen. Sie sprang über einen Haufen ausgehobener Erde und warf sich ihm in die Arme.

"Dominique", begrüßte er sie freudig. Er kannte sie seit ihrer Kindheit. Ihr Vater, Stéphane, war ein Jagdgefährte. Er führte eine kleine Milchwirtschaft in den Hügeln und stellte den tomme d'Audrix her, Brunos Lieblingskäse. Seit Brunos Ankunft in Saint-Denis durfte er jeden Winter an der Schlachtung des Hausschweins teilnehmen, wobei ihm und Dominique die Aufgabe zufiel, dessen Innereien im kalten Wasser des nahen Flusses zu waschen. Jetzt studierte [23] Dominique an der Universität in Grenoble und war aktives Mitglied der Grünen Partei. "Ich wollte sowieso zu euch auf den Hof kommen. Dein Vater hat mich Sonntag zum Mittagessen eingeladen."

"Bist du wegen des Toten hier?", fragte sie und hakte sich bei ihm unter.

"Genau, ich schaue ihn mir jetzt einmal an. Wir sehen uns dann am Sonntag."

"Nein, schon heute Abend im Museum. Du musst dir den Professor anhören. Er wird etwas Großes ankündigen; mehr darf ich nicht verraten. So, und jetzt muss ich wieder Dreck sieben."

Sie lief davon, und Bruno ließ den Blick wieder über das Ausgrabungsgelände schweifen. Die Gräben liefen auf einen Felsüberhang zu, vor dem ein quadratisches Loch ausgehoben worden war, rund vier mal vier Meter groß und drei Meter tief. Am Rand lehnten Aluleitern. Auf dem Grund lag ein großer flacher Stein mit sonderbaren Vertiefungen an der Oberfläche. Davor hockten drei Archäologen. Sie beschäftigten sich mit Bruchstücken von glatter Beschaffenheit und bräunlicher Farbe und gingen mit Pinseln zu Werke, die so fein waren wie die eines Miniaturenmalers. Bruno glaubte, erkennen zu können, dass sie Knochenreste in den Händen hielten, und schaute sich fragend nach Horst um, weil er annahm, dass der ihn wegen dieser Skelettteile gerufen hatte. Die Männer im Loch schenkten ihm keine Beachtung. Die Intensität, mit der sie arbeiteten, verblüffte ihn noch mehr angesichts der gespenstischen Natur ihrer Entdeckung. Er hatte damit gerechnet, ein Team anzutreffen, das zu schockiert war, um weiterarbeiten [24] zu können. Aber für Archäologen schienen Knochen und der Tod etwas Alltägliches zu sein.

"Entschuldigung, dieses Grab ist überfüllt", sagte Horst. "Die Fundstelle Ihres Toten liegt ein bisschen abseits." Sein Bart war seit ihrer letzten Begegnung noch etwas weißer geworden, das Kopfhaar lichter. Er trug dieselbe englische Tweedjacke mit Lederflicken an den Ellbogen wie im Vorjahr und all die Jahre zuvor. "Die Knochen da unten sind über dreißigtausend Jahre alt. Was ich Ihnen zeigen will, ist jüngeren Datums."

Er führte Bruno an einem Flaschenzug vorbei, der an einem Dreifuß hing und mit einer Winde bedient wurde, und steuerte auf einen längeren, schmalen Graben zu, der gut einen Meter tief war. Davor standen zwei Frauen, eine junge hübsche und eine ältere mit roten Haaren, die ein grün-weiß gestreiftes Herrenhemd trug, und sahen ihnen entgegen.

Die junge Frau, die ihr dunkles glänzendes Haar zu einem losen Knoten am Hinterkopf gewunden und mit zwei Stäbchen so festgesteckt hatte, dass sie wie eine alte Fernsehantenn

Langtext

Savoir vivre : Archäologische Funde zeigen, dass man schon vor 30 000 Jahren im Périgord gut leben konnte. Aber der Tote, auf den man bei neuen Grabungen stößt, stammt eindeutig aus dem falschen Jahrhundert und weist alle Spuren eines Gewaltverbrechens auf.

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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Kundenbewertungen

Spannend 06. Februar 2013
Es ist ein recht spannender Roman. Wirklich empfehlenswert.
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