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Cover Der Sommer meiner Mutter

Der Sommer meiner Mutter

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 (Longlist)

Erschienen 2019 bei Beck
Sprache: Deutsch
189 Seiten; 209 mm x 126 mm
ISBN 978-3-406-73449-6

Besprechung

"Ulrich Woelk, studierter Physiker und Philosoph, ist als Erzähler in präziser Techniker. Das geht erstaunlicherweise nicht auf Kosten der Spontaneität und Direktheit, sondern erzeugt im Gegenteil eine enorme emotionale Wärme"
Süddeutsche Zeitung, Jörg Magenau

"Denn natürlich ist es schwer, weiterhin sehnsuchtsvolle Poesie zu schreiben über einen unerreichbaren (Erd-)Begleiter [...] Ulrich Woelk ist es trotz allem wieder gelungen."
Focus, Uwe Wittstock
"Ebenso anrührend wie humorvoll, aber auch mit einer untergründigen Tragik, die ein wenig an 'Tschick' erinnert."
Frankfurter Allgemeine Presse, Pia Rolfs

"Grandios gebauter Roman (...) dramaturgisch ein Bravourstück."
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

"Absolut Lesenswert"
Elle, Julia Loibl

"Umgemein berührend."
emotion, Janis Voss

"Versprochen: Schon mit dem ersten Satz wird Sie dieses Buch packen und bis zum Schluss nicht enttäuschen."
Laviva

"Eine virtuos parallel geschaltete, komisch-tragische Coming-of-Age-Geschichte mit fein gearbeitetem Zeitkolorit."
Stuttgarter Zeitung, Julia Schröder

" (Hat) nicht nur einer Zeit gesellschaftlicher und technischer Revolutionen, sondern auch dem Mond ein literarisches Denkmal gesetzt. .(...) eine gelungene literarische Mission."
DLF Kultur, Dorothea Westphal

"Ungemein berührender Roman. Ein tolles Buch."
WDR 2, Christine Westermann

"Woelks Roman ist phasenweise kühl und trocken, andererseits weiß der Autor ganz geschickt Emotionen und Stimmungen einzusetzen. Die Zeit vor nun fast genau 50 Jahren lässt er wunderbar wiederaufleben, beschreibt die gesellschaftlichen Umbrüche, die wissenschaftlichen Fortschritte und den kulturellen Wandel sehr einprägsam."
WDR 5, Andreas Wallentin

"Absolut fesselnd (...) mit viel Witz (...) Für mich schon jetzt ein Literatur-Glanzlicht 2019."
hr1, Stefan Sprang

Langtext

Sommer 1969. Während auf den Straßen gegen den Vietnamkrieg protestiert wird, fiebert der elfjährige Tobias am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen. Zugleich trübt sich die harmonische Ehe seiner Eltern ein. Seine Mutter fühlt sich eingeengt, und als im Nachbarhaus ein linkes, engagiertes Ehepaar einzieht, beschleunigen sich die Dinge.

Tobias, eher konservative Eltern freunden sich mit den neuen Nachbarn an, und deren dreizehnjährige Tochter, Rosa, eigenwillig und klug, bringt ihm nicht nur Popmusik und Literatur bei, sondern auch Berührungen und Gefühle, die fast so spannend sind wie die Raumfahrt. Auch die Eltern der beiden verbringen viel Zeit miteinander, zwischen den Paaren entwickelt sich eine wechselseitige Anziehung - "Wahlverwandtschaften" am Rhein. Und während Armstrong und Aldrin sich auf das Betreten des Mondes vorbereiten, erleben Tobias und seine Mutter beide eine erotische Initiation...

Ulrich Woelk erzählt spannend, atmosphärisch dicht und herzzerreißend von einem Aufbruch, persönlich und politisch, der tragisch endet.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Ulrich Woelk, geboren 1960, studierte Physik und Philosophie in Tübingen. Sein erster Roman, "Freigang", erschien 1990 und wurde mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Woelk lebt als freier Schriftsteller und Dramatiker in Berlin. Seine Romane und Erzählungen sind unter anderem ins Englische, Französische, Chinesische und Polnische übersetzt.

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Kundenbewertungen

Das jahr 1969 01. September 2019
Der Sommer meiner Mutter ist eine melancholische Coming-of-age-Geschichte. Sie wird geprägt durch den ersten Satz: ?Im Sommer 1969, ein paar Wochen nach der ersten bemannten Mondlandung, nahm sich meine Mutter das Leben? Durch die dadurch entstandene Stimmung wird der Roman zu etwas besonderen, der sich von anderen, oft auch banalen Geschichten um heranwachsende unterscheidet. Tobias war damals 11. Erzählt wird die Geschichte vom jetzt erwachsenen Tobias, der sich an dieses Jahr und was vor dem Suizid passierte zurückerinnert. Das ist handwerklich sauber gemacht und funktioniert. Die Zeit 1969 und die Stimmung dieser Zeit wird lebendig. Für Tobias und seinen Eltern werden die neu hinzugezogenen Nachbarn wichtig. Die sind weniger konservativ als sie selbst und irgendwie freunden sie sich sehr an. Da ist auch die 13jährige Tochter Rosa. Es ergibt sich eine Konstellation, die neues in Gang setzt, insbesondere auch für Tobis Mutter, die erste Emanzipationsversuche wagt. Obwohl ich die Figuren mag, erfüllen sie doch die Stereotype.Ich hätte sie mir vielschichtiger gewünscht. Sie sind sehr konstruiert. Aber das wird so gebraucht, um den versuchten Ausbruch der Mutter aus den Konventionen zu erzählen. Der dann freilich mit schlimmen Konsequenzen scheitert. Ich mochte auch Rosa und ihre Gespräche mit Tobi. Die hatten Tiefe und waren für den Jungen von Bedeutung. Dennoch war auch Rosa etwas überzeichnet, sie hatte fast nichts kindliches. Tobis Schwanken zwischen kindlichen und jugendlichen Empfindungen hingegen, erschienen mir sehr glaubhaft wie auch die Entwicklung der gesamten Geschichte. Man kann sich von der Handlung beim Lesen kaum losreißen, da der Roman so eine Dichte und Geschlossenheit besitzt.
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