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Cover Kinder der Rückkehr

Kinder der Rückkehr

Geschichte einer marginalisierten Jugend

Erschienen 2018 bei Springer, Berlin; Springer Fachmedien Wiesbaden; Springer VS
Sprache: Deutsch
333 Seiten; 29 SW-Abb.; 212 mm x 146 mm
ISBN 978-3-658-20849-3

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 1. Prolog: Gedanken über Rückkehr (Hazel Rosenstrauch) 4 2. Panorama des Projekts "Kinderjause" 2.1. Die Kinderjause (Maimann) 8 2.2. Forschungsmotive, Forschungszugänge und Interdisziplinarität (Berger, Wodak)25 2.3. Drei Generationen im Überblick (Berger) 27 3. Theoretischer Hintergrund 3.1. Einige Überlegungen zum Konzept der "Marginalisierung" (Wodak, Berger) 32 3.2. Haltungen, Überzeugungen und transgenerationale Aufträge (Berger) 40 3.3. Individuelle und kollektive Erinnerung/en - die diskursive Konstruktion von Geschichte (Wodak) 44 3.4. Konstruktion von Erinnerung (Berger) 47 4. Der historische Kontext: Milieu und Mentalität 4.1. Flammender Stern, stürzende Taube (Maimann) 51 4.2. Café Gagarin und die vorwärtsgewandte Utopie (Maimann) 68 4.3. Das Milieu, die Melange und der Mainstream (Maimann) 77 5. Die Kinderjause - Gruppe im Spiegel der Interviews 5.1. Wie sie wurden wer sie sind (Berger, Halbmayr) 91 5.2. Resilienz und Trauma (Berger) 134 5.3. Tränenthemen (Berger, Wodak) 149 5.4. "Der Erzählschleier" (Rheindorf, Wodak) 154 5.5. "Zeitlose Orte" (Rheindorf, Wodak) 158 5.6. Die Kinderjausner erzählen - Flucht und Verfolgung der Eltern (Rheindorf, Wodak) 168 6. Case Studies 6.1. Case Study Lili Kolisch (Berger) 182 6.2. Case Study Bert Fragner (Wodak) 185 6.3. Case Study Georg, Leon, Joel Herrnstadt (Wodak) 196 6.4. Familienvignette - Eva Friedler, Georg Friedler, Simone Oremovic (Berger) 212 7. Die Dritte Generation (Berger) 223 8. Vom Rand in die Mitte? (Wodak, Berger) 235 9. Literatur 239 10. Epilog - Drei Nachrufe 246 11. Anhang 11.1. Methodik (Berger) 257 11.2. Narration, Akteure und Netzwerk - Diskursanalytische Methodologie (Rheindorf, Wodak) 258 11.3. Interviewleitfäden 264 11.4. Das Archiv der Kinder- und Jugendorganisationen der KPÖ (Maimann) 268

Langtext

Die Kinder kommunistischer und/oder jüdischer Eltern, die aus Exilländern und Konzentrationslagern in ihre Heimat zurückgekehrt waren um ein neues demokratisches Österreich aufzubauen, lebten - geprägt von den Schicksalen und Erfahrungen ihrer Eltern - in einer speziellen gesellschaftlichen Randgruppe im reaktionär-katholischen Klima Österreichs. Trotz unterschiedlichster individueller Lebenswege, die vom Rand in die Mitte der Gesellschaft geführt haben, wirkt die Zusammengehörigkeit bis heute fort und führt zu regelmäßig wiederkehrenden Treffen: die "Kinderjause" - das sind ca. 200 Personen, geboren zwischen 1939 und 1953. In diesem Kreis und im Kreis ihrer Kinder wurden Interviews mit 40 Personen geführt, um den Umgang mit der Geschichte der verfolgten und vertriebenen Eltern und der Weitergabe an die nächste Generation aus diskursanalytischer und psychotherapeutischer Perspektive nachzuzeichnen. Dieser Forschungsansatz holt einen bisher verborgenen Ausschnitt der österreichischen Gesellschaft ans Tageslicht und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Diskurs über Trauma und Resilienz, über Vergessen und Erinnern.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern


Prof. Dr. Ernst Berger ist Kinderpsychiater, Psychotherapeut und Entwicklungsforscher.

Prof. Dr. Ruth Wodak ist Sprachsoziologin und Diskursforscherin.

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