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Cover Sterben und sterben lassen

Sterben und sterben lassen

Kriminalroman

Erschienen 2014 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
392 Seiten
ISBN 978-3-7099-3585-9

Kurztext / Annotation

EIN MÖRDER ZURÜCK IN DER FREIHEIT.
EIN ORT IN AUFRUHR.
EIN BÖSES GEHEIMNIS.

Es brodelt im beschaulichen Dienstort von Major Schäfer:
Frederik Bosch, vor 26 Jahren für den Mord an der siebenjährigen Susanna Paulus verurteilt, hat sich nach seiner Entlassung aus der Haft ausgerechnet bei Schaching, wo das Verbrechen einst geschah, niedergelassen. Seine Rückkehr sorgt unter den Bewohnern für Empörung. Die werden sich schon beruhigen, ist Schäfer überzeugt. Doch dann kommen ihm Andeutungen zu Ohren, die Boschs Schuld in Frage stellen. Er beginnt nachzuforschen und stößt auf Ungereimtheiten und ignorierte Indizien. Und immer wieder auf einen angesehenen Bürger namens Luis Strommer, der offensichtlich etwas zu verbergen sucht.

PACKEND, ÜBERRASCHEND UND VON BEISSENDER KOMIK
Georg Haderers neuer Kriminalroman: ein literarisches Kaleidoskop aus skurrilen Charakteren, einem ebenso genialen wie abgedrehten Ermittler, schrägen Begegnungen und psychischen Ausnahmezuständen.


'Die Krimis von Georg Haderer sind wie ein Mosaik aus Spannungsliteratur, Unterhaltung, Charakterstudie und Gesellschaftskritik.'

'Eine kleine Provinz in großem Aufruhr: Ein Jäger wird erschossen, ein angeblicher Kindermörder zieht zurück in sein Heimatdorf. Das können die Bewohner nicht zulassen und wollen den Entlassenen im wahrsten Sinne des Wortes beseitigen. Aber was hat sich damals und heute wirklich zugetragen? Mit unerwarteten und dramatischen Wendungen zieht Georg Haderer die Leser in seinen Bann.'

'Heißer Lesetipp: Fesselnd, ironisch und mit viel Wortwitz - Georg Haderer schreibt Krimis vom Feinsten!'

GEORG HADERERS KRIMINALROMANE MIT MAJOR SCHÄFER:
Schäfers Qualen
Ohnmachtsspiele
Der bessere Mensch
Engel und Dämonen
Es wird Tote geben
Sterben und sterben lassen

Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. Seit 2009 erscheinen bei Haymon seine Kriminalromane rund um Polizeimajor Schäfer: 'Schäfers Qualen' (2009), 'Ohnmachtspiele' (2010), 'Der bessere Mensch' (2011), 'Engel und Dämonen' (2012) und 'Es wird Tote geben' (2013).

Textauszug

13.

Gernot Reindl, Pächter des Tischlerwirts, stand an der Zapfanlage und ließ seinen Blick über den Gastraum schweifen. Neben dem Stammtisch waren noch vier weitere Tische besetzt; nicht schlecht für einen Dienstag. Seit ein paar Wochen kamen die Leute wieder vermehrt zum Essen; seitdem er sich endlich dazu durchringen hatte können, den Josip zu entlassen und eine neue Köchin einzustellen. Hart für einen 55-jährigen mit drei Kindern, keine Frage; gerne hatte er es sicher nicht getan, aber wenn einer von Berufs wegen kochte, sollte es den Gästen eben auch schmecken. Und jetzt, mit der neuen, der Anke, die vorher sechs Jahre in Ischgl gewesen war und sich nach dem Wahnsinn jetzt nach was Ruhigerem umgeschaut hatte, da war das endlich so, wie er es sich vorgestellt hatte; ein Glücksgriff eben, die ging selber einkaufen, stellte die Karte zusammen, hatte aber nicht gleich von Anfang alles umgekrempelt, was ja auch nicht ideal ist in einem Ort, wo die Leute Wert auf Beständigkeit legen. Echt ein Glücksgriff, die Anke, anders konnte er es gar nicht ausdrücken.

"Was ist jetzt?", kam es vom Stammtisch herüber, "wird das heute noch was mit unserem Bier?"

"Ja ja", raunte Reindl, der tatsächlich die letzte Bestellung seiner Kartenrunde vergessen hatte. Zur Wiedergutmachung - oder im Sinne des Customer Relationship Managements, wie er beim letzten Fortbildungskurs gelernt hatte - stellte er neben die drei Biergläser und den Krug Wein vier Stamperl Hausbrand aufs Tablett. "Kommt der Wolfgang heute gar nicht?", fragte er in die Runde, während er die Gläser abstellte.

"Gesagt hat er nichts", erwiderte Spieler eins, legte die eben gemischten Karten ab und ließ seinen Tischnachbarn abheben. "Geh leck, jetzt hat der Hund schon wieder einen Kriten ..."

"Dass er kommt oder dass er nicht kommt?", setzte der Wirt nach.

"Nichts hat er gesagt, hab ich gesagt!", die Männer fächerten die ihnen zugeteilten Karten auf. "Was ist los heute, Wirt? Vergesslich und begriffsstutzig, bist in deine neue Köchin verschossen?"

"Schlagwechsel", kam es von Spieler zwei.

"Depp", der Wirt räumte die alten Gläser ab und leerte den Aschenbecher. "Nachfragen wird man wohl noch dürfen."

"Unter", rief Spieler eins. "Hast du ihn die letzten Tage einmal gesehen?"

"In die Herz."

"Seit vorletzter Woche schon nicht mehr, deswegen frag ich ja", meinte der Wirt und verließ den Tisch.

"Die Gitti hab ich beim Spar getroffen, gestern", brachte Spieler drei ein und warf eine Karte in die Tischmitte.

"Drei", kam es von Spieler eins. "Und? Hat's was gesagt, wie's ihm geht?"

"Ja eh, hat's gesagt ... was ist? Geht's mit?"

"Sicher ... was für mich heißt, dass es ihm beschissen geht, weil sonst ist die Gitti eine, die nichts aus lässt, und wenn die einmal sagt: Ja, eh ... das heißt schon was."

"Sakra, hat der den Weli auch noch", brummte Spieler vier, "na ja, ich möchte auch nicht in seiner Haut stecken ... einen erschießen, und noch dazu einen von da, den Mann von der Thurner ... nervlich war er nie der stärkste, der Wolfgang, und mit seiner Firma, wie lange das noch geht ..."

"Und der gehört auch noch uns, danke, meine Herren", Spieler eins sammelte die Karten ein, stapelte sie und gab sie an seinen Tischnachbarn weiter. "Ich hätte ja geglaubt, dass der schon lange nicht mehr auf die Jagd geht ... schreibst du eh richtig, Karli, ein Dreier war das, gell!"

"Ist er auch nicht ... Zehner ... sicher fünf Jahre schon nicht mehr, frag ich mich eh, was den da geritten hat."

"In die Eichel ... wird's ihm halt wieder einmal zu eng geworden sein daheim ... meine Frau hat neulich gesagt, dass die überhaupt kurz vor der Scheidung stehen ... die Gitti kann ja schon eine ganz schöne Giftspritze sein, wenn du mich fragst ..."

"Milchspritze wohl eher, bei dem Balkon", meinte Spieler drei, worauf das Stammtischlachen das ganze Lokal erfüllte.

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Georg Haderer, geb. 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter.

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