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Cover Wellengrab

Wellengrab

Ein Griechenland-Krimi

Erschienen 2020 bei Haymon
Sprache: Deutsch
368 Seiten
ISBN 978-3-7099-3921-5

Kurztext / Annotation

GEFAHR IM GRIECHISCHEN PARADIES: BEGIB DICH AUF EINE KRIMINELL-FESSELNDE REISE!

VERLIEBT IN EINEN AUFTRAGSKILLER: KANN DAS GUTGEHEN?
Laura Mars lebt den TRAUM JEDER AUSSTEIGERIN: Statt im langweiligen Wien immergleiche Outfits zu entwerfen, macht sie kurzerhand einen KLEINEN OLIVENÖLBETRIEB AUF DER GRIECHISCHEN INSEL SAMOS auf. Dort lebt sie NACH IHREN EIGENEN REGELN, inmitten von idyllischen Olivenhainen und traumhaften Sandstränden! Doch leider läuft es finanziell nicht ganz so gut und auch ihr Hang zum Alkoholgenuss setzt Laura immer mehr zu. Kurzerhand beschließt sie, ihren FREUND THEO ZU BESUCHEN, der mit seinem Mann Philip in einem VILLENHAFTEN BOUTIQUE-HOTEL auf der INSEL MYKONOS lebt. Die Schiffsfahrt zum 'Flamingo' fällt jedoch blutig aus: Als plötzlich EINE LEICHE IM WASSER TREIBT, ahnt Laura schon, dass ihr diese Reise zum Verhängnis werden könnte. Zeitgleich taucht der GUTAUSSEHENDE GRIECHE ALEXANDER auf - er ist weltgewandt und charmant - doch noch kann Laura nicht wissen, dass er einen MÖRDERISCHEN AUFTRAG hat. Die mutige Wienerin begibt sich in Lebensgefahr ... KANN SEI ALEXANDER VERTRAUEN, ODER RISKIERT SIE LEICHTFERTIG IHR LEBEN? Inmitten von idyllischen Inselträumen und bedrohlichen Immobilienhaien kommt es zum SPEKTAKULÄREN SHOWDOWN!

MÖRDERISCHES REISEVERGNÜGEN: EDITH KNEIFL ZEIGT EIN GRIECHENLAND HINTER DER SONNIGEN FASSADE!
Vor der fantastischen Kulisse der GRIECHISCHEN INSELN MYKONOS, IKARIA UND SAMOS bahnt sich ein VERHÄNGNISVOLLES ABENTEUER an. Griechenland ist einerseits Urlaubsparadies und Sehnsuchtsort, andererseits geprägt von der massiven SCHULDENKRISE, von Verarmung und Hoffnungslosigkeit. Edith Kneifl öffnet die Augen für GRIECHENLAND IN ALLEN SEINEN FACETTEN: den paradiesischen ebenso wie den abgründigen.

Als Edith Kneifl 1992 den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres erhielt, war das gleich eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal wurde eine Frau mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, und zum ersten Mal ein österreichischer Kriminalroman. Mittlerweile hat sich Kneifl längst als die Wiener Krimi-Queen etabliert und erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt 2018 den Ehrenglauser. Ihre Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Mit 'Wellengrab' startet Edith Kneifl in Griechenland eine Urlaubskrimi-Trilogie, deren nächste Bände auf den Kanarischen Inseln und in Kroatien spielen werden.

Textauszug

I. Teil: Piräus

Als ich ihn erblickte, wusste ich sofort, dass es Ärger geben wird. Schnellen Schrittes kam er die Treppe zum Oberdeck herauf. Ich erkannte ihn an seiner Statur und seinem Gang. Im Gegensatz zu mir hatte er sich kaum verändert, die vielen Jahre hatten wenige Spuren bei ihm hinterlassen. Wie die meisten großen Männer ging er leicht gebückt, so als würde er sich seiner Größe schämen.

Das Unglück wird seinen Lauf nehmen, dachte ich, als ich sein Gesicht aus der Nähe sah. Alles Sanfte und Weiche war aus seinen Zügen gewichen. Aber er war immer noch ein schöner Mann. Und er war auffallend gut gekleidet. Hellbeiger Leinenanzug, weißes Hemd, champagnerfarbene Sneakers. Bestimmt liefen ihm die Frauen genauso nach wie in seiner Jugend. Ob ihm das heute bewusst war? Damals hatte er nur Augen für eine gehabt. Er war kein Frauenheld, sondern ein schüchterner, introvertierter Bursche gewesen.

Ich überlegte, ob ich ihn ansprechen sollte, ließ es aber bleiben. Er würde mich nicht erkennen. Vielleicht würde er sich an meinen Vornamen erinnern? So wie alle im Dorf hatte er mich früher immer einfach Frau Christina genannt.

Als er knapp an mir vorbeiging, sah ich ihm in die Augen. Große, dunkle, traurige Augen mit langen schwarzen Wimpern, um die ihn wahrscheinlich jede Frau beneidete.

Ich erschrak. Seine Augen erinnerten mich an jene von Christos, den einzigen Mann, den ich je geliebt hatte. Aber Christos war tot. Die Faschisten hatten ihn 1969 während der Unruhen in Athen umgebracht.
1.

Am Flughafen Venizelos suchte Alexander, nachdem er den Zoll anstandslos passiert hatte, die Herrentoilette in der Ankunftshalle auf. Ein dunkelhaariger Mann stand vor den Waschbecken, nickte ihm zu und entfernte sich rasch. Seine Sporttasche ließ er stehen.

Alexander schnappte sich die schwere Tasche, sperrte sich damit in einer Toilette ein. Er nahm ein paar Sachen heraus und legte sie in seinen Koffer.

Schnellen Schrittes ging er mit beiden Gepäckstücken zum Taxistand.

"Nach Piräus."

Der Verkehr war wesentlich dichter als vor dreißig Jahren. Der Taxifahrer fluchte permanent. All die Hektik und Huperei erinnerten Alexander an seine Zeit in Buenos Aires. Lächelnd lehnte er sich zurück und ließ seine Blicke über die geschäftige Hafenstadt schweifen.

Baustellen, nichts als Baustellen zwischen hässlichen Mietskasernen und neuerrichteten Glaspalästen. Gestank nach Teer und Abgasen beherrschte die Luft. Die nackten, sonnenverbrannten Oberkörper der Bauarbeiter glänzten vom Schweiß. Junkies latschten mit ihren verlausten Kötern über die frisch asphaltierte Straße, ärmlich gekleidete Frauen mit prallen Plastiksäcken wichen ihnen ängstlich aus. Die Straßencafés waren voll alter Männer, deren arthritische Finger so schnell über ihre Kombolois glitten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, als sich auf diese Art selbst zu befriedigen. Kräftige Burschen mit breiten Schultern und kurzen Beinen lehnten an ihren Mopeds - rauchend, trinkend, lachend, aggressiv in ihrer Gestik, jederzeit bereit, das Lachen einzustellen und zuzuschlagen. Die Augen der jungen Männer, die vor den Cafés herumlungerten, waren trüb. Schwermut und Hoffnungslosigkeit lagen in ihren Blicken.

"Da ist jemand hinter uns", sagte der Taxifahrer. "Dieser weiße BMW verfolgt uns, seit wir den Flughafen verlassen haben."

Alexander drehte sich um. Ein SUV klebte an der Stoßstange des Taxis. "Schneller!", befahl er dem Fahrer.

"Gegen den habe ich keine Chance." Dennoch stieg er aufs Gaspedal und bog scharf links ab. "Wenn es Sie nicht stört, mache ich einen Umweg. Mal sehen, ob er uns weiter folgt."

Tatsächlich bremste sich der BMW nach der Abbiegung ein, setzte zurück und fuhr hinter ihnen her durch ein Villenviertel.

Sie kamen vorbei an ehemals prächtigen Häusern, an dene

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