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Cover Fremdenzimmer

Fremdenzimmer

Ein Volksstück

Erschienen 2018 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
104 Seiten; 188 mm x 118 mm
ISBN 978-3-7099-7897-9

Langtext

DAS "FREMDENZIMMER" MUSS FREI BLEIBEN
Das fordert Herta Zamanik, MINDESTRENTNERIN, 62 Jahre alt, zum Leidwesen ihres Mannes Gustl, dem FRÜHPENSIONIERTEN BRIEFTRÄGER. Denn Hertas Sohn ist seit Jahren verschwunden, und sie will und kann die HOFFNUNG auf eine Rückkehr des verlorenen Jungen nicht aufgeben. Doch auch sonst führen die beiden ein eher TRISTES DASEIN in einer kleinen Wohnung in der PERIPHERIE VON WIEN. Sie haben sich auseinandergelebt über die Jahre, von gegenseitiger LIEBE und GEBORGENHEIT ist nicht mehr viel übrig geblieben.

"DASS EINER, DER UNSERE SPRACHE NICHT VERSTEHT, MICH VERSTEHT, DAS VERSTEH ICH NICHT."
Eines Tages steht plötzlich der 17-jährige SAMIR im Wohnzimmer des Rentnerpaares, ein SYRISCHER FLÜCHTLINGSJUNGE, der offenbar auf der Flucht vor der Polizei ist und Unterschlupf sucht. Zunächst begegnet das Paar ihm mit ARGWOHN und den verbreiteten VORBEHALTEN. Bald schon aber scheint es, als würde Samirs Anwesenheit Herta und Gustl einander wieder NÄHER und WÄRME in das Leben der beiden bringen.

SUBTILE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER FLÜCHTLINGSTHEMATIK
In seinem neuesten Stück schreibt Peter Turrini über das FREMDSEIN im eigenen Haus und das VERTRAUTWERDEN mit der FREMDE. Auf subtile Weise greift er die FLÜCHTLINGSTHEMATIK auf - und zeigt, dass man sich oft besser versteht, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht. Und wie schließt man die kulturelle Kluft zwischen WIEN und SYRIEN? Am besten mit einer Partie BAUERNSCHNAPSEN!

- ein Stück über das Fremdsein im eigenen Haus und das Vertrautwerden mit der Fremde
- subtile Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik
- Uraufführung am 25. Januar 2018 am Theater in der Josefstadt in Wien

"Turrini versteht es, Dinge auf den Punkt zu bringen und auch so etwas wie Rührung zuzulassen ..."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Peter Turrini gilt als einer der führenden deutschsprachigen Bühnenautoren der Gegenwart, er verfasst zudem Gedichte und Essays. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und seine Stücke weltweit gespielt. Zudem wurde Peter Turrini mehrfach ausgezeichnet, zuletzt etwa mit dem Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk (2011) und dem Vinzenz-Rizzi-Preis (2014).

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