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Cover datenpoesie

datenpoesie

Erschienen 2018 bei Ritter
Sprache: Deutsch
200 Seiten; 210 mm x 139 mm; ab 15 Jahre
ISBN 978-3-85415-583-6

Langtext

Jorg Piringer versteht die Produktion von Computerliteratur als künstlerische Forschung und explorative Programmierung, die den subjektiven Aspekt und den personlichen Erkenntnisgewinn betonen. Beispiele seines umfangreichen digitalliterarischen Werks legt der Autor, soweit dieses gedruckt dargestellt werden kann, nun erstmals in Buchform gesammelt vor. Piringers Arbeiten, die in der Regel das Schreiben oder Umformen eines Computer-Programms und das Befüllen von diesem mit geeignetem Textmaterial umfasst, sind von konzeptioneller Raffinesse und einem "coolen" Humor gepragt. Ihre Herstellungsart ist der ludischen Poesie verpflichtet: eine in 82 Sprachen maschinenübersetzte Transformation des Gedichts "Das Abendlied" von Matthias Claudius oder ein Generator für Marchentexte, deren Narrationsfortschritt nach Wahrscheinlichkeiten aufeinander folgender Worter gesteuert wird, setzen auf den Zufall als produktionsasthetisches Kalkül. Ein solcher Ansatz stellt zum einen den Schematismus genregerechten Schreibens bloß und dient andererseits als Motor für verblüffende Wort- und Satzkombinationen, die auf dem Weg "intuitiven Dichtens" kaum herstellbar waren. Die maschinengenerierte verbale Beschreibung real ablaufender Handlungen und künstliche neuronale Netzwerke, denen Zitatmaterial "antrainiert" wird, verweisen auf KI-Anwendungen, die in naher Zukunft unsere technische und soziale Wirklichkeit pragen werden. Es sind gerade die individuellen und gesellschaftlichen Implikationen von sprachzentrierten Computertools, die der Autor in seinen kreativen Versuchsanordnungen in Augenschein nimmt. Jorg Piringers "datenpoesie" unterstreicht die Dringlichkeit einer kritisch-kreativen Auseinandersetzung mit Oberflachen und Quellcodes heutiger und kommender Umgebungen.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Piringer, Jörg
geb. 1974. lebt in Wien. Ist Mitglied des Instituts für Transakustische Forschung und des Gemüseorchesters. Arbeitet in den Lücken zwischen Sprachkunst, Musik, Performance und poetischer Software.

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