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Cover Wir ohne Wal

Wir ohne Wal

Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2016

Erschienen 2016 bei Jung und Jung
Sprache: Deutsch
182 Seiten; 194 mm x 126 mm
ISBN 978-3-99027-089-9

Kurztext / Annotation

Was fängt man an mit einem Leben, das längst angefangen hat? Birgit Birnbacher ist eine neue, sehr eigenwillige Stimme, die Empathie und Präzision zusammenzubringen versteht.

Langtext

Birgit Birnbachers Figuren lassen Wale steigen, leihen sich Geld bei der Bank für eine Fischbude in Camden, klettern einarmig auf den Springturm im Freibad, wenn Herbst ist, sitzen mit anderen nackt in fremden Wohnzimmern, wollen was tun, aber am liebsten was Großes. Sie sind politisch, fühlen sich machtlos, solidarisieren sich. Nehmen Drogen, aus Langeweile, überfallen eine Tankstelle, aus Dummheit. Sie leben in der Kleinstadt, sie wollen nicht unbedingt weg, aber hier sein allein reicht nicht. Sie suchen ihren Platz, und während sie sich fragen, was es zu bedeuten hat, dass der Mensch genetisch zu über 50 Prozent mit einer Banane übereinstimmt, kriegt einer die Kurve und eine andere die Panik.
Viel war die Rede von denen über 30. Doch was machen die mit Mitte 20? Ausbildung, studieren, etwas anderes, alles anders. Feiern, die Welt verbessern, labern. Aber das Leben: Ist das schon das Leben? Ist das alles schon ernst? Während sie noch darauf warten, dass es beginnt, müssen sie erkennen, sie sind längst mittendrin. Und aus diesem Mittendrin stürzt sich jemand von der Brücke und einer schaut zu.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Birnbacher, Birgit
geboren 1985 in Schwarzach im Pongau, arbeitete als Behindertenpädagogin in der Kinder- und Jugendarbeit, u.a. in Äthiopien und Indien, studierte Sozialwissenschaften in Salzburg, wo sie als Soziologin und Autorin lebt. Seit 2011 erste Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2015 erhielt sie den Rauriser Förderungspreis und den Autorenpreis zum Irseer Pegasus.. »Wir ohne Wal« ist ihr erstes Buch. Für die Arbeit daran erhielt sie 2016 den Theodor-Körner-Förderpreis.

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