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Cover Kursbuch Mammasonografie

Kursbuch Mammasonografie

Ein Lehratlas nach den Richtlinien der DEGUM und der KBV

Erschienen 2019 bei Georg Thieme Verlag KG
Sprache: Deutsch
280 Seiten
ISBN 978-3-13-242949-9

Kurztext / Annotation

Das gesamte Spektrum der Mammasonografie in drei Kurseinheiten. Dieser Lehratlas bietet Ihnen das gesamte Spektrum der Mammasonografie gemäß den Richtlinien von DEGUM und KBV. Zudem berücksichtigt das Werk die Aspekte der niedergelassenen Praxis. Einsteiger und Fortgeschrittene profitieren vom modularen Aufbau in drei Kurseinheiten. Im Grundkurs Basiswissen aneignen: - Grundlagen und Techniken - Sonoanatomie der Brust und Axilla - standardisierte Befundung Im Aufbaukurs Kenntnisse vertiefen: - Systematik der Krankheitsbilder kennenlernen - jede Abbildung mit Befundungs-Checkliste - Bildinterpretation im Detail nachvollziehen - Architekturstörungen beurteilen und Herdbefunde differenzieren - Ultraschall mit der Mammografie vergleichen Im Abschlusskurs spezialisieren: - spezielle Techniken und Interventionen - Vor- und Nachsorgetechnik - präoperatives Staging - 3D-Sonografie - CARI-Technik - Dopplersonografie - Elastografie - Panorama-Scan - Sono-CT (Realtime Compound Scan) Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Textauszug

1
Grundlagen der Mammasonografie

1.1 Physik

Schallwellen sind mechanische Wellen, zu deren Ausbreitung ein Medium erforderlich ist. Durch ein Vakuum kann Schall nicht fortgeleitet werden. In verschiedenen Materialien werden Schallwellen entsprechend ihrer physikalischen Schalleigenschaften mehr oder weniger gut fortgeleitet und an ihren Grenzflächen unterschiedlich stark reflektiert. Der Bereich des hörbaren Schalls endet bei einer Frequenz von 20 000 Hz (20 kHz). Jenseits dieser Frequenz ist das menschliche Ohr nicht imstande, den Schall zu hören. Dieser Frequenzbereich wird als Ultraschall bezeichnet. Ultraschallgeräte arbeiten in der Regel mit einer Frequenz von 3-15 Mio. Hz (3-15 MHz). Hohe Schallfrequenzen haben kürzere Wellenlängen und ermöglichen eine bessere räumliche Auflösung und bessere Darstellung von kleinen Gewebestrukturen. Zum Verständnis der Bilderzeugung durch Ultraschall sind Kenntnisse der Physik und der Technik erforderlich. Die wichtigsten Grundbegriffe der Ultraschallphysik betreffen die Schallwellen, die Schallgeschwindigkeit und die Impedanz.
1.1.1 Wellenlänge

Diese kann mit folgender Formel berechnet werden:

(m) = v (m/s) : f (1/s) (1.1)

Nachfolgend werden Beispiele zur Berechnung der Wellenlänge wiedergegeben: Der Grundton c hat eine Frequenz von 262 Hz. Die Schallausbreitungsgeschwindigkeit in der Luft beträgt 330 m/s. Daraus berechnet sich für den Grundton c die Wellenlänge folgendermaßen:

c' = 330/262 = 1,3 m (1.2)

Würde man eine Ultraschallfrequenz von 3 Mio. Hz (3 MHz) einsetzen, errechnet sich US = 330/3 Mio. = 0,1 mm. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Schallausbreitungsgeschwindigkeit im Körper wesentlich höher ist. Sie liegt hier bei etwa 1500 m/s. Daraus errechnet sich:

US im Körper = 1500/3 MHz = 0,5 mm (1.3)
1.1.2 Schallgeschwindigkeit

Während die Schallgeschwindigkeit zwischen Luft und Gewebe große Unterschiede aufweist, sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Geweben gering ( Tab. 1.1 ).
Tab. 1.1 Schallausbreitungsgeschwindigkeiten in verschiedenen Medien.
Medium

Ausbreitungsgeschwindigkeit

Luft

330 m/s

Wasser

1520 m/s

Fettgewebe

1450 m/s

Muskelgewebe

1580 m/s

Lebergewebe

1560 m/s

Knochen

3800 m/s
1.1.3 Impedanz (Schallwiderstand)

Für die Schallfortleitung und Reflexion spielt außer der Schallausbreitungsgeschwindigkeit auch die Gewebedichte eine große Rolle. Beide physikalischen Gewebeparameter sind für die Impedanz ausschlaggebend. Die Impedanz ist eine physikalische Messgröße, die darüber entscheidet, wie viel Schallenergie an den Grenzflächen des jeweiligen Gewebes reflektiert und wie viel Energie fortgeleitet wird ( Tab. 1.2 ). Je größer die Impedanzunterschiede zwischen zwei verschiedenen Geweben sind, desto höher ist der Anteil der reflektierten Energie und desto weniger Schall wird weiter fortgeleitet.

Da der Unterschied bei verschiedenen Weichteilgeweben gering ist, wird jeweils ein kleiner Energieteil reflektiert und der andere weiter fortgeleitet. Dadurch lassen sich im Körper Gewebeunterschiede gut darstellen. Trifft der Schall jedoch auf Luft oder Knochen, ist

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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