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Cover VERRÄTER (Extreme 2)

VERRÄTER (Extreme 2)

Thriller

von Chris Ryan; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
364 Seiten
ISBN 978-3-95835-270-4

Kurztext / Annotation

Im Wettlauf um immer mächtigere Waffensysteme ist die Zukunftstechnologie zur neuen Frontlinie des weltweiten Terrorismus geworden. Als der amerikanische Geheimdienst eine Schläferzelle in ihrer Mitte vermutet, aktiviert die Firma ihren kaltblütigsten Soldaten - den totgeglaubten SAS-Helden John Bald. Seine Mission: den Schläfer neutralisieren, bevor er die streng geheime Waffentechnologie dem Feind zuspielen kann.
Der Einsatz misslingt, und nun muss Bald den Schläfer von den Gettos Floridas bis ins kriegsgeschüttelte Tripolis verfolgen, während ihm ein gnadenloser Auftragskiller des CIA auf den Fersen ist. Schnell verschwinden auf der Jagd nach der Technologie und der Wahrheit die Grenzen zwischen Freund und Feind, und Bald bleibt nur noch sein Kampfinstinkt, um am Leben zu bleiben ... .

Chris Ryans Extreme - extreme Action, extremes Tempo, extreme Sprache.

Chris Ryan, der Erfinder der erfolgreichen TV-Serie 'Strike Back', befördert Sie mit seiner Extreme-Reihe direkt ins explosive Geschehen. Und wer die TV-Serie kennt, weiß, was ihn erwartet. 'Extreme' ist atemlose Actionkost, die wirklich hält, was sie verspricht. Wer seit Jahren vergeblich auf einen echten kompromisslosen Actionkracher wartet und zudem mit Spielen wie 'Call of Duty' oder 'Medal of Honor' etwas anfangen kann, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Chris Ryan, geboren 1961 in Newcastle, diente über zehn Jahre im Special Air Service (SAS), der berühmten Spezialeinheit der britischen Armee. In dieser Zeit nahm er an dutzenden offiziellen Einsätzen sowie Geheimoperationen teil und befehligte eine Gruppe Scharfschützen einer Anti-Terror-Einheit. Während des Golfkriegs überlebte er als einziger seines achtköpfigen Teams die Flucht aus dem Irak, drei seiner Kameraden wurden bei der Flucht getötet, die anderen vier gefangen genommen. Die Flucht war die bislang längste in der Geschichte des SAS, und Ryan wurde dafür mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. In seinen letzten beiden Dienstjahren kümmerte sich Ryan um die Ausbildung potenzieller Rekruten für den Dienst bei der SAS.

In dem Bestseller The One that got away schrieb Ryan über seine Erlebnisse im Einsatz. Das Buch wurde unter dem Titel Todeskommando Irak verfilmt. Von Chris Ryan sind drei weitere Sachbücher erschienen, fünfzehn Bestseller-Romane sowie eine Jugendbuchserie.

Textauszug

Kapitel 5

13:34 Uhr

Für einen toten Mann sah John Bald ziemlich gut aus. Er trug ein olivgrünes Ralph-Lauren-Poloshirt, Stonewash-Jeans und braune Timberlands. Die Muskeln an seinen Unterarmen wölbten sich hervor wie zwei verknotete Gartenschläuche, die jeden Moment zu platzen drohten. Eine TAG Heuer Aquaracer-Armbanduhr schimmerte an seinem Handgelenk.

"Du bist nicht hier", sagte Gardner. "Du bist verdammt noch mal tot."

Bald lehnte sich zurück und lachte hinauf an die Decke. Es war ein grundehrliches, selbstsicheres Lachen und gab Gardner das Gefühl, als wäre er etwas, dass Bald von seinem Schuh kratzen würde.

"Und jetzt bin ich wieder da", sagte Bald. "Halleluja! Das ist ein Wunder, Joe - oder nicht?"

Gardner trat näher. Tiefe, dicke Narben hatten sich wie Stacheldraht in Balds Wangen gegraben. Seine Stirn war von rosafarbenen Einschnitten gezeichnet. Narbengewebe. Plötzlich prasselten die Erinnerungen auf Gardner ein. Das Dorf Brezovan. Das Presevo-Tal in Serbien. Hilflos hatte er mit ansehen müssen, wie die Schergen der Russenmafia Bald mit Blei vollpumpten. Die Kugeln hatten furchtbare Wunden gerissen, waren wie Donnerschläge durch Balds Körper gedrungen und hatten Fleischklumpen herausgerissen. Und Gardner hatte nichts dagegen tun können.

"Aber ich habe dich mit eigenen Augen gesehen. Du hattest mehr Löcher in dir als ein verdammtes Sieb."

"Ich hatte Glück", sagte Bald. "Ich war für Stunden bewusstlos. Lag einfach in dieser beschissenen fauligen Grube. Zum Sterben zurückgelassen. Dann kam ich wieder zu mir. Es war dunkel, aber irgendwie schaffte ich es, mich bis in die nächste Stadt zu schleppen. Nur Gott weiß, wie ich es soweit schaffen konnte. Ein Bauer fand mich und fuhr mich ins Krankenhaus. Ich erinnere mich noch an grelles Licht und an einen Arzt, der mir erzählte, dass ich es nicht schaffen würde."

Balds Augen funkelten wie blanker Stahl.

"Ich brauchte sechs Monate, um mich wieder zu erholen", sagte er, den Kopf mittlerweile gesenkt. "Ich war so schwach, dass ich kaum den Löffel zum Mund heben konnte."

Gardner versuchte zu verstehen, was Bald ihm da erzählte. Wieder flammte dieser Schmerz in seinem Brustkorb auf. Er legte sich eine Hand auf die Brust und hielt den Atem an.

"Geht's dir gut?" Bald wirkte ernsthaft besorgt.

"Alles bestens", sagte Gardner viel zu eilig.

"Warum setzt du dich nicht hin?"

Gardner ließ sich auf einem Stuhl nieder und ließ sich von dem Assistenten ein Glas kaltes Wasser reichen. Rayner blätterte jetzt durch einen ansehnlichen Stapel Blätter vor ihr. Dannys dünne Lippen waren wie versiegelt. Mit ihm schien etwas nicht zu stimmen, dachte sich Gardner. Er kannte John Bald besser als sonst jemand. Und Bald würde niemals einen Kerl als seinen persönlichen Assistenten einstellen. Er würde sich in jedem Fall für eine verdammt heiße Blondine entscheiden.

"Dann sollten wir zum Geschäftlichen kommen, oder?", sagte Bald. "Immerhin sind wir ja deswegen hier."

Gardner nickte und warf Bald ein Lächeln zu. "Klar", sagte er. "Freut mich, dass du noch am Leben bist, Kumpel."

"Mich auch, Joe." Bald presste die Kiefer aufeinander, als würde er Asphalt kauen. "Es ist verdammt gut, dich wiederzusehen. Es gibt nicht mehr viele alte Blades wie uns auf der Welt, stimmt's? Du bist so etwas wie meine Familie."

Gardner lächelte und spürte, wie ihm eine bleischwere Last von den Schultern fiel. Niemand kennt mich besser als John , dachte er. John war ein verlogener, diebischer Bastard, aber er war auch ein alter Kumpel. Was sollte also schon schief gehen?

"Danke für die Einladung", sagte Gardner und versuchte weiterhin sein allerbestes Lächeln. "Ich weiß wirklich zu schätzen, dass du mir diese Chance gibst, John."

"Nicht der Rede wert", entgegnete Bald und wischte das Kompliment mit einer Geste großzügig beiseite. Rayner legte e

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