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Cover ALICE IM TOTENLAND

ALICE IM TOTENLAND

Roman

von Mainak Dhar; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
296 Seiten
ISBN 978-3-95835-151-6

Kurztext / Annotation

Unsere Zivilisation endete vor mehr als fünfzehn Jahren. Zurück blieb eine karge, öde Welt, die man fortan das Totenland nannte, und eine neue Bedrohung: Horden unzähliger Untoter - die Biter.
Die fünfzehnjährige Alice ist in dieser Welt aufgewachsen. Die Biter sind als Gefahr allgegenwärtig, und deshalb besteht ihre Ausbildung auch zu großen Teilen aus dem Umgang mit Schusswaffen und Messern. Eines Tages beobachtet Alice, wie einer der Biter in einem Loch in der Erde verschwindet. Alice folgt ihm, denn schon lange hält sich das Gerücht, dass die Biter über geheime unterirdische Höhlengänge verfügen.
So stößt sie auf ein Geheimnis, das sie in ein actionreiches Abenteuer katapultiert und ihr Leben und das der anderen Überlebenden des Totenlandes für immer verändert.
Gibt es eine weltweite Verschwörung, die das Ende der Menschheit zur Folge hatte? Was ist der Ursprung der untoten Biter? Und was hat es mit der mysteriösen Königin und ihrer rätselhaften Prophezeiung aus einem der letzten Bücher im Totenland auf sich - einem Buch namens 'Alice im Wunderland'?

Mainak Dhar ist tagsüber Bürohengst und in der Nacht Autor. Seine erste 'veröffentlichte' schriftstellerische Arbeit war eine zusammengetackerte Sammlung von Mathe-Lösungen und Gedichten (er ahnte bereits, dass ihm niemand nur für seine Gedichte etwas bezahlen würde), die er an seine Mitschüler in der siebten Klasse verkaufte. Die Einnahmen legte er in Eiscreme und Comics an. Seine erste Veröffentlichung in einem etwas konventionellerem Sinn hatte er mit 18 Jahren und seitdem zehn Bücher geschrieben, darunter den Amazon-Science-Fiction-Besteller 'Vimana'.

Textauszug

EINS

Alice war es langsam leid, neben ihrer Schwester auf der Anhöhe zu sitzen, ohne ein paar Biter abknallen zu können. Hin und wieder spähte sie durch das Zielfernrohr ihres Scharfschützengewehrs, aber da war nichts zu sehen. Welchen Sinn macht ein Hinterhalt, wenn keine Biter in die Falle tappen, denen man in den Kopf schießen kann?, fragte sie sich.

Alice war fünfzehn Jahre alt und war nur drei Monate vor den Geschehnissen geboren, die man Den Ausbruch nannte. Hin und wieder sprachen ihre ältere Schwester und ihre Eltern davon, wie die Welt davor gewesen war. Sie erzählten von Kinos, Fernsehen, Fahrten ins Grüne und der Schule.

Alice konnte sich unter all dem nichts vorstellen. Das einzige Leben, dass sie kannte, bestand darin, sich vor den Bitern zu verstecken. Die einzige sinnvolle Bildung, die sie erfahren hatte, bestand aus drei simplen Regeln:

Erstens: Wenn du von einem Biter gebissen wirst, wirst du zu einem von ihnen.

Zweitens: Wenn ein Biter jemanden beißt, den du kanntest, dann spielt es keine Rolle, ob das vielleicht einmal dein bester Freund war - er ist von da an ein Biter und würde dir, ohne zu zögern, die Kehle herausreißen.

Und drittens: Wenn du nur einen Schuss abgeben kannst, dann ziele auf den Kopf. Nur den Kopf. Nichts anderes kann einen Biter nennenswert aufhalten.

Und da war sie nun, lag mit ihrem Gewehr an der Schulter auf dem kleinen Hügelchen und wartete darauf, Nachzügler auszuknipsen, die den Kampfverbänden durch die Lappen gegangen waren. In ihren ersten Lebensjahren hatte sie sich hauptsächlich nur versteckt und versucht zu überleben. Doch dann hatten die Menschen sich neu formiert und angefangen zurückzuschlagen, und seither wütete ein endloser Krieg zwischen den Lebenden und den lebenden Toten. Alice' Eltern waren ein Teil der Hauptkampftruppe, die gerade eine Gruppe Biter ausradierte, die man in der Nähe ihrer Siedlung ausgemacht hatte. Gelegentlich hörte sie Schüsse, aber bislang war hier noch kein Biter vorbeigekommen. Ihre Schwester lag ruhig neben ihr, gehorsam und mürrisch, wie immer. Alice hielt es aber nicht mehr aus, nur herumzuliegen und sich zu langweilen, während woanders die Post abging, also kroch sie an den Rand des kleinen Hügels, sah durch ihr Zielfernrohr und versuchte, einen Blick auf die Kämpfe zu erhaschen.

Und das war der Moment, als sie ihn sah. Der Biter trug rosafarbene Plüschhasenohren. Aber das allein kam Alice gar nicht so seltsam vor. Wenn jemand gebissen wurde und sich damit den Untoten anschloss, behielt er einfach am Leib, was er in dem Moment gerade getragen hatte. Der erste Untote, den sie selbst erschossen hatte, war in einen zerlumpten Weihnachtsmann-Mantel gehüllt gewesen. Aber im Gegensatz zu den Kindern, die vor dem Ausbruch lebten, mussten sie ihre Eltern nicht sanft darauf vorbereiten, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit gar nicht gab. Was an diesem Biter so außergewöhnlich war, war die Tatsache, dass er nicht einfach nur geistlos herumirrte, sondern scheinbar nach etwas suchte. Die Biter sollten nichts anderes sein als hirnlose Kreaturen, deren einziger Antrieb in einem unstillbaren Appetit auf Menschen bestand. Alice konzentrierte sich und richtete das Fadenkreuz ihres Zielfernrohrs auf den Kopf des Bitern. Er war gute zweihundert Meter weit entfernt und bewegte sich schnell. Kein leichter Schuss.

Dann verschwand der Biter mit den Hasenohren im Boden.

Alice traute ihren Augen nicht und war zuerst verwirrt, doch dann rannte sie ohne nachzudenken zu der Stelle, wo der wandelnde Tote vom Erdboden verschluckt worden war. Ihr Herz pochte wild, als sie näher herankam. Seit Monaten gab es Gerüchte, dass die Biter große, unterirdische Basen errichtet hatten, in denen sie sich versteckten und aus denen sie hervorkrochen, um Chaos und Verwüstung anzurichten. Es gab Geschichten, dass ganze Armeen von Bitern vernichtet wurden, die einfach aus dem Nichts aufget

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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