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Cover Drachenmut

Drachenmut

Erschienen 2018 bei Papierverzierer Verlag
Sprache: Deutsch
320 Seiten; ab 12 Jahre
ISBN 978-3-95962-919-5

Kurztext / Annotation

Noch immer steht die Welt vor ihrem unausweichlichen Ende. Auch wenn Lea Gabe und Fluch inzwischen akzeptiert hat, reicht ihre Kraft nicht aus, um alle Probleme zu lösen. Unerwartet erhält sie die Unterstützung ihrer besten Freundin Louisa, die ihr mit ihrer Aufopferung die Richtung weist. Das bedeutet für Lea, dass sie über sich selbst hinauswachsen muss, denn sonst wird Louisas Hilfe bedeutungslos bleiben.Mit den Aufgaben, die Welt zu retten, Louisa zurückzuholen und mit sich selbst im Einklang zu sein, muss sich Lea völlig der Welt der Elemente öffnen und das Wesen in sich zulassen, um nicht von seiner elementaren Macht verschlungen zu werden. Nachfolgeband des Erfolgsromans 'Drachenblut - Welt der Elemente'.

Alexis Snow lebt mit ihrem Freund und zwei Katzen in Köln, wo sie 1992 geboren wurde. Nach ihrer Schulzeit entschied sie sich gegen ein Studium und absolvierte eine Lehre als Bauzeichnerin, der Beruf, in dem sie auch arbeitet. Seit sie lesen kann, träumt sie davon, irgendwann eine eigene Geschichte zu schreiben und Menschen in fremde Welten zu entführen, weswegen sie schon als kleines Kind eigene Geschichten verfasste, die sie aber niemandem zeigte. Neben dem Lesen und Schreiben ist sie leidenschaftliche Kampfsportlerin und Tänzerin.

Textauszug


Kapitel I

Aileana

Vor Erschöpfung blickte ich in den dunklen, wolkenverhangenen Himmel. Nachdem Silvia und der Rat uns endlich entlassen hatten, ließ ich mich zum Park bringen, wo ich mich an meinem Lieblingsplatz in den Rasen fallen ließ. Wie immer spendete dieser Ort mir Ruhe und gab mir Kraft, alles zu überstehen.

Ja, es ging allen gut, doch das änderte nichts daran, dass ich einen Moment für mich brauchte. Wer konnte es mir auch verübeln? Hätte ich es nicht geschafft, Sirion aus seinem Ei zu befreien, wäre Louisa jetzt tot. Ihr fröhliches Lachen würde ich nie wieder hören, weil sie mit einem Loch im Körper unter der Erde läge. Und warum? Weil wir einfach zu einer Mission aufgebrochen waren, ohne uns um Verstärkung zu kümmern. Wir hatten gewusst, dass wir auf Leere treffen würden, geahnt, dass wir in eine Falle liefen und doch waren wir weitergegangen. Wir hatten uns überschätzt, geglaubt, mit ein paar Leeren klarzukommen. Aber so einfach war das nicht. Wer konnte schon ahnen, dass sie einen Geistelementaren an ihrer Seite hatten? Verdammter Mist ... Das alles war meine Schuld, weil meine Freunde mir blind gefolgt waren. Ich hatte diese Entscheidung getroffen.

Ich presste die Lippen fest aufeinander. Noch immer spürte ich ein leichtes Brennen in meinen Körper nachhallen, das meine unbändige Wut verursachte und mich beinahe von innen verbrannt hätte. Letztendlich war die Macht der Drachen in mir erwacht und keiner wusste, was diese mit mir anstellte. Es gab keine Aufzeichnungen über meine Vorfahren, und Mischblüter dürfte es eigentlich gar nicht geben. Ich galt als Sonderling unter den Sonderlingen - welch eine Überraschung. Vor allem aber wusste keiner, wie viel Drache tatsächlich in mir steckte. War es einfach nur die Stärke, die Magie oder konnte es noch mehr sein? Wir wussten es nicht und ich hatte im Moment nicht den Kopf dafür, mich näher damit zu beschäftigen. Dafür belastete mich Louisas Beinahe-Tod zu sehr.

Und Schuldgefühle. Sie fraßen mich innerlich auf. Ohne mich wäre es nie so weit gekommen. Hätte ich vor einem halben Jahr nicht besser nein zur Welt der Elemente sagen sollen? Hätte das etwas geändert? Wahrscheinlich nicht, weil der Anführer der Leeren, Nicks Vater, mich so oder so gejagt hätte. Es fühlte sich bitter an, zu wissen, dass egal welche Wahl ich getroffen hätte, sich nichts verändern würde. Nichts, außer der Tatsache, dass meine Freunde nicht ins Visier geraten wären. Vielleicht hätte ich meiner besten Freundin diese Erfahrung ersparen können.

Ihr Tod ... Dieses Gefühl, als Louisa starb und unsere Verbindung zerriss, würde ich niemals vergessen. Noch immer spürte ich den Schmerz des Verlustes. Nicht nur, weil sie mir viel bedeutete, sondern auch, weil dieses Zerspringen der Verbindung mir körperliche Schmerzen zugefügt hatte, als hätte man mir einen Teil meiner eigenen Seele herausgerissen. Jetzt war es nicht mehr als ein fieses Stechen, das einfach nicht aufhörte.

Am liebsten würde ich all die Menschen, die mir etwas bedeuteten, in einen Raum sperren, damit ich all das nicht noch einmal durchmachen musste. Doch genauso wusste ich, dass ich es nicht verhindern konnte. Wahrscheinlich wären wir dann ein viel leichteres Ziel. Ich hatte gelernt, dass man das Schicksal nicht austricksen konnte. Es fand immer seinen Weg, uns ein Bein zu stellen, eiskalt und hinterhältig.

Ich schüttelte den Kopf, unterbrach damit meine Gedanken. Verdammt noch mal! Ich musste aufhören, immer wieder über das nachzugrübeln, was hätte passieren können. Diese Was-wäre-wenn-Theorien brachten mich nicht weiter. Ich ließ meine innere Mauer fallen, wollte mit Sirion sprechen, der es immer schaffte, mich abzulenken, bekam aber keine Antwort. Wie auch? Er war nicht mehr in seinem E

Beschreibung für Leser

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