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Cover PRIMORDIA 2 - Die Rückkehr zur vergessenen Welt

PRIMORDIA 2 - Die Rückkehr zur vergessenen Welt

Roman

von Greig Beck; Übersetzt von: Kalle Max Hofmann

Erschienen 2019 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
304 Seiten
ISBN 978-3-95835-421-0

Kurztext / Annotation

Im Dezember 2018 folgten der ehemalige Special-Forces-Soldat Ben Cartwright und ein Team aus naiven Entdeckern den Hinweisen seines Ahnen zu einem Plateau mitten im Dschungel des Amazons. Der Legende nach sollte sich dort alle zehn Jahre ein Portal in eine längst vergessene Welt öffnen.
Die wagemutigen Forscher schritten hindurch und fanden eine Welt voller Wunder ... und des Grauens. Einzig Ben und seine Jugendliebe Emma überlebten. Doch dann begann sich das Portal wieder zu schließen und Ben blieb auf der anderen Seite gefangen.
Emma hat zehn Jahre lang darauf gewartet, dass sich das Portal wieder öffnet. Dieses Mal würde sie vorbereitet sein. Dieses Mal würde sie gut ausgerüstet sein, um zu jenem höllischen Ort zurückzukehren und zu überleben.
Alles, worauf sie hofft, ist, dass Ben noch am Leben ist ...

Die Fortsetzung des Bestsellers PRIMORDIA führt den Leser erneut in eine prähistorische Welt, über Berge, durch Sümpfe, eigentümliche Urwälder und sogar in die Tiefen eines urzeitlichen Ozeans.

Greig Beck verbrachte seine Jugend hauptsächlich mit Surfen an den Stränden von Australien, bevor er seine Karriere als Informationstechniker startete, die ihn um die ganze Welt führte. Diese Begeisterung hat er nie ganz verloren, auch wenn er sich mittlerweile hauptsächlich dem Schreiben widmet. 2010 erschien mit 'Beneath the Dark Ice' der erste Band seiner Alex-Hunter-Reihe, die immer wieder in den Bestseller-Rängen bei Amazon.com zu finden ist. Seine Romane wurden mittlerweile in über zehn Sprachen übersetzt. Heute lebt der australische Autor mit seiner Frau, seinem Sohn und seinem riesigen deutschen Schäferhund ins Sydney.

Textauszug

KAPITEL 2

Venezuela, Caracas, Museum der Wissenschaften

Emma stieg aus dem Taxi und stand nun vor dem bemerkenswerten Gebäude, dessen fantastische Skulpturen und Ornamente von dem großartigen Künstler Francisco Narvaez stammten.

Sie ließ die gesamte Opulenz der Fassade des Museums auf sich wirken, das eines der ältesten des Landes war. Als es eröffnet wurde, nannte man es das naturwissenschaftliche Museum, doch im Laufe der Zeit wurde der Name auf Museo de Ciencias verkürzt - das Museum der Wissenschaften - um der im Verlauf der Jahre immer weiter gefassten Ausrichtung gerecht zu werden. Es war aber auch egal, wie man es nun genau nannte - wie die meisten Orte, die der öffentlichen Bildung dienten, lag es im Sterben. Ein Opfer der schnelllebigen Zeit des Internets und all seiner jederzeit verfügbaren Informationen.

Emma war aus einem ganz bestimmten Grund hierhergekommen. Obwohl es hier einige der besten Sammlungen aus den Bereichen Archäologie, Anthropologie, Paläontologie und Herpetologie des ganzen Landes zu sehen gab, interessierte sie sich für nur eine einzige Sache.

Sie lief die Treppe hinauf und auf die riesigen Türen zu, wobei sie ihr geisterhaftes Abbild in den Glasscheiben sah. Sie waren derart poliert, dass sie wie Spiegel wirkten, und sie betrachtete ihr eigenes Abbild: Die leuchtend grünen Augen, die braunen Haare, die im direkten Sonnenlicht schimmernde, rötliche Akzente hatten, und hier und da gab es noch einige Sommersprossen auf ihren Wangen und der Stupsnase.

Doch als sie näher kam, wurde dieses Abbild immer klarer und detaillierter. Emma blieb für einen Moment stehen und schaute genauer hin. Sie hatte eine Strähne silbrigen Haares direkt über der Stirn, die sie nicht zu färben gedachte, in ihren Augenwinkeln hatten sich zahlreiche Falten gebildet, weil sie so oft in grellem Sonnenlicht unterwegs war. Dazu gab es eine deutliche vertikale Linie mitten auf ihrer Stirn, wahrscheinlich aufgrund von Sorgen. Ihr Gesicht wirkte älter, weiser, und so mancher würde vielleicht sagen: traumatisiert.

Dann ist das eben so , dachte sie, als sie den Kopf schüttelte und die schweren Türen beiseiteschob und sofort eine Erleichterung von der venezolanischen Hitze verspürte. Tief atmete sie den Geruch von altem Holz und Papier ein, von Bohnerwachs und etwas, das vielleicht Konservierungsmittel sein konnte.

Als sie das Klackern sich schnell nähernder Schritte auf dem Marmorboden bemerkte, drehte sie sich um und winkte einem kleinen Mann mittleren Alters zu, der perfekt gepflegtes, zurückgekämmtes, graues Haar hatte und einen makellosen dreiteiligen Anzug trug. Sie ergriff seine ausgestreckte Hand und griff fest zu. Sie musste ihn auf ihre Seite bringen, und zwar schnell.

"Herzliche Grüße, Misses Wilson!" Der Mann strahlte sie an. "War Ihre Reise zufriedenstellend?"

Sie nickte. "Ja, vielen Dank, Señor Alvarez. Sie sind ja in natura genauso gut aussehend wie auf den Fotos!"

Der Mann strahlte weiter, wurde aber auch etwas rot. Er schüttelte ihre Hand noch ein paar Sekunden länger und wirkte verlegen wie ein Schuljunge.

"Ach, eigentlich brauche ich neue Porträts." Er deutet auf seinen Kopf. "Meine Haare sind ja inzwischen komplett ergraut."

"Das steht Ihnen." Emma sah sich um. "Ein wunderschönes Museum! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, mich zu empfangen."

Er drehte sich um und berührte sie am Ellbogen, wobei seine andere Hand auf einen Gang zeigte. "Ach wissen Sie, bei uns ist es in letzter Zeit sehr ruhig." Seine Mundwinkel wanderten abwärts. "Die jungen Leute heutzutage sind ungeduldig, sie holen sich ihr Wissen, und vielleicht sogar ihre Weltsicht, aus dem Internet." Er seufzte.

"Ich weiß, aber die wissen gar nicht, was sie verpassen", antwortete Emma.

Die beiden liefen schweigend den Gang hinunter, wobei die einzigen Geräusche ihre Schritte

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