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Cover STARS AND STRIPES (Black Stiletto 3)

STARS AND STRIPES (Black Stiletto 3)

Thriller, New York Times Bestseller

von Raymond Benson; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2019 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
368 Seiten
ISBN 978-3-95835-447-0

Kurztext / Annotation

Wir schreiben das Jahr 1960.

Judy Cooper, die sich freiwillig im Wahlkampf für John F. Kennedy engagiert, stößt auf ein geheimes Komplott, welches den Verlauf der Geschichte verändern könnte. Ist es möglich, dass selbst der gut aussehende Osteuropäer, in den sie sich gerade verliebt hat, darin involviert ist? Eine zufällige Begegnung mit einem jungen Teenager führt sie in ihrer geheimen Identität als Black Stiletto zudem auf die Spur gefährlicher organisierter Banden, die das Leben in Manhattans Chinatown terrorisieren.

In der Gegenwart kämpft Martin, ihr Sohn, mit psychischen Problemen und dem immer stärker werdenden Druck, sein Wissen um sein Familiengeheimnis mit jemandem teilen zu wollen - bestenfalls der neuen Liebe seines Lebens. Und auch seine Tochter Gina versucht die Geschehnisse des zweiten Bandes auf eine ganz eigene Weise zu verarbeiten ...

Raymond Benson ist Autor von über 35 Büchern, darunter die von der Kritik gelobte BLACK STILETTO-Saga. Besondere Berühmtheit erlangte er mit seinen Romanen für die James Bond Reihe, für die er als einer von drei Autoren weltweit und als einziger Amerikaner von den Rechteinhabern des James Bond Franchises auserkoren wurde. Insgesamt schrieb er sechs eigenständige Romane, drei Romanfassungen zu Filmen, drei Kurzgeschichten und mehrere Sachbücher über den berühmten Geheimagenten mit der Lizenz zu Töten.
Unter dem Pseudonym David Michaels ist Raymond Benson außerdem der Autor der New-York-Times Bestseller TOM CLANCY's SPLINTER CELL und der Fortsetzung TOM CLANCY's SPLINTER CELL-OPERATION BARRACUDA.
Neben weiteren, vielfach ausgezeichneten Romanen hat Benson zudem Romanfassungen zu einer Reihe von populären Videospielen wie der METAL GEAR SOLID-Reihe, HOMEFRONT, HITMAN oder DYING LIGHT verfasst.

Benson arbeitete als Computerspiele-Designer, Komponist und Regisseur für Theaterstücke und gibt Kurse über Filmgeschichte. Zu Ehren eines seiner Romane wurde ein dauerhaftes Museum in Naoshima, Japan, gewidmet, außerdem ist er Botschafter der Präfektur Kagawa.

Neben seiner Arbeit als Autor ist Raymond Benson ein gefeierter Pianist und gibt regelmäßig Konzerte.

Textauszug

1 Martin

Heute

Ich hatte solche Angst, dass ich mir beinahe in die Hose gemacht hätte.

Es war spät in der Nacht. Die Stadthäuser und hohen Apartmentgebäude wirkten auf unheilvolle Art und Weise verlassen. Der Gehsteig lag im Dunkeln und war ungewöhnlich menschenleer. Keine der Straßenlampen funktionierte. Noch seltsamer war der fehlende Straßenverkehr. Auf New Yorks Straßen und Avenues herrschte immer Verkehr, auch zu so später Stunde. Ich hatte keine Ahnung, woher ich wusste, dass ich mich in Manhattan befand. Ich kannte die Stadt nicht besonders gut. Ich war nur ein paarmal da gewesen und fühlte mich immer unwohl dort. Ich wusste einfach, dass es Manhattan sein musste, aber alles kam mir ganz anders vor.

Ich lief mit schnellem Schritt. Stadtaufwärts, wie ich glaubte. Nach Norden. Die Third Avenue entlang. Oder war es die Second? Eigentlich hätten sie an den Kreuzungen nummeriert sein müssen, aber ich konnte sie nicht lesen. Es schien, als wären sie in einer mir fremden Sprache geschrieben.

Außerdem war es still und kalt. Die Stille war zermürbend. Normalerweise war die Stadt eine Maschine, die konstant Lärm verursachte, auch nachts, wenn die meisten Seelen sicher in ihren Betten schlummerten und von angenehmeren Dingen träumten. Die Kälte ließ mich frösteln und ich hätte schwören können, dass ich einen eisigen Atem in meinem Genick spürte. Doch als ich mich umdrehte, war da natürlich nichts.

Und doch konnte ich sie spüren. Sie war ganz in der Nähe.

Ein fast unerträglicher Drang wuchs in mir heran. Ich wollte ihren wahren Namen in das Nichts um mich herum hinausschreien. Ich konnte ihn nicht länger in mir halten. Dieses Juwel des Wissens war zu einer Last geworden, die sich in meiner Brust als klumpige Masse materialisiert hatte. Es war ein Krebsgeschwür, welches mich sicher umbringen würde, wenn ich es nicht bald herausließ. Und doch konnte ich es nicht tun. Wenn ich versuchte, ihren Namen laut auszusprechen, geschah nichts. Meine Kehle schnürte sich zu und es klang, als würden Fingernägel über eine Tafel kratzen.

Ich hastete weiter die geisterhafte Avenue entlang. Die Häuser hielten selbst das wenige Licht fern, das der sternenklare Nachthimmel zu spenden vermochte. Hin und wieder glaubte ich graue Schemen in der Schwärze ausmachen zu können, aber ich glaubte auch, dass mir meine Augen nur einen Streich spielten. Oder doch nicht? Ich wusste es nicht genau und das alarmierte mich noch mehr.

Sie war hinter mir her. Sie würde mich fangen.

Das durfte ich nicht zulassen. Ihre Klinge war scharf und tödlich. Ein schneller Schnitt über meine Kehle und es wäre um mich geschehen. Oder sie würde einen ihrer ausgefallenen Karate-Tricks anwenden und mir mit einem Tritt das Brustbein brechen. Das würde meine Lunge durchbohren und ich würde ersticken. Oder sie würde mich an einem der Laternenmasten aufhängen, mit dem Seil, welches sie zusammengerollt an ihrem Gürtel trug.

Aber am meisten fürchtete ich mich vor ihren Augen.

Ich stellte mir vor, was passieren würde, wenn ich ihr von Angesicht zu Angesicht gegenübertrat. Es war immer das Gleiche. Aus den Löchern in ihrer schwarzen Maske würde heiße Glut aufleuchten. Ihr Blick würde mich durchbohren und so würde es sich auch anfühlen. Panik würde mich ergreifen, und wenn das erst passierte, würde es zu spät sein. Ich würde die Kontrolle verlieren. Schreien. Davonlaufen. Mich blindlings in den schemenhaften Straßen verlieren, die sich als Sackgassen entpuppen würden.

Dann, wenn ich erst einmal in der Falle saß, würde sie zuschlagen.

Und genau das geschah auch, als ich mich nach links wandte und versuchte, die Avenue zu überqueren. Während ich vorwärts eilte, materialisierten urplötzlich ihre Augen in der Dunkelheit. Sie blieben bei mir, schwebten neben mir her, während ich über die Straße lief. Ich spürte, wie die Angst in mir

Beschreibung für Leser

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