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Rezensionen

Herbert Dutzler
3 Rezensionen



Salz in geheimnisvollen Tiefen 12. März 2019
Auf der Überraschungsfeier zu seinem 50.Geburtstag wird Inspektor Gasperlmaier zu einem neuen Fall gerufen.
Im Altausseer Bergwerk gibt es Auffälligkeiten, die auf das unfreiwillige Verschwinden eines Touristen hinweisen. Gasperlmaier ermittelt und die für ihn eher unangenehme Geburtstags-Party ist somit beendet.
Stattdessen beginnt nun die Suche nach dem fehlenden Schutzanzug, den der Vermisste voraussichtlich getragen hat.

Bald stellt sich heraus, dass hinter dieser Anzeige mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Die Ermitllungen führen das gegensätzliche Ermittlerduo Franz Gasperlmaier und Frau Dr. Renate Kohlross von der Vergangenheit der Raubkunst, in die Gegenwart und abstruse Welt von Verschwörungstheorien.

Herbert Dutzler erzählt spannend und unterhaltsam.
Man ist schnell im Geschehen drin und verfolgt die Spuren, die Gasperlmaier und seine Kollegen aufnehmen, um diesen Fall zu lösen.
Dabei spielen die Beziehungen der unterschiedlichen Protagonisten eine große Rolle und nehmen einen entscheidenden Raum in diesem Kriminalroman ein. Gasperlmaier selbst wird als ein etwas schrulliger, aber sehr verantwortungsbewusster "Postenkommandant" beschrieben, dessen stets knurrender Magen und sein Bedürfnis nach Bier seine Ermittlungen von Zeit zu Zeit unterbrechen.
Es ist ein regionaler Krimi mit viel österreichischem Dialekt und damit zeichnet der Autor ein ganz besonderes Flair und den Charme der Bewohner dieser Altausseer Region.
Das Ende und die Auflösung des Kriminalfalls sorgen für eine große Überraschung...
Fazit: Ein atmosphärisch-authentischer und unterhaltsamer Alpenkrimi aus dem Salzkammergut, ,in dessen Geschehen man leicht durch den lockeren, witzigen und zugleich spannenden Erzählstil einsteigen kann. Deshalb kann man diesen neuen Band auch ohne die vorhergehenden Bände wunderbar lesen und verstehen. Auch der regionale Dialekt ist problemlos und somit auch für deutsche Leser, wie mich bestens zu verstehen und unterstützt wunderbar den Charme des Romans.
Österreichischer Regionalkrimi mit überraschender Auflösung und sympathischem Ermittler 05. Februar 2019
Kurz zum Inhalt:
Genau am Tag von Gasperlmaiers Geburtstagsfeier ist ein Tourist aus dem Salzbergwerk verschwunden. Zumindest scheint es so, auch wenn eigentlich niemand vermisst wird.
Gasperlmaier muss mit seiner Kollegin Manuela ermitteln, und bald taucht auch der verschwundene Tourist auf - tot.
Hat dessen Ermordung etwas mit den einstmals von den Nazis geraubten und im Bergwerk versteckten Kunstwerken zu tun?


Meine Meinung:
"Letzter Stollen" ist der 7. Band um Franz Gasperlmaier und war mein erstes Werk dieser Reihe. Das ist aber überhaupt kein Problem, ich bin super in die Geschichte hineingekommen, da diese in sich geschlossen ist und selbständig gelesen werden kann. Einige der vorangegangenen Fälle werden im Verlauf der Geschichte erwähnt und machen Lust, diese auch kennenzulernen.
Der Protagonist Franz Gasperlmaier ist ein etwas schrulliger Ermittler, der gegenüber Frauen nie die rechten Worte findet und deshalb schon mal in kompromittierende Situationen geraten kann. Ich fand ihn sehr sympathisch und er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Deshalb werde ich auch noch die 'alten' Fälle von Gasperlmaier lesen. Er erinnert mich in seiner Art sehr an den berühmten 'Kluftinger', den ich auch sehr mag.
Das einzige, was mir an Gasperlmaier nicht gefallen hat, war sein Faible für Frauen - er schaut allen Damen nach, und diese beherrschen oft seine Gedanken. Obwohl er seine Frau Christine liebt und ihr treu ist.
Gasperlamaiers Kollegin Manuela fand ich auch sehr sympathisch; sie ist gewieft, trifft alternative, selbständige Entscheidungen und hat Grips. Ich glaube, ohne sie wäre Gasperlmaier manchmal aufgeschmissen.

Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, und die Handlungen bzw. Dialoge sind oft sehr witzig.
Das Lokalkolorit kommt natürlich auch nicht zu kurz; die wunderschöne Gegend des Salzkammerguts und vor allem des Ausseerlandes wird wundervoll hervorgehoben und macht richtig Lust, dorthin auf Urlaub zu fahren.
Der teilweise verwendete österreichische Dialekt bzw. Ausdrücke könnte vielleicht kleine Stolperfallen für deutsche Leser sein; vielleicht wäre da ein kleines Glossar noch anzudenken.

Mit dem Schluss bzw. der Auflösung konnte mich der Autor so richtig überraschen; damit hätte ich in keinster Weise gerechnet.

Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher mit dem kräftigen Pink. Auch ist passend zum Inhalt ein Grunbenhunt mit Salzsteinen abgebildet, auf denen die kleine Blutlache erst auf den zweiten Blick auffällt. Gefällt mir gut!


Fazit:
Humorvoller Österreich-Krimi mit viel Lokalkolorit, einem etwas schrulligen aber sympathischen Ermittler mit viel Charme, und einer überraschenden Auflösung.
Tief unter der Erde 30. Januar 2019
Am Ende jeder Grubenfahrt im Schaubergwerk zählt Frau Roither die Schutzanzüge. Verflixt, da fehlen zwei, ein wenig später fehlt dann nur noch einer, aber das macht sie stutzig, dass sie die Polizei ruft. Das bedeutet dass der Franz Gasperlmaier aus seiner Geburtstagsfeier zum 50igsten gerissen wird. Aber so schlimm ist das nicht, denn er steht eh nicht gern im Mittelpunkt und die Späßchen machen ihn nur verlegen. Denn der Inspektor ist so ganz vom alten Schlag, eher bedächtig und Neuheiten und allzu hohem Tempo eher abgeneigt. Aber Kollegin Manuela und die Chefin Frau Dr. Kohlross sind ja an seiner Seite, als dann tatsächlich ein Toter auftaucht.
Ein Salzbergwerk als Schauplatz eines Krimis war für mich neu und sehr interessant. Dutzlers Altaussee-Krimis sind gewürzt mit einem verschmitzten Humor und viel österreichischem Charme. Das ist auch seiner Hauptfigur, dem Franz Gasperlmaier zu verdanken. Ein ganz knorriger Charakter, dem die Einhaltung der Essenszeiten mindestens genauso wichtig ist, wie der Fortgang der Ermittlungen. Man muss ihn mögen, auch wenn seine Gedankengänge manchmal einige Zeit brauchen, bis er sie ausspricht. Meist sind dann Manuela oder die Kohlross schon weiter. Überhaupt die Frauen, die verunsichern ihn immer zutiefst, auch wenn er sie als Kolleginnen sehr schätzt.
Die Geschichte führt nicht nur tief in den Stollen, sie führt auch tief in die Vergangenheit und ganz zum Schluss überrascht der Autor die Leser mit einem ganz und gar unerwarteten Ende.
Ich mag den ganz eigenen Humor des Krimis und konnte mich bestens unterhalten. Da ich es liebe, wenn in Krimis auch die Region und ihre sprachliche Eigenheiten zum Zuge kommen können, bin ich hier auch auf meine Kosten gekommen.
Wer gern zum regionalen Kriminalroman mit viel Humor greift, wird hier bestens bedient.