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Clara, Annie und Maggie
von CanYouSeeMe, 16. Juli 2026

Breakup Season von Sophie White hat mich wirklich begeistert. Erzählt wird die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven (Clara, Annie und Maggie), wodurch sich nicht nur eine besondere Freundschaftsgeschichte, sondern auch drei ganz eigene Frauenschicksale entfalten. Die Handlungsstränge sind dabei wunderbar miteinander verwoben und ergeben zu jeder Zeit ein stimmiges, harmonisches Gesamtbild.

Besonders gefallen hat mir, wie nahbar die drei Protagonistinnen gezeichnet sind. Ich habe jede von ihnen ins Herz geschlossen und ihre Entwicklungen mit viel Emotion verfolgt. Jede Perspektive bringt neue Facetten der Geschichte zum Vorschein, ohne dass sich Wiederholungen einschleichen oder der Lesefluss leidet. Auch der Schreibstil hat mich überzeugt: angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Gleichzeitig steckt in der Geschichte deutlich mehr, als der erste Eindruck vermuten lässt. Was zunächst wie ein eher leichter Roman wirkt, entwickelt im Verlauf eine überraschende emotionale Tiefe und behandelt Themen wie Freundschaft, psychische Erkrankungen und Kinderwunsch auf einfühlsame Weise. Vor allem war die Story nicht vorhersehbar und konnte mich immer wieder überraschen.

Für mich war Breakup Season eine berührende Geschichte mit liebenswerten Figuren, viel Herz und genau der richtigen Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Intensität. Eine klare Leseempfehlung.

Rezension zu:
Läuferin
von CanYouSeeMe, 11. Juli 2026

Kissed by the Gods von Caty Rogan hat mich auf ganzer Linie begeistert. Diese Romantasy überzeugt mit einer außergewöhnlichen, liebevoll durchdachten magischen Welt, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat.

Besonders gut gefallen hat mir das stimmige Welten- und Magiesystem, das verständlich erklärt wird, ohne den Lesefluss zu bremsen. Die kurzen historischen Einführungen vor jedem Kapitel verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und fügen sich perfekt in die Handlung ein, ohne jemals trocken oder langweilig zu wirken. Auch die beiden Hauptcharaktere, Leina und Ryot haben mich vollkommen überzeugt. Ihre Dynamik stimmt von Anfang an, und die Anziehung zwischen ihnen entwickelt sich in einem angenehmen, glaubwürdigen Tempo. Der Spice ist genau richtig dosiert und passt hervorragend zur Geschichte – mehr hätte zu diesem Setting gar nicht gepasst.

Die Handlung hat mich durchgehend gefesselt. Ständig wollte ich wissen, wie es weitergeht, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Spannung, Magie und Romantik greifen hier wunderbar ineinander. Wendungen waren für mich häufiger nicht vorhersehbar, wodurch ich immer wieder positiv überrascht werden konnte.

Für mich ist Kissed by the Gods ein rundum gelungener Romantasy-Auftakt mit einer faszinierenden Welt, sympathischen Charakteren und einer mitreißenden Geschichte. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Folgeband.

Rezension zu:
Crown of War and Shadow
von CanYouSeeMe, 6. Juli 2026

Ich hatte mich sehr auf Crown of War and Shadows gefreut, wurde insgesamt aber eher enttäuscht. Dabei liegt das weniger an der Geschichte selbst als an der sprachlichen Umsetzung.

Mein größter Kritikpunkt ist der Schreibstil beziehungsweise die deutsche Übersetzung. Das Sprachbild wirkte auf mich nicht homogen: Immer wieder stolperte ich über holprige Satzkonstruktionen, unnatürliche Formulierungen oder grammatikalisch schiefe Sätze. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass Passagen sehr wörtlich übersetzt wurden. Auch inhaltlich gab es Fehler, hier kann ich nicht einschätzen, ob es im Original auch so ist, oder es an der Übersetzung liegt. Das hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen und den Lesespaß deutlich gemindert.

Auch der Einstieg fiel mir schwer. Das erste Drittel zieht sich durch das langsame Erzähltempo und die sehr ausführlichen Beschreibungen. Entsprechend lange habe ich gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Erst im weiteren Verlauf und besonders gegen Ende nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf und wird wesentlich spannender. Die Liebesgeschichte zwischen Sorrel und Merc konnte mich anfangs ebenfalls nicht überzeugen. Ihre Gefühle entwickeln sich für meinen Geschmack zu schnell und wirken zunächst wenig glaubwürdig, da sie sich kaum wirklich kennenlernen. Im weiteren Verlauf gewinnt ihre Beziehung zwar an Tiefe und funktioniert für mich deutlich besser, der Einstieg blieb aber zu oberflächlich.

Insgesamt steckt in der Geschichte durchaus Potenzial, das vor allem im letzten Drittel sichtbar wird. Die sprachlichen Schwächen und der zähe Beginn haben mein Leseerlebnis jedoch so stark beeinflusst, dass ich das Buch leider nicht so genießen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

Rezension zu:
The Aug
von CanYouSeeMe, 14. Juni 2026

Mit Sunset Flip erzählt Joey Goebel eine Geschichte, die sich in der Welt des Wrestlings bewegt – einem Thema, das mir persönlich eher fremd ist. Entsprechend brauchte ich etwas Zeit, um mich mit den typischen Begriffen und Strukturen dieses Milieus vertraut zu machen. Ein Glossar hätte den Einstieg erleichtert und manche Orientierungshilfe geboten.
Besonders gelungen fand ich den szenenhaften Aufbau des Romans. Die einzelnen Kapitel wirken wie Momentaufnahmen, die der Handlung eine besondere Dynamik verleihen. Zwar musste ich mich zunächst an diese Erzählweise gewöhnen, doch die Zeitangaben halfen dabei, den Überblick zu behalten. Nach und nach fügen sich die verschiedenen Zeitebenen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, das die Geschichte zunehmend greifbar macht.
Im Mittelpunkt steht Auggie Schnuck, ein vielschichtiger und interessanter Charakter. Seine Entwicklung wird überzeugend dargestellt und geschickt über die verschiedenen Zeitebenen erzählt. Gerade diese schleichende Veränderung der Hauptfigur bildet den eigentlichen Reiz des Romans.
Allerdings empfand ich die Handlung stellenweise als zu langatmig und ausschweifend. Spannung entsteht hier weniger durch dramatische Wendungen als durch die allmähliche Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehungen. Das sorgt zwar für Tiefe, verlangte mir als Leserin jedoch auch Geduld ab.

Rezension zu:
No Hard Feelings
von CanYouSeeMe, 7. Juni 2026

"No Hard Feelings" überzeugt vor allem durch seinen angenehmen, leicht zugänglichen Schreibstil und seine zeitgemäßen Figuren. Die Protagonistin wirkt glaubwürdig und authentisch, ihre Gedanken, Unsicherheiten und Probleme spiegeln viele Erfahrungen wider, die Menschen kurz vor dem 30. Lebensjahr beschäftigen. Gerade die Auseinandersetzung mit Erwartungen an Karriere, Beziehungen und das eigene Leben wird nachvollziehbar und stimmig erzählt.
Besonders gelungen ist die Charakterentwicklung der Hauptfigur. Ihre persönlichen Schwierigkeiten werden nicht überdramatisiert, sondern entwickeln sich auf eine Weise, die in sich schlüssig und realistisch wirkt. Dadurch entsteht eine Geschichte, die sich nahbar anfühlt und einen ehrlichen Einblick in die Herausforderungen einer Generation gibt, die sich zwischen Selbstfindung und gesellschaftlichen Erwartungen bewegt.
Weniger überzeugend waren für mich einige Passagen in der Mitte des Romans. Dort verliert die Handlung stellenweise etwas an Spannung und wirkt gelegentlich belanglos, sodass die Geschichte zeitweise nicht ganz ihr erzählerisches Potenzial ausschöpft.
Insgesamt ist "No Hard Feelings" jedoch ein authentischer und gut beobachteter Roman über das Erwachsenwerden im modernen Alltag. Wer Geschichten mit zeitgemäßen Themen, glaubwürdigen Figuren und einer gelungenen persönlichen Entwicklung schätzt, wird hier eine lesenswerte Lektüre finden.

Rezension zu:
Konsequent weiter gedacht
von CanYouSeeMe, 25. Mai 2026

Mit Yesteryear gelingt Caro Claire Burke ein Roman, der weit mehr sein möchte als bloße Unterhaltung – und genau darin liegt eine seiner größten Stärken. Das Buch verbindet eine spannende, fast schon soghafte Handlung mit gesellschaftlichen Fragestellungen, die aktuell und kontrovers diskutiert werden. Besonders die Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Tradwife“-Ideal verleiht der Geschichte eine bemerkenswerte Relevanz und hebt sie deutlich von vielen vergleichbaren Romanen ab.

Was von Beginn an überzeugt, ist der Aufbau der Handlung. Burke entwickelt die Geschichte mit einem präzisen Gespür für Spannung und Timing. Die Erzählung entfaltet sich nicht linear, sondern arbeitet mit Wechseln in der Erzählzeit, die geschickt eingesetzt werden, um Stück für Stück neue Perspektiven auf die Ereignisse und insbesondere auf die Hauptfigur Natalie freizulegen. Diese Struktur sorgt nicht nur für einen konstanten Spannungsbogen, sondern macht die Handlung zugleich komplexer und vielschichtiger. Rückblicke und zeitliche Verschiebungen wirken dabei nie wie reine Stilmittel, sondern erfüllen einen klaren erzählerischen Zweck: Sie helfen dabei, Natalies innere Entwicklung nachvollziehbar und emotional greifbar zu machen.

Gerade Natalie ist das eigentliche Zentrum des Romans – und zweifellos dessen größte Stärke. Sie ist keine einfache oder eindeutig sympathische Figur, sondern eine komplexe Protagonistin mit Widersprüchen, Unsicherheiten und Entwicklungspotenzial. Genau das macht sie so interessant. Burke gelingt es hervorragend, Natalie als vielschichtigen Charakter darzustellen, dessen Entscheidungen zumindest anfänglich nachvollziehbar bleiben, auch wenn man sie nicht immer gutheißen würde. Dabei ist ist N. eine teils unsympathische Person, über die man dennoch gern mehr erfahren möchte.

Besonders spannend ist außerdem, wie der Roman aktuelle gesellschaftliche Debatten rund um traditionelle Rollenbilder und das Ideal der „Tradwife“ aufgreift. Statt diese Themen nur oberflächlich anzuschneiden, denkt Yesteryear sie konsequent weiter und stellt die Frage, welche Sehnsüchte, Zwänge und Machtstrukturen hinter solchen Lebensentwürfen stehen könnten. Allerdings zeigt sich hier auch eine kleine Schwäche des Romans. Durch die starke Konzentration auf Natalies persönliche Entwicklung bleibt die größere gesellschaftliche Dimension der Thematik stellenweise etwas unterbeleuchtet. Manche Fragen, die das Buch aufwirft, hätten noch ausführlicher reflektiert werden können – insbesondere im Hinblick auf die strukturellen und politischen Implikationen der dargestellten Rollenbilder. Der Fokus liegt klar auf der individuellen Erfahrung der Protagonistin, wodurch die umfassendere gesellschaftliche Analyse manchmal nur angerissen wird. Wirklich störend ist das jedoch nicht, weil die Geschichte insgesamt konsequent aus Natalies Perspektive erzählt bleibt und diese Begrenzung daher auch erzählerisch nachvollziehbar wirkt.

Insgesamt ist Yesteryear ein beeindruckender Roman, der Spannung, Charakterentwicklung und gesellschaftliche Relevanz gekonnt miteinander verbindet. Besonders die raffinierte Erzählstruktur und die starke Hauptfigur machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre. Wer Interesse an psychologisch komplexen Figuren, intelligent aufgebauter Spannung und aktuellen gesellschaftlichen Themen hat, findet hier einen Roman, der lange im Kopf bleibt. Sprache und Schreibstil, in Übersetzung durch Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn, tragen ausschließlich zu einem guten Leseerlebnis bei.

Rezension zu:
Weggewischt
von CanYouSeeMe, 25. Mai 2026

Mit „Weggewischt“ gelingt Autorin Ela Jenni ein unterhaltsamer und zeitgemäßer Blick auf Online-Dating und zwischenmenschliche Unsicherheiten im digitalen Zeitalter. Besonders positiv fällt dabei der angenehme, leicht zugängliche Schreibstil auf. Das Buch liest sich flüssig und unkompliziert, wodurch man schnell in die Handlung eintaucht.

Stark gelungen sind außerdem die unterschiedlichen Figuren und Perspektiven. Durch die zwei Charaktere von Sophie, Thiento und auch den Männern, mit den sich S. trifft, werden mehrere Sichtweisen auf Dating-Apps, Erwartungen, Enttäuschungen und moderne Beziehungen gezeigt. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Bild davon, wie unterschiedlich Menschen mit Nähe, Unsicherheit und Selbstinszenierung umgehen. Gerade diese Vielfalt macht den Roman interessant und nachvollziehbar. Dabei ist die Darstellung des Online-Datings recht realitätsgetreu gelungen. Weniger gelungen fand ich jedoch die Umsetzung der Perspektivwechsel. Da die unterschiedlichen Sichtweisen nicht immer klar gekennzeichnet waren, entstand teilweise Verwirrung darüber, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird. Das hat den Lesefluss stellenweise erschwert.

Die Handlung bleibt über weite Strecken eher ruhig und ohne größere Spannungskurven. Die Geschichte entwickelt sich zwar kontinuierlich weiter, plätschert dabei aber oft etwas vor sich hin. Dadurch gab es immer wieder Passagen, die mich nicht komplett fesseln konnten und bei denen mir etwas mehr Dynamik oder emotionale Zuspitzung gefehlt hat. Inhaltlich bleibt der Roman zudem ein bisschen zu oberflächlich für mein Empfinden. Gerade problematische Verhaltensweisen wie Ghosting werden zwar angesprochen, aber nur bedingt kritisch eingeordnet oder weiter reflektiert, vor allem durch die druchführende Person. Dadurch wirken manche Konflikte weniger tiefgründig, als sie eigentlich sein könnten. Hier hätte ich mir mehr emotionale Auseinandersetzung und eine stärkere Einordnung der Figurenentscheidungen gewünscht.

Insgesamt ist „Weggewischt“ ein angenehm geschriebener Roman mit interessanten Figuren und einem aktuellen Thema, der besonders durch seine unterschiedlichen Perspektiven punktet.

Rezension zu:
Weggewischt

Weggewischt

von Ela Jenni E-Book (EPUB) Zum Buch
These Ancient Flames
von CanYouSeeMe, 3. Mai 2026

"These Ancient Flames: Burn" ist der Abschluss einer Romantasy-Dilogie, in denen Drachen als magische Wesen im Fokus stehene. Als bekennender Drachen-Fan war ich für diesen Fokus Feuer und Flamme und habe mich nach dem ersten Band nun auf den Dilogie-Abschluss gefreut. Das World-Building ist sehr detaillreich, ich konnte mir die Welt, ihre Strukturen und die Magie sehr gut vorstellen. Die Idee der magischen Kraftlinien gefällt mir sehr gut und auch die Rolle der Drachen ist gut ausgearbeitet.
Sprache und Schreibstil der Autorin tragen gut durchs Buch und lassen sich sehr leicht lesen. Die Handlung ist gut aufgebaut und der Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Buch. Wendungen und Geschehnisse konnte ich nicht zu sehr voraussehen, somit wollte ich immer wissen, wie es weiter geht und war an keiner Stelle gelangweilt. Auch die Charakterdarstellungen haben mir gut gefallen, alle Charakter waren vielschichtig, erwachsen und vor allem: Sie konnten miteinander kommunizieren und somit Missverständnisse aufklären. Diese Kompetenz gibt es nicht so häufig, da war ich hin und weg! Zudem gefällt mir, dass die Charaktere komplex und facettenreich sind.
Zwinschdurch gab es im Spannungsaufbau einige Längen, über die ich in der Gesamtbetrachtung hinwegsehen kann. Ich hatte den Eindruck, dass Autorin Melanie Lane sich die Zeit genommen hat die Story zu einem würdigen Ende zu bringen!

Rezension zu:
Dornröschen
von CanYouSeeMe, 3. Mai 2026

Dieses Buch ist Teil 1 der Reihe "Märchenhafte Single Dads" und ist in der Tat wie ein modernes Märchen. Die Anlehnung an Dornröschen ist nicht wirklich subtil, sondern wird mehrfach auch von den Protagonisten klar benannt und ist tragendes Motiv der Charakterdarstellungen. Das hat mir grundlegend gut gefallen, wirkte manchmal jedoch etwa zu konstruiert und nicht unbedingt natürlich.
Für mich liegt die große Stärke dieses Buches in der Vielschichtigkeit der Charaktere, z.B. Larry. Der schmierige Typ mit Macho-Gehabe und einem Übermaß Schmuck ist viel mehr als ein provokantes Äußeres. Diese Tiefe gefiel mir gut, ich hätte sie mir bei allen Charakteren gewünscht. Es gibt bestimmte Dynamiken zwischen Charakteren, die mich so wütend gemacht haben, dass ich eine Pause vom Lesen brauchte. Glücklicherweise gibt es hier zumindest bei einigen (und den relevanten) Charakteren eine entsprechende Entwicklung, so dass diese Dynamiken aufgesprengt werden können.
Mia und Tate sind interessante Protagonisten, deren gegenseitige Anziehung spürbar ist und die Slow-Burn-Trope wird hier echt ausgereizt. Das war einerseits authentisch, andererseits beinahe etwas zu slow für mich, um interessiert am Ball zu bleiben. Die Liebesgeschichte wird durch ernste Themen, wie missbräuchliche Elternhäuser und Sorgerechtsstreitigkeiten flankiert.
Insgesamt hatte ich mit dem Buch eine nette Zeit, auch wenn ich nicht zu 100% begeistert bin.

Rezension zu:
Kranich und Radtour
von CanYouSeeMe, 28. April 2026

Ich gebe zu, dass ich mich bisher in meinem Leben nicht wirklich mit Kranichen auseinander gesetzt habe. Dieses Buch hat mir eine ganz neue Perspektive auf diese Vögel aufzeigen können. Die Begeisterung von Protagonistin Eva für diese Vögel ist ansteckend und macht Lust, sich näher mit ihnen auseinander zu setzen.

Kraniche, bzw. ihre Reise in den Süden, bilden einen zentralen Punkt in der Geschichte um Protagonsitin Eva. Dabei liegt der Fokus vor allem auch auf Evas Charakterentwicklung und ihrer Reise von Schweden nach Frankeich und vor allem auch zu ihr selbst. Dank des sehr angenehmen Schreibstils von Autorin Julia Dibbern lies sich das Buch in wenigen Tagen lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen und die Handlung konnte mich für sich einnehmen. Diese ist dabei eher unspektakulär, kommte ohne Cliffhanger oder Überraschungsmomente aus, sondern lebt viel eher von einer Ruhe und Besonneneheit.

Ich habe Eva gern auf ihrer Reise begleitet, auch wenn vieles über ihre situation und Person unklar blieb. So begleitet man Eva in diesem Buch über eine gewissen Etappe ihres Lebens. Einzeln gibt es Rückblenden oder auch Perspektiven von anderen Charakteren, wodurch vor allem auch Evas Charakter etwas runder wird. Mir hat es gefallen so unaufgeregt bei einer Tour zu sich selbst zuschauen zu können.

Dennoch habe ich vor allem zum Ende des Buches noch viele offene Fragen und Unklarheiten, die mich etwas unbefriedigt zurücklassen. Ich hätte ich mir einen runderen Abschluss gewünscht.

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