• 3 Mio. Bücher in 24h *
  • Kostenloser Versand in ganz Österreich
  • Kostenlose Geschenksverpackung
  • Kauf auf Rechnung
Schnellbestellung Mein Konto Warenkorb 0

Jetzt

anmelden!

News letter

Unser

Service

Service

Aktuelle

Events

Events

Kundenbewertungen

Filtern nach:
  • 5 Sterne
  • 4 Sterne
  • 3 Sterne
  • 2 Sterne
  • 1 Sterne
Alle Bewertungen ansehen
Von Polen nach Vorarlberg und weiter
von Bellis-Perennis, 31. Mai 2026

Das vorliegende Buch ist die kaum zu glaubende Lebensgeschichte von Joseph Wisnicki (1916-2016), eines jüdischen Mannes, dem es zunächst gelingt, aus dem Deportationszug, der ihn nach Treblinka bringen sollte, zu springen und durch eine spektakuläre Flucht, die ihn, mit Unterstützung zahlreicher mutiger Helfern und falschen Papiere bis nach Vorarlberg bringt, wo er sich mit viel Chuzpe als „katholischer Fremdarbeiter“ ausgibt, in einer Gärtnerei arbeitet und so den Holocaust überlebt. Angetrieben ist Wisnicki immer von seinem Leitsatz „Mich kriegt ihr nicht!“. Bis auf seinen Bruder Dawid, werden alle Familienmitglieder ermordet.

In Innsbruck wird er Leokadia Justmann kennenlernen, die eine ähnliche Lebensgeschichte hat. Die beiden heiraten 1946 und lassen sich 1950 in den USA nieder.

1997 schreibt Wisnicki seine Lebenserinnerungen unter dem Titel „My Fight for Survival“ nieder, nachdem seine Frau die ihren unter dem Titel „Brechen wir aus“ bereits verfasst hat.

Ich möchte diesem Buch hier gar nicht vorgreifen, sondern empfehle, es selbst zu lesen. Das Buch ist als Hardcover mit zahlreichen privaten Abbildungen im Tyorlia-Verlag erschienen. Den Herausgebern Dominik Markl und Niko Höfinger sei an dieser Stelle für ihre ergänzenden Recherchen, die diese Lebenserinnerungen so eindringlich und lebendig machen, gedankt. Sie haben Tage und Wochen in diversen Archiven verbracht, und dabei ähnliche Schicksale entdeckt. Ihre Forschungen tragen dazu bei, die Geschichte der Überlebenden am Leben zu erhalten, auch wenn diese schon längst nicht mehr unter uns weilen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesen aufwühlenden und doch von feinem Humor durchzogenen Lebenserinnerungen 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Rezension zu:
bester Freund des Menschens
von div, 31. Mai 2026

bester Freund des Menschens
„Penny, Prince und Ginny – Die Hunde meines Lebens“ ist ein berührendes und humorvolles Buch über den besten Freund des Menschen - den Hund.
Die Illustrationen auf dem Cover sowie auch im Buch selbst sind sehr schön gestaltet und passen hervorragend zur Geschichte.
Brian Sewell erzählt von den Hunden, die ihn von seiner Kindheit bis ins hohe Alter begleitet haben. Dabei entstehen keine bloßen Tiergeschichten, sondern ein sehr persönliches Lebensporträt, in dem Freude, Verlust, Freundschaft und Loyalität im Mittelpunkt stehen. Mit feinem britischem Humor schildert seine vierbeinigen Begleiter und zeigt, wie sehr sie sein Leben geprägt haben. Viele der Hunde stammen aus schwierigen Verhältnissen, wurden ausgesetzt oder misshandelt, das verleiht dem Buch eine gewisse Tiefe.
Der Hundestammbaum im Buch gefällt mir ausgesprochen gut - sehr gelungen.
Von mir gibt es eine Empfehlung - ein wunderbares Buch über unsere vierbeinigen Freunde.

Rezension zu:
Noch ein Sommer mit August
von Peachybookdreams , 31. Mai 2026

- Diese gefühlvolle und emotionale Sommerlektüre muss man lesen –

Wow, das war mein erstes Buch von Lucy Astner und ich habe mich so in ihren Schreibstil verliebt. Sie schreibt gefühlvoll und die Geschichte war nicht nur in der Romanze emotional und heilsam, sodass ich ein paar mal Tränen in den Augen hatte. Das absolute Highlight der Geschichte war für mich die gelungene Umsetzung von den 12 Sommern, die nach jedem Sommer in die Gegenwart wechselten, und natürlich das traumhafte Setting. Die Geschehnisse werden im darauffolgenden Kapitel weiter aufgegriffen und das Bild wird immer klarer. Deshalb hatte ich trotz des Wechsels nicht das Gefühl, aus der Geschichte gerissen zu werden, was manchmal bei Zeitsprüngen passieren kann.

Charlie schreibt beruflich Geschichten für andere, doch nachdem sie erfährt, dass sie die alte Buchhandlung, in der sie früher ausgeholfen hat, vererbt bekommen hat, muss sie anfangen, ihre eigene zu schreiben. Bei der ersten Interaktion mit August war ich überrascht, wie harmonisch und vertraut die beiden miteinander waren, trotz der noch unbekannten Schwierigkeiten. Ich hatte da die typische Zoffnummer erwartet, wo sich die beiden absolut nicht mehr ausstehen können. Das war mal ein frischer Wind und hat mich ehrlicherweise nur noch neugieriger gemacht, was da vorgefallen sein muss. Bei Charlie hatte ich das Gefühl, dass sie oft zwei Schritte vor und dann wieder einen zurückging, aber genau das macht sie zu einer sehr menschlichen Protagonistin, mit der ich mitgefühlt habe. Die Dynamik zu ihrer Mutter ging mir besonders nah

Ich glaube, jeder auf dieser Welt hat seinen eigenen August verdient. Was für ein liebevoller und toller Mensch. August lebt das Leben, das Charlie schon immer für sich und ihre Mutter erträumt hat. Er lebt in New York und seine Familie ist wohlhabend. August sieht das ganz anders, er kann es gar nicht abwarten, zu seiner Oma nach Liberty in die kleine Buchhandlung zu kommen, denn er weiß, sein Leben ist alles aber nicht perfekt. Das größte Problem zwischen den beiden ist, dass sie lange nicht wirklich kommunizieren und vor allem Charlie sehr eilig ihre eigenen Schlüsse über Augusts Leben zieht. Genau darum geht es in der Beziehungsentwicklung, zu lernen, nicht die eigenen Gefühle auf den anderen zu projizieren, sondern zuzuhören. Ich habe jeden Dialog und jede Neckerei der beiden genossen. Ich war so erleichtert, dass die Autorin keine megalange Spice-Szene eingebaut hat, denn die hätte einfach überhaupt nicht zu der emotionalen Stimmung gepasst. Natürlich gab es knisternde Szenen, aber wie sie beschrieben wurden, war nicht vulgär, sondern einfach romantisch und voller Gefühl.

Fazit: Eine emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte, die man diesen Sommer nicht verpassen sollte. Auch wer Bücher über Bücher liebt, wird sich hier auf die vielen klassischen Erwähnungen und das Setting im Buchladen freuen. Lucy Aster hat mit diesem Werk jedenfalls eine neue Leserin hinzugewonnen.

Rezension zu:
Ein toller dritter Band
von Zaubermasu / Sandra Hennig, 31. Mai 2026

Dies ist der dritte Band der Loire-Reihe und ich bin sehr neugierig in das Buch gestartet :
Catherine Duvals Bücher zeichnen sich durch ihren Schreibstil aus, flüssig und authentisch und so packend, dass man sich direkt in der Geschichte wiederfindet.
Auch in diesem Band lässt die Autorin ihre Hauptfigur, Philippe du Pléssis, wieder ermitteln – dieses Mal geht es um einen vermeintlichen Jagdunfall, der, wie sollte es anders sein, natürlich kein Unfall war – das hat unser Ermittler Philippe mit seiner feinen Spürnase schnell herausgefunden.
Die Figuren, die die Autorin aufzeigt, sind allesamt realistisch dargestellt, so dass das Buch bzw. die Geschichte sehr lebendig dargestellt wird. Ganz schnell ist man in diesem Krimi drin und ermittelt mit. Fesselnd konstruiert, ist der Fall schlüssig und bis zum Ende hin spannend, hier kommt auf jeden Fall keine Langeweile auf !
Die Örtlichkeiten Des Loiretal hat Catherine Duval wundervoll beschrieben – man merkt der Autorin ihre Liebe zu dem Gebiet einfach an. Bildhaft sind ihre Beschreibungen, so dass man zu jeder Szene auch ein passendes Bild vor Augen hat.
Für mich ein absolut gelungener dritter Band um Privatdetektiv Philippe du Pléssis, der mit Spannung, witzigen Figuren und absolut wunderschöner Kulisse besticht.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für dieses tolle Buch !
Das Buch *Verrat an der Loire* von Catherine Duval ist am 08. April 2026 beim Gmeiner-Verlag erschienen.

Rezension zu:
Schwul sein, wo es nicht erlaubt ist
von Eternal-Hope, 31. Mai 2026

Es sind die 1990er Jahre, als der 22-jährige Cal nach seinem Kunststudium in der Großstadt und erfolgloser Jobsuche, pleite und obdachlos, aufgrund eines Anrufes seines Vaters, dass die älter werdende Großmutter Unterstützung brauche, in seine Heimat auf die schottische Hebrideninsel Harris zurückkehrt. Auf Harris ist die Familie in eine sehr strenggläubige christliche Gemeinde eingebunden, Vater John hat dort eine wichtige Rolle inne und auch von Cal wird erwartet, sich in der Gemeinde einzubringen und sich vor allem ihren unerbittlichen Regeln insbesondere in Bezug auf Sexualität und Sexualmoral zu unterwerfen.

Abweichendes Verhalten ist nicht vorgesehen und wird verdammt, und besonders verdammenswert sind für diese Gemeinde jene, die „bei einem Mann liegen wie bei einer Frau“, denn das sei, in Bezug auf einzelne Bibelstellen, die für diese Gemeinde sehr viel Bedeutung haben, „dem Herren ein Gräuel“.

Nun, das ist ein großes Problem für Cal, denn Cal ist schwul und das darf hier auf Harris erst einmal keiner wissen, schon gar nicht sein strenger Vater:

„In der Vordertasche steckte eine kostenlose Schwulenzeitschrift – keine Ahnung, warum er sie noch hatte – doch, als er sich nach einem Mülleimer umsah, bekam er Angst, dass der Wind sie aufwirbeln und über die Insel wehen könnte. Er faltete die Zeitung klein und schob sie ins Futter seines Rucksacks, weil er zu dem Schluss kam, dass es sicherer wäre, sie später zu Hause zu verbrennen. Am Ende stopfte er seine schmutzige Wäsche in den Rucksack und krönte das Ganze stolz mit der alten Bibel seiner Mutter.“ (S. 25)

Die Jahre des Studiums fernab der Insel waren eine Zeit der Freiheit und Selbsterkundung für ihn, doch wie soll Cal nun damit umgehen, dass er nun einmal ist, wie er ist, und auch gerne entsprechend leben würde (aber wie einen schwulen Partner finden auf einer Insel, auf der sich kaum jemand dazu zu bekennen traut?).

Außerdem hat Cal eine herausfordernde Beziehung zu seinem Vater John, der ihn zwar auf eine konservativ-verquere Art zu lieben meint, seine künstlerischen Talente sieht und wertschätzt, aber große Angst davor hat, der Sohn könnte mit seinem abweichenden Äußeren und Verhalten zu negativ auffallen und deshalb mit unerbittlicher Strenge gegen jedes abweichende Verhalten des Sohnes vorgeht:

„John hatte einen Jungen, der mit einer Gabe gesegnet war, und das Beste daran war, er hatte eine Gabe für alles, was mit Stoff zu tun hatte, was John das Gefühl gab, sein eigenes Leben wäre keine Verschwendung gewesen. Aber Dundee, Glasgow und Edinburgh stießen bei ihm auf Widerstand. Als Presbyterianer hatte John Macleod zwar eine Hochachtung vor Bildung, aber das College-Leben barg so viel Unbekanntes, und Kunsthochschulen hatten ein Image, das bei ihm moralische Panik auslöste.“ (S. 51)

„Geh nicht zum Inn“, John klopfte auf den Tisch, um Cal zur Aufmerksamkeit zu rufen. „Ich will, dass du mit uns betest. Du bist auf Abwege geraten.“ (S. 79)

Wenn Cal sich den unerbittlichen religiösen Regeln nicht genug unterwirft, beispielsweise, indem er sich nicht so kleidet und die Haare schneidet, wie es von einem „richtigen Mann“ in dieser Gemeinde erwartet wird, kommt es auch schon mal zu brutaler Gewalt des Vaters gegenüber dem erwachsenen Sohn, die letzterer erst einmal unterwürfig über sich ergehen lässt, allerdings später heimlich rebelliert.

Es ist eine tragische Vater-Sohn-Beziehung, die im Zentrum dieses Romans steht. So viel Entfremdung und Gewalt bei zwei Menschen, die sich eigentlich nahestehen könnten und sich auf irgendeine Weise auch lieben.

Aber das ist bei weitem nicht die einzige tragische Beziehung in diesem Roman. Denn, wie wir bald erfahren, ist auch John selbst im Geheimen homosexuell und führt seit langem eine vor allen verborgene Beziehung mit seinem Geliebten Innes, während er nach außen hin den sittenstrengen Vater und glaubensstarken Mann gibt:

„Damals hatte John sich regelmäßig davongestohlen, und für Innes war es ein Fest. Sie unternahmen mit den Hunden unnötig lange Wanderungen, bis sie irgendwo in den Bergen eine Senke fanden, eine trockene Stelle, wo sie vor den Augen der Nachbarn verborgen waren. Die Landschaft war so karg, dass es nicht leicht war, ein Versteck zu finden, aber über die Jahre hatten sie die Orte im Kopf kartiert, an denen sie zusammen sein konnten, und sie erkannten sie an den Blumen, die dort wuchsen, oder an der Felsformation, unter der sie verborgen waren.“ (S. 238)

Im Zentrum der Geschichte stehen also klar diese drei Männer: Cal, John und Innes, doch auch einige sehr interessante Frauen kommen vor und haben durchaus wichtige Rollen in diesem Roman: da ist die nach außen hin duldsame und anpassungsfähige, doch innerlich doch so mutige und clevere Großmutter Ella, Schwiegermutter von John und Oma von Cal, die sich entschieden hat, mit ihrem Schwiegersohn und Enkel zu leben, als ihre Tochter Grace die Familie verlassen hat.

Grace, die in einiger Entfernung mit einem anderen Mann weitere Kinder bekommen hat und vor allen als die böse Ehebrecherin dasteht, die ihren kleinen Sohn zurückgelassen hat, doch ist es wirklich so leicht? Oder auch Isla, eine Jugendfreundin von Cal, blitzgescheit und mit viel Potential, und doch auch selbst mit den Einschränkungen und Rollenbildern der Insel ihre Schwierigkeiten habend.

Das Buch liest sich durchaus angenehm, flüssig und unterhaltsam, die Handlung ist sehr dialoggetrieben, es wird viel miteinander gesprochen und doch oft so wenig wirklich gesagt.

Dem Autor gelingt es meisterhaft, die Entfremdung darzustellen, die sich in zwischenmenschliche Beziehungen einschleichen muss, wenn konservative moralische Normen so rigide und verurteilend sind, dass es nicht mehr möglich ist, so zu leben und sich zu zeigen, wie es der eigenen Identität und dem eigenen Empfinden entspricht.

Dadurch ist es ein aufrüttelndes Buch, das Empathie insbesondere mit queeren Menschen fördert, aber auch mit sonst allen, die nicht in die starren Raster sehr konservativ verstandener Religiosität passen.

Der Autor Douglas Stuart ist selbst mit einem Mann verheiratet und alle seine bisher veröffentlichten Bücher scheinen mit dem Thema Homosexualität zu tun zu haben. Man merkt, dass er weiß, wovon er schreibt. Auch handwerklich ist es ein sehr gutes Buch und atmosphärisch bekommt man viel vom Leben in den 1990ern Jahren auf den Hebriden-Inseln mit, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander in diesem Umfeld sind tiefgründig, vielschichtig und authentisch dargestellt.

Für mich war es das erste Buch dieses Autors, doch nun bin ich neugierig auf seine anderen Bücher geworden, denn es gefällt mir sehr, wie authentisch, vielschichtig und empathisch er auch Lesenden, für die das Thema vielleicht nicht so nahe an der eigenen Lebenswelt ist, einen literarischen Zugang dazu schafft. Empfehlen kann ich es allen, die sich für ein oft auch traurig machendes, aber dabei tiefgründiges und auf jeden Fall sehr nachdenklich stimmendes Buch zu den Themen Homosexualität, Identität, Vater-Sohn-Beziehung und Zu-sich-selbst-stehen interessieren.

Rezension zu:
Selbsttäuschung auf hohem Niveau
von KersG, 31. Mai 2026

Wow! Dieses Buch hat mich so richtig überrascht! Aber auch ein bisschen verstört, muss ich zugeben. Man sollte hier auf jeden Fall die Triggerwarnung ernst nehmen.
Jessamyn hat nur ein Ziel. Sie will auf die große Bühne als Musical Star. Alles andere ist unter ihrer Würde. So empfindet zumindest sie das. Sie ist davon überzeugt, die Beste zu sein und großes Talent zu besitzen. Dabei rutscht sie immer tiefer in die Selbsttäuschung hinein. Ihr Ehrgeiz überschattet alles.
Dieses Buch ist außergewöhnlich, mit so einigen unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Mit einer genauso außergewöhnlichen Protagonistin, deren Ehrgeiz immer mehr zu einer gefährlichen Obsession wird. Jessamyn verliert immer mehr den Bezug zur Realität und gerät in einen tiefen Strudel der Selbsttäuschung. Außerdem muss man sich als Leser immer mehr fragen, wem sie eigentlich vertrauen kann. Nicht jeder in ihrem Umfeld meint es gut mit ihr.
Ein tolles Buch, mit einer krassen Message. Eine faszinierende Welt der Täuschung. Charaktere, die jeder für sich mit so einigen Problemen zu kämpfen haben. Es zeigt eindrücklich, wohin Selbsttäuschung im Ernstfall führen kann. Wobei das hier schon ein sehr extremes Beispiel ist.

Rezension zu:
Wow!
von Stern567, 31. Mai 2026

„If Books Could Kill“ von Kate Eberle hat mich komplett begeistert und definitiv einen riesigen Wow-Effekt ausgelöst! Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte gefangen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Schreibstil ist unglaublich mitreißend, locker und gleichzeitig spannend, sodass man nur so durch die Kapitel fliegt. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus Thriller und Romance – beide Genres ergänzen sich perfekt und sorgen für durchgehende Spannung, Herzklopfen und jede Menge überraschende Wendungen. Die Charaktere sind authentisch, liebenswert und wunderbar ausgearbeitet. Vor allem die Dynamik zwischen Roxie und Grant hat mir richtig gut gefallen. Ihre Entwicklung wirkt natürlich und macht die Geschichte noch emotionaler. Auch die originelle Handlung hebt sich von vielen anderen Büchern ab und sorgt dafür, dass keine einzige Seite langweilig wird. Für mich eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu:
Ohne Pause durchgelesen
von 19cici95, 31. Mai 2026

Lena Kupke – mir als Stand-up-Comedienne bekannt – hat ein Buch geschrieben. Und das ist mal so gar nicht lustig.

Die 36-jährige Hanna zieht nach einem medizinschen Vorfall erstmal wieder bei ihren Eltern ein. Und muss dort feststellen, dass sich gar nicht so viel verändert hat.
Durchaus amüsant stellt die Autorin die wahren Struggles von Millenials dar: alles wird gebügelt, man selbst fällt ins Teenageralter zurüpck (Kupke beschreibt es als „Verlust des erwachsenen Ichs“), das ständige Verstellen, Ignorieren von Konflikten, man verbirgt vor seinen Eltern nichts zu tun. All das werden wohl die allermeisten erwachsenen Kinder kennen und mit jeder Beschreibung fühlt man sich ein wenig mehr ertappt.
Der Schreibstil von Kupke ist leicht und flüssig zu lesen, doch oft hat sie mich mit ihrer Beschreibung tiefer Gefühle komplett umgehauen.

Es geht viel um die Beziehung zu den eigenen Eltern, die man als Erwachsene erstmals auch als selbstständige Menschen mit eigenen Persönlichkeiten erfährt und wie man mit dieser Veränderung umgeht und vielleicht auch daran wachsen kann.
Die medizinischen Vorfälle, die im Buch nie namentlich benannt werden, aber dennoch klar rüberkommen, belasten Hanna sehr. Sie würde gerne darüber reden, aber ihre Familie traut sich nicht, die Freundinnen leben lieber ihren Hot Girl Summer und auch ihren Freund Paul, der Hanna eigentlich unterstützen sollte, erleben wir nur über Telefonate und Nachrichten. Eine wandelnde Red Flag.
Dagegen ist Alexander ein Mann, der von einer Frau geschrieben wurde. Ein absoluter Traumtyp, der besser ist als wahr zu sein. Das macht es gleichzeitig schön zu lesen, aber leider auch ein bisschen unglaubwürdig.

Die erste Hälfte des Buches hat mir besser gefallen. Hanna ist am absoluten Tiefpunkt ihres Lebens angekommen und muss sich wieder zurück ins Leben kämpfen. Diese Gefühlswelt darzustellen gelingt Kupke wirklich meisterhaft.
Ich kann den Wunsch nach einem guten Ende für die Protagonistin nachvollziehen, doch mir war das Ende schon fast zu kitschig. Fast wie im Bilderbuch.

Rezension zu:
Ohne Pause durchgelesen

Pause

von Lena Kupke Hardcover Zum Buch
Wird leider dem brisanten Thema nicht gerecht
von Havers, 31. Mai 2026

Die Vergangenheit lässt den ehemaligen finnischen Ministerpräsidenten Leo Koski nicht los. Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau hat er sich entschlossen, sein Heimatland zu verlassen und gemeinsam mit seiner kleinen Tochter in Washington ein neues Leben zu beginnen.

Aber trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kommt es, nachdem ihn der finnische Botschafter um Hilfe gebeten hat, zum Schlimmsten, was einem Elternteil passieren kann. Leo soll auf dessen Wunsch hin beim amerikanischen Präsidenten intervenieren, diesen davon abhalten, dessen geplanten amerikanischen Austritt aus der NATO aufzugeben, damit auch zukünftig die Sicherheit Finnlands gewährleistet ist. Widerstrebend lässt er sich darauf ein.

Doch das kreuzt die Pläne der finsteren Mächte (aka der diversen Geheimdienste aus Ost und West), die nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel sind, um ihre eigene Agenda durchzusetzen und dafür auch nicht vor Mord und Entführung zurückschrecken.

Ein guter Polit-Thriller sollte realistisch sein, zumindest dieses Kriterium hat der Autor erfüllt. Sieht man ja aktuell schon an den Aktionen des amerikanischen Präsidenten, dessen Plänen bezüglich Abzug der amerikanischen Truppen aus Deutschland. Aber das war’s auch schon, denn was Tuomas Oskari aus dieser Ausgangslage macht, ist hanebüchen, orientiert sich zum einen über weite Strecken am Westen-ist-gut-und-Osten ist-böse Narrativ, zum anderen an den Drehbüchern der Actionserien der Streaming-Dienste. Eine sehr einfach gestrickte Handlung, vorhersehbar geplottet und in mehr als simpler Sprache vermittelt, was diesem brisanten Thema nicht gerecht wird, hölzern heruntergeklöppelt ohne jegliche Raffinesse oder überraschende Wendungen. Eine enttäuschende Lektüre und deshalb leider keine Leseempfehlung meinerseits.

Rezension zu:
Main Character Syndrom
von LeserinLu , 31. Mai 2026

„Ein unheimlich guter Mensch“ gehört für mich ganz klar in die Kategorie Weird Girl Fiction, die aktuell so beliebt ist, weil sie eigenwillige Protagonistinnen in den Mittelpunkt stellt. Der Roman ist schräg, bitterböse und dabei sehr unterhaltsam. Immer wieder überschreitet er die Grenze zwischen Fremdscham und Komik, sodass man gleichzeitig lachen und die Hände vor die Augen halten möchte.

Die Protagonistin Lillian ist keine sympathische Heldin im klassischen Sinn. Sie ist egozentrisch, impulsiv, unangenehm, selbstbezogen und besitzt ein Main-Character-Syndrom, das ihresgleichen sucht. Eigentlich müsste man sie furchtbar finden. Und trotzdem drückt man ihr die Daumen. Lillian möchte nämlich eigentlich nur, dass aus ihrer lockeren Affäre mit Henry endlich eine richtige Beziehung wird. Als er sie abserviert, greift sie zu fragwürdigen Maßnahmen. Als Henry dann tot aufgefunden wird, ist Lillian mittendrin in einem Chaos, das mit jeder Seite größer wird.

Wer liebenswerte Figuren sucht, ist hier vermutlich falsch. Wer aber Freude an chaotischen, moralisch fragwürdigen Protagonistinnen hat, die Katastrophen magisch anziehen und dabei für beste Unterhaltung sorgen, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen.

Rezension zu: