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Gelungen
von Immenhof, 22. Oktober 2026

„Wie schön, dass es mich gibt“ umfasst zehn Hauptseiten mit schönen, kurzen Texten in Reimform. Dabei werden verschiedene wichtige Themen wie „Ich bin mutig“, „Ich darf Nein sagen“, „Ich schaffe das“, „Ich darf Fehler machen“, „Ich traue mich“, „Ich darf Grenzen setzen“, „Ich achte auf mich“, „Ich darf nach Hilfe fragen“ und „Ich höre auf mein Herz“ aufgegriffen. Auch die Botschaft, dass alle Gefühle wichtig und richtig sind, wird vermittelt.

Besonders gut gefallen mir die alltagsnahen Beispiele. So wird beispielsweise aufgezeigt, dass Kinder in derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren können. Während das eine Kind wütend wird, reagiert ein anderes mit Traurigkeit. Diese unterschiedlichen Reaktionen werden schön und verständlich dargestellt.

Einzig die negative Darstellung von Küsschen sehe ich etwas kritisch. Natürlich finde ich es wichtig, dass Kinder ihre Grenzen kennen und Nein sagen dürfen. Allerdings hätte man dies auch anhand anderer Situationen, beispielsweise einer unerwünschten Umarmung, vermitteln können. Ich selbst mochte als Kind die Küsschen für meine Urgrossmutter nicht, bin rückblickend aber froh darüber, da sie ihr immer grosse Freude bereitet haben. Deshalb hätte ich mir hier eine etwas differenziertere Betrachtung gewünscht.

Insgesamt ein schön gestaltetes Buch mit wichtigen Botschaften und gelungenen Beispielen. Gerade die kurzen Reime und die verschiedenen Alltagssituationen gefallen mir gut.

Rezension zu:
Erinnerungen sammeln und behalten
von Daggy, 22. Oktober 2026

Auf dem Cover sind die beiden Bären in bunten Fahren und mit Sternen gezeichnet, sie halten sich liebevoll und voller Vertrauen an den Tatzen.
Die Geschichte beginnt mit dem kleinen Otto, der fröhlich winkend durch den Wald eilt. Mit dem großen Bär Orlo hat er den „weltbesten Freund“, mit ihm macht er viel gemeinsam. Doch dann verliert Orlo immer mehr an Kraft und er „schlechte als gute Tage“, er spricht sogar vom Sterben. Da entlädt sich die ganze Wut des kleinen Bären in riesigen schwarzen Spiralen, er wütet und schreit, er will seinen Freund nicht verlieren. Doch dann findet er aus seiner dunklen Welt wieder zurück in die Arme von Orlo und er tröstet seinen kleinen Freund mit de Worten, „Ich bin immer bei dir, in deinem Herz.“ So verbringen die beiden eine wunderbaren gemeinsamen Sommer und als Orlo so schwach wurde, dass er im Bett lag, war Otto an seiner Seite. Als Orlo dann starb weinte Otto mit seiner Mutter an seiner Seite am Grab und in seiner Erinnerung war der alte Bär wieder an seiner Seite.
Das Buch über den Verlust eines Angehörigen empfinde ich als sehr kindgerecht. Ich glaube mit dem Vorlesen des Buches kann ich auf den Tod eines alten Menschen vorbereiten ohne Angst zu machen. Der Tod gehört nun einmal zu uns und die Kinder müssen wissen, dass so ein Verlust traurig macht, aber die Erinnerung erhalten bliebt solange wir diese Person im Herzen behalten. Neben den klaren Illustrationen, die den verstorbenen Bären in bunten Farben abbilden, sind die gereimten Texte sehr gut zu lesen.

Rezension zu:
Ein Schal sucht einen Träger
von Daggy, 22. Oktober 2026

Witzig, wie das kleine Mäuschen mit der orangen Öhrchen-Mütze sein Näschen aus dem Cover steckt.
Als dieses Mäuschen an einem Wintermorgen erwacht, weiß es, dass es ohne Schal nicht vor die Tür kann. So setzt es sich gemütlich zum Stricken in den Sessel. Ihr kleiner Schal ist schnell fertig und deshalb strickt sie mit der restlichen Wolle eine großen Schal. Doch wer könnte den wohl tragen? Der Bär schläft zu fest, um ihn zu fragen und der Wolf schaut zu überlaunig, um ihm dem Schal anzubieten. Die Hasen zanken um den Schal und dem Fuchs ist er nicht modisch genug.
Ein in zarten Farben gemaltes Bilderbuch über eine kleine Maus, die mit dem Löwen, der eigentlich nicht in den Wald gehört, einen Freund findet, den sie zu sich nach Hause einlädt.
Zusammen werden sie den Winter gut überstehen. Eine kleine Geschichte, die wärmt, weil sie zeigt, wie wichtig Freundschaft ist.

Rezension zu:
Düstere Bilder ohne Worte
von Daggy, 22. Oktober 2026


Dunkel und blau ist das Cover, drei Gestalten laufen durch die Nacht auf einen heller Streifen zu, sie sind nur schemenhaft zu erkennen und sie laufen wohl sehr schnell. Fliehen sie?
Dann sehen wir die jungen Frau, die zwei Kinder, ein Mädchen und einen kleineren Jungen hinter sich herzieht.
Die erste Doppelseite zeigt auch eine Mutter mit ihren zwei Kindern, der Junge hat eine „Hänsel-und-Gretel“-Buch unter dem Arm, durch die geöffnete Tür sehen wir den Regen. Dann huscht die Frau durch die Dunkelheit während die Kinder ihr am Fenster nachblicken. Dann taucht eine alte Frau bei den Kindern auf, sie gibt ihnen Essen und befühlt den Finger des Jungen. Nach einigen beängstigenden Bildern sehen wir die Kinder fliehen. Sie begegnen der zarten jungen Frau, die sie durch die Dunkelheit dem Licht entgegen nach Hause führt.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit der Geschichte etwas schwertue, kleine Kinder werden sich sicher bei einigen Bildern fürchten und selbst Schulkinder erleben trotz der Rettung einen Alptraum.
Die gemalten Bilder empfinde ich als sehr düster und beängstigend. Es gibt Parallelen zum oben genannten Märchen, obwohl hier mit der jungen zarten Frau eine Art Fee auftaucht. Sicher ein Kunstwerk, ob es für Kinder geeignet ist wage ich zu bezweifeln.

Rezension zu:
Fantasievolle Kindergeschichte mit Längen
von Liselottchen, 22. Oktober 2026

Elodie lebt mit ihrem Papa in London, ihre Mama ist meist unterwegs, angeblich arbeitet sie für eine Modefirma. Zusammen mit Elodies zahlreichen Freundinnen und Freunden entdecken sie ein Einhorn im Park. Von Elodies Mama, die in Wirklichkeit Einhornhüterin ist und als Spionin bei den Einhornjägern arbeitet, erfahren sie, dass das Einhorn Astra in Gefahr ist, und sie versuchen es in einer abenteuerlichen Reise in Sicherheit zu bringen.

Ich habe das Buch mit meiner ältesten 8-jährigen Enkeltochter gelesen, laut Angabe das vorgesehene Lesealter. In diesem Alter kann sie schon ganz gut selbst lesen, jedoch war ihr dieses Buch zu mühsam, sodass ich viele Teile vorgelesen habe. Es fehlten bunte Bilder, auch die Schwarz-wie-Bilder sind nur spärlich gesät. Zudem sind die zahlreichen Rückblenden nicht nur verwirrend, sondern zusätzlich in einer anderen Schrift, die schwerer lesbar ist, geschrieben.
Die Geschichte ist langatmig, es sind umfassende Erklärungen und Beschreibungen drin, sodass ihr zwischendurch langweilig wurde. Zudem war es mit den vielen auftretenden Personen schwierig, den Überblick zu behalten. Der Schreibstil hätte auch einfacher und kindgerechter sein können, Sätze sind doch ziemlich verschachtelt.
Beispiel: Abgesehen von diesem kleinen Chaos, brachte Astra einen Hauch Wildnis mit sich, der durch die Wohnung wehte, ein bisschen, wie der Duft im Wald, kurz bevor es anfängt zu schneien.

Die Story selbst hat meiner Enkelin nur teilweise gefallen, für meine jüngeren Enkelkinder war sie ohnehin zu hoch, aber es ist ja ab 8 ausgeschrieben. Ich würde sogar sagen, das Lesealter müsste auf 10 Jahre hinaufgesetzt werden, in diesem Alter können fast alle flüssig lesen und benötigen nicht mehr so viele Bilder.
Unter dem Strich eine Geschichte, die nette Ansätze hat (wie beispielsweise die zahlreichen Arten von Einhörnern), sowie der Zusammenhalt der Freunde, die meine Enkelin leider nicht komplett abholen konnte. Da eine Beurteilung jedoch immer Geschmackssache ist, bleibt unsere gemeinsame Bewertung in der Mitte.

Rezension zu:
Schneeeinsamkeit mit Nordlichtern
von Daggy, 22. Oktober 2026

Die Farben des Covers erinnern sofort an Nordlichter und der kleine weiße Fuchs auf dem Schneeberg schaut hoch zum Himmel, der mit kleinen blinkenden Sternen übersät ist.
Der Sommer ist zu Ende und der kleine Fuchs Rana, dessen Fell schon weiß ist, lauscht den Geschichten seiner Mama. Neugierig macht sich er kleine Fuchs auf den Weg und folgt der Spur des Eisbären, obwohl er weiß, dass das für ihn gefährlich werden kann. Durch wechselnde Landschaften läuft er und irgendwann kennt er sich nicht mehr aus. Mich hat das Bild, auf dem nur die Augen des Polarfuchses zu sehen sind, sehr beeindruckt. Ein wundervolles Bild. Dann taucht der Eisbär auf, der ihm anbietet, ihn zurückzubringen. Auch der Eisbär erzählt ihm eine Geschichte vom Eis.
Wundervolle zarte Illustrationen von der Schneelandschaft, den zauberhaften Lichtern am Himmel und den Tieren machen dieses Buch zu einem kleinen Schatz.

Rezension zu:
Hatte mir mehr erhofft
von Lesemama, 22. Oktober 2026

Bewertet mit 3,5 Sternen

Zum Buch:

Ryan Shipley, so heißt sie, seit sie vor kurzem bei ihrer Tante, die sie bisher nicht kannte, eingezogen ist.
Noch vor ihrem ersten Schultag zieht Ryan die Aufmerksamkeit vpn Everett James, dem Quarterback ihrer neuen Schule auf sich. Dabei möchte Ryan gerne unter dem Radar bleiben, denn sie hütet ein riesen Geheimnis. Ihr echter Namen ist Gabrielle Thorn und sie ist die Tochter des zum Tode verurteilten Starling Slayer.


Meine Meinung:

Ich liebe die Hockeyromance der Autorin und war sehr neugierig auf ihrer ersten Thriller, zumindest war/ist mir nicht bekannt, dass sie Thriller schreibt. Aufgrund des Verlags ging ich davon aus, das ea dür Erwachsene geschrieben ist, aber es ist doch eher ein Jugendthriller, gut für meine nicht so stabilen Nerven, aber dennoch anders als erwartet. Auch ging mir das typische Highschoolgezicke ziemlich auf die Nerven, es wurde auch kaum ein Klischee ausgelassen.
Ansonsten war es teilweise schon spannend und gut zu lesen. Nur, wäre es in einem.Jugendbuchverlag erschienen, wäre och mit anderen Erwartungen an die Geschichte ran. Alles in allem nett zu lesen.

Rezension zu:
Hatte mir mehr erhofft

Thornbird

von E. Kennedy Taschenbuch Zum Buch
Eine Tat wie eine Rätselbox
von beavielleser , 22. Oktober 2026

Nach dem Tod der Mutter versucht Odette ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie hat keine Freunde und nie gelernt wie man soziale Kontakte knüpft. Ihre ganze Kindheit war davon geprägt sich an neuen Orten zurecht zu finden, da ihre Mutter immer auf der Flucht war - vor Gläubigern, dem Jugendamt oder Liebhabern.

Odette organisiert ihr Leben neu, zieht in ein kleines Zimmer, versucht einen Job zu finden und soziale Kontakte zu knüpfen, aber das ist alles nicht so einfach und dann lernt sie Amor kennen.

Er ist nett zu ihr und so freut sie sich sehr über die neue Freundschaft. Odette ist endlich glücklich, sie verbringt gerne Zeit mit Amos, obwohl er so viel älter ist als sie. Mit ihm ist es nicht langweilig. Er erklärt ihr viele Dinge, schenkte ihr Bücher, nimmt sie ernst und kümmert sich um sie.

Als ihr das Zimmer gekündigt wird, bietet er ihr an, in sein Haus zu ziehen. Für Odette ist das ein Sechser im Lotto. Doch dann verändert Amos sich und plötzlich ist er tod und alle konnten seinen Mord im Internet verfolgen.

Bei diesem Roman geht es weniger um die Tat selbst. Es geht mehr um das Leben von Odette und wie es zu all dem kommen konnte.

Die Geschichte ist spannend und tiefgründig und ganz anders als ich erwartet habe. Ich konnte Odette sehr gut verstehen. Trotz oder gerade wegen ihrer Naivität war sie mir sehr sympathisch.

Rezension zu:
Eine etwas zu kurz geratene Familiengeschichte
von beavielleser , 22. Oktober 2026

1948 flieht Sami mit seiner Familie aus Jaffa. Zaifa ist damals noch ein kleiner Junge. In Tripolis versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen, was ihnen mit Fleiß und Geduld gelingt.
Beeindruckend ist wie viel Wert der Vater auf die Bildung seiner Kinder legt, auch bei seinen Töchtern. Zaifa studiert Medizin in Deutschland, lernt seine Frau kennen, Amelie wird geboren und er wird in Deutschland heimisch.
Dieser Teil der Geschichte war mir zu oberflächlich. Vieles ist nicht auserzählt, was sehr schade ist. Ein paar Seiten mehr wären schön gewesen.
Als Amelie 2024 gebeten wird als Übersetzerin bei Flüchtlingen zu helfen, hat sie dabei kein gutes Gefühl. Sie hatte schon immer Probleme mit ihren arabischen Wurzeln und versucht diese zu verstecken. Ihre Tochter Ines wirft ihr vor ihren Migrationshintergrund zu verneinen und die Beiden geraten darüber in Streit. Erst als Amelie sich mit der Syrerin Yasmin unterhält, öffnet sie sich und fängt an die Vergangenheit ihrer Familie zu hinterfragen.
Auch hier hatte ich anfangs das Gefühl, dass es an Tiefe fehlt und Amelie fand ich unmöglich mit ihrer Verdrängungstaktik. Doch im weiteren Verlauf wurde es immer besser. Amelie entwickelt sich und damit auch der Erzählstrang.
Wegen den Kapiteln in der Vergangenheit, die mich nicht richtig fesseln konnten, vergebe ich nur 3,5 Sterne.

Rezension zu:
Zeitgeschichte pur
von Lesender, 22. Oktober 2026

Zum dritten Mal geht es zu den Familien Sprüngli und Lindt, den weltberühmten Schweizer Chocolatiers, ins 19. Jahrhundert.

Ich tauche gerne in vergangene Zeiten ein, begebe mich auf die Spuren bekannter Figuren oder Unternehmen der Geschichte. Das ist nicht nur informativ und interessant, es ist auch spannend.

Das Finale der Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Zeitgeist wurde perfekt eingefangen, Der Einzug der Moderne mit Elektrizität und Telefonen wurde mit der dramatischen Familiengeschichte und dem Konkurrenzkampf sehr gut verwoben. Lebendig und aufregend schildert die Autorin diese Zeit, die politischen, wirtschaftlichen und familiären Ereignisse, so dass man sich immer ein Bild davon machen konnte, alles hautnah miterlebte und mitfiebern konnte.

Auch wenn die Geschichte viel Fiktion enthält, besitzt sie doch eine Authentizität und ist sehr gut recherchiert. Ein gelungener Lesespaß mit einem Stück Geschichtsunterricht.

Das hier ist, neben der Dallmayr-Trilogie, meine zweite Buchreihe der Autorin gewesen, die ich gelesen habe und ich bin gespannt, wen sie als nächstes zum Thema hat.

Rezension zu: