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Wird leider dem brisanten Thema nicht gerecht
von Havers, 31. Mai 2026

Die Vergangenheit lässt den ehemaligen finnischen Ministerpräsidenten Leo Koski nicht los. Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau hat er sich entschlossen, sein Heimatland zu verlassen und gemeinsam mit seiner kleinen Tochter in Washington ein neues Leben zu beginnen.

Aber trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kommt es, nachdem ihn der finnische Botschafter um Hilfe gebeten hat, zum Schlimmsten, was einem Elternteil passieren kann. Leo soll auf dessen Wunsch hin beim amerikanischen Präsidenten intervenieren, diesen davon abhalten, dessen geplanten amerikanischen Austritt aus der NATO aufzugeben, damit auch zukünftig die Sicherheit Finnlands gewährleistet ist. Widerstrebend lässt er sich darauf ein.

Doch das kreuzt die Pläne der finsteren Mächte (aka der diversen Geheimdienste aus Ost und West), die nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel sind, um ihre eigene Agenda durchzusetzen und dafür auch nicht vor Mord und Entführung zurückschrecken.

Ein guter Polit-Thriller sollte realistisch sein, zumindest dieses Kriterium hat der Autor erfüllt. Sieht man ja aktuell schon an den Aktionen des amerikanischen Präsidenten, dessen Plänen bezüglich Abzug der amerikanischen Truppen aus Deutschland. Aber das war’s auch schon, denn was Tuomas Oskari aus dieser Ausgangslage macht, ist hanebüchen, orientiert sich zum einen über weite Strecken am Westen-ist-gut-und-Osten ist-böse Narrativ, zum anderen an den Drehbüchern der Actionserien der Streaming-Dienste. Eine sehr einfach gestrickte Handlung, vorhersehbar geplottet und in mehr als simpler Sprache vermittelt, was diesem brisanten Thema nicht gerecht wird, hölzern heruntergeklöppelt ohne jegliche Raffinesse oder überraschende Wendungen. Eine enttäuschende Lektüre und deshalb leider keine Leseempfehlung meinerseits.

Rezension zu:
Leider „nur“ ein Coffee Table Kochbuch
von Havers, 4. Mai 2026

Max Strohe kannte ich bisher nur von seinen launigen Spiegel-Kolumnen und seiner Autobiografie „Kochen am offenen Herzen“. Besonders gerne mag ich aber auch dem kreativen Namen seines Restaurants in Berlin: „Speiselokal Tulus Lotrek“, mal so ganz anders benamt als die klassischen Fine Dining Tempel.

Nun ist also sein erstes Kochbuch „Dirty Bistro“ erschienen, auf das ich mich sehr gefreut hatte. Aber bereits beim ersten Durchblättern wich die Freude großer Ernüchterung, sind doch samt und sonders die Hauptzutaten fast aller Rezepte nicht nur sehr kostenintensiv, sondern auch – wenn überhaupt - nur mit immensem Aufwand zu beschaffen, insbesondere dann, wenn man nicht in der Großstadt lebt.

Erwartet hatte ich aufgepeppte Gerichte aus der klassischen Bistro-Küche, gerne auch noch mit besonderen Strohe typischen Twists, die innerhalb eines akzeptablen Zeitrahmens zu realisieren sind. Keine Frage, die Rezepte sind ausgefallen, innovativ und überraschend, allerdings nur eingeschränkt für Menschen mit einer Fisch-und/oder Krustentier-Allergie geeignet. Dazu kommt, dass die Zubereitungen auch für erfahrene Hobbyköche und –köchinnen selbst dann, wenn man die Zutaten beschaffen konnte, extrem zeitintensiv und deshalb leider nicht alltagstauglich sind. Schade.

Mein Fazit: „Dirty Bistro“ ist ein repräsentatives Coffee Table Book mit schönen Bildern und netten Geschichten für Strohe-Fans bzw. Fans von Köchen, die aus der Reihe tanzen. In unserem Haushalt wird es sich aber wohl aus den oben genannten Gründen keinen festen Platz im Küchenregal erobern, in dem die regelmäßig genutzten Kochbücher stehen.

Rezension zu:
Langatmige Mogelpackung
von Havers, 3. Mai 2026

Die „Mörderisches Island“ Reihe habe ich mit Ausnahme von Band 4 „Verlassen“ sehr gerne gelesen, und gerade deshalb hätte ich gewarnt sein sollen, denn genau das, was ich bei diesem kritisiert habe, treibt die Autorin in „Home Before Dark“ auf die Spitze.

Aber first things first. 1977, zehn Jahre sind vergangen, seit Kristin (Stina) spurlos verschwunden ist. Und noch immer leidet die Familie, insbesondere ihre Schwester Marsibil (Marsi), unter dem Verlust, insbesondere, da offenbar niemand, weder die Eltern noch die Polizei, großes Interesse daran hatte, diesem Vermisstenfall nachzugehen. Was ist damals geschehen? Und hat der geheimnisvolle Brieffreund Marsis, mit dem sie damals im Namen der Schwester, etwas mit dem Verschwinden dieser zu tun? Hat er sie während seines angekündigten Besuchs getötet? Diese Fragen stellt sich Marsi und lässt die damaligen Ereignisse während des Besuchs bei ihren Eltern Revue passieren. Marsibil und Kristin, 1977 und 1967, zwei Zeitebenen, zwei ich abwechselnde Perspektiven, die Licht ins Dunkel bringen sollen.

Gelabelt ist „Home Before Dark“ als Psychothriller, wird als „atemberaubender Nordic Noir“ bezeichnet, was natürlich hohe Erwartungen weckt. Aber leider werden diese nicht erfüllt. Anstelle eines Thrillers bekommt man das Porträt einer dysfunktionalen Familie, in der jede/r bemüht ist, die Realität auszublenden bzw. zu verleugnen. Über 300 Seiten nichtssagende Nabelschauen und Wiederholungen, durch die man sich durchquälen muss, in denen die Handlung auf der Stelle tritt, bevor das letzte Viertel an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen gewidmet ist, die leider durch die Vielzahl unglaubwürdiger Twists ad absurdum geführt werden.

Fazit: Eine langatmige Mogelpackung, über weite Strecken ermüdend, die die Erwartungen nicht erfüllt und mit „Nordic Noir“ noch nicht einmal in Ansätzen etwas zu tun hat. Das Einzige, was gelungen ist, sind die Naturbeschreibungen, aber das ist definitiv zu wenig, als das man „Home Before Dark“ als gelungenen Thriller bezeichnen bzw. empfehlen könnte.

Rezension zu:
Der blanke Horror
von Havers, 9. April 2026

Wir kennen es aus den Sozialen Medien: Das Bild eines weitläufigen, irgendwo im Nirgendwo gelegenen Bauernhofs, der aussieht, als wäre er das Top-Objekt aus dem Verkaufsprospekt des Immobilienmaklers. Die heimelige Küche auf dem Land, deren Einrichtung blitzt und blinkt, in der die junge, bildhübsche Hausfrau mit Rüschenschürze Brote backt und/oder Mahlzeiten aus dem selbstangebauten Gemüse für ihre Großfamilie zubereitet. Um sie herum eine vielköpfige Kinderschar und der gutaussehende „Pater familias“. Eine harmonische Familie, die die „alten“ Werte lebt und in der alle glücklich und zufrieden sind. Aber ist das wirklich so?

Zeigen die Reels der „Tradwives“ deren Realität oder lediglich ihr gefaktes Leben für die Millionen Follower, das sich in klingender Münze auszahlen soll? Und was macht das auf lange Sicht mit den Beteiligten, insbesondere mit den Kindern? Wie wirkt sich dieses permanente „Vorführen“ auf deren Entwicklung aus?

Und was sagt der Erfolg eines solchen nach rückwärts gerichteten Formats, das traditionelle und religiös geprägte Werte, vor allem im Hinblick auf Geschlechterrollen und Mutterschaft, ohne kritisches Hinterfragen in die Welt schickt, über den Zustand der jeweiligen Gesellschaft aus?

Das sind einige der Fragen, die mir bei der Lektüre von Caro Claire Burkes „Yesteryear“ in den Sinn kamen. Mich hat dieser Roman nicht unterhalten. Er hat mich gefordert, war anstrengend zu lesen, hat zum Nachdenken genötigt. Und nein, das war weder eine Satire noch ein Thriller, sondern in erster Linie der blanke Horror.

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Zuviel Drumherumgerede killt die Interessante Ausgangssituation
von Havers, 7. April 2026

Eine kalifornische Vorstadt in den späten Sechzigern. Drei Frauen, deren Ehemänner als Serienmörder entlarvt und verurteilt wurden. Das Getuschel der Nachbarn hinter vorgehaltener Hand, die Zweifel an deren Ahnungslosigkeit haben, während selbst Beverly, Elsie und Margot sich immer wieder fragen, wie sie die Anzeichen übersehen konnten. Kann man mit diesen Selbstvorwürfen, dieser Schuld, diesem Stigma weiterleben?
Sie können, weil sie müssen, denn das Leben geht weiter. Beverly kümmert sich um ihre beiden Kinder, archiviert aber gleichzeitig Zeitungsausschnitte über gewaltsame Übergriffe auf Frauen, Elsie legt den Fokus (vergeblich) auf ihre berufliche Karriere in einer Nachrichtenredaktion und Margot betäubt ihre Schuldgefühle mit Alkohol und wechselnden Männerbekanntschaften.
Doch dann häufen sich in den Nachrichten Meldungen über junge Frauen die eines gewaltsamen Todes gestorben sind, und ja, es scheint, als würde einmal mehr ein Serienmörder sein Unwesen treiben. Die Polizei tappt im Dunkeln, hat weder Plan noch Verdächtige, ist aber gleichzeitig auch blind für die Hinweise, die Beverly ihrem Polizisten-Lover gibt.
Wäre das nicht eine perfekte Ausgangslage für das Freundinnen-Trio, um den Mörder zu stellen? Wer, wenn nicht sie, können das Böse erkennen, sind prädestiniert dafür, den Täter zu entlarven und sich damit auch von peinigenden Schuldgefühlen zu befreien? Und so entschließen sie sich (auf Initiative von Beverly), den Täter ausfindig zu machen und seiner gerechten Strafe zuzuführen.
„Ein guter Blick fürs Böse“ wird zwar vordergründig als Kriminalroman vermarktet, versucht aber über weite Strecken einen feministisch geprägten Blick zurück in die Zeit eines beginnenden gesellschaftlichen Wandels zu werfen, in der die drei Frauen die ihnen zugedachten Rollen - zumindest in Ansätzen - in Frage stellen. Auch und gerade dann, wenn man ihnen Steine in den Weg legt. Und ja, ich scheue mich, das Buch als historischen Roman zu bezeichnen, denn dafür hätte es meiner Meinung eine intensivere Sicht auf die gesamt gesellschaftlichen Veränderungen im Kalifornien der sechziger Jahre bedurft.
Arnott baut die Story langsam auf, zu langsam für meinen Geschmack, kreist immer wieder um die Themen Geschlechterrollen, Freundschaft, aber auch Schuld und Sühne, was leider insbesondere in der ersten Hälfte zu Lasten der Spannung geht. Hier hätte sie straffen können und sollen, was dem Tempo durchaus zuträglich gewesen wäre, insbesondere weil die Anzahl der Verdächtigen sehr übersichtlich ist. Und auch die Konzentration auf die Charakterisierung der drei Frauen war dem Spannungsfaktor nicht wirklich zuträglich, hat sich wiederholt und meine Geduld überstrapaziert, so dass ich mich stellenweise fast schon zum Weiterlesen zwingen musste. Von einem Kriminalroman erwarte ich mir mehr: Mehr Tempo, mehr Action, mehr Spannung. Und vor allem weniger Drumherumgerede.

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Interessante Ausgangslage, die Erwartungen weckt
von Havers, 7. März 2026

Eigentlich kann er atmosphärisch erzählen, der Herr Knüwer, hat er ja bereits mit seinem preisgekrönten Vorgänger „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“ bewiesen, in dem er tief in die Psyche seiner Hauptfigur eintaucht. So auch meine Erwartung an „Giftiger Grund“.

Hier nun der Einstieg in die Story mit dem Lost Place, der vergessenen und verratzten Tankstelle. irgendwo im Nirgendwo. Natürlich ein passender Hintergrund, wobei sich allerdings beim Lesen zunehmend herausstellt, dass dies nur eine vernachlässigbare Klammer ist, die die Geschichte, die er zu erzählen hat, zusammenhält.

Drei Akteure: Joran, der frisch entlassene Häftling, verurteilt für eine Straftat, die bei genauerem Hinsehen einen unglücklichen Hintergrund hat. Charu, die – ja, was ist sie eigentlich – Influencerin, Fotografin, die ihren Social Media Account mit Fotos von verlassenen, zerfallenden Gebäuden füllt. Und Edda, ein kleines Mädchen, das Nacht für Nacht die Tankstelle aufsucht...

Wir lernen diese drei Personen kennen, tauchen häppchenweise, aber leider auch recht oberflächlich, in ihre persönlichen Geschichten ein, bis sich ihre Wege kreuzen.

Knüwer macht das ziemlich geschickt. Die Perspektivwechsel bringen Abwechslung, generieren durch die alternierenden Kapitel Tempo, machen neugierig und lassen die Leserinnen Vermutungen über den Fortgang der Story anstellen.

Allerdings ist meiner Meinung nach die Ausgangslage dieser Geschichte, die als „psychologischer Kriminalroman“ vermarktet wird, wesentlich interessanter als das Endergebnis, das sich in konventionellem Friede, Freude, Eierkuchen auflöst und leider den Eindruck erweckt, als hätten wir es hier eher mit einem Schreibversuch des Autors, als mit einer fein ausgearbeiteten Erzählung zu tun, die es mit „Gudelia“ aufnehmen kann.

Fazit: Interessante Idee, mittelmäßig ausgeführt. Erwartungen nicht erfüllt.

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Debüt mit Schwächen
von Havers, 20. Februar 2026

Es sind hohe Erwartungen, die die Besprechungen in den Kultur-Rubriken der irischen und englischen Medien für Colin Walsh wecken, wenn sie reihum sein Debüt mit den literarischen Thrillern der großartigen Tana French oder mit Donna Tartts Ausnahmewerk „Die geheime Geschichte“ vergleichen. Das macht neugierig, insbesondere dann, wenn man die beiden genannten Autorinnen kennt und schätzt.

2003. Sommer in Kinlough. Die sechs Teenager Kala, Aoife, Helen, Aiden, Joe und Mush genießen den Sommer. Riskante Wettrennen, heimliche Pints, die ersten Küsse. Doch dann verschwindet am 3. November die furchtlose Kala, nach außen furchtlos, aber im Inneren eine verletzte und zutiefst verunsicherte Seele. Niemand weiß, wo sie abgeblieben ist, und plötzlich ist nichts ist mehr wie zuvor. Die Jahre vergehen, und die Freunde zerstreuen sich in alle Himmelsrichtungen. Anlässlich einer Hochzeit treffen sich 2018 drei von ihnen wieder in ihrer Heimatstadt: Mush, der Kinlough nie verlassen hat, Helen, die mittlerweile in Kanada lebt, und Joe, der auf eine Karriere als Musiker zurückblicken kann. Man trifft sich, die alte Vertrautheit stellt sich wieder ein. Doch dann werden in einer Baugrube die sterblichen Überreste Kalas gefunden und fast zeitgleich verschwinden wieder zwei Teenager, die beiden Schwestern Donna und Marie. Ängste werden wach, alte Erinnerungen an die Ereignisse rund um Kalas Verschwinden gelangen wieder an die Oberfläche. Was ist vor fünfzehn Jahren geschehen? Und wer ist dafür verantwortlich?

Erwachsenwerden, Freundschaften, Familiengeheimnissen, Gehen, Bleiben und Zurückkommen, das sind die Themen, die Walsh in seinem Debüt behandelt und in zwei Zeitebenen aus Sicht von Mush, Helen und Joe Revue passieren lässt. Es überlappt sich, dreht sich im Kreis und wird wiederholt, so dass man sich fragt, wann er endlich auf den Punkt kommt. Auch wenn die Charakterisierungen überwiegend als gelungen gelobt werden, kann ich dem nur bedingt zustimmen, denn vieles, auch was die Storyline angeht, habe ich so oder so ähnlich schon weitaus besser gelesen und überrascht deshalb nicht. Langer Rede kurzer Sinn, der Vergleich mit Frech und Tartt hinkt und hat meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllt. Schade!

Rezension zu:
Aktuelle politische Themen, spannend aufbereitet
von Havers, 9. Februar 2026

Mit Spionagethrillern ist das so eine Sache. Wenn Könner wie John le Carré und oder Mick Herron am Werk sind, lese ich sie am liebsten in einem Rutsch, wirken sie realitätsfern und simpel konstruiert, fehlt mir meist der lange Atem, um bis zum Ende durchzuhalten. Glücklicherweise vereinen die Repair Club Bände des niederländischen Autors Charles den Tex das Beste aus den beiden Welten der obengenannten Autoren, nämlich den komplexen und kenntnisreichen Plot eines le Carré, garniert mit der beißenden Ironie Herrons, ohne dabei das politische Tagesgeschehen außen vor zu lassen.

Wie bereits im Vorgänger muss sich John Antink, Geheimagent im Ruhestand, auch in „Der Countdown läuft“, Band 2 der Repair Club Reihe, mit einem Ereignis aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Bei einem Reparatureinsatz des Clubs kommt ein ihm unbekannter Mann auf ihn zu, zeigt ihm das Foto einer Frauenleiche in einer Wüstenlandschaft und startet gleichzeitig einen Timer mit der Aufforderung, er möge das, was er sieht, reparieren, nämlich den Todesschützen ausfindig machen. Antink war damals dabei, kann sich aber beim besten Willen nur noch undeutlich an die Situation erinnern, hat diese ihn doch damals schwer traumatisiert. Aber wer ist der Unbekannten, der diese Forderung an ihn stellt? Und was ist sein Motiv? Aber die Uhr läuft, und so aktiviert Antink alte Kontakte, um dieses Rätsel innerhalb der ihm zugestandenen Zwei-Wochen-Frist zu lösen.

Ja, natürlich sind die Ereignisse in diesem Thriller fiktional, aber so oder so ähnlich sind mit Sicherheit zahlreiche afghanische Ortskräfte, die die internationalen ISAF Truppen unterstützten, nach Abzug der Truppen zu Tode gekommen oder müssen auch aktuell noch um ihr Leben fürchten, da der Westen, in diesem Fall die Niederlande, sich nicht für deren Schutz verantwortlich fühlten und fühlen.

Ein komplexer, spannender Agententhriller, der tief in der politischen Realität verankert ist, mit einem glaubhaften Plot und einem sympathischen Protagonisten, für den Moral kein Fremdwort ist. Lesen!

Band 3 der Reihe mit dem Titel “Der vergessene Spion“ erscheint Ende 05/2026.

Rezension zu:
Von der Eierspeis‘ bis zum Ribiselschaumkuchen
von Havers, 5. Februar 2026

Kräftige Rindssuppe mit Frittaten, danach zarter Tafelspitz mit Kren und zum Abschluss Palatschinken mit Marillenmarmelade. Ein klassisches Sonntagsessen, wie es gerne in Wien auf den Tisch kommt.

Ihr liebt Österreich und seine Hauptstadt? Mögt ehrliche, bodenständige Gerichte, gerne auch mit einem unerwarteten Twist? Dann ist die Neuauflage von Susanne Zimmels „Wiener Küche“, genau das, was ihr sucht, denn hier findet ihr Hintergrund-Informationen zur kulinarischen Tradition und Wiener Lebensart und natürlich - wie es sich für ein Kochbuch gehört – auch die Rezepte für die Gerichte, die wir mit der Stadt der Fiaker und des Praters in Verbindung bringen und die die meisten von uns kennen. Viele davon klassisch, aber auch das eine oder andere in der Rezeptur behutsam und stimmig angepasst.

Bei der Rezeptauswahl folgt die Autorin der klassischen Menü-Einteilung: Frühstück und Jause (knapp gehalten, mit Schwerpunkt Eierspeisen), Suppen (von der Rindssuppe bis zu den verschiedenen Einlagen), Hauptspeisen (vom Kalbstafelspitz bis zum Paprikahendl), Beilagen und Salate (alles über Knödel, Nockerl, Erdäpfel und Fisiolen, aber auch Zwetschken und Marillen) sowie Mehlspeisen und Süßes (Buchteln, Striezel und Strudel). Ergänzt wird dies mit höchst interessanten Informationen zu den kulturhistorischen Hintergründen der Zutaten, detaillierter Warenkunde sowie wunderschön illustrierten Impressionen der Donaumetropole.

Eine kulinarische Reise nach Wien und eine umfangreiche Rezeptsammlung, die keine Wünsche offenlässt. Präsentiert in hochwertiger Ausstattung, die alle Sinne anspricht und in keinem Kochbuch-Regal fehlen sollte.

Rezension zu:
Ein Kochbuch, das die Zeit überdauern wird
von Havers, 5. Februar 2026

Seit vielen Jahren haben die Kochbücher von Alexander Herrmann ihren festen Platz in unseren Regalen (von ihm haben wir u.a. gelernt, wie man ein Steak auf den Punkt zubereitet).Ob es nun um „Geschmacksgeheimnisse“ oder „Weil’s einfach gesünder ist“, schlussendlich zählt auf dem Teller doch nur, und hier wird mir jede/r Hobbyköchin/Hobbykoch zustimmen, das Ergebnis bei der Frage nach dem Warum: „Weil’s einfach besser ist“. Die Rezepte des fränkischen Sterne- und Fernsehkochs haben die Zeit überdauert, weil er seinem Credo treu geblieben ist, sich unsinnigen Trends verweigert und uns über die Jahre mit Rezepten versorgt hat, die Emotion, Perfektion und Persönlichkeit in sich vereinen.

„Ich lieb’s“ ist, fast könnte man schon plakativ sagen, die Quintessenz eines Kochlebens, findet man darin doch auch viele seiner „Heimatklassiker“ wieder (teilweise bereits in einem seiner anderen Kochbücher zu finden, was allerdings keinen Makel darstellt), deren Rezepte meist nur noch in Schulkochbüchern zu finden sind: Frikadellen und Frikassee in verschiedenen Variationen, Böfflamot und Oma Hertas Rindsrouladen. Jedes Rezept mit dem Herrmann‘schen Twist ganz gleich ob Zutaten oder Zubereitung, der das Endergebnis auf dem Teller zu etwas Besonderem macht.

Die 120 Lieblingsrezepte und Geschmacksgeheimnisse sind auf 251 Seiten in 7 Kapiteln verteilt und werden durch das alphabetisch geordnete, vierseitige Zutatenregister ergänzt, in dem gleichzeitig auch die dazugehörigen Rezepte zu finden sind: Salate & Tatar, Gemüse-Life-Hacks, Pasta & Risotto, Fisch & Ceviche, Geflügel & Fleisch, Fleischpflanzerl, Klopse & Schnitzel sowie Schokoladig & Süß. Dazu kommen jede Menge Tipps für Geschmacksgeheimnisse und Kitchenhacks, die für die Geling-Garantie sorgen. Bebildert sind die Rezepte mit ansprechenden Fotos, die einem schon allein beim Anschauen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Die Zutaten sind, mit Ausnahme der Fische, in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich, der Zeitaufwand ist bei den meisten Rezepten überschaubar, setzt aber bei einigen ein gewisses Maß an Küchen-/Kocherfahrung voraus.

Ein Kochbuch, das die Zeit überdauern wird. Nachdrücklich sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen empfohlen

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