• 3 Mio. Bücher in 24h *
  • Kostenloser Versand in ganz Österreich
  • Kostenlose Geschenksverpackung
  • Kauf auf Rechnung
Schnellbestellung Mein Konto Warenkorb 0

Der schnelle Weg

zu uns HEYNis

Auswahl #1 Whats App

Jetzt

anmelden!

News letter

Unser

Service

Service

Aktuelle

Events

Events

Kundenbewertungen

Alle Rezensionen anzeigen
Alle Rezensionen von April1985:
Filtern nach:
  • 5 Sterne
  • 4 Sterne
  • 3 Sterne
  • 2 Sterne
  • 1 Sterne
Alle Bewertungen ansehen
Jane Austen trifft Hexerei – herrlich bissig, wunderbar skurril, nur leider war ich irgendwann ziemlich verloren????‍⬛????????
von April1985, 31. Oktober 2026




Meine Gedanken:

Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte den Humor, den Schreibstil und vor allem Lydia als Erzählerin sofort. Durch ihre ganz eigene Art zu erzählen hatte ich stellenweise wirklich das Gefühl, selbst in einem Tagebuch zu lesen – oder als würde Lydia direkt neben mir sitzen und mir ungefiltert erzählen, was in ihrem Leben gerade wieder schiefläuft.

Lydia ist lebenslustig, wild, ein bisschen chaotisch und mit einer gehörigen Portion Magie ausgestattet. Genau das hat am Anfang für mich richtig gut funktioniert und dafür gesorgt, dass ich mich sehr schnell mit ihr verbunden gefühlt habe.

Herrlich bissig und wunderbar skurril:

Was ich besonders mochte, war der Humor. Dieser Biss, dieses leicht Überdrehte und die völlig absurde Selbstverständlichkeit, mit der bekannte Elemente aus Stolz und Vorurteil plötzlich magisch werden.

Allein Kitty. Kitty ist einfach eine Katze. Und irgendwie passt das erstaunlich gut. Auch Wickham als Dämon? Passt erschreckend gut.

Ich hatte außerdem richtig viel Spaß dabei, all die bekannten Figuren wiederzutreffen – nur eben in einer deutlich karikierteren Version. Mrs. Bennet ist natürlich weiterhin Mrs. Bennet, Mr. Bennet leidet weiterhin auf seine ganz eigene Weise und auch Darcy darf natürlich nicht fehlen. Gerade wenn man Jane Austens Original kennt, macht es Spaß zu sehen, wie vertraute Figuren neu interpretiert werden.

Und dann verliert sich die Geschichte...

Leider konnte die Handlung dieses anfängliche Gefühl für mich überhaupt nicht halten. Nach dem starken Einstieg begann die Geschichte irgendwann nur noch vor sich hin zu plätschern und je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, den roten Faden aus den Augen zu verlieren.

Dazu kommen immer wieder Zeitsprünge, die ich teilweise erst verspätet bemerkt habe. Plötzlich waren wir an einem anderen Punkt oder es war deutlich mehr Zeit vergangen, als ich zunächst dachte. Diese Sprünge haben mich eher aus der Geschichte herausgebracht, als dass sie für Dynamik gesorgt hätten.

Ich habe tatsächlich bis zum Schluss versucht, den roten Faden wieder richtig zu greifen. Aber jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt habe ich ihn, ist er mir wieder entwischt. Das fand ich besonders schade, weil die Grundidee so viel Potenzial hatte: Lydia als Hexe, Kitty als Katze, Wickham als Dämon und Jane Austens Figuren in einer magischen, leicht überzeichneten Version.

Das hätte für mich so gut funktionieren können.

Stattdessen hatte ich irgendwann das Gefühl, dass viele Ideen eher nebeneinanderstehen, ohne sich zu einer wirklich runden Geschichte zu verbinden.

Auch das Hörbuch konnte mich nicht zurückholen:

Ab ungefähr der Hälfte habe ich zusätzlich zum Hörbuch gegriffen. Ich hatte gehofft, dass mich die Geschichte dadurch wieder stärker packt und vielleicht ein immersiveres Erlebnis entsteht.

Leider hat auch das nicht funktioniert. Dabei möchte ich ausdrücklich betonen, dass das Hörbuch wirklich sehr gut gesprochen ist. An der Sprecherleistung lag es definitiv nicht. Die Figuren werden lebendig und gerade Lydias Art kommt beim Hören richtig schön zur Geltung.

Normalerweise tragen mich Hörbücher gerade durch ruhigere oder etwas zähere Passagen ziemlich gut. Hier konnte aber selbst die tolle Sprecherleistung nicht darüber hinwegtäuschen, dass mir in der Handlung etwas fehlte, woran ich mich festhalten konnte.

Der anfängliche Zauber kam für mich dadurch leider nicht mehr zurück.

Was bleibt?

Stolz, Vorurteil und Hexerei hatte für mich einen wirklich vielversprechenden Start. Ich mochte Lydia, den bissigen Humor, das Skurrile und hatte Spaß dabei, bekannte Figuren aus Stolz und Vorurteil in dieser magischen, überzeichneten Version wiederzutreffen. Gerade Kitty als Katze und Wickham als Dämon sind Ideen, die ich wahrscheinlich so schnell nicht vergessen werde.

Aber leider reicht eine tolle Grundidee für mich am Ende nicht aus. Die Handlung verlor sich zunehmend, die Zeitsprünge haben mich immer wieder herausgerissen und ich habe bis zum Schluss versucht, einen roten Faden zu finden, der für mich einfach nicht richtig greifbar wurde.

Trotz meiner zwei Eulen möchte ich das Buch aber keinesfalls grundsätzlich abschreiben. Nur weil mir der Schuh dieses Mal nicht gepasst hat, heißt das nicht, dass er nicht jemand anderem perfekt passen kann. Die vielen positiven Stimmen zum Buch sprechen schließlich für sich.

Mein Exemplar wird mein Regal deshalb zwar wieder verlassen – aber nicht weit reisen. Es zieht zu meiner Schwester, die genau wie ich schon immer ein Fan von Jane Austen, ihren Figuren und Geschichten war.

Und irgendwie kann ich mir ziemlich gut vorstellen, dass gerade sie mit dieser witchy Adaption des Klassikers viel mehr anfangen kann als ich.

Vielleicht hat Stolz, Vorurteil und Hexerei bei mir also einfach nur das falsche Bennet-Schwesterchen erwischt. ????

Eine originelle, herrlich skurrile Idee mit starkem Einstieg und großartiger Sprecherleistung – die mich im weiteren Verlauf leider trotzdem fast vollständig verloren hat.

???????? / 5

Zwei Eulen für bissigen Humor, eine herrlich skurrile Kitty und eine tolle Grundidee – und fünf Mikrofone für ein Hörbuch, dessen Sprecherleistung definitiv nicht der Grund war, warum mir unterwegs der rote Faden abhandengekommen ist. ????‍⬛????????

Rezension zu:
Cowboys, Westernstadt-Kitsch und eine Haters-to-Lovers-Romance, bei der nicht nur verbal die Fetzen fliegen
von April1985, 30. Oktober 2026

Meine Gedanken:

Ein absolutes Guilty Pleasure.

Ja. Ich bekenne mich schuldig. Ich liebe Cowboys. Und ich liebe diesen herrlich kitschigen Charme von Westernstädten wie Pullman City, No Name City und wie sie alle heißen.
Kein Wunder also, dass ich mich in Bravetown ziemlich schnell wohlgefühlt habe.

Ich bin gedanklich die staubige Mainstreet entlanggeschlendert, habe mir die Shows angesehen, neue Freunde gefunden und sämtliche Attraktionen genossen.

Und irgendwann habe ich mich natürlich auch gefragt, ob diese Attraktionen vom Personal tatsächlich manchmal für etwas … privatere Vergnügungen zweckentfremdet werden.

Sagen wir einfach: Das Buch liefert darauf Antworten.

Und ich hatte riesigen Spaß damit.

Willkommen in Bravetown:

Für mich ist Bravetown ganz klar eines der Highlights der Geschichte. Eine komplette Westernstadt als Themenpark. Mit Cowboys, Banditen, Pferden, Saloons und inszenierten Schießereien. Ich bin dabei.

Natürlich ist alles ziemlich kitschig. Aber genau das gehört dazu.

Ich mochte dieses Gefühl, gemeinsam mit Esra durch den Park zu laufen und nach und nach die Menschen kennenzulernen, die dort arbeiten. Hinter den Rollen und Kostümen entsteht eine kleine Gemeinschaft, die für Esra immer mehr zu einem Ort wird, an dem sie tatsächlich ankommen kann.

Der Found-Family-Aspekt hat deshalb für mich richtig gut funktioniert.

Esra – laut, chaotisch und wunderbar wild:

Esra mochte ich richtig gerne. Sie ist chaotisch. Laut. Wild.Ein Freigeist.
Und gleichzeitig steckt hinter ihrer Art viel mehr, als man zunächst vielleicht vermuten würde.

Durch ihre chronische Erkrankung hat sie einen großen Teil ihrer Kindheit in Krankenhäusern verbracht. Auch deshalb wollte sie ursprünglich Medizin studieren.Doch irgendwann wird das Korsett aus Studium, Erwartungen und den Vorstellungen ihrer Eltern einfach zu eng.Also zieht sie die Reißleine.

Sie folgt ihrem Bruder nach Bravetown und beginnt dort eigentlich als Eisverkäuferin. Eigentlich. Denn schon beim Bewerbungsgespräch wird daraus plötzlich Annie Lou – die Jungfrau in Nöten, die sich Abend für Abend vom berüchtigten Ace Ryder entführen lässt.

Esra muss ihren Weg dabei gar nicht unbedingt erst finden. Vielmehr muss sie herausfinden, wie dieser Weg aussehen darf, wenn nicht ständig andere bestimmen, was richtig für sie ist. Und genau diese Seite an ihr mochte ich sehr.

Und dann ist da Noah…

Oder besser gesagt: Ace Ryder. Cowboy. Bandit.Brother’s Best Friend.
Und ziemlich grumpy, sobald Esra in seiner Nähe auftaucht.

Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Esra ist spontan, laut und bringt Chaos mit. Noah möchte Kontrolle. Was natürlich hervorragend funktioniert, als ausgerechnet Esra plötzlich seine neue Showpartnerin wird. Zumal es da noch ein winziges Problem gibt: Esra kann nicht einmal reiten. Beste Voraussetzungen also.

Schon bald fliegen zwischen den beiden die Fetzen. Die Schlagabtausche sind hitzig, die gegenseitige Genervtheit groß und beide wissen ziemlich genau, welche Knöpfe sie beim anderen drücken müssen. Grumpy x Sunshine trifft es hier wirklich ziemlich gut.

Und ich hatte unglaublich viel Spaß mit den beiden.

Wenn die Show plötzlich ein bisschen zu echt wird:

Eigentlich sollen Annie Lou und Ace Ryder auf der Bühne nur eine Rolle spielen. Sie wird entführt. Er gibt den gefährlichen Banditen. Das Publikum bekommt seine große Liebesgeschichte. Ende der Show.

Nur verschwimmen irgendwann die Grenzen zwischen dem, was gespielt ist, und dem, was tatsächlich zwischen Esra und Noah passiert. Und genau diese Entwicklung hat für mich richtig gut funktioniert.

Aus Genervtheit wird Spannung. Aus Wortgefechten wird Anziehung.
Und irgendwann stellt sich die Frage, ob die beiden wirklich noch so überzeugend schauspielern – oder längst etwas ganz anderes passiert.

Natürlich machen sie es sich gegenseitig nicht gerade einfach. Aber bei Haters to Lovers gehört das schließlich dazu.

Und irgendwann wird es ziemlich heiß:

Ab ungefähr der Hälfte legt das Buch beim Spice dann ordentlich zu. Und zwar nicht nur ein bisschen. Ziemlich oft. Ziemlich explizit. Und erstaunlich kreativ, wenn es darum geht, welche Orte in einem Western-Themenpark sich dafür offenbar eignen.

Ich musste dabei mehr als einmal grinsen. Aber wisst ihr was? Ich hatte immer noch Spaß. Sehr sogar.

Der Spice gehört hier einfach zu dieser etwas überdrehten, hemmungslosen Guilty-Pleasure-Stimmung des Buches.

Wer eine zurückhaltende Cowboy-Romance erwartet, dürfte deshalb vermutlich überrascht werden.

Bravetown ist offenbar nicht nur nach Feierabend ziemlich wild.

Mehr als nur Cowboys und Spice:

Was ich schön fand: Hinter all dem Humor, der Romance und dem Western-Kitsch steckt trotzdem eine Geschichte darüber, sich von Erwartungen zu lösen.

Esra muss sich fragen, welches Leben sie eigentlich selbst führen möchte. Nicht ihre Eltern. Nicht ihr Studium. Nicht die Menschen, die glauben zu wissen, was für sie das Beste ist. Sie selbst. Und Bravetown gibt ihr den Raum, das überhaupt erst herauszufinden.

Dazu kommen neue Freundschaften und dieses Gefühl, an einem völlig unerwarteten Ort Menschen zu finden, bei denen man einfach sein darf, wie man ist.

Dadurch hatte die Geschichte für mich neben all dem Spaß auch genug Herz.

Was bleibt?

The Brave and the Reckless war für mich wirklich ein absolutes Guilty Pleasure. Cowboys. Eine kitschige Westernstadt. Hitzige Wortgefechte.
Found Family. Ein grummeliger, sexy Bandit. Eine chaotische Annie Lou, die eigentlich gar nicht reiten kann.
Und später ziemlich viel Spice.

Muss man das alles wahnsinnig ernst nehmen? Nein. Sollte man das?Wahrscheinlich auch nicht.

Ich wollte nach Bravetown, über die Mainstreet schlendern, im Saloon vorbeischauen und mir ansehen, welches Chaos Esra als Nächstes verursacht. Und genau deshalb hat das Buch für mich funktioniert.

Wild, spicy, herrlich kitschig und einfach richtig unterhaltsam.

???????????????????? / 5

Fünf Eulen für Cowboys, Westernstadt-Kitsch, fliegende Fetzen und ein Guilty Pleasure, bei dem ich von Anfang bis Ende einfach eine verdammt gute Zeit hatte. ????????????

Rezension zu:
Düstere Academy-Vibes, geheime Rituale und ein Vertrauensspiel, das etwas zu lange braucht, um Fahrt aufzunehmen
von April1985, 30. Oktober 2026

Meine Gedanken:

Band 1 war für mich eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle.

Nervenaufreibend, voller Twists und mit einem Ende, das mich ehrlich gesagt immer noch sprachlos macht. Entsprechend gespannt war ich auf Curseborn.

Band 2 knüpft direkt an die dramatischen Ereignisse an und spinnt das große „Wem kann ich hier eigentlich vertrauen?-Spiel weiter.

Und trotzdem konnte mich die Geschichte diesmal nicht ganz so stark einnehmen.

Für mich fühlte sich der Verlauf über weite Strecken deutlich ruhiger an. Lange hatte ich das Gefühl, dass die Handlung eher vor sich hinplätschert, bevor im späteren Verlauf endlich wieder mehr Spannung aufkommt. Als sie dann kommt, sitzt sie allerdings.

Denn natürlich gibt es wieder einige Twists und Enthüllungen – und ein paar davon haben mich wirklich ziemlich kalt erwischt.

Düster, geheimnisvoll und perfekt für Halloween:

Was für mich auch diesmal wieder richtig gut funktioniert hat, war die Atmosphäre. Die Wyndhouse Academy wirkt düster, geheimnisvoll und stellenweise fast unheimlich. Geheime Rituale. Friedhöfe. Die Zwischenwelt. Verborgene Zirkel. Blutmotten.

Und mittendrin Eden, die immer weniger sicher sein kann, wem sie eigentlich trauen darf.

Gerade rund um Halloween passt dieses Setting einfach perfekt.

Auch Edens Kräfte werden zunehmend bedrohlich, weil sie längst nicht mehr nur körperlich etwas von ihr fordern, sondern auch mit ihrem Verstand spielen.

Wenn man irgendwann selbst nicht mehr weiß, was real ist und was vielleicht nur im eigenen Kopf passiert, entsteht automatisch dieses unangenehme Gefühl von Unsicherheit, das gut zur Geschichte passt.

Zum Glück als Hörbuch:

Ich bin tatsächlich froh, dass ich Curseborn als Hörbuch gehört habe. Beim Lesen hätte ich vermutlich deutlich weniger Durchhaltevermögen bewiesen.

Manche Geschichten funktionieren für mich zum Hören einfach besser – gerade dann, wenn die Handlung zwischendurch etwas länger braucht, um wieder Fahrt aufzunehmen.

Beim Hören lasse ich mich leichter durch solche Passagen tragen und kann mich stärker auf die Atmosphäre einlassen, ohne ständig darauf zu warten, dass endlich wieder etwas passiert. Und genau so war es hier.

Die düstere Stimmung der Wyndhouse Academy hat beim Hören für mich gut funktioniert und dafür gesorgt, dass ich trotz der Längen gerne drangeblieben bin.

Romance? Ja – aber eher im Hintergrund:

Eine Romance gibt es ebenfalls. Sie spielt für mich in diesem Band aber deutlich eher die Nebenrolle.

Der Fokus liegt stärker auf Edens Kräften, den Geheimnissen der Akademie, den Blutmotten und der Frage, wer hier eigentlich welches Spiel spielt.

Was bleibt?

Curseborn konnte mich nicht ganz so stark mitreißen wie der erste Band. Dafür war mir die Geschichte über längere Strecken etwas zu ruhig und die Spannung kam für meinen Geschmack zu spät.

Die düstere Atmosphäre funktioniert aber weiterhin richtig gut. Akademie. Friedhof. Geheime Rituale. Zwischenwelt. Geheimbünde. Blutmotten. Und natürlich jede Menge Geheimnisse und Misstrauen.

Gerade zum Ende hin zieht die Geschichte wieder deutlich an und serviert noch einige Twists, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Und ganz klar: Als Hörbuch hat die Geschichte für mich besser funktioniert, als sie es vermutlich beim Lesen getan hätte.

Für mich schwächer als Band 1, aber atmosphärisch weiterhin genau die richtige Mischung aus Dark Academia, Geheimnissen und Halloween-Vibes.

???????????? / 5

Drei Eulen für düstere Academy-Vibes, geheime Rituale und ein Hörbuch, das mich auch durch die ruhigeren Passagen getragen hat.????️????????

Rezension zu:
Dream Harbour zum Nachbacken
von April1985, 18. Oktober 2026

Ich habe bisher zwar erst "The Pumpkin Spice Café" gelesen, aber schon dabei ist mir bei all den Leckereien regelmäßig das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Dass ich die Rezepte aus Dream Harbor jetzt tatsächlich selbst ausprobieren kann? Das versüßt mir den Herbst gleich noch ein bisschen mehr.

Schon beim ersten Durchblättern ist mir etwas aufgefallen, das ich bei Koch- und Backbüchern unglaublich wichtig finde: Die Rezepte sind unkompliziert. Keine endlosen Zutatenlisten, keine exotischen Dinge, die ich erst irgendwo bestellen muss. Vieles kennt man bereits und so gut wie alle Zutaten bekomme ich ganz normal im Laden. So muss ein Backbuch für mich sein!

Und natürlich konnte ich nicht einfach nur darin blättern. Ich musste es ausprobieren.

Zum Frühstück gab es "Noahs Blaubeerpfannkuchen", für die Teatime "Annies Zimtschnecken"und als Besuch angekündigt war, habe ich die "Brownies" gebacken.

Was soll ich sagen? Ich bin wirklich keine Meisterkonditorin.Aber alles hat unglaublich lecker geschmeckt. Als Nächstes sind bei mir die "Oreo-Kekse" dran.

Und danach?Mal sehen. Vielleicht probiere ich auch einen Eistee oder eine der Limonaden aus.

Dream Harbor zum Nachbacken:

Das Schönste an diesem Buch ist für mich aber, dass es meine Lust auf die Reihe gleich wieder geweckt hat.

Fünf Bücher aus Dream Harbor warten noch auf mich – und inzwischen finde ich die Vorstellung ziemlich perfekt, beim Lesen immer wieder eine passende Köstlichkeit aus dem Rezeptbuch auszuprobieren.

Ein neues Buch.Etwas Selbstgebackenes. Eine Tasse Tee oder vielleicht irgendwann eine selbstgemachte Limonade dazu. Cozy Reading kann eigentlich kaum besser werden.

Was bleibt?

Ein unkompliziertes, wunderschön herbstliches Rezeptbuch, das bei mir tatsächlich nicht nur im Regal stehen wird.

Die ersten drei ausprobierten Rezepte waren ein voller Erfolg und meine Liste mit Dingen, die ich noch backen möchte, wird beim Durchblättern eher länger als kürzer.

Und ganz nebenbei hat "The Pumpkin Spice Café" jetzt noch etwas geschafft: Ich möchte unbedingt endlich nach Dream Harbor zurückkehren. Zum Glück warten noch fünf Bücher auf mich.

Und diesmal kann ich mir die passenden Leckereien gleich selbst dazu backen. ????????????

???????????????????? / 5

Fünf Eulen für einfache Rezepte, Blaubeerpfannkuchen, Zimtschnecken und ein Backbuch, das Dream Harbor direkt in meine Küche bringt. ????????????

Rezension zu:
Ein düsteres Rattenfänger-Retelling
von April1985, 18. Oktober 2026

Meine Gedanken:

So habe ich die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln definitiv noch nie gelesen.

Player by the Piper hat mich von Anfang an komplett gepackt. Die Welt ist düster, gefährlich und voller tödlicher Magie, gleichzeitig entwickelt die Geschichte aber eine Sogwirkung, der ich mich kaum entziehen konnte.

Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen weggesuchtet. Und die Stunden, in denen ich nicht gelesen habe? Da habe ich trotzdem an Estinya und Varrick gedacht.

Genau so muss Romantasy für mich funktionieren.

Eine Welt, die ständig bedroht wird:

Die Welt hat mir unglaublich gut gefallen. Vor dreißig Jahren wurde sie durch einen Riss und die Banes für immer verändert. Zurück blieben neun Plagen, die das Land bis heute heimsuchen und jederzeit zur tödlichen Bedrohung werden können.

Diese Gefahren sind nicht einfach nur Kulisse. Sie sind ständig präsent und sorgen dafür, dass sich die Welt rau, düster und unberechenbar anfühlt.

Dazu kommt Estis Herkunft als Halb-Fae, Halb-Bane, durch die sie ohnehin mit Misstrauen und Ablehnung leben muss.

Der Rattenfänger – nur ganz anders:

Was ich richtig toll fand, waren die Parallelen zur Geschichte vom Rattenfänger von Hameln.

Aus Hameln wird Hamelyn, dazu kommt die geheimnisvolle Flöte und natürlich die Musik, mit der der Rattenfänger Fae und Bane in seinen Bann ziehen und mit sich locken kann.

Ich mochte es total, beim Lesen immer wieder bekannte Elemente zu entdecken und gleichzeitig zu sehen, wie sie für diese düstere Fantasywelt neu interpretiert werden.

Und natürlich stellt sich irgendwann die entscheidende Frage:

Warum tut Varrick das eigentlich? Was bezweckt er mit seiner Musik Warum nimmt er ausgerechnet diese Personen mit? Und was steckt wirklich hinter dem Preis, den er fordert?

Gerade dieses Rätsel um den Rattenfänger und seine Absichten hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht. Man erkennt die Vorlage immer wieder – und weiß trotzdem nie genau, wohin diese Version der Geschichte führen wird.

Zwischen Schuld, Geheimnissen und Anziehung:

Aber seien wir ehrlich: Dieses Buch lebt für mich vor allem von Esti und Varrick.

Beide sind stark. Beide sind stur. Beide tragen Geheimnisse mit sich herum, die den jeweils anderen zerstören könnten. Und natürlich fühlen sie sich trotzdem voneinander angezogen. Oder vielleicht gerade deshalb.

Esti hat es dabei alles andere als leicht. Durch ihre Abstammung wird sie als Schande gebrandmarkt und trägt eine Schuld mit sich, für die sie selbst überhaupt nichts kann. Eine Schuld, die ihr allein wegen ihres Bane-Blutes aufgebürdet wird. Genau das macht ihre Figur für mich so spannend. Sie ist stark, weil sie stark sein muss. Sie ist misstrauisch, weil sie gelernt hat, dass andere in ihr zuerst das sehen, was sie verurteilen können. Und trotzdem ist sie so viel mehr als das.

Varrick wiederum ist selbst ein einziges Geheimnis. Und zwischen den beiden baut sich langsam etwas auf, das meine Geduld wirklich überstrapaziert hat – im besten Sinne.

Die hitzigen Schlagabtausche, das Misstrauen, all die unausgesprochenen Dinge und diese Anziehung, gegen die beide immer wieder anzukämpfen versuchen: Ich war komplett drin. Blicke. Worte. Nähe. Streit. Noch mehr Geheimnisse. Ich habe es geliebt.

Gerade weil die Beziehung nicht von einer romantischen Szene zur nächsten springt, sondern sich langsam zwischen Misstrauen, Geheimnissen und dieser unerklärlichen Anziehung entwickelt, hat sie für mich so gut funktioniert.

Und ja, es gibt auch Spice. Nicht besonders viel – eigentlich nur eine wirklich explizite Szene. Aber die hat es dafür in sich. Intensiv trifft es ziemlich gut.

Estis besondere Gabe:

Auch Estis Fähigkeit, Personen und ihre Sterne zu lesen, fand ich richtig spannend.

Diese Gabe macht sie besonders und gibt ihr gleichzeitig einen anderen Blick auf die Personen um sie herum. Gerade in einer Geschichte, in der so viele Geheimnisse im Raum stehen, passt das unglaublich gut.

Denn auch wenn Esti vieles lesen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass sie immer weiß, wem sie vertrauen kann. Gerade weil sich vieles nicht eindeutig in richtig oder falsch einordnen lässt, bleibt die Geschichte für mich ständig spannend.

Ein Schreibstil zum wegsuchten:

Der Schreibstil ist herrlich unkompliziert. Keine unnötigen Umwege. Keine Stellen, durch die ich mich kämpfen musste. Ich bin einfach durch die Seiten geflogen.

Zusammen mit den Geheimnissen, der Romance und den immer neuen Fragen hatte die Geschichte für mich eine enorme Sogwirkung.

„Nur noch ein Kapitel“ hat hier wirklich überhaupt nicht funktioniert.

Und dann dieses Ende …:

Ich war gewarnt. Ich wusste, dass da wahrscheinlich noch etwas kommt. Ich dachte eigentlich, ich wäre vorbereitet. War ich nicht. Dieses Ende hat mich zerstört. Und zwar so richtig. Ich habe mit vielem gerechnet, aber definitiv nicht mit diesem Knall.

Ob mir das Ende gefällt? Ehrlich gesagt weiß ich es gerade noch nicht. Alles ist noch zu frisch. Aktuell bin ich vor allem ziemlich sauer auf die Autorin, dass sie Esti, Varrick und uns Leser:innen so etwas antut. Und gleichzeitig ist das wahrscheinlich das beste Zeichen dafür, wie sehr mich diese Geschichte erwischt hat. Denn wenn mir diese Figuren egal wären, würde mich das alles nicht so beschäftigen.

Was bleibt?

Player by the Piper war für mich ein absoluter Pageturner.

Eine düstere Welt voller tödlicher Plagen. Eine richtig spannende Neuinterpretation der Rattenfänger-Legende. Eine geheimnisvolle Flöte. Moralische Grauzonen. Geheimnisse. Und eine starke Protagonistin, der eine Schuld aufgebürdet wird, für die sie nichts kann.

Dazu zwei unglaublich sture Charaktere, deren Dynamik mich gleichermaßen begeistert und in den Wahnsinn getrieben hat.

Ich habe Esti und Varrick geliebt. Ich habe ihnen misstraut. Ich wollte sie schütteln. Und ich konnte nicht aufhören, an sie zu denken.

Düster, süchtig machend, emotional und genau die Art von Romantasy, bei der man irgendwann viel zu tief drinsteckt.

Und dieses Ende? Darüber müssen wir wirklich noch reden.

???????????????????? / 5
Atmosphäre: ???????????????????? / 5
Spannung: ???????????????????? / 5
Romance: ❤️❤️❤️❤️❤️ / 5
Spice: ????️????️????️ / 5

Fünf Eulen für tödliche Plagen, eine geheimnisvolle Flöte, moralische Grauzonen, zwei unfassbar sture Charaktere und ein Ende, auf das ich emotional absolut nicht vorbereitet war. ????????????

Rezension zu:
K-Pop, Dämonenjagd und ein Hörbuch, das richtig Spaß macht
von April1985, 18. Oktober 2026

Kurz notiert:

An der K-Pop Academy werden nicht nur die Idols von morgen ausgebildet.
Auch Kämpferinnen.

Hana hat das große Glück, einen Platz an DER Schule Seouls zu ergattern. Dort muss sie nicht nur beweisen, dass sie auf die Bühne gehört, sondern gemeinsam mit ihren Freundinnen auch lernen, sich gegen düstere Mächte zu behaupten.

Denn zwischen Tanztraining, Performances und dem großen Traum vom Idol-Leben lauern noch ganz andere Herausforderungen.

Archivnotiz:

Ich habe "K-Pop Academy: Tanz der Dämonen" als Hörbuch gehört und hatte damit einfach richtig viel Spaß.

Vor allem die musikalischen Zwischensequenzen haben das Hören für mich zu einem richtig immersiven Erlebnis gemacht. Dadurch hat sich die Geschichte stellenweise fast wie ein kleines Hörspiel angefühlt und die K-Pop-Atmosphäre kam noch einmal viel stärker zur Geltung.

Wer bei "Huntrix" direkt hellhörig wird, dürfte hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Denn an dieser Akademie geht es eben nicht nur um Gesang, Tanz und Performance. Hinter der schillernden Idol-Welt verbirgt sich noch eine zweite Seite: Hier werden auch junge Kämpferinnen ausgebildet.

Genau diese Mischung hat für mich richtig gut funktioniert.

Auf der einen Seite Bühne, Training und K-Pop-Vibes. Auf der anderen Seite Dämonen, düstere Schatten und gefährliche Mächte.

Im Mittelpunkt steht dabei aber auch die Freundschaft. Hana muss nicht alles alleine schaffen, sondern kann sich auf ihre Freundinnen verlassen. Gemeinsam wachsen sie an ihren Aufgaben und zeigen, wie wichtig Mut, Zusammenhalt und Vertrauen sind.

Trotz der düsteren Elemente bleibt die Geschichte angenehm leicht und unterhaltsam. Für mich war es genau die richtige Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und magischer Action.

Was bleibt?

Ein unterhaltsames K-Pop-Abenteuer mit Dämonenjagd, Freundschaft und ganz viel Energie.

Vor allem als Hörbuch hat "K-Pop Academy: Tanz der Dämonen" für mich richtig gut funktioniert. Die musikalischen Zwischensequenzen machen das Ganze besonders lebendig und sorgen dafür, dass man noch tiefer in diese Welt eintaucht.

K-Pop trifft Dämonenjagd – und ich hatte beim Hören einfach eine richtig gute Zeit.

Vier Eulen für K-Pop-Vibes, starke Freundschaften, dämonische Gegner und ein Hörbuch, das mit seinen musikalischen Einlagen richtig Spaß macht.* ????✨

Rezension zu:
Teufelsstarker Hörspaß
von April1985, 28. September 2026

Ich habe "Lucy Hell – Immer brav sein ist die Hölle" als Hörbuch gehört und hatte damit richtig viel Spaß.

Lucy will ihrem Vater Lucifer und dem Höllenrat beweisen, dass auch ein Mädchen absolut für den Chefposten als Teufel geeignet ist. Also reist sie kurzerhand in den 10. Stock – sprich: in die Menschenwelt. Und dort wird es ziemlich schnell herrlich chaotisch.

Besonders mochte ich den episodischen Aufbau. Lucy stolpert gemeinsam mit ihrem dämonischen Freund Schnups von einer schrägen Situation in die nächste und genau diese kleinen Abenteuer haben für mich wunderbar funktioniert.

Schnups hat mein Herz dabei im Sturm erobert. Er weiß einfach absolut nicht, wann es sich vielleicht lohnen würde, einfach mal nichts zu sagen – und genau deshalb sind seine Kommentare so herrlich.

Dann ist da noch Gabriel. Und ja … bei dem Namen kann man sich eigentlich schon denken, welche Rolle ihm zugedacht ist. Einfach zu gut, um wahr zu sein.

Auch die vielen schrägen Namen und kleinen Wortspiele haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Ich fand außerdem, dass sich die Geschichte sehr gut als Hörbuch eignet. Die Sprecherin Derya Akyol hat die freche, leichte Stimmung für mich passend eingefangen und ich konnte ihr wunderbar folgen.

Für mich ist "Lucy Hell" ein frecher, chaotischer und sehr unterhaltsamer Reihenauftakt mit viel Humor und Girlpower.

Einfach Teufelsstark – und ich freue mich auf mehr von Lucy, Schnups und Co.


Rezension zu:
Feenschuhe, Geister und mysteriöse Portale
von April1985, 25. September 2026

Meine Gedanken:

Manche Geschichten funktionieren für mich einfach besser als Hörbuch.

Ein Haus aus Salz und Tränen war genau so eine. Ich habe ungefähr ein Viertel gelesen und bin dann auf das Hörbuch gewechselt. Beim Lesen war mir die Geschichte anfangs etwas zu langsam. Als Hörbuch hat mich das deutlich weniger gestört, weil die düstere Atmosphäre und die ganze Stimmung viel stärker bei mir angekommen sind.

Und genau diese Atmosphäre ist für mich auch eine der größten Stärken des Buches.

Salz. Meer. Wind. Dunkle Häuser. Geistererscheinungen. Feste, die zu schön wirken, um wahr zu sein.

Ich hatte diese Insel sehr schnell vor Augen.

Von Feenschuhen, Portalen und Göttern:

Ein Haus aus Salz und Tränen ist angelehnt an das Grimm-Märchen Die zertanzten Schuhe – und diese märchenhaften Elemente haben für mich richtig gut funktioniert.

Dazu kommen Götter, Geister und mysteriöse Portale, durch die die Schwestern in eine andere Welt voller Feste und rauschender Bälle gelangen.

Gerade diese Mischung aus Märchen und Gothic-Fantasy mochte ich sehr.

Es fühlt sich gleichzeitig wunderschön und falsch an. Und genau das sorgt für diese unterschwellige Gruselstimmung.

Annaleigh und ihre Schwestern:

Annaleigh mochte ich sehr gerne. Sie hält sich mit ihrer Meinung nicht zurück, ist mutig und lässt sich von den mysteriösen Todesfällen in ihrer Familie nicht einfach abspeisen.

Ihre Schwestern blieben für mich hingegen – bis auf das Nesthäkchen Verity – etwas blass. Ich hatte gerade am Anfang Schwierigkeiten, sie auseinanderzuhalten.

Allerdings muss ich auch sagen: Für die Geschichte selbst war das nicht unbedingt ein großes Problem. Nicht jede Schwester musste für mich gleich viel Raum bekommen.

Annaleigh hingegen trägt die Handlung sehr gut. Sie hinterfragt. Sie ermittelt. Und sie will wissen, was wirklich passiert ist.

Gerade dieser Mystery-Anteil hat mir viel Spaß gemacht.

I ♥️ Cassian und Fisher:

Und dann sind da noch Cassian und Fisher.Die beiden haben es mir ebenfalls angetan. Der eine ist ein einziges Geheimnis. Der andere fühlt sich an wie ein Freund zum Pferdestehlen.

Natürlich fragt man sich irgendwann unweigerlich, ob einer von beiden etwas mit den Todesfällen zu tun haben könnte. Wobei ich persönlich relativ früh eine ziemlich klare Theorie hatte, wer wohl wirklich dahintersteckt. Trotzdem war der Weg dorthin spannend genug, dass ich weiterwissen wollte.

Und irgendwann war selbst ich mir nicht mehr ganz sicher, ob meine eigene Theorie wirklich stimmt.

Was ist real?

Für mich wurde die Geschichte immer dann am stärksten, wenn Realität und Illusion ineinander verschwimmen.

Was ist wirklich passiert? Was sieht nur Annaleigh? Was ist Wahnsinn – und was Magie?

Ab einem gewissen Punkt konnte man sich auf kaum noch etwas verlassen. Und genau da hat mich die Geschichte richtig gepackt.

Die Geistererscheinungen, die Ermittlungen rund um die Todesfälle und die Frage, ob wirklich ein Fluch über der Familie liegt, haben für mich sehr gut funktioniert.


Ein bisschen weniger Ball hätte gereicht:

Ganz ohne Längen kommt die Geschichte für mich allerdings nicht aus. Hundert Seiten weniger hätten wahrscheinlich nicht geschadet. Gerade im Mittelteil verliert sich die Handlung für meinen Geschmack etwas zu stark in den Bällen, Kleidern und rauschenden Festen. Natürlich gehören diese Szenen zum Märchenmotiv der zertanzten Schuhe. Aber irgendwann hätte ich mir einfach wieder mehr Fokus auf die Todesfälle, den Fluch und Annaleighs Ermittlungen gewünscht.

Das Hörbuch hat mir hier wirklich geholfen, weil mich die Atmosphäre trotzdem weitergetragen hat.

Wie klang die Geschichte?

Als Hörbuch hat Ein Haus aus Salz und Tränen für mich deutlich besser funktioniert als beim Lesen.

Gerade die düstere, maritime Stimmung, die Geistererscheinungen und die langsam zunehmende Unsicherheit kamen beim Hören viel stärker bei mir an.

Ich hatte das Gefühl, mich leichter auf die Atmosphäre einlassen zu können und weniger über das eher gemächliche Tempo nachzudenken.

Für mich war das definitiv eine Geschichte, die durchs Hören gewonnen hat.

Was bleibt?

Ein Haus aus Salz und Tränen hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre bekommen.

Eine Insel, die vom Meer und Salz lebt. Eine Familie, die immer mehr Schwestern verliert. Geister. Götter. Feenschuhe. Mysteriöse Portale.
Und die Frage, ob das, was Annaleigh sieht, wirklich real ist.

Die Geschichte hätte für mich etwas gestrafft werden dürfen und einige der Schwestern blieben ziemlich blass.

Aber gerade die märchenhaften Elemente, die Mystery-Ebene und das immer stärkere Verschwimmen von Wahnsinn, Illusion und Realität haben für mich richtig gut funktioniert.

Düster, märchenhaft und schön unheimlich.

Vier Eulen für Salz, Geister, märchenhafte Portale und eine Geschichte, bei der irgendwann selbst die Realität ins Wanken gerät.* ????????????


Rezension zu:
Ein lebendiges Haus, ein tödlicher Fluch und genau die richtige Portion Witchy Cozy
von April1985, 21. September 2026

Meine Gedanken:

Die ersten Seiten gelesen – und ich hatte direkt dieses wohlig warme Gefühl. "Die Hexen vom Honeysuckle House" versprüht einen ganz besonderen Zauber. Und das, obwohl über allem ständig dieser Fluch schwebt: Alle 13 Jahre fordert er ein Todesopfer. Immer am 13. Oktober. Immer an Florence’ Geburtstag. Genau diese Mischung aus cozy, witchy Atmosphäre und düsterer Bedrohung habe ich geliebt.

Honeysuckle House lebt:

Mein vielleicht größtes Highlight ist Honeysuckle House selbst. Denn es ist eine eigene Protagonistin. Das Haus beobacht und reagiert auf seine Besucher. Manchmal treibt es mit seinen Bewohnern und Gästen auch einfach ein bisschen Schabernack.

Genau diese kleinen Momente geben Honeysuckle House so unglaublich viel Persönlichkeit. Ich liebe Geschichten, in denen Gebäude mehr sind als bloße Kulisse sind. Und dieses Haus hat für mich ganz eindeutig eine eigene Seele. Es lebt.

Cozy, witchy und wunderbar detailverliebt:

Und dann wäre da natürlich die Magie. Ich liebe, wie cozy sich Hexerei in diesem Buch anfühlt. Kerzenziehen, Zaubersprüche, Steine, Turmaline, Quarze und Tarotkarten – nichts davon wirkt aufgesetzt oder wie bloße Dekoration. Die Magie gehört ganz selbstverständlich zum Alltag der Figuren und fühlt sich warm, bodenständig und heimelig an. Practical Magic.

Dazu kommt ein zauberhafter Buchladen, der für mich ebenfalls diesen ganz besonderen Wohlfühlcharakter hat. Bücher, Magie, Kerzenlicht und das Gefühl, dass sich in jeder Ecke etwas Verzaubertes verbergen könnte. .

Das Mysterium um die Todesfälle:

Was das Buch für mich aber wirklich zum Pageturner gemacht hat, ist das Mysterium um die Todesfälle. Alle 13 Jahre. Immer an Florence’ Geburtstag. Und jedes Mal bleibt die Frage: Was steckt wirklich dahinter? Warum wiederholt sich alles? Was ist damals passiert? Und lässt sich dieser Kreislauf überhaupt durchbrechen?

Gerade diese Fragen haben dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Die Geschichte lebt für mich ganz stark von diesem Kontrast: Auf der einen Seite möchte ich mich in Honeysuckle House einkuscheln und mich von all der Magie verzaubern lassen, auf der anderen Seite wartet da ein jahrzehntealter Fluch. Cozy? Ja. Aber eben auch ziemlich mörderisch.

Zurück in die Vergangenheit:

Besonders spannend fand ich die Zeitsprünge. Wir bleiben nicht nur in der Gegenwart, sondern reisen auch in die 1960er- und 1990er-Jahre zurück. Dadurch lernen wir frühere Generationen kennen und erfahren Stück für Stück, was sich damals abgespielt hat. Und manches davon ist wirklich heftig.

Wir erleben die Auswirkungen mancher Handlungen und sehen, was innerhalb der Familie passiert ist. Nach und nach entsteht aus einzelnen Ereignissen ein deutlich größeres Bild. Ich liebe Geschichten, in denen Geheimnisse über mehrere Generationen hinweg miteinander verbunden sind.

Mehr als nur Schwestern und ein Familienfluch:

Womit ich allerdings überhaupt nicht gerechnet hatte, waren die traumatischen Ereignisse, die im Laufe der Geschichte immer mehr Raum einnehmen. Denn "Die Hexen vom Honeysuckle House" erzählt letztlich von so viel mehr als nur von Schwestern, Magie und einem Fluch.

Es geht um Familie, um Probleme innerhalb einer Familie, um Verletzungen, die nicht einfach verschwinden, um Erwartungen, Geheimnisse und Dinge, über die viel zu lange geschwiegen wurde. Gerade durch die verschiedenen Zeitebenen wird deutlich, wie sehr frühere Generationen das Leben der nächsten prägen können.

Auch Queerness spielt eine Rolle, ebenso wie traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Damit hatte ich bei dieser cozy wirkenden Geschichte nicht unbedingt gerechnet.

Tarotkarten als Kapitel:

Auch der Aufbau des Buches hat perfekt zu dieser Geschichte gepasst. Jedes Kapitel ist einer Tarotkarte gewidmet – und ich liebe solche kleinen Details.

Es passt nicht nur optisch perfekt zur witchy Atmosphäre, sondern verstärkt auch dieses Gefühl, dass Schicksal, Deutung und Vorahnung ständig über allem schweben. Was bedeutet die Karte? Was kündigt sie an? Ist sie eine Warnung, ein Hinweis oder versteht man ihre Bedeutung vielleicht erst später? Für mich macht genau so etwas ein Buch noch atmosphärischer.

Stars-Hollow-Vibes mit Haunted-House-Twist:

Vom Gefühl her hatte ich beim Lesen immer wieder richtige Stars-Hollow-Vibes. Eine kleine Stadt, eigenwillige Bewohner, viel Gemeinschaft und ein Ort, der sofort einen ganz eigenen Charakter bekommt. Nur dass über dieser Version von Stars Hollow eben zusätzlich ein jahrzehntealter Todesfluch liegt.

Ich mochte diese Mischung unglaublich gerne. Denn "Die Hexen vom Honeysuckle House" ist für mich weder reine Cozy Fantasy noch klassischer Horror. Es nimmt von beidem etwas. Gemütlichkeit und Bedrohung existieren hier gleichzeitig. Es ist cozy, witchy und gruselig genug, dass man immer wieder daran erinnert wird: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.

Was bleibt?

Ein lebendiges Haus. Ein magischer Buchladen. Kerzen, Kristalle, Tarotkarten und Zaubersprüche. Frauen mehrerer Generationen. Dunkle Familiengeheimnisse. Traumatische Erfahrungen. Queerness. Ein Fluch, der alle 13 Jahre ein Todesopfer fordert. Und ein Geburtstag, der immer näher rückt.

"Die Hexen vom Honeysuckle House" hat für mich genau diese Mischung, die ich bei Witchy Reads liebe: cozy genug zum Einkuscheln, düster genug zum Miträtseln und mysteriös genug, dass man immer noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig steckt unter der warmen, magischen Oberfläche deutlich mehr, als ich anfangs erwartet hatte.

Es geht nicht nur darum, einen Fluch zu brechen. Es geht um Familie, darum, was Familien einander antun können, darum, was verschwiegen wird und wie lange alte Verletzungen nachwirken können.

Vor allem Honeysuckle House selbst hat es mir angetan. Dieses Haus hat Charakter, Humor, Geheimnisse – und eine Seele. Zusammen mit dem Murder Mystery rund um die Todesfälle entsteht daraus eine Geschichte mit richtig großer Sogwirkung.

Cozy, witchy, geheimnisvoll – und überraschend emotional und düster.

???????????????????? / 5

Fünf Eulen für Tarotkarten, dunkle Familiengeheimnisse und ein Haus, in das ich trotz Fluch vermutlich sofort einziehen würde. ????️????????

Rezension zu:
Leise Geschichten, große Wirkung
von April1985, 18. September 2026

Mir haben die kleinen Geschichten aus dem Alltag der Bewohner der Siedlung „Am Kastanienbaum“ unglaublich gut gefallen. Alles ist wunderbar unaufgeregt erzählt und trotzdem hatte ich ständig das Gefühl, dass hinter jeder Tür ein eigenes kleines Leben wartet. Mit Sorgen, Träumen, Ängsten und Hoffnungen. Manche laut, andere ganz still und einsam.

Besonders mochte ich, wie sich die Wege der Figuren immer wieder kreuzen. Menschen, die zunächst kaum etwas miteinander zu tun haben, begegnen sich plötzlich – manchmal nur für einen Moment – und beeinflussen damit den Verlauf eines anderen Lebens. Das hatte für mich etwas von einem Butterfly Effect. Was wäre passiert, wenn Ina die Wohnung nur ein paar Minuten früher verlassen hätte? Wenn jemand einen anderen Weg genommen hätte? Wenn diese eine Begegnung nie stattgefunden hätte?

Gleichzeitig weiß man die ganze Zeit, dass unter diesem ruhigen Alltag buchstäblich eine Bombe tickt. Man wartet darauf, dass etwas passiert, und beobachtet währenddessen einfach das Leben.

Genau darin lag für mich der besondere Charme des Romans. Es braucht keine große Action. Die kleinen Begegnungen, Zufälle und Geschichten der Bewohner tragen das Buch völlig. Der Roman erzählt von Menschen, die nah beieinander leben und sich trotzdem oft fremd bleiben – und davon, wie schnell daraus plötzlich Verbundenheit entstehen kann.

Was bleibt?

Ein warmes, leises Buch über Nähe, Einsamkeit und die kleinen Zufälle, die Menschen zusammenbringen.

Manchmal braucht es gar kein großes Ereignis, damit sich etwas verändert. Manchmal reicht eine Begegnung zur richtigen Zeit.

???????????????? / 5

Ein tolles Buch, das zeigt, wie viel Geschichte in einem ganz normalen Alltag stecken kann.


Rezension zu: