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Eine kulinarische Reise durch die Welt der Dumplings
von ReiShimura, 15. September 2026

Als ich während meiner ersten Reise nach Japan Gyoza probiert habe, war es Liebe auf den ersten Biss. Seitdem habe ich eine Vorliebe für diese, aber auch andere Teigtaschen. Dieses Buch erschien daher wie eine ideale Erweiterung für meine doch recht umfangreiche Kochbuchsammlung.

Bereits beim ersten Durchblättern war ich von der Vielfalt der Teigtaschen fasziniert. Hierbei meine ich aber nicht nur die verschiedenen Füllungen. Sondern vielmehr die unzähligen Formen und vor allem auch Teige und Zubereitungsarten.

Die Rezepte sind sehr übersichtlich dargestellt, so dass man schnell sehen kann, welche Zutaten benötigt werden. Wie nicht anders zu erwarten bei einem Kochbuch das sich mit Rezepten aus dem asiatischen Raum beschäftigt, wird man um den einen oder anderen Besuch im Asia-Supermarkt nicht herumkommen.

Die Fotos der Gerichte sind sehr ansprechend und appetitanregend. Im Vergleich zu anderen Kochbüchern finde ich die Bilder hier sehr übersichtlich, wenn nicht sogar ein wenig minimalistisch. Sie konzentrieren sich einfach auf das Wesentliche.

Alle Rezepte sind mit Nährwertangaben ausgestattet. Des Weiteren gibt es auch eine Information zu den enthaltenen Makronährstoffen, also Angaben zu Kohlenhydraten, Protein und Fett. Auf eine weitere Kennzeichnung der Rezepte wird verzichtet. Damit meine ich, dass es keine Kennzeichnung von vegetarischen oder veganen Speisen gibt.

Abgerundet wird das Ganze noch mit einigen hilfreichen Tipps für notwendiges Zubehör. Hierbei gefällt mir folgender Satz besonders gut: „Die meisten Utensilien finden sich gewiss in jeder Küche, ein paar spezielle Tools kann man sich zulegen, aber es geht auch ohne“.
Besonders gut gefallen haben mir die Grundrezepte für die Dumpling Teige. Hierbei sind drei verschiedene Teige beschrieben. Einer für Jiaozi und Mandu, ein Wonton-Teig und mein persönlicher Favorit Gyoza Teig. Auch die bebilderte Anleitung zum Dumplings falten finde ich sehr gut und hilfreich.

Alles in allem ein sehr schön gestaltetes Kochbuch, welches bei uns zu besonderen Anlässen immer wieder gerne verwendet wird. Für den Alltag sind mir die Rezepte, vor allem wenn man die Teigblätter selbst herstellt, leider zu aufwändig.

Rezension zu:
Über Freundschaft, Trauer und die Freude am Erinnern
von ReiShimura, 15. September 2026

Das Warten hat endlich ein Ende, denn das dritte Abenteuer der ungleichen Freunde Giraffenhund und Kratzbürste ist endlich da. Der kleine Leser hat sich mit Feuereifer auf das Buch gestürzt und ich musste es gleich mehrmals vorlesen.

Wie bereits beim zweiten Band der Reihe hat Autorin Isabelle Schelling wieder mit dem Illustrator Michael Stapper zusammengearbeitet. Seine Illustrationen sind wunderschön, farbenfroh und aussagekräftig. Der kleine Leser schaut sich die Bilder sehr gerne an und erfreut sich an den vielen kleinen Details die er finden kann.

Ich hatte erwartet, dass dieses Buch nach dem gleichen Schema ablaufen wird wie bereits die Reise nach Tokio und Paris. Im Großen und Ganzen stimmt dies auch, dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, nämlich den Grund der Reise. Kratzbürste vermisst seine Oma, die vor einigen Jahren verstorben ist. Daher beschließen die beiden, nach Mexiko zu reisen und dort den Tag der Toten, Día de Muertos, zu feiern.

Diese Tatsache hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert und ich hatte die Befürchtung, dass das Buch verhältnismäßig schwer und traurig sein könnte. Glücklicherweise konnte ich schnell feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Das Buch ist gewohnt unterhaltsam, bunt und lustig, weist aber dennoch einen ernsten Unterton auf. Kein Wunder, immerhin beschäftigt sich die Autorin hier mit dem Tod, der Trauer und wie man damit in Mexiko umgegangen wird.

Die Geschichte ist wieder komplett in Reimform verfasst. Dadurch macht das Vorlesen gleich doppelt so viel Spaß. Leider gibt es auch dieses Mal wieder den einen oder anderen unsauberen Reim. Darüber kann ich aber hinwegsehen.

Spannenderweise wird dieses Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen, während bei den anderen beiden das empfohlene Alter noch bei ab 5 Jahren lag. Ich kann diese Entscheidung auf jeden Fall unterstützen. Der dreijährige kleine Leser hatte keine Probleme der Geschichte zu folgen und auch die behandelten Themen haben ihn nicht überfordert.

Obwohl es sich hierbei um den dritten Teil einer Buchserie handelt, kann das Buch unabhängig von den anderen gelesen werden. Wobei ich denke, wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird sich alle Bücher besorgen.

Auch dieses Mal möchte ich eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Dieses Buch zeigt auf unterhaltsame Art und Weise wie in anderen Kulturen mit dem Tod und der damit verbundenen Trauer umgegangen wird und wie wichtig Freundschaft ist.

Rezension zu:
Gemeinsam essen, ausprobieren und entdecken
von ReiShimura, 11. September 2026

Wie in so vielen Haushalten mit kleinen Kindern ist auch bei uns Lebensmittel und Essen ein großes Thema. Auf der einen Seite will man alles richtig machen oder es zumindest versuchen.Auf der anderen Seite möchte man seinem Kind die Freiheit geben und selbst entscheiden lassen, was es essen möchte und was nicht. Dieses Buch kam für uns daher genau richtig.

Diesen Ernährungsratgeber zeichnet besonders aus, dass er sich sowohl an Kinder als auch an Eltern richtet. Für die Kinder gibt es eine unterhaltsame und entzückend geschriebene Geschichte und für die Erwachsenen viele gute Tipps. Die Illustrationen im Buch sind sehr schön gestaltet und unterstützen die Geschichte auf eine angenehme Art und Weise. Im Laufe der Geschichte erfahren die Kinder, wie viel Spaß es machen kann Essen gemeinsam zuzubereiten und dass es auch mal interessant sein kann, neue Lebensmittel zu kosten. Diese Informationen sind so gut in die Geschichte eingebunden, dass es nicht belehrend wirkt.

Zusätzlich gibt es immer wieder Fragen an die Kinder um sie zum Nachdenken und Mitmachen zu animieren. Dies gibt den Erwachsenen einen guten Startpunkt für ein Gespräch über Ernährung und Lebensmittel.
Des Weiteren gibt es auch noch kleine Infoboxen mit Anregungen für die Erwachsenen. Besonders gut ist bei uns die Idee angekommen, dass sich sowohl der kleine Leser als auch wir Erwachsenen im Supermarkt ein Lebensmittel aussuchen, das wir noch nie gegessen haben. Dies war für uns alle eine schöne Erfahrung und dies werden wir in Zukunft sicher noch öfter machen.

Am Ende gibt es noch eine Doppelseite, die sich nur an die Erwachsenen richtet und noch einmal diverse Ratschläge, Tipps und Informationen zusammenfasst. Da ich mich schon sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich hier wenig Neues lernen können. Die Zusammenfassung hat mir dennoch sehr gut gefallen.

Ein wirklich gelungenes Kinderbuch zum Thema Ernährung, welches wir gerne weiterempfehlen möchten.

Rezension zu:
Eine tolle Grundidee, die leider im Spice untergeht
von ReiShimura, 10. September 2026

Das Buch klang so vielversprechend und ich hatte mich auf einige amüsante und romantische Lesestunden eingestellt. Leider kam bei mir recht schnell die Ernüchterung auf. Die Grundidee des Buches ist interessant, leider verliert die Autorin im Laufe der Geschichte jedoch zunehmend den Fokus und konzentriert sich immer stärker auf die körperliche Anziehung der Figuren.

Dabei konnte mich der Einstieg zunächst durchaus überzeugen und ich fand schnell in die Geschichte hinein. Die Umgebung und die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Besonders interessant fand ich, dass in dem kleinen Städtchen die unterschiedlichsten magischen und nicht magischen Wesen friedlich zusammenleben. Dies verlieh dem von mir sehr geschätzten Kleinstadtfeeling eine ganz besondere Note.

Mariel ist ein sehr interessanter und komplexer Charakter. Laut Prophezeiung soll sie einmal eine sehr mächtige Hexe werden. Davon ist zunächst aber wenig zu spüren. Dafür merkt man, unter welchem ungeheuren Druck sie steht und wie sehr sie das belastet. Von Anfang an konnte ich mich gut in Mariel hineinversetzen und ihre Zauberversuche haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Mit dem Auftauchen von Ozroth, dem Dämon, änderte sich für mich jedoch die Richtung der Geschichte deutlich. Dabei störte mich weniger die Tatsache, dass ein Dämon eine zentrale Rolle spielt – schließlich verrät das bereits der Titel –, sondern vielmehr die Richtung, in die sich die Geschichte anschließend entwickelte.
Ich hatte mir erhofft, dass die Gefühle zwischen den beiden sich langsam aufbauen. Dies war aber nicht der Fall. Meine Lesefreude nahm immer mehr ab, als sich Mariel fast nur mehr Gedanken um das beste Stück des Dämons machte.
Die ursprünglich sehr interessante und durchaus auch spannende Handlung geriet immer mehr in den Hintergrund und wurde überschattet von der Anziehung zwischen Mariel und Ozroth sowie dem nicht enden wollenden Spice. Ich bin kein Fan von expliziten Szenen und mag es lieber, wenn dies nur angedeutet wird und der Rest meiner Phantasie überlassen bleibt. Ein gewisses Maß an Spice finde ich noch erträglich, aber in diesem Buch war es einfach übertrieben viel und die Geschichte wurde zunehmend seicht.

All jene, die Spice in Büchern lieben, kommen hier definitiv auf ihre Kosten und werden das Buch sicher sehr genießen können. Für mich war es leider eine Enttäuschung und ich bin froh, dass ich das Buch endlich beendet habe.

Rezension zu:
Lehrreich, unterhaltsam und wunderschön illustriert
von ReiShimura, 9. September 2026

Dieses Buch ist eine sehr gelungene Kombination aus unterhaltsamer Geschichte, interessanten Fakten und ansprechenden Bildern. Der kleine Leser hatte sichtlich viel Spaß an der Geschichte und konnte nebenbei noch so einiges über die Wälder lernen.

Bereits der erste Eindruck des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die großflächigen Illustrationen im Buch sind realistisch, aber dennoch ansprechend für Kinder gestaltet. Das Farbkonzept ist sehr gut abgestimmt und es macht bereits viel Freude sich nur die Bilder anzusehen.

Der Hauptschwerpunkt des Buches sind die Wälder der Erde. Hierbei wird vornehmlich auf die Pflanzenwelt eingegangen, aber auch über die Tierwelt gibt es einige Informationen. Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich bei diesem Buch um kein reines Sachbuch handelt. Die Informationen sind vielmehr in einer kleinen Geschichte verpackt. Vor allem Kinder, die keine reinen Sachbücher mögen, weil sie sie vielleicht als zu langweilig empfinden könnten, werden mit diesem Buch ihre Freude haben. Andererseits gibt es meines Erachtens dadurch aber auch weniger Informationen bzw. das Wissen geht nicht so sehr in die Tiefe.

Den kleinen Leser hat der letzte Punkt nicht gestört, denn er hat trotzdem genug Neues erfahren. Dies ist aber auch seinem Alter geschuldet. Mit seinen drei Jahren hat er bis dato nur ein begrenztes Wissen über die Wälder der Erde. Empfohlen wird das Buch vom Verlag für Kinder ab 5 Jahren. Kinder mit viel Vorwissen werden sich eventuell ein wenig mit dem Buch langweilen.

Dieses Buch ist eine großartige Möglichkeit Kindern zu zeigen, welche verschiedenen Wälder es auf der Erde gibt. Und wodurch sich ein Nadelwald von einem Mischwald oder einem Regenwald unterscheidet. Besonders empfehlenswert für Kinder die lieber einer Geschichte lauschen, als reines Sachwissen zu hören.

Rezension zu:
Herbstlicher Vorlesespaß mit wichtiger Botschaft
von ReiShimura, 1. September 2026

Wir haben den Hasen Hibiskus und seine Freunde erst vor kurzem kennen und lieben gelernt. Daher waren der kleine Leser und ich schon sehr gespannt auf das neueste Abenteuer. Dieses hat uns auch wieder sehr gut gefallen, wenn es auch im Vergleich zu anderen Büchern aus der Reihe nicht ganz so überzeugend ist.

Die Reihe rund um den kleinen Hasen und seine tierischen Freunde umfasst mittlerweile acht Bände und ich vermute, dass noch einige folgen werden. Die Bücher können alle unabhängig voneinander gelesen werden, sodass ein Einstieg jederzeit möglich ist. Alle wichtigen Charaktere werden in jedem Buch kurz vorgestellt.

Die Illustrationen von Günther Jakobs kennen der kleine Leser und ich bereits aus anderen Büchern, wie zum Beispiel der Zoo-Reihe von Sophie Schoenwald. Die Bilder sind unglaublich aussagekräftig und stimmungsvoll. Die vorherrschenden Rot- und Brauntöne passen zur Jahreszeit und vermitteln eine wunderbare Herbststimmung.

Wie in allen Hase-Hibiskus-Büchern, die wir bis jetzt gelesen haben, zieht sich ein Leitspruch durch das Buch. In diesem Fall ist es: „Wir sausen durch Waldhausen. Für das Beste aller Feste.“ Bereits nach kurzer Zeit hat sich der dreijährige kleine Leser den Spruch gemerkt. Ich musste dann immer nur mehr die ersten beiden Wörter vorlesen, den Rest hat er begeistert herausgerufen und sich jedes Mal irrsinnig darüber gefreut.

Die Geschichte wirkt an manchen Stellen ein klein wenig konstruiert und unrund. Dies fand ich sehr schade, da ich eigentlich eine höhere Qualität der Bücher gewohnt bin. Allerdings handelt es sich hierbei wohl um eine rein erwachsene Sicht der Dinge. Denn der kleine Leser hat sich daran nicht gestört und will das Buch immer wieder vorgelesen bekommen.

Das Buch bietet aber nicht nur eine unterhaltsame Geschichte und zauberhafte Zeichnungen, sondern auch eine sehr gute Botschaft. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt werden in diesem Buch großgeschrieben. Den Kindern wird auf spielerische und unterhaltsame Weise vermittelt, wie wichtig diese Werte sind.

Dieses Buch ist ein zauberhaftes Herbstabenteuer für Kinder ab drei Jahren und eignet sich sowohl für Neueinsteiger in das Hase Hibiskus-Universum als auch eingefleischte Fans.

Rezension zu:
Eine Geschichte, die Mut macht
von ReiShimura, 1. September 2026

Kinderbücher müssen für mich nicht nur eine spannende Geschichte haben, sondern auch eine wichtige Botschaft vermitteln. Dieses Buch schafft den Spagat zwischen den beiden Dingen recht gut, wenn es uns auch nicht vollständig überzeugen konnte.

Das Buch ist stabil und wertig ausgeführt. Die Seiten haben eine angenehme Dicke, wobei ich persönlich kein großer Fan von Hochglanzpapier bei Büchern bin. Hierbei finde ich die Haptik nicht ganz so angenehm, dies ist aber natürlich Geschmackssache. Die Illustrationen kommen dafür auf diesem Papier besonders gut zur Geltung. Diese heben sich auch deutlich von anderen Kinderbüchern ab. Der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig, aber er hat den Geschmack des kleinen Lesers getroffen. Die meisten Tiere sind auch sehr realistisch dargestellt.

Bei uns wurde das Buch großteils am Abend vor dem Einschlafen gelesen. Dafür haben die Kapitel eine sehr gute Länge, sodass man auch mal zwei Kapitel lesen kann, falls das Kind noch nicht müde ist.

Hahn Bruno und seine Hühnerschar sind uns schnell ans Herz gewachsen und es hat wirklich Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen. Positiv hervorheben möchte ich, dass dieses Buch nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern an einigen Stellen auch Wissen vermittelt.
Die zentralen Themen des Buches sind die Stärkung des Selbstvertrauens und die Überwindung von Ängsten. Beides wird sehr gut in die Geschichte eingebunden und auf eine kindgerechte Art vermittelt. Hierbei werden auch diverse Strategien gezeigt, wie man seine Aufregung oder Angst überwinden kann, wie zum Beispiel die 5-4-3-2-1-Methode.

Kritisieren muss ich leider, dass Hahn Bruno an manchen Stellen sehr verantwortungslos handelt. Kinder neigen dazu, Verhaltensweisen nachzuahmen, daher finde ich es keine gute Idee, dass Bruno unbekannte Beeren isst, obwohl er vermutet, dass diese giftig sind.

Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 5 Jahren. Das Buch eignet sich aber auch für jüngere Kinder, wenn diese bereits Erfahrung mit Büchern dieses Umfangs haben. Der dreijährige kleine Leser konnte der Geschichte ohne Probleme folgen.

Insgesamt hat uns das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es kleinere Kritikpunkte gibt. Wer eine unterhaltsame Geschichte sucht, die Kindern gleichzeitig Mut macht und zeigt, wie sie ihr Selbstvertrauen stärken und Ängste überwinden können, ist hier gut aufgehoben.

Rezension zu:
Wenn der Wald bei Nacht erwacht
von ReiShimura, 31. August 2026

Die kleine Spinne Widerlich und ihre Abenteuer erfreuen sich bei uns großer Beliebtheit. Daher durfte auch das neueste Abenteuer bei uns einziehen. Autorin Diana Amft konnte uns auch mit diesem Buch wieder überraschen und begeistern.

Es handelt sich hierbei um den mittlerweile dreizehnten Band der Serie und man könnte annehmen, dass es langsam langweilig wird. Wir kennen zwar nicht alle Bücher, aber die, die wir gelesen haben waren durchwegs liebevoll gestaltet und hatten eine interessante Geschichte. Dieses Buch stellt hierbei keine Ausnahme dar. Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

In diesem Band unternehmen die kleine Spinne Widerlich und Niesi eine Nachtwanderung durch den Wald. Dabei treffen sie natürlich wieder den einen oder anderen Bekannten oder Freund. Vornehmlich geht es aber um die Tiere, die ihnen auf ihrer Nachtwanderung begegnen. Dabei lernen die beiden, so wie auch die Leserinnen und Leser einiges über die nachtaktiven Tiere im Wald.
Die Informationen zu den Tieren fügen sich sehr gut in die Geschichte ein. Die Kinder hören eine spannende und unterhaltsame Geschichte und können nebenbei noch einiges an Wissen abgreifen. Für mich eine optimale Kombination.

Der kleine Leser war ganz begeistert von der Geschichte und das Buch wird bei uns regelmäßig aus dem Regal genommen. Die Zeichnungen und Illustrationen sind wie gewohnt zauberhaft. Die Tiere sind realistisch und dennoch niedlich dargestellt. Die Bilder sind stimmungsvoll und detailreich.

Die Altersempfehlung des Buches liegt bei vier Jahren. Meiner Meinung nach kann das Buch aber auch mit jüngeren Kindern gelesen werden. Der kleine Leser kennt die kleine Spinne seit er zwei Jahre alt ist und mochte die Geschichte von Anfang an gern. Ältere Kinder wissen die Geschichte sicher auch zu schätzen, allerdings werden diese wahrscheinlich eher weniger neues Wissen durch das Buch erwerben.

Wie so oft bei den Büchern aus dem Baumhaus Verlag, gibt es noch ein kleines Extra im Buch. In diesem Fall ist es ein Stickerbogen. Die Sterne- und Mond-Sticker sind dabei bei uns zuhause der absolute Favorit, da sie im Dunkeln leuchten.

Ein warmherziges, zauberhaftes und lehrreiches Buch, das Lust darauf macht, den Wald im Dunkeln zu erkunden. Das Buch vermittelt auf kindgerechte Weise, wie spannend die Natur ist und dass man keine Angst im Dunkeln haben muss. Eine klare Weiterempfehlung von unserer Seite.

Rezension zu:
Ein außergewöhnlicher Reiseführer mit enttäuschendem Schwerpunkt
von ReiShimura, 3. August 2026

Obwohl bei mir in nächster Zeit keine Reise nach Japan ansteht, musste ich diesen Reiseführer einfach haben. Meine Erwartung war klar: Ich wollte ein Buch, dass sich deutlich von klassischen Reiseführern abhebt. Diesbezüglich wurde meine Erwartung nicht enttäuscht. Rundum glücklich bin ich aber auch nicht.

Als Erstes muss ich die außerordentliche Gestaltung des Buches hervorheben. Auf Fotos wird in diesem Buch verzichtet. Dafür gibt es sehr viele Zeichnungen und Illustrationen. Der Stil gefällt mir gut und ist auch wirklich ansprechend. Fotos wie man sie aus klassischen Führern kennt, habe ich auf keiner Seite vermisst.

Das Buch ist kein Leichtgewicht, was vor allem auch an der hochwertigen Ausstattung und dem sehr stabilen Einband liegt. Die Haptik und Optik konnten bei mir auf jeden Fall punkten. Allerdings ist dies für mich eher ein Buch, dass ich zum Spaß oder als Vorbereitung für den Urlaub lesen würde. Aufgrund des hohen Gewichts würde ich das Buch nicht den ganzen Tag mit mir herumtragen wollen. Für mich wäre dies eher ein Nachschlagewerk fürs Hotel oder zuhause.

Der Punkt, der mich am meisten enttäuscht hat, betrifft den Inhalt des Buches bzw. seinen Schwerpunkt. Aufgrund des Titels bin ich davon ausgegangen, dass es hier einen guten Überblick über das gesamte Land gibt. Leider beschäftigen sich rund zwei Drittel des Buches mit Tokio. Natürlich ist mir bewusst, wie groß die Stadt und wie vielfältig das Angebot ist. Dennoch hat das Land mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Ich habe mir vor allem Tipps abseits der bekannten Touristenpfade gewünscht. Hiermit meine ich aber nicht nur Geheimtipps in den Touristenstädten, diese sind im Buch vorhanden, sondern vor allem Empfehlungen, welche Orte man unbedingt besuchen sollte.

Als Ergänzung zu einem klassischen Reiseführer ist dieses Buch auf jeden Fall für all jene empfehlenswert, die eine Reise nach Tokio planen und sich abseits der Touristenpfade bewegen möchten.

Rezension zu:
Spannender Auftakt mit magischem Potenzial
von ReiShimura, 3. August 2026

Sophie Oldensteins Debütroman besticht durch eine geballte Ladung Spannung und Action. Die magischen Elemente geben dem Buch noch einen besonderen Touch. Ein sehr guter Auftakt der Reihe, der Lust auf mehr macht.

Die Autorin greift in diesem Buch auf viele bekannte und bewährte Elemente zurück. Dennoch schafft sie es, der Geschichte ihren eigenen, ganz persönlichen Stempel zu geben und etwas Besonderes zu erschaffen. Leider gab es aber auch die eine oder andere Unstimmigkeit in der Handlung, daher bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktezahl.

Die Internatsschule Ashfield Academy hat bei mir für einige Überraschung gesorgt. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Zauberschule handelt. Dies ist aber nicht der Fall, wenn es auch einige magisch begabte Schülerinnen und Schüler gibt. Die Kombination finde ich sehr spannend, wobei mir nach dem ersten Band nicht ganz klar ist, ob der Lehrkörper von den magischen Fähigkeiten weiß. Gleiches gilt für die anderen Schülerinnen und Schüler. Hier hätte ich mir ein paar erklärende Worte gewünscht, da so einfach viele offene Fragen geblieben sind.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Die Sätze sind recht einfach gehalten. Dennoch verzichtet Sophie Oldenstein nicht auf ausführliche Beschreibungen. Die Schule und die Umgebung kann man sich gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sie noch ein wenig mehr Zeit und Energie in die Erklärung der Welt investiert hätte. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies in den weiteren Bänden der Fall ist.

In diesem Band wird nur eine überschaubare Anzahl von Personen eingeführt. Nicky, Agatha, Pauly und Shu sind eine interessante, aber auch eine recht klischeebehaftete Truppe. Das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert und man merkt deutlich, dass alle ihre Stärken und Schwächen haben. Dennoch fand ich die Verhaltensweisen zwischen den Personen manchmal ein wenig zu hart. Der Umgangston ist für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu rau.

Alles in allem ist dies eine solide Mischung aus Kriminalfall, Fantasyroman und Internatsgeschichte. Die Academy bietet noch einiges an Potential und es bleibt noch ein wenig Luft nach oben. Dennoch macht das Buch Lust darauf, die Reihe weiterzuverfolgen.
Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach einer magischen Geschichte mit viel Spannung sind.

Rezension zu: