Großartige Sprache, unausgereifte Welt
von ReiShimura, 9. Juni 2026
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich die Idee der Schwanensee Adaption faszinierend fand. Noch dazu ist dies endlich wieder einmal ein Fantasybuch, welches nicht Teil einer Reihe ist. Leider konnte mich das Buch nicht so begeistern wie ich es erhofft hatte.
Den Einstieg ins Buch fand ich ein wenig sperrig und so ging es mir leider auch während des ersten Viertel des Buches. Dieser Teil war für meinen Geschmack recht langatmig und an vielen Stellen auch langweilig. Mehrmals habe ich überlegt, ob ich das Buch einfach weglegen soll. Ich bin aber drangeblieben und mit der Zeit konnte ich mich immer besser in die Geschichte einfinden. Der zweite Teil des Buches war dann auch deutlich interessanter und vor allem auch spannender. Leider hatte ich gegen Ende das Gefühl, dass die Autorin ein wenig zu schnell zum Abschluss kommen wollte. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte deutlich gewonnen, wenn man daraus eine Dilogie gemacht hätte.
Positiv hervorheben möchte ich den Schreib- und Erzählstil der Autorin. Dieses Buch besticht definitiv mit seinen kunstvollen und poetischen Formulierungen. Dies macht das Lesen zwar ein wenig herausfordernd aber dafür umso schöner. Des Weiteren muss ich sagen, dass der Stil wunderbar zu der Grundstimmung der Handlung passt.
Große Schwierigkeiten hatte ich dafür mit der Welt in der das Buch spielt und mit dem Magiesystem. Obwohl es immer wieder mal Erklärungen und Erläuterungen dazu gibt, war mir dies zu wenig. Bis zum Ende des Buches war mir nicht klar wie die Welt aufgebaut ist. Die wenigen Schauplätze der Handlung werden dafür recht detailreich beschrieben.
Wer auf düstere, kunstvolle und poetische Fantasygeschichten steht sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Leserinnen die großen Wert auf detaillierte Beschreibungen der Welt und des Magiesystems legen, werden mit diesem Buch wohl eher nicht glücklich werden.
Rezension zu:
Modern illustriert, inhaltlich nicht ganz überzeugend
von ReiShimura, 1. Juni 2026
Der kleine Leser findet die Zahlen und das Alphabet derzeit besonders interessant und spannend. Natürlich versuche ich dies so gut als möglich zu unterstützen. Dieses Buch klang vielversprechend und durfte daher bei uns einziehen. Das Grundkonzept des Buches hat uns überzeugt. Allerdings waren sowohl der kleine Leser als auch ich nicht ganz glücklich mit der Umsetzung.
Das Buch aus dem Baumhaus Verlag ist hochwertig verarbeitet, hat ein angenehmes Format und liegt gut in der Hand. Die Illustrationen sind recht minimalistisch und modern gestaltet. Das Zebra, die Hauptperson die uns durch das Buch und das Alphabet führt, ist zum Beispiel nicht klassisch schwarzweiß, sondern lila weiß. Dies mag für manche Kinder irritierend und störend sein. Dem kleinen Leser hat dies aber besonders gut gefallen, da lila seine Lieblingsfarbe ist.
Der Einstieg ins Buch ist gut gemacht und auch recht lustig. Leider aber hat der gute Eindruck mit der Zeit nachgelassen. Die Reime sind teilweise sehr holprig, was den Lesefluss deutlich stört und den Vorlesespaß minimiert. Einige Buchstaben wie zum Beispiel das V oder O gehen regelrecht unter. Die Auswahl der Dinge mit denen die Buchstaben beschrieben werden ist auch nicht immer optimal. Besonders sauer aufgestoßen ist mir persönlich aber das Popel Thema. Vor allem weil es nicht nur bei P wie Popel vorkommt, bereits hier hätte man meiner Meinung nach etwas Besseres finden können, sondern sich über einige Seiten und Buchstaben durchzieht.
Für Kinder die bis dato noch nicht mit dem Alphabet in Berührung gekommen sind, ist dieses Buch wohl eher ungeeignet. Es richtet sich eher an Kinder, die die richtige Reihenfolge bereits intus haben und Spaß an kleinen Spielereien haben.
Rezension zu:
Farbenfroher Vorlesespaß mit liebevollen Reimen
von ReiShimura, 30. Mai 2026
Bei diesem Buch war es das farbenfrohe und lustige Cover, dass meine Aufmerksamkeit erregt hat. Obwohl ich kein besonders großer Fan von Meerschweinchen bin, hat mich der Klappentext und ein kurzer Blick ins Buch dennoch so neugierig gemacht, dass dieses Buch bei uns einziehen durfte. Zu meiner großen Freude kann ich sagen, dass wir diese Entscheidung nicht bereut haben.
Das Buch hat ein angenehmes Format, liegt gut in der Hand und ist hochwertig verarbeitet. Sowohl die Haptik als auch die Optik des Buches haben die Erwachsenen im Haushalt sofort begeistert. Der kleine Leser legt auf diese Details noch nicht so besonders viel Wert, war aber von den Bildern auf Anhieb begeistert.
Die Illustrationen im Buch gefallen uns allen sehr gut. Der Zeichenstil ist angenehm, realistisch und dennoch kindgerecht ansprechend. Die Farben sind kräftig und leuchtend und es macht Spaß die Bilder zu betrachten. Besonders weil es so viel zu entdecken gibt. Wobei ich hierbei nicht meine, dass die Bilder überladen sind, sondern, dass es ganz viele liebevolle kleine Details gibt. Das eine oder andere springt einem bereits beim ersten Betrachten entgegen, manche Dinge habe ich aber erst beim dritten oder vierten Mal lesen entdeckt.
Das Buch ist komplett in Reimform geschrieben. Dies ist meiner Meinung nach immer eine Gradwanderung. Prinzipiell bin ich ein Fan von gereimten Texten. Diese machen vor allem beim Vorlesen besonders viel Spaß. Allerdings musste ich auch schon oft feststellen, dass es nicht jede Autorin oder jeder Autor schafft ein ganzes Buch qualitativ hochwertig zu reimen. Sehr oft gibt es an der einen oder anderen Stelle einen unsauberen Reim.
Bei diesem Buch muss ich sagen, dass mich die Qualität der Reime wirklich gefreut hat und es ein äußerst angenehmes Erlebnis war, das Buch vorzulesen. Auch der kleine Leser hatte seine Freude mit dem Buch und sucht es sich immer wieder bewusst aus dem Bücherregal aus.
Der Thienemann Verlag gibt für dieses Buch eine Lesealter Empfehlung von 4 Jahren an. Meiner Meinung nach kann dieses Buch aber auch bereits mit jüngeren Kindern gelesen werden. Vor allem wenn die Kinder bereits mit einer Vielzahl von Büchern in Berührung gekommen sind. Der kleine Leser mit seinen nun mehr drei Jahren hatte keinerlei Schwierigkeiten dem Inhalt des Buches zu folgen und fand die Geschichte interessant und lustig.
Mir persönlich ist, insbesondere bei Kinderbüchern, die Botschaft des Buches sehr wichtig. Diese ist hier zwar vorhanden, gerät aber in der Geschichte eher ein wenig in den Hintergrund. Im Vergleich zu anderen Büchern seht hier eher der Spaß und die Unterhaltung im Vordergrund.
Alles in allem ist dies wirklich ein sehr gelungenes Kinderbuch, welches bei uns gerne gelesen wird. Für meinen Geschmack hätte die Textmenge ein wenig umfangreicher sein können, wobei dies wahrscheinlich dann wieder zulasten der Qualität der Reime gegangen wäre. Dieses Buch ist ideal für all jene die Lust haben in ferne Länder zu reisen und Spaß zu haben.
Rezension zu:
Bedrückend, intensiv und lange nachwirkend
von ReiShimura, 29. Mai 2026
Wie groß ist der Einfluss unseres Namens auf unseren Lebensweg? Dieser Frage geht Autorin Florence Knapp in diesem Roman auf den Grund. Die Grundidee des Buches hat mich sofort gefesselt und ich war auf die Umsetzung gespannt. Diese war aber deutlich düsterer und bedrückender als erwartet.
Das Cover ist für mich definitiv ein Hingucker und in einer Buchhandlung würde ich sofort danach greifen. Das Thema des Buches spiegelt sich sehr gut im Coverbild wider. Dennoch es mich auf eine falsche Fährte geführt. Denn aufgrund der hellen und freundlichen Farben und der Ankündigung einer hoffnungsvollen Geschichte, hatte ich mir einen leichteren Roman erwartet.
Bereits nach wenigen Seiten war mir klar, dass der Klappentext ein sehr wichtiges Detail des Buches verschwiegen hat: Häusliche Gewalt. Diese ist nämlich ein zentrales Thema des Buches. Florence Knapp beschreibt diese noch dazu auf eine so eindrucksvolle und bedrückende Art und Weise, dass ich das Buch mehrmals weglegen musste, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Wobei es hier weniger um die detaillierte Beschreibung der Gewalt geht, sondern um die Gefühle die dadurch bei mir ausgelöst wurden.
Der Aufbau des Buches ist sehr clever gemacht. Die Geschichte ist dreigeteilt und in jeder der drei Teile bekommt Coras Sohn einen anderen Namen. Der Verlauf von Bear/Julian/Gordons Leben wird dann in sieben Jahressprüngen erzählt. Es ist interessant zu verfolgen welchen Einfluss der Name auf den Verlauf des Lebens des Jungen hat. Wobei die Namenswahl natürlich auch das Leben seiner Familie beeinflusst und diese sich mitverändert. Alle drei Lebensvarianten waren nachvollziehbar und interessant. Aber auch deprimierend, belastend und aufwühlend. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob ich diesen Roman überhaupt beenden soll. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich mich dazu durchgerungen habe dran zu bleiben.
Florence Knapp hat hier wirklich einen außergewöhnlichen Roman erschaffen. Diese Geschichte wird mich bestimmt noch länger beschäftigen, obwohl mich das Buch nicht so begeistert hat, wie ich es erwartet hätte.
Dieses Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Dennoch würde ich sensiblen Personen und vor allem Personen die Schwierigkeiten mit der Darstellung von häuslicher Gewalt haben, von diesem Buch abraten.
Rezension zu:
Originelle Idee mit schwacher Botschaft
von ReiShimura, 27. Mai 2026
Da der Titel des Buches einfach perfekt zu meinem kleinen Leser passt und noch dazu das Thema Selbstvertrauen stärken bei uns besonders wichtig ist, musste dieses Buch bei uns einziehen. Leider haben sich meine Erwartungen an das Buch nicht erfüllt. Der kleine Leser hat sich aber gut unterhalten gefühlt.
Bereits nach wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass dieses Buch anders ist. Denn es erzählt nicht einfach nur eine Geschichte. Die Hauptperson des Buches, der kleine Paul, interagiert mit dem Erzähler. Wobei er ehrlicherweise nicht nur mit ihm interagiert, sondern die Geschichte gehörig durcheinanderbringt. Dies führt dazu, dass der Text und die Bilder im ersten Augenblick so überhaupt nicht zusammenpassen.
Die Idee dahinter ist auf jeden Fall originell, aber auch ein wenig verwirrend. Der kleine Leser hat doch etwas gebraucht, bis er das Buch verstanden hat und dem Verlauf des Buches folgen konnte. Allerding hat ihn weniger das Interagieren mit dem Erzähler gestört. Denn dies kennt er bereits aus anderen Büchern. Für ihn war es unverständlich, warum der Text und die Bilder nicht übereinstimmen. Dadurch habe ich das Lesen mehrmals unterbrechen müssen.
Die Geschichte des Buches ist durchaus witzig und der kleine Leser hat an vielen Stellen herzlich gelacht. Dies ist jedoch eher den Bildern, als dem Text geschuldet. Die Textmenge ist deutlich geringer als erwartet und eine wirkliche Geschichte, so komisch es auch klingen mag, gibt es nicht wirklich.
Besonders schade finde ich aber, dass das Thema Selbstvertrauen nicht so richtig greifbar ist, vor allem für Kinder. Paul widersetzt sich den „Anweisungen“ des Erzählers und macht einfach sein eigenes Ding. Natürlich beweist er damit Selbstvertrauen, aber die Botschaft dahinter finde ich persönlich nicht so gelungen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich hierbei wirklich um ein andersartiges und lustiges Kinderbuch handelt. Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Buch ist, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Zum Thema Selbstvertrauen gibt es aber auf jeden Fall bessere Bücher.
Rezension zu:
Ein Buch, das direkt ins Herz schwimmt
von ReiShimura, 27. Mai 2026
Der kleine Leser liebt dieses Buch und nimmt es sich oft aus dem Bücherregal heraus um es sich anzuschauen. Die ausdrucksstarken Bilder haben es ihm angetan und uns Erwachsenen auch. Ein wirklich zauberhaftes Buch.
Aufgrund einer Empfehlung durfte dieses Buch bei uns einziehen und im ersten Augenblick war ich ein wenig irritiert. Denn das Buch kommt mit deutlich weniger Text aus als ich vermutet und erhofft habe. Allerdings durfte ich recht schnell feststellen, dass gar nicht viele Wörter notwendig sind um die Geschichte von Julian zu erzählen. Die Illustrationen reichen aus um zu verstehen warum es geht. Mittlerweile sehe ich die geringe Textmenge sogar als Vorteil. Der kleine Leser kann dieses Buch alleine anschauen und versteht trotzdem, warum es geht.
Für mich ist dieses Buch ein herausragendes Beispiel für Diversität ohne, dass es zu dick aufgetragen wirkt. Die Botschaft ist großartig und wichtig. Es regt die Fantasie an, spielt mit der kindlichen Neugier und fördert Toleranz.
Julian ist eine Meerjungfrau ist ein wundervolles Buch, das meiner Meinung nach in keinem gut sortierten Bücherregal fehlen darf. Es zeigt auf eindrucksvolle und zauberhafte Weise, dass man seine Träume leben darf und wie wichtig Akzeptanz ist. Eine ganz klare Empfehlung die von Herzen kommt.
Rezension zu:
Magie, Freundschaft und gefährliche Entscheidungen
von ReiShimura, 26. Mai 2026
Bereits der erste Band dieser Reihe hat mich begeistert und das obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre. Daher war ich umso gespannter auf die Fortsetzung. Leider musste ich in der letzten Zeit öfters feststellen, dass Fortsetzungen nicht mit dem Auftaktband mithalten können. Glücklicherweise ist dies hier nicht der Fall.
Skye McKennas Schreib- und Erzählstil gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und bleibt über den Großteil der Zeit auch wirklich interessant und spannend. Das empfohlene Lesealter des Buches liegt bei 10 Jahren und dies finde ich durchaus angemessen. Die Beschreibungen der Personen und Örtlichkeiten ist ausführlich und detailliert ohne übertrieben oder langweilig zu werden.
Das Buch ist spannend, magisch und dennoch kindgerecht und gut verständlich. Wie bereits im ersten Band gibt es ein paar Verhaltensweisen von Cassandra die fragwürdig sind. So hat sie in gewisser Weise noch immer nicht viel dazu gelernt und neigt dazu, sich und andere in Gefahr zu bringen.
Zu den bereits liebgewonnen Charakteren aus dem ersten Buch gesellen sich ein paar neue Figuren hinzu. Diese passen sich aber wunderbar in das Gesamtkonzept ein. Man spürt im Laufe des Buches das die Charaktere reifer werden und wachsen. Aber so wie es auch im richtigen Leben ist, passiert dies nicht über Nacht, sondern es ist ein langsamer, schleichender Prozess. Besonders gut hat mir hierbei das Zusammenspiel von Cassandra und ihren Freundinnen gefallen. Man spürt richtig wie sich die Freundschaft intensiviert und die Mädchen immer näher zusammenwachsen.
Prinzipiell könnte man das Buch auch ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesen. Die wichtigsten Erlebnisse aus dem vorherigen Band werden im Laufe der Geschichte erwähnt und kurz erklärt. Allerdings würde ich dies persönlich nicht empfehlen, da man sich um eine gehörige Portion Lesespaß bringt. Wenn man sich auf die Abenteuer rund um Cassandra Morgan einlassen möchte, dann sollte man es auch zu 100% tun. Ich kann nur sagen es lohnt sich.
Mit Cassandras Cousin Sebastian gibt es in diesem Buch zwar auch einen männlichen Charakter, dem etwas mehr Raum gegeben wird. Dennoch sind die vorherrschenden Charaktere weiblich. Daher richtet sich natürlich auch dieses Buch wieder vermehrt an eine weibliche Leserschaft.
Skye McKenna hat eine solide Fortsetzung geschaffen. Dennoch bleibt noch Luft nach oben. Denn auch in diesem Teil muss ich leider ein paar Kritikpunkte erwähnen. So ist die Handlung nicht immer ganz logisch und an vielen Stellen recht vorhersehbar. Einige Nebencharaktere haben zwar ein wenig mehr Tiefe bekommen, dennoch bin ich der Meinung, dass hier noch Potential schlummert.
Auf jeden Fall möchte ich für dieses Buch wieder eine Empfehlung aussprechen. Kleinere und größere Hexenfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten.
Rezension zu:
Für alle, die genug von übertriebenem Spice haben
von ReiShimura, 26. Mai 2026
Liebesromane finden sich in regelmäßigen Abständen auf meiner Leseliste, gehören aber nicht mehr zu meinem bevorzugten Genre, so wie es früher der Fall war. Dies liegt vor allem daran, dass moderne Liebesromane vor allem im Vergleich zu denen aus den 1990ger Jahren mit einer gehörigen Portion Spice daherkommen. Dies mag vielen Leser:innen gut gefallen, mir leider nicht.
Dieses Buch wird u.a. mit den Worten knisternde RomCom beworben. Ersteres hat meine Verunsicherung was das Buch betrifft noch bestärkt, zweiteres hat aber in mir die Hoffnung aufkeimen lassen, dass es sich hierbei wirklich um einen Liebesroman ganz nach meinem Geschmack handeln könnte. Glücklicherweise wurden meine Hoffnungen nicht enttäuscht.
Zwar gibt es die eine oder andere Spice Szene in dem Buch, diese sind aber durchaus annehmbar und eben nicht besonders zahlreich. Die Autorin legt zu meiner großen Freude den Hauptfokus wirklich auf die romantischen Komponenten und die Charakterentwicklung. Denn ja, in diesem Buch gibt es das wirklich. Vor allem bei Margot ist dies besonders spürbar und hat mir äußerst gut gefallen. Bei Oliver empfand ich die Charakterentwicklung ein wenig schwächer aber vorhanden war sie trotzdem.
Besonders gut gefallen haben mir die amüsanten Dialoge zwischen Margot und Oliver, aber auch das Zusammenspiel von Margot und ihrer besten Freundin / Mitbewohnerin Sloane war einfach zum schießen komisch. Die Chemie zwischen den Personen hat hier eindeutig gestimmt. Diverse andere Nebencharaktere konnten mich dafür nicht so überzeugen, wie zum Beispiel die Familie von Margot, insbesondere ihre Schwester und ihre Mutter.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und locker und lässt sich angenehm lesen. Meiner Meinung nach merkt man, dass sie in den letzten Jahren Bücher für ein jüngeres Publikum geschrieben hat. Dies soll aber keine Kritik, sondern nur eine Anmerkung sein.
Die Handlung des Buches ist gut durchdacht und es macht Spaß diese zu verfolgen. An einigen Stellen war die Geschichte allerdings doch sehr vorhersehbar. Eventuell liegt es aber auch daran, dass ich bereits zu viele ähnliche Bücher gelesen habe.
Trotz kleiner Kritikpunkt meinerseits muss ich sagen, dass ich mich durch dieses Buch sehr gut unterhalten gefühlt habe und das Buch gerne weiterempfehlen werde. Liebhaber der romantischen Komödien der 1990ger und frühen 2000er Jahre kommen hierbei definitiv auf ihre Kosten. Wer auf der Suche nach einem Buch ist, dass vor allem durch seine pikanten Szenen besticht und weniger Wert auf romantische Gefühle legt, sollte vielleicht lieber die Finger von diesem Buch lassen.
Rezension zu:
Gute Grundidee, holprige Umsetzung
von ReiShimura, 25. Mai 2026
Dieser zauberhafte Fantasyroman ist der Auftakt zu einer Reihe und ich habe das Buch mit großer Begeisterung angefangen zu lesen. Leider konnte ich diese Begeisterung nicht bis zum Ende des Buches behalten. Daher bin ich mir nicht sicher ob ich weitere Bücher dieser Reihe lesen werde.
Der Auftakt der Geschichte hat mich überrascht, da die Stimmung doch recht düster und die angesprochenen Themen herausfordernd sind vor allem unter Berücksichtigung des empfohlenen Lesealters von 11 Jahren. Immerhin geht es hier um ein Kind, dass von ihrer Mutter in einen Schuppen gesperrt wird und noch nie die Sterne gesehen hat. Weiter geht es dann mit der Entführung dieses Kindes durch eine fremde Frau mit Flügeln. Doch recht harter Tobak, wenn es auch sehr leicht und locker erzählt wird.
Dieser Kontrast zwischen ernsten Themen und einem doch recht saloppen Tonfall bleibt während des ganzen Buches erhalten. Dies führt einerseits dazu, dass die Schwere der Themen ein wenig abgemildert und verharmlost werden. Andererseits führt es aber auch dazu, dass falsche Botschaften an die Leser:innen gesendet werden.
Auf Starminster, der Stadt in den Wolken über London, war ich sehr gespannt und hatte große Erwartungen. Die Stadt ist auch durchaus interessant und wird anschaulich beschrieben. Leider bleiben aber auf meiner Seite viele Fragen offen. Eventuell werden diese ja in den weiteren Büchern beantwortet. Die offenen Punkte betreffen aber nicht nur die Stadt an sich, sondern durchziehen die gesamte Handlung. Die eine oder andere Logiklücke hat mich sehr gestört und mein Lesevergnügen ein wenig getrübt. Ich denke aber, dass dies bei der eigentlichen Zielgruppe des Buches nicht so störend sein dürfte.
Die Handlung ist phasenweise äußerst spannend und man möchte unbedingt weiterlesen. Andere Stellen sind dafür wieder langatmig und fast ein wenig langweilig. Eine Balance ist aber durchaus vorhanden. Leider hatte ich aber mit Astrid als Hauptperson so meine Probleme. Für meinen Geschmack nimmt sie viel zu viel als gegeben hin und hinterfragt zu wenig. Auch hätte ich mir ihren ersten Ausflug aus dem Schuppen interessanter und spektakulärer vorgestellt. Die Emotionen waren für mich aber nicht wirklich greifbar.
Alles in allem war dies ein netter Roman, der aber sein volles Potential nicht ausgeschöpft hat. Möglicherweise wird es in den nachfolgenden Büchern besser. So wirkt das ganze aber ein wenig unfertig und unausgereift. Dies finde ich sehr schade, denn die Grundidee des Buches fand ich ansprechend und gut.
Aufgrund der doch phasenweise recht düsteren Stimmung und schwierigen Themen bin ich mir bezüglich des Lesealters unsicher. Sensible Kinder könnten hierbei leicht überfordert und hierbei wäre es vielleicht hilfreich, wenn das Buch mit einem Erwachsenen zusammengelesen wird.
Rezension zu:
Düster, magisch und leider etwas chaotisch
von ReiShimura, 21. Mai 2026
Das wunderschön gestaltete Cover war bereits ein echter Hingucker und nach kurzer Lektüre des Klappentextes war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Eine magische und fesselnde Geschichte die Romantik und Rätsel miteinander verbindet klang einfach erfolgsversprechend. Leider konnte sich dieser Eindruck nicht bis zum Ende des Buches halten und deswegen kann ich dem Buch auch nur eine mittelmäßige Bewertung geben.
Dabei hat alles gut angefangen. Der Einstieg ins Buch ist mir leichtgefallen und die Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Von Anfang an ist das rätselhafte spürbar, man weiß noch nicht so genau wo die Reise hingehen wird, will aber unbedingt ein Teil davon sein. Je weiter die Geschichte allerdings fortgeschritten ist umso unsicherer war ich mir ob ich die Reise wirklich vollenden möchte.
Dies lag aber nicht am Schreibstil der Autorin Alexandra Bell. Diesen empfand ich als sehr angenehm und leicht lesbar. Ich fand es schön, wie viel Wert sie auf die kleinen Details legt und ihre Beschreibungen der diversen (magischen) Objekte war äußerst ansprechend. Ich konnte das Hotel und seine Gäste wirklich vor meinem inneren Auge sehen. Dafür bekommt sie auf jeden Fall Pluspunkte bei mir.
Bereits in der Beschreibung des Buches war von Zeitreisezimmern die Rede. Daher habe ich mich vor dem Lesen bereits auf den einen oder anderen zeitlichen Sprung eingestellt. Dennoch muss ich sagen, dass die Fülle an zeitlichen Sprüngen mich zwischendurch ein wenig überfordert hat. Wobei es weniger die Wechsel der Zeit waren, sondern wie alles miteinander zusammenhängt. Zeitreisen sind ein komplexes Thema und mir ist bewusst, dass dies nicht so leicht zum Beschreiben ist. Hier hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Autorin sich zwischendurch selbst nicht mehr richtig zurechtgefunden hat, denn an mancher Stelle gab es für mich einige logischen Lücken.
Die Charaktere vor allem natürlich Eve und Max sind interessant und ihre Geschichte hat mich fasziniert. Leider muss ich aber auch sagen, dass mich Eve an vielen Stellen genervt und frustriert hat. Meiner Meinung nach hat sie zu viele Dinge einfach hingenommen und zu wenig hinterfragt. Eine wirkliche Charakterentwicklung war für mich auch nicht spürbar.
Besonders überrascht hat mich allerdings die Stimmung des Buches. Diese war nämlich viel düsterer und dunkler als ich es mir gedacht hatte. Wenige Passagen hatten sogar einen Horrorcharakter, was überhaupt nicht meinem persönlichen Geschmack trifft.
Alles in allem war es für mich ein durchwachsenes aber dennoch interessantes Leseerlebnis. Möglicherweise werde ich das Buch sogar noch ein zweites Mal lesen. Eventuell verstehe ich beim zweiten Mal manche Dinge besser und die ganze Geschichte ergibt mehr Sinn für mich.
Wer auf der Suche nach einem magischen Roman mit vielen Zeitsprüngen ist, sich durch eine sehr verworrene Handlung nicht abschrecken lässt und auf düstere Atmosphären steht, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
Rezension zu: