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Tolle historische Fantasy!
von Cellissima, 30. Oktober 2026

Ich liebe in letzter Zeit cosy fantasy, bin bei "normaler" fantasy aber immer noch sehr schwierig und wählerisch. Hier sprach mich aber der Klappentext an: Die Geschichte spielt nämlich im Florenz des Jahres 1478. Eigentlich nicht meine Lieblingskulisse, aber als Liebhaberin historischer Romane wurde ich neugierig - sollte das das perfekte Buch dieses Genres für mich sein?
Auch der Rest klang gut:
Fünf magische Juwelen - eine tödliche Aufgabe - eine Liebe, die alles riskiert.
Ravenna wird von der mächtigen Familie Luni gefangen genommen. In ihrem Palast soll sie die Nachtflammen-Juwelen befreien - eine Aufgabe, an der mehrere Männer vor ihr gescheitert sind.
Der junge Saturnino Luni übt eine ganz besondere Wirkung auf sie aus - in seiner Nähe kann sie ihre Magie kaum kontrollieren.
Ravenna gerät in große Gefahr - und muss sich entscheiden, für wen sie arbeitet und wem ihr Herz gehört ...

Mir gefiel alles an diesem Werk - die Zeit, die Idee, was es bspw. mit den Lunis auf sich hat, allen voran Saturnino ... das sind ganz neue, tolle Ideen der Autorin. Mal keine 08/15-fantasy. Und sie spricht mit der Zeit, in der die Geschichte spielt, und ihren Ideen, auch Leser an, die fantasy vielleicht nicht zu ihren Lieblingsgenres zählen, die sich damit schwer tun, aber gerne geeignete Werke dieses Genres finden und lesen würden.
Schreibstil, Atmospäre, Handlung, Figuren, Gefühle, Magie, Spannung und Gefahr ... hier stimmte alles.
Man sollte vielleicht wissen, dass auch Graceless Heart nicht ohne spice auskommt, sodass es vielleicht nichts für junge Teenager, die das Genre mögen, ist. Mir hat es aber gefallen, es war stimmig, und ansonsten gibt es wirklich nichts auszusetzen.
Knapp 700 Seiten - und ich habe jede einzelne gerne gelesen. Das war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin!
Von mir eine klare Leseempfehlung, gerade auch für Leser, die fantasy nicht zu ihren Lieblingsgenres zählen und sich eher schwertun damit, passende Bücher dieses Genres zu finden.

Rezension zu:
Enttäuschend
von Cellissima, 19. Oktober 2026

Es war ein Buch, das toll aussah, sich so gut anhörte und einfach perfekt für den Herbst und insbesondere den Oktober schien:
Es geht um zwei Schwestern, eine Hexenfamilie, ein Haus, einen Fluch. Dieser Fluch führt dazu, dass alle dreizehn Jahre ein geliebter Mensch stirbt. Als sich dieses Datum erneut nähert, erwacht das Haus zum Leben; die Schwestern müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und das Rätsel um den Fluch lösen, um ihn endlich zu brechen.

Leider erwies sich "Die Hexen vom Honeysuckle House" für mich dennoch insgesamt als Enttäuschung.

Liz Parker schreibt nicht schlecht - nicht herausragend, aber doch solide. Die Geschichte ließ sich auch von Anfang bis Ende angenehm und flüssig lesen.
Die Geschichte bot mehr als gedacht (Stichwort Violet und Tillie), was mir aber sehr gut gefiel.
Doch das ist einfach nicht genug, und die Liste der Kritikpunkte ist leider lang:
-Aus Figuren, Handlung und Atmosphäre wurde zu wenig gemacht. Ich hätte mir viel mehr Atmosphäre von dieser Geschichte gewünscht und auch erwartet. Die Figuren blieben viel zu blass und distanziert.
-All die Personen und Perspektiven und Zeiten fand ich sehr anstrengend und verwirrend. Ich musste jedes Mal erneut überlegen, aus wessen Sicht die Geschichte jetzt gerade geschildert wird, wie diese Person und Zeit im Gesamtkontext zu sehen ist ... das hat meinen Lesefluss immer wieder gestört und unterbrochen.
-Die Geschichte wurde immer konstruierter und unglaubwürdiger, einfach nicht überzeugend. Gerade auf den letzten 100-200 Seiten fand ich das extrem. Dieser ganze Aufbau rund um diesen Fluch ... nicht überzeugend.
-Die Autorin liebt Tarot. Und es mag zu einer solchen Geschichte passen - aber ich hätte gut darauf verzichten können; mir hätte mehr Kreativität der Autorin, eine spannende neue Idee ... viel besser gefallen. Auch die ganzen Pflanzen und Edelsteine waren nett, aber einfach nichts Neues.
-Familienprobleme, Schmerz, Trauma, Heilung ... spielen für die Autorin eine riesige Rolle. Erstens brauche ich sowas generell nicht und möchte so viel Negativität und Probleme einfach nicht lesen, zweitens hat es hier auch nicht funktioniert, weil es die Geschichte total überfrachtet hat. Ein roter Faden war noch weniger erkennbar, es wurde alles noch unübersichtlicher.
-Noch dazu plätschert diese Geschichte eher nur so vor sich hin.

Das hätte wie gesagt ein tolles Buch für den Herbst werden können, eine schöne Mischung aus cosy und düster. Es hätte einem ein paar gemütliche und schöne Lesestunden schenken können. Aber: kaum Atmosphäre, zu wenig cosy, nicht mal wirklich düster und spannend, stattdessen nur Familienprobleme, Drama, Schmerz, Trauma, Heilung und all die Kritikpunkte.
Die Idee war gut, aber das Potenzial wurde leicht nicht ausgeschöpft - ganz im Gegenteil.

Rezension zu:
Tolle Rezepte und tatsächlich cozy Autumn (und Winter) Vibes! Ein schönes Backbuch!
von Cellissima, 17. Oktober 2026

Das offizielle Dream Harbor-Backbuch beinhaltet mehr als 60 saisonale Rezepte und verspricht eine Extraportion cozy Autumn Vibes.
Das klang perfekt, da ich für mein Leben gerne koche und backe und noch auf der Suche nach einem Backbuch mit tollen Rezepten gerade für den Herbst und Winter war.
Das wunderschöne Cover hat die Erwartungen noch erhöht, wenngleich es ja bekanntlich auf den Inhalt ankommt.
Unterteilt sind die Rezepte in die Kapitel The Pumpkin Spice Café - The Cinnamon Bun Book Store - The Christmas Tree Farm - The Gingerbread Bakery - The Strawberry Patch Pancake House - The Daisy Chain Flower Shop.
Es gibt zunächst natürlich viele Pumpkin Spice- und Kürbisrezepte; so etwa eine Pumpkin Spice-Mischung, Pumpkin Spice-Sirup, Kürbismus, Pumpkin Spice-Frühstückspfannkuchen, einen Thanksgiving-Kürbiskuchen, Pumpkin Spice-Halloween-Cupcakes, heisse Schokolade mit Pumpkin-Spice-Gewürz, Pumpkin Spice-Latte, Pumpkin Spice-Milchshake ... dann folgen etwa Salzkaramell-Sauce, Salzkaramell-Sirup, Blaubeerpfannkuchen, Churros mit Zimt und Schokosauce, Cheesecake mit Salzkaramell, Kardamomschnecken, kleine Blaubeerküchlein, Erdnussbutter-Cookies, Karamelläpfel, Zimtschnecken, Pflaumenkuchen mit Nüssen, Salzkaramell-Affogato, Salzkaramell-Milchshake, Weihnachtsmuffins, Spritzgebäck mit Schokoglasur, Salzkaramellfudge, Gewürz-Chai-Latte, heisse Schokolade mit Pfefferminze, Lebkuchenmännchen, Ingwerkuchen, Schokokuchen, selbstgemachte Oreokekse, Brownies, Ingwer-Cookies, Bananen-Schoko-Muffins, heisse Schokolade mit Marshmallows, Erdbeerkonfitüre, Frühstückspfannkuchen mit Sirup, Chocolate-Chip-Pfannkuchen, Erdbeer-Sahne-Kuchen, Granola, Zitronenkuchen ...
Mir gefällt es sehr gut, dass es so viele tolle Rezepte für den Herbst und Winter gibt, aber dass auch Rezepte für den Rest des Jahres vorhanden sind. Mir persönlich sind es etwas zu viele Pumpkin Spice-Rezepte. Und ob man jetzt bspw. Salzkaramell-Sauce und Salzkaramell-Sirup braucht, weiß ich auch nicht. Und einige Rezepte hat man schon oft irgendwo gesehen. Das alles soll aber überhaupt nicht ins Gewicht fallen, da erstens für jeden Geschmack jeweils mehr als genug tolle Rezepte vorhanden sind und zweitens auch die Rezepte, die man schon öfter irgendwo gesehen hat, die also nicht neu sind, einfach gut sind. Da stört es mich dann auch nicht, dass sie hier noch mal vorhanden sind, da man sie so noch mal beisammen hat - zumal es eben ein amerikanisches Wohlfühl-Backbuch ist und sie gut hier hineinpassen.
Wie jedes Koch- und Backbuch von Gräfe und Unzer ist auch dieses sehr hochwertig aufgemacht, sodass man es schon gerne in die Hand nimmt und Freude beim Durchsehen und der Arbeit mit dem Buch hat. Die Fotos sind wunderschön und machen viel Appetit und Lust darauf, die Rezepte zuzubereiten. Ich persönlich hätte mir allerdings zu jedem einzelnen Rezept ein Foto gewünscht; dann wäre es für mich perfekt gewesen.
Zu jedem Rezept gibt es erst einen kleinen Text, dann folgen Zubereitungs- und Backzeit, für wie viele Personen das Rezept geeignet ist. Kalorien- und Nährwertangaben gibt es nicht. Auch das stört mich aber vorliegend nicht, weil es nun mal süße Sünden sind und hier niemand Kalorien, Kohlenhydrate und Zucker zählen möchte.
Auf der linken Seite findet man jeweils die Zutatenliste, rechts daneben jeweils die Zubereitungsschritte. Alles ist sehr übersichtlich und gut erklärt. Es steht auch immer dabei, wie die Leckereien gelagert werden sollten und wie lange sie so haltbar sind, d.h. innerhalb wie vieler Tage sie aufgebraucht werden sollen.
Die bisher zubereiteten Rezepte waren lecker und sind gut angekommen.
Ich möchte die erwähnten kleinen Kritikpunkte nicht negativ in die Gesamtbewertung einfließen lassen, sondern trotzdem volle 5 Sterne geben.
Denn für mich ist es trotzdem insgesamt ein schönes Backbuch, bei dem alles stimmt, das wirklich viele tolle und leckere Rezepte für jeden Geschmack und jeden Anlass enthält. Man kann für die Familie daraus backen, es beim gemeinsamen Backen mit der besten Freundin nutzen, fürs Kaffeekränzchen mit der besten Freundin oder mit Freundinnen daraus backen ... es ist für mich ein Backbuch, das ich sicher regelmäßig nutzen und an dem ich dauerhaft Freude haben werde.
Fans der Reihe werden dieses Backbuch sowieso lieben - aber allen anderen, die gerne backen, schöne und leckere Rezepte für den Herbst und Winter, aber auch für andere Jahreszeiten und Anlässe und ein Backbuch, das wirklich cozy Autumn (und Winter) Vibes ausstrahlt, kann ich dieses Backbuch empfehlen.




Rezension zu:
Hexen in Salem
von Cellissima, 15. Oktober 2026

Die Geschichte beginnt in Massachusetts im Jahre 1850. Chrystal soll plötzlich das Hexeninternat in Salem besuchen. Warum, kann sie sich nicht erklären - doch sie tut es. Es handelt sich hierbei um gute Hexen. Doch sie haben böse Gegenspieler: Hexenmeister Obsidian und seine Goldene Liga.
Eines Tages reist Chrystal unbeabsichtigt 150 Jahre in die Zukunft. Dort muss sie sich nicht nur zurechtfinden, sondern sie begegnet auch Ronan. Ronan ist ein Erbe Obsidians und der Liga.
Chrystal erfährt, welche Fähigkeit und welche Macht sie besitzt; wer sie wirklich ist - eine Erkenntnis, die alles für sie verändert. Chrystal soll die Liga für immer besiegen. Wird sie sich dazu entschließen? Wird ihr das gelingen? Und was ist mit Ronan?
******
Hexen, ein Internat, das 19. Jahrhundert ... das klang einfach perfekt, nach einer richtig guten Geschichte, die perfekt in die dunkle und kalte Jahreszeit passt.
Das empfohlene Lesealter passt.
Gina Mayers Schreibstil ist gut lesbar. Die Geschichte ist auch durchaus bildhaft - für unseren Geschmack könnte sie aber gerne noch viel atmosphärischer sein.
Die Figuren und die Handlung bleiben eher simpel und man erfährt noch relativ wenig über sie. Da es aber mehrere Bände geben wird, soll das nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Aber generell blieb uns schon vieles zu oberflächlich.
Für uns lag der Reiz in einer historischen Hexengeschichte. Das hatten wir erwartet. Wir dachten beim Lesen der Leseprobe schon, dass es viel zu schnell - nach wenigen Seiten - schon 150 Jahre in die Zukunft geht. Das 19. Jahrhundert spielt eine viel zu kleine Rolle. Man erfährt viel zu wenig über das Hexeninternat in Salem zu dieser Zeit. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt; in dieser Hinsicht wurden unsere Erwartungen leider total enttäuscht.
School of Witches vereint Hexen, Internat, Freundschaft, den Kampf zwischen Gut und Böse, Spannung und Gefahr sowie die erste Verliebtheit. Für die Zielgruppe, im empfohlenen Lesealter, dürfte das perfekt funktionieren, vor allem für Mädchen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Geschichte nichts für Jungs ist und sich auch ältere Mädchen damit langweilen. Dafür ist sie einfach zu simpel, zu sehr auf ein junges Lesealter zugeschnitten.
Die Idee ist toll, aber es wurde Potenzial verschenkt. Insbesondere wenn das Hexeninternat im 19. Jahrhundert viel mehr Raum bekommen hätte, hätte man die Geschichte viel besser und fesselnder und einzigartiger machen können. So ist es leider insgesamt nicht das, was man sich von einer Hexenreihe erwartet und erhofft, sodass man eher enttäuscht ist.
Das zeigt sich auch an den Illustrationen innen, die durchgehend auf sehr junge Leserinnen zugeschnitten sind.
Es war also leider kein Highlight für uns. Es ist definitiv noch Luft nach oben vorhanden. Allerdings haben wir diesen Auftaktband dennoch nicht ungerne gelesen.
Hinten findet sich noch eine Leseprobe zu Band 2. Wir sind trotz der Kritikpunkte irgendwie neugierig, wie es weitergeht, und werden die Reihe wohl weiterverfolgen und den nächsten Band lesen.

Rezension zu:
Tolles Finale
von Cellissima, 13. Oktober 2026

Zürich im Jahre 1883: Die Landesausstellung findet statt. Sprüngli und Lindt begegnen einander zum ersten Mal. Sie könnten ein wahres Schokoladenimperium gründen - doch sie sind einfach zu verschieden, und so verläuft das Aufeinandertreffen nicht gut. Binia versucht, zwischen den beiden Männern zu vermitteln - doch es kommt zum erbitterten Konkurrenzkampf der beiden Chocolatiersfamilien ...

******

Nachdem mir schon die ersten beiden Bände dieser Saga sehr gut gefallen hatten, habe ich mich sehr auf den dritten und letzten Band gefreut - und ich wurde nicht enttäuscht! Auch dieser letzte Band ist sehr gut recherchiert und geschrieben, sehr authentisch, atmosphärisch und bildhaft, auch spannend und dramatisch.

Wir lernen die beiden Chocolatiersfamilien und insbesondere ihre Oberhäupter noch besser kennen und treffen andere liebgewonnene Figuren wieder.

Auch das Nachwort ist lesenswert.

Eine schöne und lesenswerte Saga, die viel Lust auf Schokolade macht - und auf die Dallmayr-Saga der Autorin, die schon bereitliegt und die ich nun endlich lesen werde.

Leser, die historische Romane, Familiensagas und Schokolade lieben, werden die Lindt & Sprüngli-Saga sehr gerne lesen. Empfehlung!

Rezension zu:
Wundervoller cosy Weihnachtskrimi
von Cellissima, 6. Oktober 2026

Die ursprünglichen Eigentümer konnten das Herrenhaus der Familie nicht mehr finanzieren und mussten es verkaufen. Es blieb zwar in der Familie, da Teddys Onkel Guy es gekauft hat - doch was Guy damit machte, gefiel niemandem. Er stammt aus Amerika, verabscheut alles Englische und Traditionelle, modernisiert und amerikanisiert alles. Mit dem Herrenhaus, das die Familie kannte und liebte, hat das nichts mehr zu tun ... Die Familie freute sich darauf, das Weihnachtsfest und die Weihnachtsferien gemeinsam dort zu verbringen - doch aus gegebenem Anlass ist die Stimmung schnell ruiniert.

Und es kommt noch schlimmer: Guy hat sich ein Escape Room-Whodunnit-Mystery-Spiel ausgedacht. Die Familie hat sechzig Minuten Zeit, um Guys Mörder zu finden. Doch aus dem Spiel wird schnell bitterer Ernst - denn Guy wird tatsächlich getötet! Die Tat kann nur von einer Person aus dem engsten Kreis begangen worden sein, und diese Person befindet sich noch immer unter ihnen. Fast jeder hat ein Geheimnis, fast jeder hat ein Motiv ... Die Polizei kann nicht kommen, da das Haus und die kleine abgelegene Insel vor Cornwall durch einen Sturm und einen schweren Wintereinbruch mit viel Schnell komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind. Und so beginnt die Krimi- und Agatha Christie-Liebhaberin Teddy, gemeinsam mit ihrem Freund Patrick und ihrem kleinen Bruder William, selbst zu ermitteln ...

******

Ich habe alle Bücher der Autorin gelesen und geliebt - vor allem ihre Weihnachtskrimis, und vor allem "Ein Mörder auf der Gästeliste". Umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass auch "Falsches Spiel im Herrenhaus" in einem Herrenhaus, das durch das Wetter von der Außenwelt abgeschnitten ist, spielt. Die kleine abgelegene Insel macht das Ganze absolut perfekt.

Der Schreibstil ist gewohnt gut, die Figuren sind wieder absolut gelungen, die Geschichte wieder herrlich bildhaft und atmosphärisch. Man wird sofort auf diese Insel, in dieses Herrenhaus - und vor allem in Weihnachtsstimmung versetzt!

Die Weihnachtsstimmung wird perfekt gemischt mit einer mysteriös-gefahrvollen Grundstimmung. Neben viel Weihnachtsstimmung gibt es ebenso viel Spannung und Gefahr. Und diese Mischung ist wirklich perfekt. Man kann von Anfang bis Ende mitermitteln, tappt aber doch im Dunkeln, da Alexandra Fischer-Hunold es wirklich versteht, falsche Fährten zu legen, völlig unerwartete und überraschende Wendungen einzubauen - überhaupt einen Fall sehr geschickt zu konstruieren. Die Auflösung ist ebenso überraschend wie stimmig. Das Ende der Geschichte passt wirklich zu Weihnachten.

Wer cosy crime und Weihnachten liebt, sollte "Falsches Spiel im Herrenhaus" unbedingt lesen. Es ist ein Weihnachtskrimi, der einem schaurig-schöne Lesestunden schenkt, Weihnachtsatmosphäre, Spannung, Gefahr und einen gut konstruierten Fall vereint. Einer, der wirklich für jedes Alter perfekt ist, den sowohl Jugendliche als auch erwachsene Leser lieben werden. Zusammen mit "Ein Mörder auf der Gästeliste" ist es wirklich der beste cosy Weihnachtskrimi, den ich bisher gelesen habe. Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu:
Nicht das erwartete Highlight
von Cellissima, 4. Oktober 2026

Virginia im Jahre 1963: Vier völlig unterschiedliche Frauen kommen in einem Buchclub zusammen. Ihr perfektes Leben ist lediglich eine Fassade; dahinter wächst die Unzufriedenheit.
Die Frauen reden längst nicht nur über Bücher; der Buchclub wird schnell zu einem sicheren Ort für sie, in dem sie über ihre Situation, ihre Unzufriedenheit, ihre Probleme, Gedanken und Gefühle, Sehnsüchte, Wünsche und Träume reden - und Freundinnen werden.
Sie erkennen, dass es nicht die Erfüllung sein kann, ein Leben lang lediglich Hackbraten zuzubereiten und Windeln zu wechseln; dass das Leben einer Frau aus so viel mehr bestehen kann und sollte als aus Ehe und Mutterschaft; dass Frauen das tun sollten, was sie tun wollen - und nicht das, was Männer und die Gesellschaft ihnen vorschreiben; dass sie sich aus Begrenzungen befreien und selbständig leben, eigene Entscheidungen treffen, Mut haben, an sich glauben sollten; dass Frauen einander unterstützen und fördern sollten.
Und Sehnsüchte, Wünsche und Träume hat jede dieser Frauen. Sie machen sich gemeinsam daran, ihr Leben zu ändern, auszubrechen, ihren Sehnsüchten zu folgen und ihre Wünsche und Träume zu leben.
Auslöser ist ein bestimmtes Buch, das die Frauen in ihrem Buchclub gelesen und besprochen haben.
Mir gefielen vor allem die schönen und so wichtigen Botschaften, die dieser Roman vermittelt - dass Bücher Leben positiv verändern können; dass man seinem Herzen und seinen Sehnsüchten folgen und seine Wünsche und Träume leben sollte und es dazu nie zu spät ist; dass Frauen ihr Leben leben und sich niemals von Männern, der Gesellschaft oder wem oder was auch immer fremdbestimmen und kleinhalten lassen sollten; dass Frauen einander unterstützen und fördern sollten; dass über Bücher auch wundervolle Freundschaften entstehen können usw.
Zudem lernt man etwas über das Leben von Frauen im Amerika der damaligen Zeit.
Der Klappentext klang großartig, der Roman schien viel Potenzial zu haben ... meine Erwartungen waren sehr hoch, zumal es sich um einen Bestseller aus den USA handelt.
Letztlich konnte mich "Der Buchclub der eigensinnigen Frauen" aber leider doch nicht vollends überzeugen; der Roman war leider nicht das Highlight, das ich erwartet hatte. Er wies einige Längen auf. Und die Figuren und die Handlung blieben mir auch zu distanziert; ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen.
Insgesamt ein Buch, das ich zwar nicht ungern gelesen habe - aber von dem ich doch viel mehr erwartet hatte.

Rezension zu:
Toller Auftaktband!
von Cellissima, 1. Oktober 2026

Die junge Cora flieht im Jahre 1860 aus Hamburg und aus ihrem alten Leben nach Norderney. Sie ändert ihren Namen und arbeitet als Gouvernante eines kleinen Mädchens. Schon kurz nach der Ankunft geraten Cora und Emmeline in Seenot. Onnen, ein Mann, der auf der Insel lebt, rettet sie. Fortan soll Onnen auf Cora aufpassen. Er braucht das Geld, also tut er es. Schon bald entwickeln sich Gefühle zwischen Cora und Onnen - Gefühle, die beide kaum unter Kontrolle halten können. Doch beide haben Geheimnisse, von denen niemand erfahren darf: Onnen auf der Insel Borkum, von der er stammt - und Cora will und darf keinesfalls von den Menschen, vor denen sie floh, gefunden werden. Niemand darf erfahren, wer sie wirklich ist - und was sie getan hat ...

******

Die Leseproben zu "Im Nordwind" und "Im Nordlicht" haben mir damals gar nicht gefallen; und so habe ich lange überlegt, ob ich mir die Leseprobe zu "Sturmland" überhaupt ansehen soll. -Zum Glück habe ich es doch getan, denn sonst hätte ich wirklich was verpasst!

Miriam Georg schreibt wirklich hervorragend. Ihr Stil ist nicht nur schön, sondern auch stets angenehm flüssig lesbar. Die Figuren sind gelungen, die Kulisse ist wunderschön. Die Geschichte ist unglaublich atmosphärisch, bildhaft, authentisch und lebendig. Man fühlt sich wirklich in diese Zeit und auf diese Inseln versetzt. Schon das habe ich geliebt und schon deshalb hat sich die Lektüre gelohnt. Es ist eine absolut gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, Themen der Zeit, dem Leben auf den Inseln, auch Spannung und Gefahr ... schnell hat dieser Auftaktband eine starke Sogwirkung entfaltet; ich konnte ihn kaum noch aus der Hand legen.
Nichts ist vorhersehbar, die Atmosphäre und auch Spannung nehmen immer weiter zu.
Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Cora und Onnen weitergeht, ob sie diese Liebe leben können; ich möchte noch mehr über ihre Geheimnisse, über ihre Leben erfahren; ich möchte erfahren, ob Cora unentdeckt bleiben kann bzw. was geschehen wird, wenn sie doch gefunden/ihre wahre Identität und Vergangenheit aufgedeckt werden; wie es mit der kleinen Emmeline weitergeht ...
Band 2 verspricht, mindestens ebenso spannend und gut zu werden.
Der Auftaktband endete zudem sehr spannend, sodass ich es nun kaum erwarten kann, die Fortsetzung in Händen zu halten.
Schon lange hat mich kein historischer Roman mehr so überzeugt und begeistert. Absolute Leseempfehlung - Liebhaber historischer Romane werden "Sturmland" lieben!

Rezension zu:
von Cellissima, 20. September 2026

Fünfzig Jahre nach dem letzten Miss Marple-Krimi ermittelt sie wieder: Kulisse ist das Grand Alpine Hotel in den Schweizer Alpen im Winter. Es beherbergt eine internationale und illustre Gästeschar. Auch Miss Marple ist unter ihnen. Man genießt die Zeit ... doch eines Morgens stirbt ein Gast. Er besteigt bei bester Gesundheit unten eine Gondel - und kommt tot oben am Gipfel an. Schnell vermutet man, dass er ermordet worden sein muss. Miss Marple beginnt zu ermitteln - und die Zeit drängt, denn jeder in diesem Hotel scheint etwas zu verbergen zu haben. Es wird befürchtet, dass es nicht bei einem Mord bleiben wird. Also muss Miss Marple den Täter schnellstmöglich enttarnen ...

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Als großer Fan von Agatha Christie und Miss Marple waren die Freude über einen neuen Fall für sie groß - und die Erwartungen hoch, haben Agatha Christie´s Erben Lucy Foley doch eigens ausgewählt für diese Aufgabe!

Das Warten hat sich gelohnt und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. "Mord im Grand Alpine Hotel" bietet eine tolle Kulisse, absolut gelungene Figuren, einen kniffligen Fall, der zum Mitermitteln einlädt, den Leser fordert - und doch bis zum Schloss im Dunkeln tappen lässt. Lucy Foley´s Schreibstil ist wirklich großartig. Der Krimi bietet nicht nur Spannung und Gefahr, sondern ist durch seine Kulisse auch unglaublich atmosphärisch. Der Fall ist raffiniert aufgebaut, nichts ist vorhersehbar, die Auflösung ist ebenso verblüffend wie logisch und durchdacht, absolut überzeugend.

Lucy Foley hat es geschafft, Miss Marple wieder zum Leben zu erwecken. Und zwar genau so, wie man sie von Agatha Christie kennt und liebt. Überhaupt braucht Lucy Foley den Vergleich mit Agatha Christie nicht zu scheuen und erweist sich als ihr ebenbürtig. Bisher war mein Favorit in dieser Hinsicht Anthony Horowitz; das wird er auch bleiben, da er wirklich großartige klassische britische Krimis schreibt. Den Namen Lucy Foley werde ich mir aber merken. Ich fand "Mord im Grand Alpine Hotel" großartig und hoffe sehr, dass es sich bei der Entscheidung der Erben nicht um eine einmalige Entscheidung handelt, sondern dass weitere Miss Marple-Krimis aus der Feder von Lucy Foley folgen werden.

Fans klassischer britischer Krimis und Fans von Agatha Christie und Miss Marple werden "Mord im Grand Alpine Hotel" lieben. Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu:
Vampire in Temstown
von Cellissima, 27. August 2026

Die letzte Vampir-Epidemie in Temstown liegt schon zwanzig Jahre zurück.
Dann dann ist eines Tages das Grab einer jungen Schauspielerin, die auf der Bühne zusammenbrach und starb, plötzlich leer. Und es sieht so aus, als ob sie daraus ausgebrochen wäre! Es kann sich also nur um einen Vampir handeln. Und tatsächlich folgen schnell Vampirangriffe.
Als ihr Freund Varney von dem Vampir gebissen wird, beschließen die Cousinen Mina, Buffy und Bella, Varney zu retten und Temstown von der Vampir-Epidemie zu befreien. Der Arzt möchte Varney studieren, um seine Karriere voranzutreiben, und sein Herz mit einem Weißdornpfahl durchbohren, da er nun ebenfalls zum Vampir wird und das die einzige Möglichkeit zu sein scheint, die Vampire zu bekämpfen. Die Mädchen wollen dies jedoch nicht zulassen und suchen nach einer anderen Lösung. Sie finden ein uraltes Buch, in dem steht, dass die Heilung von Vampiren möglich ist - und dass Frauen, die bisher nur von einem Medizinstudium träumen konnten, Erfolg in der Wissenschaft haben können ...
Doch die entscheidenden Seiten des Buches sind leer - und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...
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Nachdem "Nacht über Frost Hollow Hall" schon toll war, waren wir sehr gespannt auf "Dracula & Töchter" und freuten uns sehr darauf. Und wir wurden nicht enttäuscht - es war tatsächlich ein Highlight!
Das Cover passt perfekt zur Geschichte.
Emma Carrolls Schreibstil ist toll, er lässt sich absolut angenehm und flüssig lesen. Es gibt viele recht kurze Kapitel. Das Buch eignet sich perfekt sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen, durch die Kapitellänge auch zwischendurch oder abends vor dem Einschlafen im Bett - wobei man dieses Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen kann! Es ist so spannend und gut, dass man es am liebsten in einem Rutsch lesen möchte, weil man unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Es geht schon Schlag auf Schlag, die Geschichte hat viel Spannung, Gefahr - und damit natürlich auch Tempo. Für Kinder, die ruhige, langsame Geschichten mögen, ist es also die falsche Wahl. Wir haben es geliebt, und es passt auch einfach perfekt.
Die Geschichte ist extrem atmosphärisch und bildhaft, mit einer düsteren, gefährlichen, mysteriösen Grundstimmung. Auch dies hat uns sehr gefallen.
Auch die Figuren sind absolut gelungen. Toll finde ich hier gerade für Mädchen, dass v.a. diese drei Mädchen, daneben auch etwas ihre beiden Mütter, im Mittelpunkt stehen. In allererster Linie geht es aber zumindest in diesem Auftaktband um Mina, Buffy und Bella. Kinder lernen, dass Freundschaft usw. nichts mit Klassenunterschieden, Geld und dergleichen zu tun haben und dass diese Dinge dafür völlig irrelevant sind. Gerade für Mädchen finde ich auch den Fokus auf Frauen in der Medizin bzw. generell in der Wissenschaft toll, wenn man bedenkt, wie unterrepräsentiert Frauen in Medizin, Jura, generell in der Wissenschaft jedenfalls in Führungspositionen auch heute noch sind, dass der Frauenanteil immer noch erhöht werden muss etc.
Generell ist es super, dass hier mutige, starke, selbstbewusste und tolle Mädchen und Frauen im Mittelpunkt stehen! Und diese Mädchen und Frauen setzen sich gegenüber den Männern durch.
Es gibt überraschende Enthüllungen und Wendungen, nichts ist vorhersehbar, sodass es wirklich bis zum Schluss absolut spannend bleibt.
Der Fall bzgl. dieser Schauspielerin wird in diesem Auftaktband geklärt und gelöst, sodass dieser erste Band quasi in sich geschlossen ist und man ihn durchaus auch nur einzeln lesen könnte, ohne zwingend die ganze Trilogie lesen zu müssen - aber ich glaube kaum, dass irgendjemand diese Reihe nach diesem Auftaktband abbrechen wird! Dafür ist sie einfach viel zu gut. Wir sind richtig gespannt auf die beiden noch folgenden Bände und würden diese am liebsten sofort lesen.
Und die Geschichte hat auf jeden Fall das Potenzial für mehrere Bände! So ist die Abstammung der Kinder höchst spannend. Wir würden gerne etwas, am liebsten auch viel, über den Großvater erfahren, auch über die Mütter der Kinder, über ihre Heimat; vielleicht reisen sie ja auch noch hin?! Im ersten Band erfuhr man nur das Nötigste. Das hat absolut gereicht, macht die Leser aber auch extrem neugierig. Wir denken und hoffen, dass in den Folgebänden in dieser Hinsicht noch was kommen wird.
Einziger Kritikpunkt ist vielleicht das empfohlene Lesealter: ab 10. Das halte ich für oftmals zu früh, da ich nur wenige Kinder kenne, die so eine Geschichte in diesem Alter schon lesen können und wollen. Sie ist wirklich düster und gruselig durch die Thematik und Handlung. Aber hier ist jedes Kind verschieden ... ich persönlich würde das empfohlene Lesealter etwas anheben, jedenfalls gerade bei jüngeren Kindern aber empfehlen, das Buch erst mal selbst (an)zulesen und dann zu entscheiden, ob man es dem Kind schon zum Vorlesen oder Selbstlesen gibt oder ob man lieber noch etwas wartet damit.
Wenn es aber passt, dann kommen kleine und große Gruselfans aber voll auf ihre Kosten! Es ist das perfekte Buch für den Herbst und Winter, gerade jetzt vor Halloween oder auch im November.
Auch ich als Erwachsene fand das Buch richtig spannend und gut, konnte und wollte es ebenfalls nicht mehr aus der Hand legen. Wir haben es zusammen verschlungen.
Absolute Leseempfehlung!

Rezension zu: