Gelungen
von Immenhof, 22. Oktober 2026
„Wie schön, dass es mich gibt“ umfasst zehn Hauptseiten mit schönen, kurzen Texten in Reimform. Dabei werden verschiedene wichtige Themen wie „Ich bin mutig“, „Ich darf Nein sagen“, „Ich schaffe das“, „Ich darf Fehler machen“, „Ich traue mich“, „Ich darf Grenzen setzen“, „Ich achte auf mich“, „Ich darf nach Hilfe fragen“ und „Ich höre auf mein Herz“ aufgegriffen. Auch die Botschaft, dass alle Gefühle wichtig und richtig sind, wird vermittelt.
Besonders gut gefallen mir die alltagsnahen Beispiele. So wird beispielsweise aufgezeigt, dass Kinder in derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren können. Während das eine Kind wütend wird, reagiert ein anderes mit Traurigkeit. Diese unterschiedlichen Reaktionen werden schön und verständlich dargestellt.
Einzig die negative Darstellung von Küsschen sehe ich etwas kritisch. Natürlich finde ich es wichtig, dass Kinder ihre Grenzen kennen und Nein sagen dürfen. Allerdings hätte man dies auch anhand anderer Situationen, beispielsweise einer unerwünschten Umarmung, vermitteln können. Ich selbst mochte als Kind die Küsschen für meine Urgrossmutter nicht, bin rückblickend aber froh darüber, da sie ihr immer grosse Freude bereitet haben. Deshalb hätte ich mir hier eine etwas differenziertere Betrachtung gewünscht.
Insgesamt ein schön gestaltetes Buch mit wichtigen Botschaften und gelungenen Beispielen. Gerade die kurzen Reime und die verschiedenen Alltagssituationen gefallen mir gut.
Rezension zu:
Gelungene Idee
von Immenhof, 17. Oktober 2026
Bei „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ war ich zunächst etwas skeptisch, ob sich die Hexerei tatsächlich sinnvoll in die bekannte Handlung von „Stolz und Vorurteil“ einfügen lässt. Dies ist meiner Meinung nach aber sehr gut gelungen und die zusätzlichen Elemente wirken nicht künstlich konstruiert.
Die ersten Seiten fand ich allerdings etwas zäh, da zunächst vor allem bereits bekannte Handlungen aufgegriffen werden. Erst danach entwickelt sich die Geschichte zunehmend weiter und bringt auch neue Aspekte mit sich.
Etwas schade fand ich, dass der aktuelle Zeitstrang immer nur kurz aufgegriffen wird. Gerade hier hätte man meiner Meinung nach wesentlich mehr aus der Geschichte herausholen können. Auch die Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen fand ich teilweise verwirrend, da diese recht abrupt erfolgen und man sich immer wieder neu orientieren muss.
Gerade gegen Ende wird die Geschichte jedoch sehr spannend und auch die Auflösung hat mir gut gefallen. Insgesamt eine gelungene Verbindung aus der bekannten Geschichte und den neuen fantastischen Elementen. Trotz einiger Längen und der teilweise verwirrenden Zeitsprünge hat mich das Buch besonders im letzten Teil überzeugen können.
Rezension zu:
Gute Erklärungen
von Immenhof, 16. Oktober 2026
„Mein artgerecht Trotzbuch“ gehört zu einer Reihe mit mehreren Bänden. Für uns war es allerdings das erste Buch der Reihe, das wir gelesen haben.
Das Buch umfasst insgesamt elf Doppelseiten und begleitet eine Eichhörnchenfamilie durch ihren Alltag. Dabei kommt es immer wieder zu Situationen, in denen die kleinen Eichhörnchen mit Trotzanfällen reagieren. Die verschiedenen Alltagssituationen dürften vielen Familien mit Kleinkindern bekannt vorkommen.
Allerdings hat mir die Umsetzung nicht in allen Punkten gefallen. Die Situation mit dem Ball zieht sich mehrfach durch den Tag und nimmt dadurch relativ viel Raum ein. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung und unterschiedliche Auslöser für die Trotzanfälle gewünscht. Auch die Auflösung am Abend fand ich etwas zu einfach. Schliesslich tauchen verlorene Spielsachen nicht immer wieder auf und nicht jede schwierige Situation löst sich am Ende in Wohlgefallen auf. Das war mir etwas zu sehr nach dem Motto Friede, Freude, Eierkuchen.
Besonders interessant finde ich hingegen die letzte Doppelseite. Hier werden zehn häufige Gründe für Trotzanfälle und deren Ursachen aufgeführt. Damit bietet das Buch nicht nur eine Geschichte für Kinder, sondern auch zusätzliche Informationen für die Eltern.
Insgesamt ein Buch, das ein wichtiges Thema aus dem Kleinkindalltag aufgreift. Die zusätzlichen Informationen am Ende gefallen mir gut, bei der eigentlichen Geschichte hätte ich mir allerdings mehr Abwechslung und eine etwas realistischere Umsetzung gewünscht.
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Vielfältig
von Immenhof, 30. September 2026
„Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge“ gehört zu einer Reihe, die bereits für Kinder ab einem Jahr ausgewiesen ist. Enthalten sind viele verschiedene Fahrzeuge und dabei nicht nur die Klassiker wie Bagger, Traktor oder Feuerwehr. Auch eher ungewöhnliche Fahrzeuge wie Lastenräder, eine Kehrmaschine oder ein Zeppelin können entdeckt werden. Gerade diese vielfältige Auswahl gefällt mir gut und erweitert nebenbei den Wortschatz.
Allerdings ist für mich nicht ganz ersichtlich, weshalb dieses Wimmelbuch bereits ab einem Jahr empfohlen wird, während andere Bücher erst für Kinder ab zwei Jahren ausgewiesen sind. Die Bilder sind zwar übersichtlich gestaltet, den Wortschatz finde ich teilweise aber doch recht anspruchsvoll für Einjährige. Dafür wächst das Buch sicherlich eine ganze Weile mit.
Ansonsten bekommt man ein klassisches Wimmelsuchbuch mit schönen und detailreichen Bildern. Auf den Doppelseiten gibt es viel zu entdecken und einzelne Gegenstände und Fahrzeuge können gezielt gesucht werden. Dadurch ergeben sich auch immer wieder Gesprächsmöglichkeiten. Für kleine Fahrzeugfans auf jeden Fall ein schönes Wimmelbuch mit einer wirklich abwechslungsreichen Fahrzeugauswahl und einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis.
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Spannend
von Immenhof, 30. September 2026
„Weisser Rausch“ ist der erste Band einer Trilogie. Die weiteren Bände sollen im Oktober 2027 und Oktober 2028 erscheinen. Leider bedeutet das nach diesem Auftakt erst einmal ein Jahr Wartezeit.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Man begleitet das finnische Ermittlungsteam, das schwedische Ermittlungsteam und einen Zollbeamten, der eher durch Zufall Teil des Geschehens wird. Gerade dieser Perspektivwechsel hat mir gut gefallen und sorgt immer wieder für Spannung.
Am meisten mochte ich die Sicht des Zollbeamten. Er ist Vater und wird von seiner Frau Opfer häuslicher Gewalt. Diese eher selten dargestellte Perspektive fand ich sehr authentisch und spannend umgesetzt. Seine private Situation begleitet ihn durch das gesamte Buch und gerade mit ihm habe ich im Verlauf der Geschichte besonders mitgefiebert.
Inhaltlich geht es um Drogen und die Geschichte ist äusserst spannend aufgebaut. Es gibt immer wieder Wendungen und durch die angenehmen Kapitellängen liest sich das Buch sehr schnell. Etwas schwierig fand ich die vielen verschiedenen Personen. Gerade durch die schwedischen und finnischen Namen kann man schnell den Überblick verlieren. Eine Übersicht der Figuren mit der Information, wer auf welcher Seite der Grenze lebt beziehungsweise ermittelt, hätte mir sehr geholfen.
Das Ende kommt etwas abrupt und man merkt deutlich, dass die Geschichte noch nicht wirklich zu Ende erzählt ist. Insgesamt aber ein sehr spannender Auftakt, bei dem ich definitiv wissen möchte, wie es weitergeht. Umso schade, dass man auf den nächsten Band so lange warten muss.
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Nicht so stark wie der Vorgänger
von Immenhof, 27. September 2026
„Falling like Snowflakes“ ist bereits der zweite Teil der Reihe, welche in Bramble Falls spielt. Dieses Mal steht Sloane im Zentrum. Generell finde ich es schön, wenn die Charaktere wechseln. Leider war mir Ellis wesentlich sympathischer und ich finde es schade, dass sie in diesem Band nur eine Randerscheinung war.
Gelungen fand ich die natürliche Einbettung des Schneeflockenfestivals nach dem Erfolg im Vorgängerband. Hier hatte ich befürchtet, dass es etwas künstlich konstruiert wirken könnte. Das erste Drittel des Buches war für mich auch atmosphärisch sehr schön. Danach war jedoch ziemlich klar, wie das Buch enden wird, und die Geschichte hat sich für mich zu lange gezogen.
Leider gibt es im Buch nur wenige Spannungsmomente. Im Vergleich dazu gab es im Vorgängerband neben der Liebesgeschichte auch die Spannungen mit dem Vater. Auch die amerikanischen Schulevents waren dieses Mal nicht so brisant wie im ersten Band. Die Prüfungen flackern zwar durch die Vorbereitungen kurzzeitig als Thema auf, der eigentliche Prüfungstag wird dann aber nicht einmal erzählt. Das fand ich schade, da dieser Handlungsstrang dadurch etwas im Sande verläuft.
Die abgesagte Reise nach New York fand ich literarisch sehr schade. Ich denke, New York in der Weihnachtszeit hätte dem Buch noch eine andere Dimension gegeben. Auch finde ich durchaus, dass eine Bürgermeisterin einige Tage ohne ihre minderjährige Tochter auskommen sollte.
Buchcover und Farbschnitt sind wieder wunderschön und auch die winterliche Atmosphäre passt sehr gut zur Jahreszeit. Inhaltlich war dieser Band für mich jedoch leider nicht so stark wie der Vorgängerband.
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Winterlich
von Immenhof, 25. September 2026
„Das Abenteuer bei den Winterwölfen“ ist bereits der vierte Band der Reihe rund um Hilfa Hasenherz. Grosses Vorwissen aus den vorherigen Bänden benötigt man meiner Meinung nach aber nicht, sodass man auch mit diesem Band gut in die Reihe einsteigen kann. Die Kapitel sind angenehm kurz und damit sehr gut für die Zielgruppe geeignet. Immer wieder wird die Geschichte durch schöne Illustrationen aufgelockert. Besonders gut gefällt mir, dass neben der eigentlichen Handlung auch Sachwissen über die Tiere eingebaut wird. So erfahren die Kinder beispielsweise etwas über Winterschlaf und Winterruhe. Das Wissen fügt sich gut in die Geschichte ein und wirkt nicht wie ein zusätzlicher Sachbuchteil. Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Es wird ein schöner und abwechslungsreicher Wortschatz verwendet. So ist beim Hasen beispielsweise von den Löffeln anstatt einfach von den Ohren die Rede. Durch das winterliche Setting passt die Geschichte ausserdem wunderbar in die kalte Jahreszeit. Für mich eine schöne Mischung aus Abenteuer, Tiergeschichte und Sachwissen.
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Viel Sachwissen
von Immenhof, 23. September 2026
Die klassische Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ ist sehr bekannt. Das Konzept der Vorlesegeschichten gefällt mir aber ebenfalls sehr gut, da hier Geschichten und Sachwissen miteinander verbunden werden.
Tino und Charlie verbringen ihre Ferien auf dem Finkenhof und entdecken gemeinsam mit Matz und Fenna das Leben auf dem Bauernhof. Sehr praktisch finde ich, dass zu Beginn die verschiedenen Personen vorgestellt werden. Auch eine Karte hilft dabei, sich auf dem Hof und in der Umgebung zurechtzufinden.
Das Buch enthält 15 kurze Geschichten. Die Länge ist zum Vorlesen sehr angenehm und die Geschichten können auch einzeln gelesen werden. Inhaltlich gibt es einiges zu entdecken. Die Kinder sammeln Eier, lernen den Schweinestall kennen, gehen mit den Ziegen spazieren und erleben ein Apfelerntefest. Besonders gut gefällt mir, dass immer wieder Sachwissen ganz selbstverständlich in die Handlung eingebaut wird. So erfährt man beispielsweise, dass Laufenten Schnecken fressen. Dadurch lernen auch die Erwachsenen noch das eine oder andere dazu.
Die vielen Illustrationen lockern die Texte auf und passen gut zur Zielgruppe. Insgesamt eine gelungene Mischung aus Vorlesegeschichten und Sachwissen rund um den Bauernhof.
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Lehrreich
von Immenhof, 11. September 2026
Die Bücher aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ haben ein bekanntes und bewährtes Format. Auch „Was Tiere alles bauen“ hat stabile Seiten und eine sehr robuste Spiralbindung, die gerade beim gemeinsamen Anschauen praktisch ist. Natürlich dürfen auch die zahlreichen Klappen nicht fehlen, hinter denen es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Thematisch bietet das Buch erstaunlich viel Fachwissen rund um Tiere und ihre Bauwerke. Dabei können meiner Meinung nach auch Erwachsene noch das eine oder andere lernen. Der Aufbau gefällt mir gut. Es werden sowohl heimische Tiere vorgestellt als auch Tiere aus anderen Ländern, die wir besonders spannend fanden.
Unser Highlight war der Aufbau eines Termitenbaus. Wir hatten Termitenbauten im Urlaub bereits von aussen gesehen und fanden es deshalb besonders interessant zu entdecken, wie es im Inneren aussieht und wie komplex diese aufgebaut sind.
Insgesamt wieder ein gelungenes Sachbuch der Reihe, das Wissen altersgerecht vermittelt und durch die Klappen zum gemeinsamen Entdecken einlädt.
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Museum
von Immenhof, 9. September 2026
„Das Museum der Vögel“ fällt bereits durch sein grosses Format auf. Das Buch ist deutlich grösser, als ich erwartet hatte. Zum gemeinsamen Anschauen ist das sehr schön, beim Verstauen allerdings etwas unpraktischer.
Inhaltlich ist das Buch wie ein Museum aufgebaut und in verschiedene Säle unterteilt. Vorgestellt werden unter anderem flugunfähige Vögel, Seevögel, Wasservögel, Greifvögel, Bodenvögel, Tropenvögel, Waldvögel sowie insektenfressende und samenfressende Vögel. Besonders gut gefallen mir die Illustrationen. Sie wirken etwas klassischer und älter und passen dadurch sehr gut zum Museumsthema.
Zu den einzelnen Bildern gibt es jeweils eine Bildlegende mit dem deutschen und lateinischen Namen, der Grösse und weiteren Informationen. Zusätzlich finden sich allgemeine Informationen zu den verschiedenen Vogelarten. Dadurch bietet das Buch nicht nur viel zum Anschauen, sondern auch einiges zum Nachlesen und Entdecken. Am Ende gibt es ausserdem ein Stichwortverzeichnis, das sehr hilfreich ist, wenn man gezielt nach einem bestimmten Vogel suchen möchte.
Für Vogelfans ist das Buch sehr zu empfehlen. Durch den besonderen Zeichenstil und den Museumscharakter unterscheidet es sich deutlich von vielen anderen Sachbüchern zum Thema Vögel.
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