Etwas zu viel
von Immenhof, 13. Juni 2026
Nachdem mir bereits einige andere Bücher des Autors wie „Mieses Karma“, „Mieses Karma 2“ und „Muh!“ gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf „00 Laschet“. Der gewohnt lockere Schreibstil mit den kurzen Kapiteln sorgt dafür, dass sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt.
Besonders der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, dass sich tief unter Schloss Bellevue die Zentrale eines geheimen Geheimdienstes befindet und der Bundespräsident dabei eine ganz andere Rolle spielt als allgemein angenommen, fand ich originell und amüsant. Gerade die Verbindung von Politik und Agentenparodie hat bei mir zunächst viele Schmunzler ausgelöst.
Im weiteren Verlauf wurde die Handlung für meinen Geschmack jedoch zunehmend abgedrehter. Die Geschichte entfernte sich immer weiter von jeder realistischen Grundlage und setzte immer stärker auf spektakuläre Einfälle, geheime Technologien und Wunderwaffen. Hier war für mich irgendwann der Punkt erreicht, an dem des Guten etwas zu viel war.
Dennoch gibt es einige gelungene Elemente. Die tierliebenden Protagonisten waren sympathisch, die Szenen mit Maus und Hasen sorgten immer wieder für unterhaltsame Momente und auch die politischen Anspielungen haben mir gut gefallen. Insgesamt konnte mich der Humor aber nicht durchgehend tragen, da die Handlung für meinen Geschmack zu stark auf immer größere und außergewöhnlichere Bedrohungen ausgerichtet war.
So bleibt für mich ein kurzweiliger, stellenweise sehr lustiger Roman mit einer starken Ausgangsidee, der mich in der zweiten Hälfte jedoch nicht mehr ganz so überzeugen konnte wie andere Bücher des Autors.
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Gelungen
von Immenhof, 12. Juni 2026
Mit „Wieso? Weshalb? Warum? junior: Tiere im Winter“ ist Ravensburger wieder ein gelungenes Sachbilderbuch für die jüngsten Entdecker gelungen. Die Reihe überzeugt auch hier mit ihren gewohnt stabilen, dicken Seiten, den zahlreichen Klappen zum Entdecken und der praktischen Spiralbindung. Dadurch macht das Buch nicht nur beim ersten Anschauen Spaß, sondern hält auch häufigem Vorlesen und eigenständigem Erkunden problemlos stand.
Besonders gelungen finde ich die Themenauswahl. Kindgerecht und anschaulich wird erklärt, wie sich Tiere auf den Winter vorbereiten, warum Zugvögel in wärmere Regionen fliegen, weshalb manche Tiere ein Winterfell bekommen und wie die Futtersuche in der kalten Jahreszeit aussieht. Auch die Unterschiede zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre werden verständlich vermittelt. Ein Tierspurenrätsel am Ende rundet das Buch ab und lädt dazu ein, das Gelernte spielerisch anzuwenden.
Erfreulich ist zudem, wie viele Informationen in dem Buch stecken. Obwohl es sich offiziell an Kinder von zwei bis vier Jahren richtet, sind die Inhalte auch für ältere Kinder noch interessant. Einige der behandelten Themen begegnen Kindern später sogar im Sachunterricht der dritten oder vierten Klasse wieder. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass viele kleine Details aufgegriffen werden, etwa dass Tiere im Winter möglichst wenig Energie verbrauchen und sich deshalb nur wenig bewegen. Eine etwas ausführlichere Erklärung dazu hätte ich zwar spannend gefunden, für die eigentliche Zielgruppe ist die Darstellung aber völlig ausreichend.
Ein informatives, liebevoll gestaltetes Klappenbuch, das Wissen altersgerecht vermittelt und gleichzeitig zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Sehr empfehlenswert für kleine Tierfreunde und neugierige Kinder.
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Für Lesemuffel
von Immenhof, 22. Mai 2026
Im selben Format des Buches gibt es diverse Ausgaben zu bekannten Persönlichkeiten. Mir sind bisher besonders die Fussballer aufgefallen. Ich finde es jedoch gut, dass auch andere Interessensgruppen angesprochen werden und die Reihe dadurch vielfältiger aufgestellt ist.
Der Aufbau aller Bücher ist recht ähnlich. Es gibt Informationen zur Kindheit, zur Karriere und zu eher unbekannteren Themen. Die Sätze sind kurz gehalten und graphisch untermalt, was auch Lesemuffel anspricht, da man nur sehr kurze Texte lesen muss. Ich bemerke, dass die Bücher im schulischen Bereich sehr beliebt sind und die Kinder diese gerne lesen. Insofern bin ich mit der graphischen Aufmachung und dem Textaufbau zufrieden.
Mir persönlich sind die Kapitel teilweise etwas zu kurz und es ist nicht mein bevorzugter Stil, aber dies darf natürlich auch so sein. Gerade für die Zielgruppe ist die Gestaltung sicherlich passend.
Es gab viele interessante Fakten zu Taylor Swift, die ich nicht kannte, wie ihre Lieblingszahl, ihr erstes Album oder ihre Lieblingstiere. Da ich mich in diesem Bereich jedoch auch nicht besonders gut auskenne, waren neue Fakten für mich keine grosse Überraschung. Gelungen finde ich auch das Quiz am Ende, das gut zur kleinen „Überprüfung“ dienen kann, auch wenn die Fragen eher einfach gehalten sind.
Insgesamt ein ansprechend gestaltetes Buch mit einem klaren Konzept, das vor allem Kinder durch die kurzen Texte, die graphische Gestaltung und die spannenden Fakten anspricht und sich auch für weniger lesebegeisterte Kinder gut eignet.
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Für ältere Kinder
von Immenhof, 8. Mai 2026
Ich bin selbst mit Conni aufgewachsen und habe neben der ursprünglichen Reihe auch die Conni & Co Bücher, die Conni 15 Bücher sowie die Kurzgeschichten für jüngere Kinder gelesen. Das Konzept dieses Buches war mir jedoch neu.
Das Buch enthält viele grosse Bilder und für Kinder ab 3 Jahren auch relativ viel Text. Dies finde ich einen schönen Kontrast zu vielen anderen Vorlesebüchern. Durch die grossen Illustrationen wird die Handlung zusätzlich gut unterstrichen und aufgelockert.
Allerdings finde ich Teile des Buches für die angegebene Altersklasse nur bedingt geeignet. Das Übernachten ohne Eltern empfinde ich zwar als zeitgemäss, dass jedoch zusätzlich noch Freunde dabei sind, finde ich eher ungeeignet. Gerade in dieser Altersspanne fände ich es schön, wenn die Handlung stärker alltagsnah bleiben würde. Für mich würde das Thema deshalb eher in die klassische „Meine Freundin Conni“ Reihe für das Grundschulalter passen.
Insgesamt ist das Buch schön gestaltet und bietet durch die grossen Bilder sowie die längeren Texte ein etwas anderes Vorleseerlebnis. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das Buch eher für etwas ältere Kinder geeignet ist als für die empfohlene Altersgruppe ab 3 Jahren
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Wichtiges Thema
von Immenhof, 7. Mai 2026
Das Bilderbuch überzeugt, wie die anderen Bücher der Reihe, durch eine gute Thematik zu Gefühlen. Das Format ist ideal für kleine Kinderhände und durch den stabilen Karton muss man auch nicht direkt befürchten, dass die Seiten kaputt gehen.
Der Waschbär wird wütend und sucht bei anderen Tieren nach verschiedenen Lösungsstrategien. Diese sind vielfältig und zeigen gute Möglichkeiten auf. Die Übersichtsseite am Schluss fasst die Strategien schön zusammen und hilft auch, wenn man diese wieder besprechen möchte. Ich fand es bei „Igel, welcher mutig sein möchte“ jedoch besser gelöst, da er zum Schluss kam, dass nicht alles gleich gut zu ihm passt. Der Waschbär hingegen fand alles etwas hilfreich. Ich persönlich finde die Botschaft, dass individuell ist, was einem hilft, gelungener. Im Buch kommen neben dem Waschbär auch Bär, Eule, Adler, Streifenhörnchen und Puma vor.
Insgesamt ist es ein ansprechend gestaltetes Bilderbuch mit einem wichtigen Thema rund um Gefühle und Emotionsregulation, das sich gut zum gemeinsamen Anschauen und Gespräch eignet und Kindern verschiedene Wege im Umgang mit Wut zeigt.
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Amüsant
von Immenhof, 27. April 2026
Im Buch „Die Märchenponys“ sind sieben Märchenfiguren ihres Lebens überdrüssig und wollen die richtige Welt kennenlernen. Verzaubert als Ponys auf einem Bauernhof verbringen sie, ausgestattet mit magischen Fähigkeiten, ihr neues Leben. Die Idee dahinter ist äusserst amüsant.
Alle handelnden Personen/Tiere werden auf den ersten Seiten grafisch aufgegriffen. Dabei steht jeweils ein „Märchenpony“ im Fokus des Buches. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Kapitellänge altersentsprechend kurz. Die Geschichten bieten trotz magischer Elemente viele alltagsnahe Aspekte, in die sich Kinder hineinversetzen können. Im Buch selbst kommen zwar immer wieder Anspielungen auf die Märchen vor, diese müssen jedoch nicht unbedingt bekannt sein.
Für Unterrichtszwecke finde ich das Buch weniger geeignet, da mir zu wenig Bezüge zwischen Märchen und den Ponys bzw. deren Charakteren bestehen. Dies dürfte für die meisten jedoch weniger relevant sein. Als Kinderbuch kann ich das Buch jedoch uneingeschränkt empfehlen.
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Hilfreich
von Immenhof, 18. April 2026
„Wenn kleine Igel mutig sind“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch mit überraschend viel Inhalt und mehr als zwölf Doppelseiten. Die dicken Pappseiten sind besonders praktisch und eignen sich gut für unvorsichtigere Kinderhände.
Das Thema Mut steht klar im Mittelpunkt und wird auf eine Weise aufgegriffen, die man in Kinderbüchern nicht allzu häufig findet. Die Geschichte ist ruhig erzählt und vermittelt eine wichtige Botschaft. Besonders schön finde ich die Tierwahl. Igel stehen selten im Fokus, was für Abwechslung sorgt. Ergänzt wird die Geschichte durch weitere Tiere wie Hund, Kaninchen, Glühwürmchen, Katze, Frosch, Maus und Eichhörnchen. Alle fragt der Igel, wie sie mutig sind und erhält unterschiedliche Tipps.
Sehr gelungen ist auch die Übersichtsseite am Ende, die alles noch einmal zusammenfasst und das Kind direkt anspricht, indem es gefragt wird, was ihm hilft, mutig zu sein. Insgesamt ein durchdachtes, stabiles Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft für Kinder.
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Spannend
von Immenhof, 18. April 2026
„Du musst mich vergessen“ überzeugt durch einen sehr angenehmen Schreibstil und gut gewählte Kapitellängen. Gerade dadurch lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und man bleibt schnell in der Geschichte.
Der Einstieg ist zunächst etwas verwirrend, da nicht sofort alle Zusammenhänge klar sind. Mit der Zeit wird die Vergangenheit jedoch schrittweise aufgearbeitet, sodass sich das Gesamtbild nach und nach erschliesst. Auch wenn die Handlung nicht unbedingt alltagsnah ist, bleibt sie dennoch nachvollziehbar.
Besonders gelungen ist die durchgehende Spannung. Immer wieder sorgen neue Wendungen dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Auch die Darstellung der Familienkonstellationen ist spannend und gibt zusätzliche Einblicke in die Hintergründe der Figuren. Die Charaktere wirken dabei authentisch und vielschichtig, sodass man ihre Entscheidungen gut nachvollziehen kann.
Insgesamt ein spannender Roman mit guter Struktur, der durch seinen Schreibstil und die dynamische Handlung überzeugt.
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Angenehmer Schreibstil
von Immenhof, 20. März 2026
Bei „Sommerwind in der Toskana“ handelt es sich um einen klassischen Wohlfühlroman. Nach einem klassisch klischeehaften Einstieg erhält man alles, was man von einem Wohlfühlroman erwartet: eine tolle Landschaft und eine Liebesgeschichte.
Was diesen Roman jedoch von anderen des Genres unterscheidet, ist der prägnante Schreibstil, der es schafft, ein klares Bild zu vermitteln, ohne sich in Unmengen an Beschreibungen zu verlieren. Man hat trotzdem das Gefühl, in der Toskana zu sein, und erlebt die Gerüche, das Essen und die Alltagsgeräusche hautnah mit.
Die Protagonistin überzeugt, weil sie nicht blauäugig handelt. Insgesamt sind die Schilderungen im Buch alltagsnah und realistisch, sodass man sich gut darin wiederfinden kann. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, sodass man auch zwischendurch immer wieder gut in die Toskana eintauchen kann.
Ein rundum gelungener Roman, der klassische Elemente des Genres enthält, Schwachstellen jedoch deutlich eleganter und sympathischer löst. Für Fans der Toskana oder von Wohlfühlromanen eine klare Empfehlung.
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Klassisches Suchbuch
von Immenhof, 20. März 2026
„Sachen suchen: Besuch im Zoo“ ist ein klassisches Buch aus der Reihe „Sachen suchen“. Auf jeder Doppelseite gibt es einen kurzen Text sowie kleine Bilder am Rand mit Beschriftungen, die im grossen Bild gesucht werden sollen. Das Konzept ist bewährt und funktioniert auch hier sehr gut.
Das Buch umfasst 12 Doppelseiten und ist aus dickem Karton gefertigt, was es besonders robust und gut für jüngere Kinder geeignet macht. Thematisch werden typische Bereiche eines Zoos gezeigt, wie das Aquarium oder der Streichelzoo. Ein konkreter Zoo wird dabei nicht dargestellt, sondern es bleibt allgemein gehalten.
Etwas schade finde ich, dass ich keine australischen Tiere entdecken konnte. Zudem gibt es inzwischen viele Bücher zu spezifischen Zoos, wodurch dieses hier weniger besonders wirkt. Insgesamt ist es aber ein gelungenes Suchbuch, das Kinder gut beschäftigt und für das Alter sehr passend ist.
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