Schwierig
von Odina, 13. Juni 2026
„Die Toten von morgen“ von Kim Koplin handelt von Kommissarin Nihal Khigarian, die nach Berlin zurückkehrt und sofort in einen Mordfall verwickelt wird. Gleichzeitig holen sie ihre Vergangenheit und ihre Familie ein. Als Saad mit der kleinen Leila wieder auftaucht, gerät Nihal außerdem in einen gefährlichen Bandenkrieg. Das düstere Cover passt gut zur Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil war leider gar nicht meins, weshalb ich mich eher durch die Handlung gequält habe. Positiv fand ich die angenehm kurzen Kapitel. Die Spannung war für mich durchwachsen und konnte mich nicht richtig fesseln. Da ich den Vorgänger nicht kenne, fehlte mir wichtiges Hintergrundwissen, wodurch viele Zusammenhänge für mich schwer verständlich waren. Auch mit den Protagonisten wurde ich deshalb nicht warm, sie blieben für mich eher oberflächlich. Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
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Spannender Cyberthriller
von Odina, 11. Juni 2026
„Code Null“ von Florian Schwiecker ist ein moderner Thriller, der von einem Cyberangriff auf das Galileo-Satellitensystem erzählt. Die EU wird dabei von der Terrorgruppe „Timeout“ erpresst, die mit gefährlichen Ausfällen und weitreichenden Folgen droht. Um die Krise zu stoppen, soll die Künstliche Intelligenz KIM eingesetzt werden. Doch schon bald stellt sich die Frage, ob KIM tatsächlich die Lösung ist oder am Ende selbst zu einer Gefahr werden könnte. Gleichzeitig gerät Charlie, die Entwicklerin der KI, ins Visier der Terroristen. Das Cover macht neugierig und passt mit dem auffälligen Auge sehr gut zum Thema des Buches. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen: Er ist flüssig, rasant und fesselnd, sodass man schnell in die Geschichte findet. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was für Abwechslung sorgt und die Spannung zusätzlich unterstützt. Durch die angenehme Kapitellänge lässt sich der Thriller zudem sehr gut lesen. Die Handlung bleibt über weite Strecken spannend und wirkt durch das aktuelle Thema erschreckend realitätsnah. An manchen Stellen empfand ich sie jedoch etwas langatmig, und einige Entwicklungen waren für mich ein wenig vorhersehbar. Deshalb hätte das Buch meiner Meinung nach stellenweise etwas kürzer und straffer sein können. Wer sich im IT-Bereich nicht besonders gut auskennt, könnte außerdem von den vielen Fachbegriffen teilweise überfordert sein. Die Figuren sind klar und übersichtlich dargestellt. Besonders Charlie war mir sympathisch, weil sie trotz ihrer Ecken und Kanten authentisch wirkt. Auch Lukas ergänzt die Geschichte gut und rundet das Figurenbild angenehm ab. Insgesamt ist das Buch ein guter, moderner Thriller mit einem spannenden und realitätsnahen Thema.
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Dunkle Geheimnisse
von Odina, 7. Juni 2026
In Caroline Seibts Thriller „Weil sie lügt“ geht es um das rätselhafte Verschwinden von Juli, den Verdacht gegen ihren Vater und den verzweifelten Versuch ihrer Schwester Anna, die Familie trotz Angst, Misstrauen und immer neuer Bedrohungen zusammenzuhalten. Das auffällige Cover ist farbintensiv gestaltet und macht sofort neugierig auf den Inhalt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man nach und nach einen immer tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten. Dabei bleibt die Spannung von Beginn an spürbar und steigert sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Die bedrohliche Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man beim Lesen ständig mitfiebert. Unerwartete Wendungen bringen immer wieder neue Fragen auf und machen die Handlung schwer vorhersehbar. Gerade die Verbindung aus packender Thrillerhandlung und emotionalem Familiendrama verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Anna ist eine Persönlichkeit, die sehr glaubhaft wirkt. Ihre Sorgen, Ängste und innere Stärke werden nachvollziehbar beschrieben. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.
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Einfach toll
von Odina, 5. Juni 2026
"Die letzte Predigt“ von Eva Almstädt war für mich der erste Krimi, den ich von der Autorin gelesen habe und ich bin sehr positiv überrascht! Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Pastor, der tot im Watt gefunden wird. Als kurz darauf auch noch eine frühere Freundin verschwindet, gerät Niklas John zunehmend unter Verdacht. Gemeinsam mit der Anwältin Fentje Jacobsen begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit und dabei kommen nach und nach immer mehr Geheimnisse ans Licht.
Das Cover passt sehr gut zum Titel und zur Atmosphäre des Buches und stimmt direkt auf eine düstere, geheimnisvolle Handlung ein. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist flüssig, wunderbar bildhaft und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich kam problemlos in die Geschichte hinein und wollte schon nach kurzer Zeit immer weiterlesen. Da ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kenne, haben mir an manchen Stellen allerdings ein paar Informationen zu den Vorgeschichten der einzelnen Protagonisten gefehlt. Dadurch war nicht immer alles vollständig nachvollziehbar. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse zurecht.
Die Spannung bleibt durchgehend hoch. Immer wieder gibt es neue Hinweise, Verdächtigungen und Entwicklungen, die dafür gesorgt haben, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Figuren trotz ihrer Vielzahl klar und übersichtlich dargestellt werden. Man verliert nicht den Überblick und jede Figur fügt sich sinnvoll in die Handlung ein. Fentje Jacobsen mochte ich besonders gern. Ihre Gedanken und Empfindungen konnte ich sehr gut nachvollziehen und sie war mir von Anfang an sympathisch. Niklas John wirkte auf mich eher reserviert, aber keinesfalls unnahbar. Gerade diese etwas zurückhaltende Art machte ihn interessant und ließ Raum für Fragen und Entwicklungen. Insgesamt hat mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet. Ich bin froh es gelesen zu haben und habe nun definitiv Lust bekommen weitere Bücher von Eva Almstädt zu entdecken.
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Spannender Ostseekrimi
von Odina, 3. Juni 2026
Der Krimi "Strandopfer" von Frank Goldammer erschien am 15. Mai 2026 im Rowohlt Verlag. Schon das Cover passt hervorragend zum Titel und zur düsteren Stimmung. In der Geschichte geht es um Ermittlerin Lena Schuldt, die an die Ostseeküste reist, um den Tod eines deutschen Touristen in Swinemünde aufzuklären. Ein Bernstein im Mund des Opfers deutet auf mehr als einen Badeunfall hin. Als ein Mädchen verschwindet und ein weiterer Toter gefunden wird, geraten Lena und Kommissar Adam Krawczyk unter Zeitdruck. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Ich war schnell in der Geschichte angekommen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man miträtselt und seine Vermutungen überdenkt.
Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der Protagonistin Lena Schuldt. Sie wirkt stark, mutig und entschlossen, auch wenn ich in einigen Situationen wahrscheinlich ganz anders gehandelt hätte als sie. Gerade das macht sie aber interessant und lebendig. Mit Adam Krawczyk wurde ich persönlich nicht ganz warm, was mich beim Lesen jedoch nicht gestört hat. Auch die Nebenfiguren sind klar und übersichtlich gezeichnet und fügen sich gut in die Handlung ein. Das Ende hat mich definitiv überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet, was für mich ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, spannender Krimi mit einem Fall, der bis zum Schluss fesselt. Ich würde mich sehr über einen weiteren Band mit Lena Schuldt freuen.
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Gefühlvoller Roman
von Odina, 30. Mai 2026
Mit "Brombeerblaue Tage" hat Simone Veenstra eine gefühlvolle Geschichte geschrieben, die einen berührt. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen, denn es ist wunderschön gestaltet und strahlt eine wohltuende Ruhe aus, die perfekt zur Atmosphäre passt. Im Mittelpunkt steht Elisa, eine gestresste Landschaftsarchitektin, die widerwillig das Gutshaus ihres Vaters auf Rügen hütet. Dort erwartet sie ein verfallenes Haus, ein verwilderter Garten und kaum Komfort. Doch während sie das Grundstück wiederbelebt, entdeckt sie alte Geheimnisse und ihre Liebe zu den Pflanzen neu. Am Ende muss Elisa entscheiden, ob sie ihr altes Leben hinter sich lässt und auf Rügen neu beginnt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, sodass man sich die Landschaft, den Garten und die besondere Stimmung auf Rügen wunderbar vorstellen kann. Besonders die Beschreibungen der Natur und der Pflanzen sind sehr liebevoll gelungen. Die Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt. Elisa war mir sehr sympathisch und ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Ihre Erschöpfung, ihre Zweifel, aber auch ihre langsame Veränderung wirkten auf mich glaubwürdig. Den Hund Aurel hatte ich sofort ins Herz geschlossen und auch Henk ist mit seiner Art auf seine Weise liebenswert. Insgesamt ist das Buch ein sehr schöner Roman für gemütliche Lesestunden.
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Überzeugt auf ganzer Linie
von Odina, 29. Mai 2026
"Nebelbeute" von Benjamin Cors ist ein atmosphärischer und packender Thriller, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Im Mittelpunkt steht Mila Weiss, die in den Bergen einem Phantom aus ihrer Vergangenheit nachjagt: Johannes Toblach. Schon bei ihrer Ankunft sorgt eine in Seilen gefundene Leiche für einen beklemmenden Einstieg, und als Mila ihrem Ziel immer näherkommt und schließlich spurlos verschwindet, nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Die Suche der Gruppe 4 unter Jakob Krogh führt in ein abgelegenes Bergdorf, in dem das Schweigen fast noch bedrohlicher wirkt als der Nebel selbst. Besonders gut gefallen haben mir das düstere Setting und die konstant hohe Spannung. Der Autor schreibt sehr flüssig und bildhaft, die Kapitel haben eine angenehme Länge, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet, sodass man der Handlung jederzeit gut folgen kann. Mila Weiss war mir dabei besonders sympathisch und ich habe sie sehr gern begleitet. Das dunkle Cover passt außerdem perfekt zur Geschichte und zur Reihe. Obwohl es bereits Band 3 ist, lässt sich das Buch problemlos eigenständig lesen. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
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Highlight
von Odina, 20. Mai 2026
Mich hat "Komm spielen" von Anfang an mitgerissen. Der Autor, Linwood Barclay, erschafft schon nach wenigen Seiten eine Atmosphäre, in der man spürt, dass unter der ruhigen Oberfläche von Castle Creek etwas Dunkles lauert. Annie zieht nach einem schweren Jahr gemeinsam mit ihrem Sohn Charlie in den kleinen Ort um dort neu anzufangen und gerade dieser Wunsch nach Sicherheit und Ruhe verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Denn mit jedem seltsamen Unfall verliert die zunächst fast idyllische Stimmung mehr von ihrer Unbeschwertheit und schlägt immer stärker ins Unheimliche um. Der Schreibstil des Autors ist unglaublich flüssig, bildhaft und fesselnd, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Einen großen Teil des Reizes macht für mich auch die Erzählweise mit den zwei Handlungssträngen aus. Beide entwickeln auf ihre eigene Art Spannung, werfen neue Fragen auf und treiben die Geschichte immer weiter voran, bis sie sich am Ende auf packende Weise zusammenfügen. Auch die Horrorelemente sind hervorragend eingebunden und verstärken die düstere Atmosphäre zusätzlich. Gleichzeitig lebt der Roman von seinen Figuren. Die Protagonisten sind klar gezeichnet und dennoch so gut ausgearbeitet, dass sie lebendig wirken. Jeder Charakter hat seine Eigenarten und trägt auf seine Weise zur Handlung bei, was die Geschichte besonders stimmig macht. Insgesamt ist das Buch ein rundum gelungener Thriller und für mich definitiv ein Highlight in diesem Jahr.
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Verdrängte Erinnerungen
von Odina, 16. Mai 2026
Der Thriller „Home Before Dark" wurde von Eva Björg Ægisdóttir verfasst und erschien am 7. Mai 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover weckt bereits das Interesse. In der Geschichte geht es um Marsibil, die sich 1967 heimlich mit einem Brieffreund treffen will, wobei sie sich als ihre Schwester Stina ausgibt. Als Marsi nicht zu dem Treffen erscheint, verschwindet Stina spurlos. Zehn Jahre später ist der Fall noch immer ungelöst, bis ein Brief aus der Vergangenheit Marsi dazu zwingt, sich der Wahrheit zu stellen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft von Anfang an eine dichte, spannende Atmosphäre. Besonders gelungen sind die zwei Zeitebenen, durch die nach und nach immer mehr Hintergründe ans Licht kommen und die Geschichte zusätzlich an Reiz gewinnt. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Marsibil und Kristin bringt dabei Dynamik in die Handlung und hält die Spannung konstant hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch die Figuren sind klar und nachvollziehbar gezeichnet. Sie wirken authentisch, entwickeln sich glaubwürdig weiter und sind emotional gut greifbar, was die düstere und beklemmende Stimmung noch verstärkt. Insgesamt ist Home Before Dark ein starker Thriller mit viel Atmosphäre und psychologischer Tiefe.
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Solide
von Odina, 13. Mai 2026
Der Thriller "Das Gesetz der Elite" von Sandrone Dazieri erschien am 28. April 2026 im HarperCollins Verlag. Das düstere Cover hat mich sofort neugierig gemacht und auch der Einstieg in die Geschichte war vielversprechend. Colomba Caselli untersucht als Privatdetektivin den rätselhaften Tod eines Milliardärs und stößt gemeinsam mit Dante Torre auf weitere Opfer unter den Superreichen. Die Grundidee fand ich spannend, der Schreibstil ist flüssig und die Kapitellänge angenehm. Leider ließ die Spannung nach dem starken Beginn für mich etwas nach. Teilweise wirkte die Handlung langatmig und durch die vielen Charaktere musste man aufmerksam bleiben um den Überblick nicht zu verlieren. Dante und Colomba blieben für mich zudem eher oberflächlich, sodass ich emotional nicht richtig mit ihnen mitfühlen konnte. Insgesamt ein solider, aber eher durchschnittlicher Thriller, von dem ich mir mehr erhofft hatte.
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