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Unterhaltsam
von Igela, 12. Juni 2026

Ziel erreicht, heisst es für Amelia Knox. Sie und ihr Freund Ford wurden zu der begehrten Sommerparty der Familie Fowley eingeladen. Ford ist der Cousin des wohlhabenden Gastgebers Lawrence Foley. Dieser residiert in einer luxuriösen Villa an der norwegischen Küste, in der auch das Sommerfest stattfindet.

Einem Anwesen, von dem ein Jahr zuvor Amelias jüngere Schwester Rose verschwunden ist.

Amelia will herausfinden, was mit Rose geschehen ist und hat sich nur diesem Zweck an Ford herangemacht. Geht ihr Plan auf?




Nachdem ich von der Autorin schon "Die Yacht" und "Das Resort" gelesen habe, war ich gespannt auf ihren neusten Thriller. Einem Thriller, der dieses Mal in einem exklusiven Setting mit Figuren, die sehr wohlhabend sind, handelt. Die Reichen und Einflussreichen treffen sich zu einem längeren Partywochenende.

Sehr schnell habe ich mich gefragt, was mit Amelias jüngerer Schwester Rose geschehen ist und was Mysteriöses auf diesen Sommerpartys vorgeht. Dass ich mich dafür durch allerhand Partybeschreibungen lesen musste, hat mich zuerst nicht gross gestört. Irgendwann einmal wurde es jedoch langatmig und ich war froh um vereinzelt brisante Szenen, denen Amelia ausgesetzt wird.

Fast die ganze Geschichte lang steht Amelia im Mittelpunkt der Handlung. Eine junge Frau, die sich clever in die illustre Gesellschaft einschleicht. Sie hofft aufzudecken, was ein Jahr zuvor auf jener Sommerparty, von der Rose verschwunden ist, geschah.

In der Gegenwart wird ordentlich gefeiert und gebechert. So mancher Partygast übertreibt es und es gibt auch Tote. Diese Party könnte buchstäblich überall stattfinden. Beschreibungen der norwegischen Küste mit dem titelgebenden Fjord, gibt es nur zurückhaltend.

Sarah Goodwin hat es geschafft, dass trotz einiger Längen die Geschichte unterhaltsam bleibt. Gegen Ende gab es für mich auch noch zwei überraschende Wendungen betreffend Täter. Ehrlich gesagt, habe ich nicht mit dieser Auflösung gerechnet und so bleibt ein "Aha-Gefühl" zurück.

Rezension zu:
Geheimnisse...
von Igela, 9. Juni 2026

Eine abgelegene Lodge in Schottland dient als Feriendomizil für die Familie Hunter. Seit ihrer Kindheit haben die Schwestern Kate, Darby und Bea zahlreiche Ferien mit ihren Eltern Connie und Ray in dem Ferienhaus verbracht.

Nun, drei Monate nach Rays Beerdigung, hat Connie ihre Töchter und deren Familien für zehn Tage in das Haus am Ufer des Loch Muir eingeladen.

Doch es sollen nicht nur Ferientage mit den Töchtern, deren Partner und den Enkeln werden...Connie muss ihnen vorsichtig beibringen, was in Rays Testament steht. Eine Nachricht, die ihr die Familie zu entreissen droht.

Samantha Hayes punktet mit dieser Familiengeschichte, die sich nach und nach zum Psychothriller entwickelt. Die Hunters versuchen den Tod von Ehemann, Vater, Schwiegervater und Grossvater Ray zu verarbeiten. Das Familienoberhaupt starb drei Monate zuvor. Seine genaue Todesursache liegt erstmal im Dunklen und wird nicht genau benannt.

Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das Familie Hunter den Lesern vorenthält. Mutter Connie, die ihren Töchtern Einzelheiten des Testaments beibringen muss, hütet ein Geheimnis. Ebenso wie zwei ihrer Töchter, sowie ein Schwiegersohn. Und dann ist da auch noch der äusserst seltsame zweite Schwiegersohn mit seinem verstockten Sohn aus erster Ehe.

Fast jedes Familienmitglied verheimlicht, vor einem oder mehreren Mitgliedern der Familie, etwas. Dabei tauchen auch bei einigen Mordgedanken auf. Etliche Figuren, die in eigenen Kapiteln in den Mittelpunkt gerückt werden, erzählen ihre Sicht auf das ganze "Familiendrama". Dabei sind alle Figuren authentisch und als Leser erkennt man, weshalb sie agieren, wie sie agieren. Einmal mehr zeigt sich hier, wie prägend die Kindheit für einen Menschen ist. Kate ist da das beste Beispiel dafür.

Sehr fesselnd und ausgesprochen spannend hat die Autorin mit Wendungen, die mich unvorbereitet getroffen und begeistert haben, die Story garniert. Einige Rückblicke, die die Vergangenheit von Connie und Ray thematisieren, vertiefen die Story noch. Diese sind wegweisend für die Handlung in der Gegenwart und ergänzen diese gut. Mich hat dieses Buch bestens unterhalten und ich lege es jedem ans Herz, der ein Faible für geheimnisumwitterte Familiengeschichten hat.

Rezension zu:
Sommerfeeling!
von Igela, 7. Juni 2026

Mia Hoffmann hat ihren sicheren Job in Deutschland gekündigt und hat eine Stelle an der Algarve angenommen. In Portugal wird sie in dem luxuriösen Plâto Beach Resort als Yogalehrerin arbeiten.

Doch die Traumstelle entpuppt sich für Mia als weniger glamourös als gedacht. Die junge Frau findet nur schwer Anschluss. Die anderen Animationsmitglieder benehmen sich seltsam. Nur Barkeeper Yanis ist freundlich und sie verliebt sich Hals über Kopf.

Doch nicht nur Yanis verbirgt etwas, auch Mia verheimlicht den Grund für ihren Aufenthalt in dem Luxusresort. Als eine Leiche an die Bucht des Hotels gespült wird, verdichten sich die Verdächtigungen...auch zwischen Mia und Yannis.


Ideal, wenn man diesen Sommerthriller an einem Strand lesen kann. Ich denke mit dem entsprechenden Urlaubsfeeling im Rücken kann dieses Buch punkten. Ein Luxus - Resort am Meer, Sommerpartys am Strand, Yogastunden, gutes Essen und Sonne bilden die Grundlage dieser Geschichte.

Es dauert hingegen eine Weile bis sich die Thriller - Seite zeigt. Erst mal geht es um die Ankunft Mias in dem Resort, ihr Einleben und die Versuche in der Crew der Animateure Anschluss zu finden. Das stellt sich als sehr schwierig heraus und die junge Frau ist kurz davor aufzugeben. Wenn da nicht ihre kurzen Gedanken wären, die sie den Lesern offenbart. Sehr schnell begreift man, dass noch eine andere Motivation sie antreibt, in dem Resort zu bleiben. Das und die unterschwellig unheimliche Stimmung hat mich dran bleiben lassen. Auch wenn ich mich durch Flirts, Sommerliebe und eifersüchtige Mitkollegen lesen musste.

Die auf dem Klappentext versprochene Leiche lässt sich Zeit, hat jedoch meine Vermutungen angekurbelt. Wer musste sterben und wer ist verantwortlich für diese Leiche? War es ein Unfall oder Mord?

Die Geschichte wird aus Sicht von Mia, von Yanis und einer weiteren Figur geführt. Da jede Figur in Ich Perspektive erzählt, sieht man Beziehungen, Geschehnisse und Erlebnisse jeweils in einem andern Licht. Etwas, was Tiefe in die Story bringt, denn die Sichten unterscheiden sich oft sehr.

Einige brenzlige Situationen retten diese Geschichte über die manchmal langatmigen Beschreibungen von Beziehungen hinweg. Erst gegen Schluss zeigt sich, dass dieses Buch eben doch ein Psychothriller ist. Über einige Klischees, die die Gäste des Hotels betreffen, musste ich schmunzeln. Der Schreibstil ist gut. Einzig das Wort "klebrig", das die Örtlichkeiten des Personals immer wieder mal beschreibt, hätte sparsamer eingesetzt werden dürfen.

Rezension zu:
Viele (weibliche) Figuren
von Igela, 31. Mai 2026

Das Wochenende auf der kleinen Schäreninsel Isle Blind soll nicht nur in einem Yoga Retreat stattfinden, sondern zugleich ein Junggesellinnenabschied sein.

Eine Handvoll Freundinnen feiert das letzte Wochenende, an dem Anneliese unverheiratet ist. Tessa, eine der Freundinnen, weiss jedoch als einzige, dass auf Isle Blind vor zehn Jahren vier Freundinnen spurlos verschwunden sind.

Die Journalistin hofft mehr über diesen Cold Case herauszufinden, will jedoch die anderen nicht beunruhigen. Was kläglich misslingt, denn eine der Freundinnen stirbt ...


Dieser Thriller spielt sich auf verschiedenen Zeitebenen ab. Zu der Zeit vor 10 Jahren, als die vier Freundinnen verschwunden sind und nun als Cold Case gehandelt werden. In der Gegenwart, der Zeit des Junggesellinnenabschieds. Aber auch ab und zu vor beiden Ereignissen oder kurz nach dem ersten. Es wird dadurch sehr unruhig und die grosse Figurenanzahl, zum grossen Teil weiblich, sorgen zusätzlich für Verwirrung. Ich musste immer wieder überlegen, wer denn jetzt wer ist und in welche Zeitebene ich die Figur einsortieren muss.

Die Frauen feiern unter sich und die Themen sind, wie der Titel so sagt, Bachelorette würdig. Trinkspiele, Gespräche über Männer und Frauen, Beziehungen untereinander, Karriere... dies über weite Passagen die vorherrschenden Themen. Oft sitzt die Frauengruppe beieinander und tauscht sich über die oben genannten Themen aus.

Das bisschen Spannung, das man in der ersten Hälfte spürt, wird hauptsächlich durch das Setting erzeugt. Eine kleine Schäreninsel, auf der das einzige Boot erst mal verloren geht. Damit fehlt erst einmal die Möglichkeit von der Insel zu kommen. Nicht neu als Setting, aber passend zu der Geschichte. Der Täter wird lange vor Schluss nebenbei präsentiert. Hier hat die Autorin mich durch eine zusätzliche Komponente versöhnen können.

Der Thriller hätte Potenzial, das aber leider mit unnahbaren und zu vielen Figuren verschenkt wurde.

Rezension zu:
Science-Fiction
von Igela, 28. Mai 2026

Als Vierjährige bekommt Alysee Marek von ihrem Vater Jörg Steigemann die Anweisung nicht einzuschlafen. Jörg fleht seine Tochter regelrecht an. Doch das kleine Mädchen ist zu müde und schläft ein. Als Alysee wieder erwacht, ist sie Waise. Nach ihrer Mutter ist nun auch ihr Vater tot.

Zwanzig Jahre später: Alysee ist in einer Pflegefamilie aufgewachsen und die traumatischen Erinnerungen an den Abend verfolgen sie immer noch. Sie tritt das Erbe ihres Vaters an und hofft herauszufinden, aus welchem Grund er sterben musste.




Das Autorenduo Fitzek und Strauss, die mit "REM" ihr gemeinsam geschriebenes Buch herausgaben, sind in der Buch-Welt bekannt. Von beiden habe ich schon mindestens ein Buch gelesen und so war ich gespannt auf diesen Horror-Thriller.

Mir war dabei bedauerlicherweise nicht bewusst, dass die Geschichte so sehr Richtung paranormale Phänomene geht. Ja, eigentlich ist die Einteilung "Horror" damit gegeben und ich musste mich doch sehr darauf einlassen. Es tummeln sich also Monster, spukende Hunde, KBI (künstliche biologische Intelligenzen) und Gestaltenwandler in der Geschichte. Wichtiges Werkzeug und Dreh- und Angelpunkt ist ein Somnakular, ein erfundener Gegenstand der Autoren. Mit dieser Brille können Träume aufgezeichnet und betrachtet werden. Sehr futuristisch und Science-Fiction angehaucht. Wie gesagt, ich musste mich darauf einlassen. Die Prise Liebe, die mitläuft, ist hingegen sehr real.

Belohnt wurde ich mit einem tollen Schreibstil. Immer wieder stiess ich auf Sätze, die mich berührt haben. " ... der Mensch, bei dem das Wort Liebe zu einem Gefühl wurde". (Seite 189).

Die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge fand ich oft verwirrend. Gewaltbeschreibungen, bei denen ich mich oft gefragt habe, ob das nun von einer Figur geträumt oder in der Handlung geschieht, berechtigen das Wort "Thriller" hinter dem "Horror". Oft eklig und ab und zu nicht so richtig passend in der Handlung, die ja schon auch "Thriller" sein sollte. Manchmal habe ich mir gedacht, dass diese Gewaltbeschreibungen genau zu diesem Zweck eingefügt wurden. Vor allem der Aufenthalt Alysees und Weggefährten in einem alten Hotel zieht viele dieser Beschreibungen an und gipfelt in abstrusen Passagen.

Kann man lesen, man muss sich aber wirklich bewusst sein, dass es Richtung Science-Fiction geht.

Rezension zu:
Science-Fiction

REM

von Annika Strauss Taschenbuch Zum Buch
Durchwegs spannend.
von Igela, 26. Mai 2026

Der 4-jährige Milo ist zum ersten Mal bei Jacob zum Spielen eingeladen. Seine Mutter Marissa Irvine steht, wie per Nachricht mit Jacobs Mutter vereinbart, vor der Türe an der Tudor Grove Nummer 14 in Kerryglen und will ihren Sohn abholen.

Doch Milo ist nicht bei der angegebenen Adresse. Dort lebt eine unbekannte Frau, die nicht weiss wo Milo abgeblieben ist.

Jacobs Mutter Jenny Kennedy schwört kein Spieldate vereinbart zu haben. Milo bleibt verschwunden. Der ganze Bezirk in dem Dubliner Vorort ist beunruhigt und Gerüchte machen die Runde...


Die Geschichte beginnt harmlos, ja sogar alltäglich. Eine Mutter, die ihr Kind bei einem Freund abholen will. Doch weder ist das Kind an der angegebenen Adresse noch lebt die neu zugezogene Familie dort. Die Einladung erfolgte per Nachrichten und Milo wurde direkt nach der Vorschule zum Spieldate mitgenommen.

Die Horrorvorstellung aller Eltern dient als Einstieg und heizt schon mal ordentlich ein. Doch es wird noch verzwickter und variantenreicher. Denn die Autorin hat mehrere überraschende Wendungen eingebaut, die das Spannungslevel hochhalten. Dem anfänglichen Grauen, nicht zu wissen, wo Milo abgeblieben ist, wird nämlich noch einen draufgesetzt. Dabei wird der Fokus weniger auf die Ermittlungen gelegt. Denn im Mittelpunkt stehen die Eltern des Vermissten, sowie Jacobs Mutter Jenny. Letztere wird zu einer wichtigen Person für Marissa, Milos Mutter.

Sehr authentisch ist die Panik von Marissa und das Schuldbewusstsein von Jenny beschrieben. Gerade die Gefühle von Jenny, die sich verantwortlich für das Verschwinden des kleinen Jungen fühlt, konnte ich nachvollziehen. Unterschwellig schwingt immer die Frage mit, wo Milo ist und ob er noch lebt.

Die Autorin hat einen Thriller geliefert, der vorwiegend im familiären Umfeld handelt. Eltern, die am Schultor ihre Kinder von der Vorschule abholen, Familien in denen die Fassade wichtig ist, wohlhabende Eltern, die den Spagat zwischen Beruf und Kindern mit einer Nanny lösen. Es geht oft um Kinder, Erziehung und Beziehungen innerhalb der Familie und zu den anderen Eltern. Trotzdem hat Andrea Mara es geschafft, diese "Familiengeschichten" zu einem psychologisch gut ausgearbeiteten Thriller zu verarbeiten. Es wird nie langweilig, auch wenn ganz viel Kinderbetreuung oder Schwiegermutterkatastrophen drinstecken.

Auf die Auflösung, was mit dem Vierjährigen geschehen ist, wäre ich nie gekommen. Denn das ist clever, trickreich und sehr unterhaltend.

Rezension zu:
War es das?
von Igela, 16. Mai 2026

Nach der Scheidung ist die 52-jährige Tilda Finch eigentlich glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und leitet erfolgreich ein Unternehmen.

Eines Morgens bemerkt sie, dass der kleine Finger ihrer rechten Hand fehlt. Beim Besuch bei ihrer Ärztin erhält sie die Diagnose "Unsichtbarkeit". Unheilbar und nicht ausgeschlossen, dass noch andere Körperteile verschwinden. Was physisch bei ihr fortschreitet, hat Tilda auch psychisch schon seit einiger Zeit bemerkt.

Nun ist es an der Zeit sich gegen die Unsichtbarkeit zu stemmen.


Morbus invisibilis: ein Phänomen, das vor allem Frauen in der Lebensmitte trifft. Sie werden von ihrer Umgebung übersehen und ignoriert. Diese Besonderheit gibt es auch im realen Leben. Hier in diesem Buch hat die Autorin noch körperliche Unsichtbarkeit dazu gedichtet.

Protagonistin Tilda verschwindet langsam aber sicher. Sie nimmt deshalb auch an einer Selbsthilfegruppe teil, in der einige Mitglieder nicht oder kaum noch sichtbar sind. Damit ist der Plot leicht skurril. Körperteile, die verschwinden, sind völlig aus der Luft gegriffen. Das hat mich seltsamerweise gar nicht gestört.

Hinter dem Ganzen steckt eine Krise, die Frauen in der Lebensmitte häufig trifft. Die Kinder sind aus dem Haus, die Frauen beruflich angekommen und in einem wertvollen Freundeskreis integriert.

War es das?

Eine Frage, die sie sich trotzdem stellen. Auch Tilda gehört dazu und sie stellt einiges an, um sichtbar zu werden. Sie wendet sich an ihre Ärztin und eine Psychoanalytikerin, sucht Rat bei ihren besten Freundinnen Leith und Ali, besucht ein Meditations Retreat und öffnet sich für eine neue Liebe. Per Zufall lernt sich nämlich einen Mann kennen. Patrick ist blind und nimmt die Makel an Tilda dadurch nicht wahr. Romantisch und sehr schön sind diese Passagen und entschädigen für die trockenen und esoterischen Teile der Selbstfindung Tildas, die für mich einen zu grossen Teil einnehmen.

Die Autorin lässt immer wieder einen leichten Humor durchblitzen, vernachlässigt jedoch nicht die tiefgründigen Passagen. Sehr schön die Lebensweisheiten von bekannten Persönlichkeiten, sowie fiktiven Figuren bei Beginn der Kapitel.

"Mit anderen Augen" ist ein Roman mit einem Hauch Romantik, einem Teil guter Freundschaften, Familienbande und ganz viel Selbstfindungsgedanken.

Rezension zu:
Sachlicher Schreibstil
von Igela, 8. Mai 2026

Margaret lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren Töchtern Helen und Jo in New York. Sie ist geprägt von ihrer Kindheit mit einer narzisstischen Mutter, die nun im Sterben liegt.

Margaret kehrt nun ins Elternhaus in New Jersey und zu der sterbenden Elisabeth zurück.

Sie muss Abschied nehmen, aber auch Ungesagtes aus der Kindheit bereinigen und sich ihren Erinnerungen stellen.




Honor Jones hat ihrem Debütroman den Titel "Schlaf" gegeben und tatsächlich ist der Zustand des Schlafes ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Protagonistin Margaret erfährt nämlich nachts, als Zehnjährige, Übergriffe durch ihren älteren Bruder. Diese werden jedoch äusserst sachlich und unaufgeregt erzählt.

Die Kindheit Margarets, in einer eher toxischen Familie, dient als Einstieg in das Buch. Sie wächst mit Bruder Neil, Vater Hugh und Mutter Elisabeth auf und zumindest zwei der vier Familienmitglieder sind psychisch seltsam. Bruder Neil ist nicht nur seltsam, sondern auch übergriffig. Mutter Elisabeth ist immer bereit ihre Tochter zu piesacken und den Sohn vorzuziehen. Mir hat das kleine Mädchen, deren Stütze und Halt nicht etwa Vater Hugh, sondern ihre beste Freundin Biddy ist, leid getan. Es gibt da ein paar Passagen, da lief es mir trotz aller Sachlichkeit kalt den Rücken hinunter.

Abrupt wechselt die Geschichte nach einem Drittel und Margaret ist 35 Jahre alt, geschieden, Mutter von zwei kleinen Töchtern und geprägt von der schwierigen Kindheit und der Beziehung zu ihrer Mutter. Sie hat sich zu einer überbehütenden Mutter entwickelt und muss sich nun mit dem baldigen Tod ihrer Mutter auseinandersetzen. Margaret denkt oft zurück an ihre Kindheit und kurze Einspieler davon wurden in die Handlung in der Gegenwart eingesetzt.

Horor Jones schreibt in einem leicht holperigen Schreibstil. Zum grössten Teil ist der Stil sachlich, was einerseits bei oben erwähnten Passagen erleichternd ist und andererseits halt auch automatisch zu den Figuren eine Distanz erzeugt.

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Unglücklicher Aufbau
von Igela, 5. Mai 2026

Zehn Jahre nach dem Verschwinden ihrer älteren Schwester kehrt Marsibil Karvelsdottir in das Dorf, in dem sie aufwuchs, zurück. Die junge Frau lebt heute in Reykjavik und hat immer wieder wirre Träume, die mit dem Verschwinden von Stina zusammenhängen könnten.

Stina verschwand damals genau an dem Ort, an dem eigentlich Marsi hätte sein sollen. Die damals 15-jährige Marsi hatte an der Brücke mit einem heimlichen Brieffreund abgemacht, das Treffen jedoch aus Nervosität platzen lassen. Und genau dort bei der Brücke wurde Stunden später Stinas blutverschmierte Jacke gefunden.

Nun in der Gegenwart bekommt Marsi einen Brief und macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Sie will nach all den Jahren endlich wissen, was mit Stina geschah.


Das ist das fünfte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und das bisher weitaus schlechteste. Was gleich bleibt, ist die düstere Atmosphäre in diesem Island Krimi. Man spürt die Kälte, die karge Landschaft und vor allem die mystische Stimmung regelrecht.

Was neu ist, ist die absolut spannungslose Handlung, die vielen, endlosen Wiederholungen und die Ahnung, worauf es hinauslaufen könnte. Das kenne ich von der Autorin anders. Irgendwie zerredet die Autorin das bisschen Spannung, die zu Beginn mitläuft. So habe ich mich gefragt, ob Stina noch am Leben ist oder tatsächlich ermordet wurde. Um das herauszufinden, dreht Marsi fast jeden Stein um und das wortwörtlich.

Viele Figuren mischen mit, immer neue Bekannte tauchen auf und das in grosser Zahl. Da die Geschichte zudem auf zwei Zeitebenen und in zwei Ich Perspektiven geführt wird, wird sie sehr komplex. Eine Komplexität, die zu Lasten der Spannung geht. Denn ständig musste ich überlegen, wer denn nun schon wieder wer ist und wo die Erzählung anknüpft. Da die beiden Ich Perspektiven aus der Sicht einer Jugendlichen (Stina) und einer jungen Erwachsenen (Marsi) sind, wird es oft pubertär. Liebeleien, Flirts, Alkohol und Partys spielen eine Rolle in diesen Perspektiven.

Dabei ist der Schreibstil nicht per se schlecht und ich weiss, dass die Autorin schreiben kann. Unglücklich empfand ich den Aufbau und die Realisierung des Plots.

Rezension zu:
Cleverer Plot
von Igela, 29. April 2026

Die Jagd beginnt!

Vor allem, wenn es nach Mila Weiss von der Sonderermittlungsgruppe vier geht. Sie fährt in die Berge, denn der gesuchte Johannes Toblach soll sich in einem abgelegenen Dorf aufhalten. Mila will ihn endlich stellen und erfahren, wo die beiden entführten Mädchen Romy und Mathilda sind.

Als sich die junge Kommissarin nicht mehr meldet, ist die Gruppe vier zutiefst beunruhigt. Ihr Leiter, Jakob Krogh, ordnet an, dass nach Mila gesucht wird. Da in dem Dorf Menschen ermordet werden, befürchten die Ermittler, dass der Serienmörder auch ihre Kollegin in seiner Gewalt hat.


Anders als bei seinem Vorgänger "Aschesommer" hatte ich Anpassungsschwierigkeiten mit diesem dritten Band. Ich habe befürchtet, dass sich die ganze Story um den altbekannten und perfiden Täter Johannes Toblach und Mila Weiss dreht. Also eine Ausweitung von Band zwei ist. Bis dann ein toter Mann, aufgehängt und grausig inszeniert, entdeckt wird. Es geht danach Schlag auf Schlag, denn schon bald wird ein Mann in der örtlichen Sägerei ermordet aufgefunden. Auch damit ist es nicht vorbei mit gruseligen Passagen, denn eine besondere Überraschung wird aus dem See gehoben.

Genau hier hat Benjamin Cors draufgesetzt an Spannung, Nervenkitzel und Wendungen. Ich habe zeitweise atemlos die Seiten umgeblättert.

Ich denke anders als beim zweiten Teil sollte man hier, bei Teil drei, Vorwissen haben. So, dass man einordnen kann, weshalb Mila so verbissen nach Toblach sucht.

Das Setting ist sehr gelungen. Ein kleines Dorf mit einer Kneipe, in der sich das soziale Leben abspielt. Die Einheimischen sind teilweise sehr zugeknöpft und misstrauisch gegenüber Fremden. Unter diesen Bedingungen sind die Ermittlungen weder einfach noch fruchtbar. Für logisch aufgebaute Ermittlungsergebnisse ist mir Benjamin Cors bekannt. In "Nebelbeute" ist ihm das auch wieder hervorragend gelungen. Was zu Beginn einseitig erschien, entpuppt sich schlussendlich zu einem abwechslungsreichen, überraschenden Thriller mit einem cleveren Plot!

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