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Die Geschichte einer Schriftstellerin
von beavielleser , 16. Juli 2026

Caddie ist fasziniert von der verstorbenen Schriftstellerin Ida Wolff. Sie starb 1939 bei einem Brand, bei dem auch ihr Verleger ums Leben kam und alle Exemplare ihres zweiten Buches, ebenso die Druckfahnen.
Auf einer Ausstellung über Ida Wolff trifft Caddie eine ältere Frau, die eine Bemerkung zu Ida Wolff's zweiten Buch macht, die Caddie nicht mehr aus dem Kopf geht.
Eine spannende Geschichte über ein verschwundenes Manuskript, deren Schriftstellerin und die Kraft von Büchern.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und hat mich mehr gefesselt, als ich es erwartet habe.
Das Cover finde ich nicht schlecht, kann es aber nicht mit dem Buch in Zusammenhang bringen.

Rezension zu:
Mehr Altes wäre schön gewesen
von beavielleser , 11. Juli 2026

In diesem Roman wird hauptsächlich die Entwicklung von Marie in den Jahren 1977 bis 1979 erzählt. In diesen Jahren sind Dinge passiert, die ihr weiteres Leben maßgeblich beeinflusst haben.
Zwischendrin gab es Rückblicke in die Geschichte ihrer Familie. Diese Kapitel sind mir eindeutig zu kurz geraten, obwohl gerade da viel Potential gewesen wäre und ich aufgrund des Klappentextes davon auch mehr erwartet hätte.
Die Einblicke in das Alte haben mir anfangs besser gefallen, weil der Schreibstil fordernder war.
Bei den Einblicken in das Neue hatte ich bei den ersten Kapiteln den Eindruck, dass die Erzählung zu oberflächlich ist. Diesen Eindruck musste ich dann später aber revidieren.

Rezension zu:
Älter werden ist nichts für Feiglinge
von beavielleser , 11. Juli 2026

Ein warmherziger Roman, der erzählt wie schwierig älter werden sein kann.
Antons Probleme sein Alter zu akzeptieren, sind nachvollziehbar geschildert. Ich kann verstehen, dass er damit hadert. Der Verlust seiner Arbeitsstelle ist auch nicht so einfach zu verkraften und verbessert das Verhältnis zu seiner Tochter nicht gerade, da sie seine Nachfolgerin wird.
Diese Buch hat viele schöne Gedanken, die mich berührt haben. Vielleicht weil ich ungefähr in Anton's Alter bin.
Ich fand die Charaktere sehr gut getroffen und mochte sie alle. Aber irgendwie lief auch alles ein bisschen zu glatt, deshalb nur 4 Sterne.

Rezension zu:
Hoffentlich erscheint bald Band 3
von beavielleser , 6. Juli 2026

Veronika Paulsen, eine junge Frau, die im ersten Buch schon eine Rolle gespielt hat, wird tod aufgefunden. Zeitgleich entdecken drei Frauen eine männliche Leiche im Wasser, die dort scheinbar schon länger treibt.
Wie sich später herausstellt kannten sich die Beiden. Und es bleibt nicht bei diesen beiden Mordopfern.
Die Ermittlungen führen zu einer Klinik, in der sich reiche Männer behandeln lassen können. Die Therapie ist sehr besonders. Der Leiter dieser Klinik gibt Jakob und Noora Rätsel auf.
Der Mord an Veronika Paulsen scheint nichts mit den anderen Morden zu tun zu haben. Er steht aber wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Iselin-Hanssen-Fall, der nach wie vor ungeklärt ist.
Dieser zweite Band ist genauso gut wie der erste. Es gibt viele Wendungen und die Spannung wird durchgängig gehalten. Am Ende bleibt ein loser Faden, der mich mit Spannung auf das nächste Buch warten lässt.
Meine Empfehlung ist es, zuerst Band 1 zu lesen, da dieses Buch an vielen Stellen an das Vorherige anknüpft. Vorallem was den Inselin-Hansen-Fall betrifft, der nach wie vor auf einen Ermittlungserfolg warten lässt.

Rezension zu:
Leben in einer Siedlung
von beavielleser , 4. Juli 2026

Die Kastaniensiedlung könnte überall sein. Hier leben viele Menschen, jeder mit seinen Sorgen, Träumen, Ängsten, Geheimnissen und Hoffnungen. Und wie es so ist man kennt sich kaum. Man grüßt sich kurz, wechselt vielleicht ein paar Worte, aber das war es dann auch schon.

Der Fund einer Weltkriegsbombe verändert das Leben in der Siedlung. Die Bewohner der Siedlung müssen in einer Turnhalle zusammenrücken und das bringt eine Nähe, die neu ist und die Menschen verändern sich. Es sind auf einmal Dinge möglich, die vorher unmöglich waren und manches scheint auf einmal leichter und selbstverständlicher.

Ein Buch voller liebenswerter Charaktere, die einen berühren. Es gibt viel zu schmunzeln und es gibt einiges was nachdenklich macht.

Leicht und flüssig zu lesen, ohne dabei flach zu sein. Das Cover wurde sehr treffend gewählt.


Rezension zu:
Ein Mann, der sich selbst im Weg steht
von beavielleser , 27. Juni 2026

Joseph wurde vor einem halben Jahr von seiner Frau Lis verlassen. Sie nimmt auch den gemeinsamen Sohn Samuel mit. Für Joseph hat das Leben keinen Sinn mehr. Er kommt mit der Einsamkeit nicht klar und beschließt ebenfalls zu gehen.
Doch dann klingelt es an seiner Tür und ein junges Mädchen steht vor ihm, die seine Hilfe benötigt.

Ein ruhiger Roman in dem nicht viel passiert und trotzdem steckt viel in ihm drin. In einer klaren, einfühlsamen Sprache erfährt man von Josephs innere Zerrissenheit. So wird sie einem verständlich und nachvollziehbar.

Oft verliert sich Joseph in Gedanken an früher. Dadurch wird klar warum er sich selbst so im Weg steht und nicht auf Menschen zugehen kann, die ihm eigentlich wichtig sind.

Mir hat dieser Roman gut gefallen, wenn auch nicht nicht ganz so gut wie "Paradise Garden". Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Elena Fischer.

Rezension zu:
Ein Buch in dem man versinken kann
von beavielleser , 24. Juni 2026

Als Agnes einen Anruf von der Polizei erhält, dass ihre Tante Colette verstorben sei, ist sie sprachlos. Denn ihre Tante ist bereits vor 3 Jahren verstorben. Agnes reist in den Wohnort ihrer Tante und stellt fest, das es sich um keine Verwechslung handelt. Die Tote ist ihre Tante, doch wer wurde dann vor 3 Jahren beerdigt?
Diese Familiengeschichte ist sehr abwechslungsreich aufgebaut.
Zum Einen befinden wir uns mit Agnes in der Gegenwart (Herbst 2010), unterbrochen von den Kasettenaufnahmen, die Colette für ihre Nichte aufgenommen hat.
Dann sind da die Treffen von Agnes mit ihren ehemaligen Schulfreunden, während derer sie sich über ihre Erlebnisse von früher austauschen.
Und dann noch Rückblenden in das Leben von Colette und Agnes.
Sehr gut geschrieben. Temporeich und vielschichtig, mit vielen interessanten Charakteren, die geschickt miteinander verknüpft sind.
Trotz der vielen ineinander greifenden Handlungen wird es nie unübersichtlich. 624 Seiten ohne einmal zu langweilen, das muss man erstmal schaffen. Großes Kompliment an die Autorin.

Rezension zu:
Ein Buch in dem man versinken kann

Tata

von Valérie Perrin E-Book (EPUB) Zum Buch
Anspruchsvoller Schreibstil
von beavielleser , 8. Juni 2026

Das Tränenhaus wird von der Hebamme Uffenbacher geführt und gibt ledigen Frauen bis zu ihrer Entbindung eine Unterkunft. So war es damals üblich, wollte man gesellschaftlich angesehen bleiben. Das Kind wurde dann nach der Geburt in eine Pflegefamilie gegeben.
Als Cornelie ins Tränenhaus kommt, will sie erst nichts mit den anderen Bewohnerinnen zu tun haben. Doch als sie mitbekommt, wie gemein die Hebamme zu den anderen Frauen war, kann sie nicht mehr zuschauen und tritt für die Mädchen ein. Es entsteht eine herzliche Gemeinschaft.
Der Schreibstil hat mich sehr gefordert, die alte und poetische Sprache war für mich schwer zu lesen. Deshalb war ich auch froh, als ich am Ende angelangt war.
Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, dem dieser Schreibstil besser liegt.

Rezension zu:
Sehr empfehlenswert
von beavielleser , 8. Juni 2026

Benjamin arbeitet 2015 in einer Beratungsstelle für Flüchtling. Er kämpft täglich gegen die Empathielosigkeit im Alltag der Behörden an.
Als er den Fall eines Syrers von seinem Kollegen übernimmt, setzt er sich sehr für diesen ein, doch dann gibt es Hinweise auf Kriegsverbrechen, die er begangen haben soll. Nun ist Benjamin gezwungen sein Tun und Denken zu hinterfragen.
Zeitgleich findet er bei seiner Großmutter einen Karton mit alten Dokumenten. Was er da über seine Großeltern erfährt, macht ihm zusätzlich schwer zu schaffen.
Benjamin's Zwiespalt wird vom Autor glaubwürdig dargestellt, wem soll er glauben? Ein Buch mit Tiefgang, das kritisch mit dem Thema Asylrecht umgeht und auch die Überforderung der Behörden aufzeigt.
Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, waren nicht immer einfach zu lesen, da sie die Gräueltaten der Nazis sehr deutlich schildern.

Rezension zu:
Sehr empfehlenswert

Walküre

von Daniel Zipfel E-Book (EPUB) Zum Buch
Meine Auszeit mit Linnea
von beavielleser , 6. Juni 2026

Linnea hat ein sehr bekanntes Restaurant in Göteborg. Nebenbei macht sie noch eine erfolgreiche Kochshow. Eigentlich liebt sie das alles, aber da sie privat nicht soviel Glück hatte, leidet sie seit Monaten unter Schlaflosigkeit und entschließt sich zu einer Auszeit in Lappland.
Ich habe Linnea gerne in ihre Auszeit begleitet und dadurch hatte auch ich eine Auszeit. Dieses Buch liest sich sehr flüssig und die Beschreibungen der Natur und der Leute hat mich geerdet.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf eine ruhige, angenehme Art unterhalten werden möchten.

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