Geheimnisse...
von Igela, 9. Juni 2026
Eine abgelegene Lodge in Schottland dient als Feriendomizil für die Familie Hunter. Seit ihrer Kindheit haben die Schwestern Kate, Darby und Bea zahlreiche Ferien mit ihren Eltern Connie und Ray in dem Ferienhaus verbracht.
Nun, drei Monate nach Rays Beerdigung, hat Connie ihre Töchter und deren Familien für zehn Tage in das Haus am Ufer des Loch Muir eingeladen.
Doch es sollen nicht nur Ferientage mit den Töchtern, deren Partner und den Enkeln werden...Connie muss ihnen vorsichtig beibringen, was in Rays Testament steht. Eine Nachricht, die ihr die Familie zu entreissen droht.
Samantha Hayes punktet mit dieser Familiengeschichte, die sich nach und nach zum Psychothriller entwickelt. Die Hunters versuchen den Tod von Ehemann, Vater, Schwiegervater und Grossvater Ray zu verarbeiten. Das Familienoberhaupt starb drei Monate zuvor. Seine genaue Todesursache liegt erstmal im Dunklen und wird nicht genau benannt.
Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das Familie Hunter den Lesern vorenthält. Mutter Connie, die ihren Töchtern Einzelheiten des Testaments beibringen muss, hütet ein Geheimnis. Ebenso wie zwei ihrer Töchter, sowie ein Schwiegersohn. Und dann ist da auch noch der äusserst seltsame zweite Schwiegersohn mit seinem verstockten Sohn aus erster Ehe.
Fast jedes Familienmitglied verheimlicht, vor einem oder mehreren Mitgliedern der Familie, etwas. Dabei tauchen auch bei einigen Mordgedanken auf. Etliche Figuren, die in eigenen Kapiteln in den Mittelpunkt gerückt werden, erzählen ihre Sicht auf das ganze "Familiendrama". Dabei sind alle Figuren authentisch und als Leser erkennt man, weshalb sie agieren, wie sie agieren. Einmal mehr zeigt sich hier, wie prägend die Kindheit für einen Menschen ist. Kate ist da das beste Beispiel dafür.
Sehr fesselnd und ausgesprochen spannend hat die Autorin mit Wendungen, die mich unvorbereitet getroffen und begeistert haben, die Story garniert. Einige Rückblicke, die die Vergangenheit von Connie und Ray thematisieren, vertiefen die Story noch. Diese sind wegweisend für die Handlung in der Gegenwart und ergänzen diese gut. Mich hat dieses Buch bestens unterhalten und ich lege es jedem ans Herz, der ein Faible für geheimnisumwitterte Familiengeschichten hat.
Rezension zu:
Schön und mit Hintergrunderklärung
von Lolotte, 9. Juni 2026
Die Karten sind schön und stoßen an, über sie bzw eine gerade wichtige Frage zu meditieren. Das Booklet enthält praktische Anweisungen und gibt auch dazu die Übersetzung aus dem Hawaiianischen und Erklärungen zur zugrunde liegenden Philosophie. Bin happy.
Rezension zu:
Tolles Setting und tolle Frauen
von Zaubermasu / Sandra Hennig, 9. Juni 2026
Dies war mein erstes Buch von Annette Weber und ich bin ganz begeistert von ihrem Schreibstil : unaufgeregt und trotzdem intensiv beschreibt sie die Geschichte drei verschiedener Frauen, die auf Hiddensee spielt.
Jede der drei Frauen hat ihr eigenes Leben, ihre eigenen Sorgen und Nöte und doch eint sie alle eines : Sie fühlen sich eingeengt in die starren Erwartungen und der gesellschaftlichen Etikette, die man Frauen im Jahr 1921 abverlangt hat. Geprägt von einer Welt, in der Männer oft bestimmen, wie Frauen ihr Leben gestalten, haben sie alle den Wunsch, sich weiter entwickeln zu dürfen und ihr Leben und ihre Liebe selbstbestimmt leben zu dürfen.
Die Charaktere sind toll ausgeführt; jedes einzelne Schicksal hat mich sehr berührt und ich konnte gleich zu Beginn einen guten Bezug zu Edith, Wally Rose und Mette aufbauen, was mich unglaublich leicht in die ganze Geschichte kommen ließ. Lebendig und sehr authentisch begleiten einen die drei Frauen beim Lesen und ich habe mit großer Spannung verfolgt, wie sich die Lebensgeschichten – trotz unterschiedlicher Lebensarten – gleichen.
Das Setting ist wundervoll – Hiddensee, die raue Meeresluft der Ostsee….all das lässt einen beim Lesen eintauchen in die Kulisse des Kurbads und Annette Weber hat diesen besonderen Reiz wunderbar in ihre Seiten transportiert. Obwohl ich noch nie auf Hiddensee war, hatte ich beim Lesen richtig tolle Bilder vor meinem Auge.
Spannung, tolle Frauen und emotionale Entwicklungen – all das bietet „Kurbad Hiddensee – Meeresleuchten“ und ich hatte wirklich eine wundervolle Lesezeit. Annette Weber ist hier ein tolles Buch gelungen, dass absolut lesenswert ist.
Von mir gibt es dafür eine absolute Empfehlung !
Das Buch ist am 09. Juni 2026 bei SAGA Egmont erschienen.
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Gelungen!
von e_kieh, 9. Juni 2026
Dieses Buch zeigt Kindern auf spannende Weise, was Tiere alles bauen können. Dabei geht es nicht nur um Nester, sondern auch um Höhlen, Tunnel und viele andere Verstecke und Behausungen. So merken Kinder schnell, dass Tiere oft richtig clevere Baumeister sind.
Die Texte sind leicht zu verstehen und die Bilder machen Lust, sich alles genauer anzuschauen. Besonders schön sind die Klappen, hinter denen immer wieder etwas Neues zu entdecken ist. Dadurch wird das Buch nicht langweilig und Kinder können selbst auf Entdeckungstour gehen.
Mir gefällt, dass das Buch Wissen vermittelt, ohne zu trocken zu sein. Die Informationen sind interessant und passen gut zum Alter der Kinder. Beim Vorlesen gibt es viele Dinge, über die man gemeinsam sprechen und staunen kann.
Fazit:
Ein schönes Sachbuch für neugierige Kinder, die Tiere mögen und gerne Neues lernen. Es macht Spaß, darin zu blättern, und man erfährt viele interessante Dinge darüber, wie Tiere leben und bauen. Eine klare Empfehlung für kleine Tierfans.
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Weiter geht es in Bardolino
von Zaubermasu / Sandra Hennig, 9. Juni 2026
Die Bücher von Friedrich Kalpenstein sind immer ein Garant für tollen Lesestoff und so habe ich mich unheimlich gefreut, den vierten Band der Salute-Reihe lesen zu dürfen, der den Titel Das letzte Foto trägt :
Der Fotograf Domenico Spina wird tot aufgefunden – schnell wird klar, das war ein Mord. Aber wer sollte es auf ihn abgesehen haben ? Motive und Verdächtige gibt es wahrlich genug und schon starten Commissario Lanza und der ehemalige Münchner Hauptkommissar Paul Zeitler zu spannenden Ermittlungen.
Friedrich Kalpenstein versteht es perfekt, seinen Figuren Leben einzuhauchen und so sind Lanza und Zeitler mittlerweile wie alte Bekannte, die man im wunderschönen Bardolino trifft ( Jeder Band für sich ist abgeschlossen, es ist also nicht zwingend notwendig, die vorherigen Bücher zu kennen ). Und genau das machen die Bücher des Autors aus : Seine Figuren wachsen von Band zu Band, man trifft „alte Bekannte“, neue Gesichter und auf ein wunderschönes Setting.
Die Dialoge der Figuren sind oft mit Dialekt und witzigen Sprüchen gespickt und auch aktuellen Fall „das letzten Foto“ kommt der Humor nicht zu kurz.
Das macht den Fall besonders lebhaft und realistisch, denn steife Ermittler und trockene Ermittlungsarbeiten sucht man hier vergebens.
Spannung, la dolce vita und eine Menge Humor – das sind die Hauptpfeiler des Buches *Salute – das letzte Foto* und ich hatte wunderschöne Lesestunden, die mich an den traumhaften Gardasee entführt haben.
Für mich hat Friedrich Kalpenstein damit wieder bewiesen, dass seine Bücher absolut überzeugend und lesenswert sind und ich freue mich jetzt schon, wenn es wieder heißt „Salute“ !
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Großartige Sprache, unausgereifte Welt
von ReiShimura, 9. Juni 2026
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich die Idee der Schwanensee Adaption faszinierend fand. Noch dazu ist dies endlich wieder einmal ein Fantasybuch, welches nicht Teil einer Reihe ist. Leider konnte mich das Buch nicht so begeistern wie ich es erhofft hatte.
Den Einstieg ins Buch fand ich ein wenig sperrig und so ging es mir leider auch während des ersten Viertel des Buches. Dieser Teil war für meinen Geschmack recht langatmig und an vielen Stellen auch langweilig. Mehrmals habe ich überlegt, ob ich das Buch einfach weglegen soll. Ich bin aber drangeblieben und mit der Zeit konnte ich mich immer besser in die Geschichte einfinden. Der zweite Teil des Buches war dann auch deutlich interessanter und vor allem auch spannender. Leider hatte ich gegen Ende das Gefühl, dass die Autorin ein wenig zu schnell zum Abschluss kommen wollte. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte deutlich gewonnen, wenn man daraus eine Dilogie gemacht hätte.
Positiv hervorheben möchte ich den Schreib- und Erzählstil der Autorin. Dieses Buch besticht definitiv mit seinen kunstvollen und poetischen Formulierungen. Dies macht das Lesen zwar ein wenig herausfordernd aber dafür umso schöner. Des Weiteren muss ich sagen, dass der Stil wunderbar zu der Grundstimmung der Handlung passt.
Große Schwierigkeiten hatte ich dafür mit der Welt in der das Buch spielt und mit dem Magiesystem. Obwohl es immer wieder mal Erklärungen und Erläuterungen dazu gibt, war mir dies zu wenig. Bis zum Ende des Buches war mir nicht klar wie die Welt aufgebaut ist. Die wenigen Schauplätze der Handlung werden dafür recht detailreich beschrieben.
Wer auf düstere, kunstvolle und poetische Fantasygeschichten steht sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Leserinnen die großen Wert auf detaillierte Beschreibungen der Welt und des Magiesystems legen, werden mit diesem Buch wohl eher nicht glücklich werden.
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Im Nebel der Erinnerung
von Shilo, 9. Juni 2026
Lucy hat es im Leben nicht leicht. Als sie nach einem Unfall ohne Erinnerung auf einem schottischen Schloss aufwacht, bleiben viele Fragen offen. Gerade das hat neugierig gemacht, denn nach und nach kommen Dinge ans Licht, die vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Die Geschichte spielt in den 1920er Jahren und greift mit den Magdalenenheimen ein bedrückendes Thema auf. Trotzdem besteht das Buch nicht nur aus schweren Momenten. Immer wieder gibt es Menschen, die Lucy unterstützen und ihr helfen, ihren Weg zu finden. Besonders die Szenen mit Lady Mae O’Malley haben der Geschichte Wärme gegeben.
Nicht alles wird sofort erklärt. Die Antworten kommen nach und nach ans Licht, wodurch die Neugier bis zum Schluss erhalten bleibt. Lucy wächst einem mit der Zeit ans Herz und ihre Suche nach den verlorenen Erinnerungen wurde nachvollziehbar beschrieben.
Neben den ernsten Themen gibt es immer wieder Augenblicke, die Mut machen. Genau diese Mischung hat das Lesen angenehm gemacht. Nach der letzten Seite blieb das Gefühl zurück, die Figuren ein gutes Stück ihres Weges begleitet zu haben. Sehr gerne vergebe ich für dieses Buch 5 Sterne.
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Das Gute im Menschen
von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer, 9. Juni 2026
Eine Ausnahmesituation – ein Bombenfund- zwingt die Bewohner einer Siedlung aus ihren symbolischen Schneckenhäusern, lässt sie Grenzen überwinden und neue Einsichten gewinnen. Vieles wendet sich jetzt zum Guten, weil die Leute miteinander sprechen und aufeinander achten.
Die Autorin schaut von oben wie auf ein Schachbrett, auf dem sie sehr behutsam mit ihren Figuren umgeht. Manchmal wird es spannend, gelegentlich etwas idealisiert und romantisch, aber auch humorvoll beschrieben, auf jeden Fall ist es ein überaus freundliches Buch.
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Eine Reise durch die Dorfgemeinschaft
von Karina , 9. Juni 2026
Nun habe ich meinen imaginären Spaziergang durch das fränkische Blumenfeld beendet und dabei so einiges über seine Bewohner erfahren. ????
In 'Mirabellentage' erzählt Anna, die langjährige Haushälterin des verstorbenen Ortspfarrers Josef, so allerhand Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Für sie ist das eine Form der Trauerbewältigung - und gleichzeitig ihre ganz eigene Art, den neuen Priester Fridjof in sein Amt einzuführen.
Dabei hat es Fridjof nicht leicht: Er tritt in große Fußstapfen und wird als junger Mann von einer Hallig an der Nordsee von den Dorfbewohnern oft kaum verstanden. Umso besser, dass Anna ihm den Tipp gibt, die Gemeinde einfach mit seinem 'Latein' zu beeindrucken. ????
Für mich war dieser Roman ein schöner sommerlicher Lesehappen für zwischendurch. Die Erzählungen sind mal traurig und nachdenklich, mal humorvoll, manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftig (ich sage nur: Gänseessen ????).
Besonders gefallen hat mir, wie sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Immer wieder wird deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft sind - etwas, das dem Roman viel Wärme verleiht.
Zeitweise waren mir die vielen aneinandergereihten Anekdoten allerdings etwas zu viel, sodass ich hin und wieder aus dem Lesefluss geraten bin. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde die nette ältere Dame von nebenan einem bei jedem Treffen noch schnell eine weitere Geschichte von früher erzählen - manchmal charmant, manchmal auch ein kleines bisschen anstrengend. ????
Trotzdem habe ich mich in Blumenfeld sehr wohlgefühlt und könnte mir durchaus vorstellen, dort ein Plätzchen unter den Einwohnern zu finden. ????
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Eine Leseempfehlung
von Bellis-Perennis, 9. Juni 2026
In diesem autobiografischen Buch erzählt Julian Brave NoiseCat, die Geschichte seiner indigenen Familie. Dabei spart er Grausamkeiten der Behörden, die den Ureinwohnern Kanadas ihre Kinder entrissen haben, um sie in Klosterschulen umzuerziehen. Man kennt dies aus zahlreichen anderen Romanen und Sachbüchern wie z. B. jenen von Michel Jean, der über ähnliche Schicksale der Inuit schreibt.
Dieses hier ist ein wenig anders, denn es bindet die indigenen Mythen prominent in die Ich-Erzählung ein. Gleichzeitig schildert Julian Brave NoiseCat die epigenetischen Traumata seiner Familie, von denen auch er nicht verschont bleibt. Sein Vater ist eines jener Babys, das in der berüchtigten St. Joseph‘s Mission geboren worden ist und getötet werden sollte. Nur durch eine glücklich Fügung ist er gerettet worden. Julian Brave NoiseCat hat eine Notiz über dessen Rettung in der Williams Lake Tribune vom 28. Oktober 1959 entdeckt:
„Neugeborenes Kind aus der Müllverbrennungsanlage gerettet“.
Dass ein solcher Start in das Leben ein lebenslanges Trauma verursacht, ist wohl verständlich.
Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Recherche rund um seine Herkunft, die eigene und fremde Erinnerung sowie indigener Erzähltradition mit zahlreichen Gleichnissen. Julian Brave NoiseCat rechnet sich zu den Coyote People, in dem ein Koyote als „Trickser“ eine große Rolle mythologischer Ahne spielt.
„Jene, die nicht bei ihren Namen gerufen werden und deren Zeit noch nicht gekommen ist, werden ins Land der Lebenden zurückgeschickt. Einigen gibt der Häuptling ein Lied mit auf den Weg zurück und lässt den Coyote People ausrichten, sie sollen weiter im Uhrzeigersinn im Kreis tanzen, so wie es die Ahnen auf der jenseitigen Seite tun. Wenn wir dies täten, so sagt der Häuptling der Toten, würde der Tod rückgängig gemacht werden, unsere Länder und Flüsse wieder so wunderschön und fischreich sein wie einst, unsere Vorfahren würden zurückkehren und mit ihnen Kojote.“ (S. 469 eBook)
Fazit:
Gerne gebe ich diesem interessanten Buch über die Geschichte der Vernichtung der indigenen Bevölkerung Kanadas, das nicht immer leicht zu lesen ist, 4 Sterne.
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